Sapad 2017
Sapad 2017 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), übersetzt Westen 2017) war ein gemeinsames strategisches Militärmanöver der Streitkräfte Russlands und von Belarus im September 2017.
Das Manöver „Sapad 2017“ fand vom 14. bis 20. September 2017 statt. Nach russischen Angaben nahmen 12.700 Soldaten an dem Manöver teil.<ref>Pressebericht</ref> Ab einer Truppenstärke von 13.000 Soldaten müssen entsprechend den Regelungen des Wiener Dokuments der Verhandlungen über vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ausländische Beobachter zugelassen werden.<ref>Wiener Dokument 2011 (PDF; 210 KB), Wiener Dokument vom 30. November 2011, Seite 27; abgerufen am 15. September 2017.</ref>
Sapad-Manöver finden alle vier Jahre statt und dauern jeweils sieben Tage, sie dienen den russischen Streitkräften dazu die militärischen Fähigkeiten Richtung Westen (Sapad) zu testen.<ref>Ben Hodges, Jack Crawford, Charles Mann: Taming the Bear: Russia’s Huge Exercises Test NATO Resolve. CEPA, 1. September 2021, abgerufen am 29. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Allgemeine Informationen[Bearbeiten]
Geschichte[Bearbeiten]
Bereits 1981 fand ein sowjetisches Manöver namens „Sapad 81“ statt, in einer Hochphase des Kalten Krieges.<ref>Information über die während der Manöver "Sapad-81" vorgeführten Komplexe der strategischen Angriffskräfte der UdSSR, Brief des DDR-Verteidigungsministers Heinz Hoffmann an Erich Honecker, Geheime Kommandosache, GKdos-Nr.: A 465 671 (bereitgestellt im Rahmen des Parallel History Project (PHP) an der ETH Zürich)</ref> Die russischen Streitkräfte führten später weitere „Sapad“-Manöver durch:<ref name="sapad">Militärmanöver Bericht der tagesschau.de vom 14. September 2017.</ref>
- „Sapad 1999“ im Jahr 1999 in Belarus und
- „Sapad 2013“ im November 2013.
Szenario[Bearbeiten]
Als Zweck der militärischen Übungen wird die Prüfung der Fähigkeit genannt, ob Russland und Belarus die Sicherheit des Unionsstaates gewährleisten können. Das Zusammenspiel der Militärbehörden, der Ausbildungsstand von Feld- und Lufteinheiten soll verbessert werden.
Entsprechend war das Szenario der Übung, einen Versuch einer westlichen Macht abzuwehren, die Regierung von Belarus zu stürzen.<ref name="WP230917"/> Als Aggressoren galten die drei fiktiven Staaten Veyshnoria, Vesbaria und Lubenia, die westlich von Belarus auf polnischem, litauischem und belarussischem Territorium liegen.<ref name="bbc_2017-08-31">Belarus at 'war' with imaginary country of Veyshnoria. BBC, 31. August 2017, abgerufen am 2. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bei der Großübung des russischen Militärs ZAPAD 2017 wurde auch eine Besetzung von Spitzbergen geübt.<ref>Lesestoff: Zapad 2017, Norwegen und Spitzbergen Veröffentlicht am 19. Oktober 2017 von T.Wiegold</ref><ref>Russian forces exercised attack on Svalbard</ref>
Manöver anderer Länder[Bearbeiten]
Im gleichen Zeitraum wie „Sapad 17“ führte Schweden das Manöver „Aurora 17“ unter Beteiligung anderer, darunter auch NATO-Kräfte mit insgesamt 19.500 Mann, durch.<ref>Frankfurter Rundschau: Militärmanöver in der Ostsee: Schweden übt den Krieg. In: Frankfurter Rundschau. (fr.de [abgerufen am 16. September 2017]).</ref>
Beobachter und Berichte[Bearbeiten]
Zu dem Manöver „Sapad 2017“ wurden (nur) von Belarus internationale Beobachter aus der OVKS, EAWU, GUS und NATO<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: ERR, 28. Juli 2017. Abgerufen am 6. August 2017 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> eingeladen. Auch im Rahmen der Sitzung der Parlamentarischen Versammlung der OSZE in Minsk haben die Vertreter der OSZE-Delegationen aus den USA die Einladung erhalten.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Белновости, 10. Juli 2017. Abgerufen am 6. August 2017 (русский).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Am 12. Juli führte der stellvertretende Chef des Generalstabs der Streitkräfte von Belarus Pavel Muraveyko im Rahmen des OSZE-Forums für Sicherheitskooperation in Österreich das Briefing über „Sapad 2017“ durch. Am 13. Juli bei der Sitzung des NATO-Russland-Rates führten Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums ein entsprechender Briefing durch und informierten über „Sapad 2017“. Man machte Angaben über die zu erfüllenden Aufgaben, benutzte Truppenübungsplätze, beteiligte Kräfte und Mittel, die Zahl des Personalbestandes, Hauptwaffensysteme und Material. Unmittelbar vor dem Manöver war ein erweitertes Briefing in Moskau angesetzt.<ref name=":0">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL. Abgerufen am 6. August 2017 (русский).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Es gab keinen gemeinsamen Besuch der Manöver durch die beiden Präsidenten von Belarus, Lukaschenko, und Russlands, Putin.<ref>Russisches Grossmanöver beendet, NZZ, 21. September 2017, Seite 2</ref>
Kräfte und Gliederung[Bearbeiten]
„Sapad 2017“ fand in zwei Stufen auf dem Territorium von Russland und Belarus statt. Auf dem Territorium von Belarus wurden nach russischen Angaben etwa dreitausend Soldaten der Streitkräfte der Russischen Föderation stationiert.<ref name=":2">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: ТАСС. Abgerufen am 6. August 2017 (русский).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
An dem Militärmanöver nahm der Teil von Kräften und Mitteln des Vereinigten Strategischen Kommandos West teil. Die Unterstützung für Bodeneinheiten wurde mit mehr als 25 Flugzeugen der Luft- und Weltraumkräften Russlands, mit der Luftwaffe und Luftabwehr von Belarus versorgt. Am Militärmanöver waren 680 Kampffahrzeuge beteiligt.
„Sapad 2017“ wurde nach diesen Angaben in Belarus auf sechs Truppenübungsplätzen durchgeführt:
- dem Truppenübungsplatz Lepel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) nahe Lepel),
- dem Truppenübungsplatz Borissowka ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) nahe Borissow),
- dem Truppenübungsplatz Loswido ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) nahe Haradok),
- dem Truppenübungsplatz Ossipowitschi bzw. Assipowitschy ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) nahe Assipowitschy),
- dem Truppenübungsplatz Ruschani ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) nahe der Siedlung Ruschani im Rajon Pruschany),
- dem Truppenübungsplatz Domanowo bzw. Damanawa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) nahe dem Dorf Damanawa)
- und in einem Standort in der Nähe des Dorfes Dretun.<ref name=":2" />
In Russland wurde das Militärmanöver auf drei Truppenübungsplätzen durchgeführt: Luga (Oblast Leningrad), Strugi Krasnyje (Oblast Pskow) und Prawdinsk (Oblast Kaliningrad).
Reaktionen[Bearbeiten]
Die deutsche Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen wertete die Übung als „Fähigkeits- und Machtdemonstration der Russen“ und äußert Zweifel an den offiziellen Angaben. Sie schätzt die Zahl der teilnehmenden Soldaten und Zivilpersonen auf 100.000.<ref name="sapad"/> Auch der am Royal United Services Institute tätige Atomphysiker Igor Sutjagin kam basierend auf russischen Angaben zu dem eingesetzten Gerät auf 70.000 Mann.<ref name="sapad" /> Nach russischen Angaben seien die zu den 12.700 Soldaten des Manövers zusätzlichen Truppenmobilisierungen entlang der NATO-Grenze separate Übungen.<ref>Christina Hebel, Matthias Gebauer: Großmanöver von Moskau und Minsk: Nervenkrieg an der Nato-Grenze. In: Spiegel Online. 14. September 2017, abgerufen am 15. September 2017.</ref>
Bewertungen[Bearbeiten]
Ein Forscher des Institutes für Friedensforschung in Oslo schloss, dass die Übung den Erwartungen entsprechend verlaufen sei. Die neu aufgestellten russischen Divisionen hätten jedoch keine schnelle Einsatzbereitschaft demonstriert, so dass es möglich sei, dass sie von einer vollen Kampfbereitschaft noch recht weit entfernt seien. Auch leide die russische Luftwaffe offenbar unter dem Dauereinsatz im Syrischen Bürgerkrieg, was sich zuerst in Wartungsmängeln niederschlage. Zwei größere Unfälle während der Übung betrafen einen Ka-52-Kampfhubschrauber, der mit einer fehlgestarteten Rakete eine Gruppe Beobachter traf,<ref>Marc Bennetts: Russian helicopter accidentally fires rocket at onlookers | Russia. In: theguardian.com. 19. September 2017, abgerufen am 5. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und einen Tu-22M-Bomber, der den Start abbrach und über die Bahn hinausgeriet.<ref name="WP230917">Michael Birnbaum und David Filipov: "Russia held a big military exercise this week. Here’s why the U.S. is paying attention." Washington Post vom 23. September 2017</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Lorenz Hemicker: Russland übt den Krieg drei Mal so oft wie die Nato -FAZ.net 23. August 2017
- Tobias Matern und Frank Nienhuysen: Angst vor Russlands „grünen Männchen“-sueddeutsche.de 12. August 2017
- Lorenz Hemicker: Putins Armee steht an der Grenze-FAZ.net 13. September 2017
- Alice Bota: Sie wollen doch nur üben – DZ 38/2017, S. 10
Siehe auch[Bearbeiten]
- Liste der Sapad-Manöver
- NATO Enhanced Forward Presence
- NATO-Osterweiterung
- Aurora 17
- Russisch-Belarussische Union
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />