Scheinbeeren
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| Datei:Gaultheria adenothrix 1.JPG | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gaultheria | ||||||||||||
| Kalm ex L. |
Die Scheinbeeren (Gaultheria), auch Rebhuhnbeeren genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Gaultheria-Arten wachsen meist als immergrüne Sträucher oder Halbsträucher, die Wuchshöhen von weniger als 10 Zentimetern bis zu 2,5 Metern erreichen. Eine Ausnahme bildet die aus dem Himalaya stammende Gaultheria fragrantissima, die als kleiner Baum Wuchshöhen von 5 bis 6 Metern erreichen kann. Die Zweige sind aufrecht bis kriechend. Die Rinde der Zweige ist kahl bis behaart.
Die spiralig am Zweig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Laubblätter geben beim Zerreiben einen aromatischen Duft ab. Die einfachen, eiförmigen, elliptischen, mehr oder weniger kreisförmigen oder nierenförmigen Blattspreiten mit behaarten oder kahlen Oberflächen besitzen meist einen gesägten, gekerbten oder bewimperten Blattrand.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blüten stehen einzeln oder zu zweit bis zwölft in seitenständigen, traubigen Blütenständen zusammen.
Die zwittrigen Blüten sind meist fünf-, selten vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die selten vier, meist fünf ei-, delta- oder herzförmigen Kelchblätter sind nur an ihrer Basis bis fast ihrer ganzen Länge untereinander verwachsen; manchmal überragen sie die Kronblätter. Die selten vier oder meist fünf meist weißen, creme- bis rosafarbenen Kronblätter sind urnen-, glockenförmig oder röhrig auf der Hälfte bis fast ihre ganzen Länge untereinander verwachsen. Es sind zwei Kreise mit je vier oder fünf Staubblätter vorhanden, sie sind deutlich kürzer als die Kronblätter. Die verbreiterten Staubfäden sind gerade. Die Staubbeutel können zwei bis vier „Hörner“ besitzen. Vier oder meist fünf Fruchtblätter sind zu einem vier- oder meist fünfkammerigen, ober- oder halbunterständig Fruchtknoten verwachsen.
Die meist fünffächerigen Kapselfrüchte sind fleischig und kugelig, sie wirken dadurch beerenartig. Sie sind bei Reife in der Regel rot, bei einigen Arten aber auch weiß oder blau gefärbt. Bei diesen Scheinbeeren wird der fleischige Anteil der Früchte nicht von der Fruchtwand gebildet, sondern von den Kelchblättern. Diese sind stark verdickt und hüllen die im Vergleich sehr dünnwandige Kapselfrucht ein; daher rührt auch der deutschsprachige Trivialname Scheinbeere für diese Gattung. Jede Frucht enthält 20 bis mehr als 80 Samen. Die kleinen Samen sind eiförmig mit glatter Samenschale (Testa).
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11, 12, 13.
Vorkommen[Bearbeiten]
Das Verbreitungsgebiet der Gattung Gaultheria umfasst hauptsächlich Nord- und Südamerika, daneben Indien, Südostasien, Australien und Neuseeland, sowie den Himalaja und Japan.
Scheinbeeren-Arten gedeihen meist auf sauren, humusreichen Böden.
Systematik[Bearbeiten]
Carl von Linné hat 1753 die Gattung Gaultheria mit der Typusart Gaultheria procumbens in Species Plantarum, 1, Seite 395<ref>Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org</ref> aufgestellt. Synonyme für Gaultheria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Brossaea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Brossea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kuntze orth. var., Chiogenes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Salisb. ex Torr.<ref name="GRIN" />
Die Gattung Gaultheria gehört zur Tribus Gaultherieae in der Unterfamilie Vaccinioideae innerhalb der Familie der Ericaceae.<ref name="GRIN" />
Es gibt etwa 115 bis 135 Gaultheria-Arten. Hier eine Artenauswahl:<ref name="GRIN" />
- Gaultheria acuminata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schltdl. & Cham. (Syn.: Gaultheria nitida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth.): Sie kommt in Mexiko, El Salvador und Honduras vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria adenothrix Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Miq.) Maxim.: Sie kommt in Japan vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria amoena Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.C.Sm.: Sie kommt in Kolumbien und Ecuador vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria anastomosans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L. f.) Kunth: Sie kommt in Kolumbien und Venezuela vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria antipoda Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.G.Forst.: Sie kommt in Neuseeland vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria borneensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stapf (Syn.: Gaultheria itoana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hayata): Sie kommt auf den Philippinen, in Sabah und in Taiwan vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria bracteata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cav. & Sleumer: Sie kommt von Ecuador bis Bolivien vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria brevistipes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(C.Y.Wu & T.Z.Hsu) R.C.Fang: Dieser Endemit in Höhenlagen von 1000 bis 2800 Metern nur im südöstlichen Tibet.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria cardiosepala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hand.-Mazz.: Sie kommt im westlichen Yunnan und in Myanmar vor.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria codonantha Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Airy Shaw: Sie kommt im nordöstlichen Indien und im südöstlichen Tibet vor.<ref name="FoC"/>
- Chinesische Scheinbeere (Gaultheria cuneata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Rehder & E.H.Wilson) Bean), Syn.: Gaultheria pyroloides var. cuneata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rehder & E.H.Wilson: Sie kommt in den chinesischen Provinzen Guizhou, Sichuan und Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria depressa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. f.: Sie kommt in Neuseeland vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria dolichopoda Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Airy Shaw: Sie kommt in Myanmar und im südöstlichen Tibet vor.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria domingensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Urb. (Syn. Gaultheria sphagnicola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rich.): Sie kommt auf Hispaniola und auf den Kleinen Antillen vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria dumicola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.W.Sm.: Sie kommt in fünf Varietäten in Myanmar und in Yunnan vor.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria erecta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vent.: Sie ist von Mexiko über Zentral- bis Südamerika verbreitet.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria foliolosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth.: Sie kommt von Kolumbien bis Peru vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria fragrantissima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wall. non auct. (Syn.: Gaultheria forrestii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Diels): Sie kommt in Sri Lanka, Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Vietnam, Tibet, Yunnan und Malaysia vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria glomerata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Cav.) Sleumer (Syn.: Gaultheria brachybotrys Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC.): Sie kommt in Kolumbien, Ecuador, Venezuela, Peru und Bolivien vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria griffithiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight: Sie kommt in zwei Varietäten in Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Vietnam und in China vor.<ref name="GRIN" /><ref name="FoC"/>
- Gaultheria heteromera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.C.Fang: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen etwa 3900 Metern nur im südöstlichen Tibet.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria hispida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br.: Dieser Endemit kommt nur in Tasmanien vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria hispidula Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Muhl.: Sie kommt in den US-Bundesstaaten Wisconsin, New Jersey, Ohio, Pennsylvania und West Virginia vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria hookeri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.B.Clarke (Syn.: Gaultheria veitchiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Craib): Sie kommt in Sikkim, Bhutan, Myanmar und in China vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria humifusa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Graham) Rydb.: Sie kommt im westlichen Kanada, in New Mexico und in den westlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria hypochlora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Airy Shaw: Sie kommt in Bhutan, Assam, Myanmar, im westlichen Sichuan und im nordwestlichen sowie südöstlichen Yunnan vor.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria insana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Molina) D.J.Middleton: Sie kommt vom südlich-zentralen Chile bis zum südlichen Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria insipida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth.: Sie kommt von Kolumbien bis Ecuador vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria japonica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.Gray) Sleumer: Dieser Endemit kommt nur auf der japanischen Insel Honshu vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria jingdongensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.C.Fang: Sie gedeiht in Höhenlagen von 2000 bis 3000 Metern in Yunnan.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria lanigera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook.: Sie kommt in Ecuador vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria leucocarpa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blume (Syn.: Gaultheria cumingiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.Vidal, Gaultheria yunnanensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Franch.) Rehder): Sie kommt in fünf Varietäten in Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, auf den Philippinen, in Malaysia, in Indonesien, Taiwan und China vor.<ref name="GRIN" /><ref name="FoC"/>
- Gaultheria longibracteolata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.C.Fang: Sie kommt in Thailand und Yunnan vor.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria longiracemosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Y.C.Yang: Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 3000 Metern in Sichuan.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria megalodonta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.C.Smith: Sie kommt von Ecuador bis Peru vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria mucronata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L. f.) Hook. & Arn. (Syn.: Pernettya mucronata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L. f.) Spreng.: Sie kommt vom zentralen und südlichen Chile bis ins südliche Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria mundula Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.Muell.: Sie kommt in Papua-Neuguinea vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria notabilis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Anthony: Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 2400 Metern in Yunnan.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria nummularioides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.D.Don: Sie kommt in Indien, Nepal, Bhutan, Bangladesch, Myanmar, Indonesien und China vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria oppositifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. f.: Sie kommt in Neuseeland vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria oreogena Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.C.Smith: Sie kommt vom westlichen Kolumbien bis Ecuador vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria ovatifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray: Sie kommt in British Columbia und in den westlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria perplexa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kirk
- Gaultheria phillyreifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pers.) Sleumer: Sie kommt in Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria poeppigii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC.: Sie kommt in Chile vor.
- Gaultheria praticola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Y.Wu: Sie gedeiht in Höhenlagen von 3200 bis 3900 Metern im südöstlichen Tibet und im nordwestlichen Yunnan.<ref name="FoC"/>
- Niedere Scheinbeere (Gaultheria procumbens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.): Sie kommt in Kanada und in den Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria prostrata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.W.Sm.: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von etwa 4600 Metern nur im nordwestlichen Yunnan.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria pseudonotabilis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H.Li ex R.C.Fang: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 1000 bis 2000 Metern nur im nordwestlichen Yunnan.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria punctata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blume (Syn.: Gaultheria fragrantissima auct. non Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wall.): Sie kommt in Indonesien vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria purpurea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.C.Fang: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 2000 bis 3400 Metern nur im südöstlichen Tibet.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria pyroloides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. f. & Thomson ex Miq. (Syn.: Gaultheria pyrolifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. f. ex C.B.Clarke, Gaultheria miqueliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Takeda): Sie kommt in Japan, auf den Kurilen, auf Sachalin und in Alaska vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria reticulata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth: Sie kommt in Ecuador, Bolivien und Peru vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria rigida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth: Sie kommt vom westlichen Südamerika bis ins nördliche Venezuela vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria rupestris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L. f.) D.Don: Sie kommt in Neuseeland vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria sclerophylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cuatrec.: Sie kommt von Kolumbien bis ins nordwestliche Venezuela und auch im westlichen Bolivien vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria semi-infera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(C.B.Clarke) Airy Shaw: Sie kommt in Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Tibet und Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
- Shallon-Scheinbeere (Gaultheria shallon Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pursh): Sie kommt in Alaska, in British Columbia und in den westlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria sinensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Anthony: Sie kommt in zwei Varietäten in Assam, Bhutan, Sikkim, im nördlichen Myanmar, im südöstlichen Tibet, im nordwestlichen Sichuan und in Yunnan vor.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria stereophylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.C.Smith: Sie kommt in Ecuador vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria straminea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.C.Fang: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 600 bis 2100 Metern nur im südöstlichen Tibet.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria strigosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth.: Sie kommt in Kolumbien, Ecuador, Peru und in Venezuela vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria suborbicularis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.W.Sm.: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 3000 bis 3900 Metern nur im nordwestlichen Yunnan Meereshöhe vor.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria taiwaniana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.S.Ying: Sie kommt in Taiwan vor.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria tetramera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.W.Sm.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1000 bis 3200 Metern im südöstlichen Tibet und im westlichen Yunnan.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria tomentosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth: Sie kommt in Ecuador und in Peru vor.<ref name="GRIN" />
- Gaultheria trichophylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Royle: Sie kommt in drei Varietäten in Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Tibet, Sichuan und Yunnan vor.<ref name="GRIN" /><ref name="FoC"/>
- Gaultheria trigonoclada Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.C.Fang: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 2000 bis 2300 Metern nur im südöstlichen Tibet.<ref name="FoC"/>
- Gaultheria vaccinioides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griseb. ex Wedd.: Sie kommt von Peru bis Bolivien vor.<ref name="POWO" />
- Gaultheria wardii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Marquand & Airy Shaw: Sie kommt in zwei Varietäten im nördlichen Indien, in Myanmar, im südöstlichen Tibet und im nordwestlichen Yunnan vor.<ref name="FoC"/>
Nutzung[Bearbeiten]
Einzelne Scheinbeeren-Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanze auch in den Gemäßigten Breiten, meist als Bodendecker, gepflanzt.
Wintergreen[Bearbeiten]
Ursprünglich die Bezeichnung für alle immergrünen Pflanzen im Englischen (heute: evergreen), wurde Wintergreen zum Namen für eine Gruppe von Aroma-Pflanzen mit ätherischen Ölen. Namengebend ist das „American Wintergreen“ (Gaultheria procumbens) und weitere Arten dieser Gruppe (Gaultheria humifusa – „Alpine Wintergreen“; Gaultheria ovatifolia – „Western Teaberry“ (Oregon spicy wintergreen); Chimaphila maculata – „Striped Wintergreen“). Diese Pflanzen enthalten Salicylsäuremethylester und werden als Minz-ähnliche Geschmacksstoffe verwendet.
Bestandteile und Gewinnung[Bearbeiten]
Die Gaultheria-Arten produzieren alle das Wintergreen-Öl. Dieses ist fahl gelb oder rosa und stark aromatisch mit einem süßen, holzigen Geruch, der den Pflanzen den charakteristischen „medizinischen“ Geruch verleiht, sobald sie verletzt werden. Die Komponenten sind Salicylsäuremethylester (~ 98 %), α-pinene, Myrcen, 3-Caren, Limonen, 3,7-Guaiadiene, und Delta-Cadinene.<ref name="scribd.com">Khilendra Gurung: Analysis of wintergreen oil. Ecology Agriculture and Rural Development Society, Dolakha, Nepal 2007.</ref> Salicylat-Unverträglichkeit führt häufig zu Abwehrreaktionen mit allergischen Symptomen, bis hin zu Asthma.
Das Öl wird gewöhnlich durch Wasserdampfdestillation der Blätter gewonnen, nachdem die Pflanzen in warmem Wasser mazeriert wurden. Salicylsäuremethylester entsteht erst durch enzymatische Prozesse aus einem Glycosid in den Blättern.<ref>Ingrid Krein: Essential Oil Profile Wintergreen. In: Cheryl's Herbs. 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 2. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wintergreen-Öl wird auch aus einigen Birken-Arten und Spiersträucher (Spiraea-Arten) hergestellt. Das Öl hat einen starken, „minzartigen“ Geschmack, auch wenn die Gaultheria-Pflanzen nicht zur selben Familie gehören wie die echten Minzen (Mentha).
Verwendung[Bearbeiten]
Vor allem die Beeren von Gaultheria procumbens finden in der Medizin Verwendung. Schon die Indianer brühten einen Tee aus den Blättern um rheumatische Symptome, Kopfschmerzen, Fieber, Halsschmerzen und verschiedene andere Schmerzen zu lindern. Die Inhaltsstoffe wirken als Metabolite für Acetylsalicylsäure. Während der Amerikanischen Revolution wurden die Blätter als Tee-Ersatz verwendet.<ref>Prescription for Herbal Healing By Phyllis A. Balch, Robert Rister.</ref>
Heute findet Wintergreen häufig Verwendung in Nahrungsmitteln wie Kaugummi, Minz-Bonbons, sowie für Smokeless Tobacco, wie Dipping Tobacco (American „dip“ snuff) und Snus. Außerdem wird es für Zahnpasta, Mundspülung und für original amerikanisches Root Beer verwendet.
Das Öl wird verdünnt oder in der Aromatherapie angewandt und gilt in der Volksmedizin als Mittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen, Arthritis, Cellulite, Adipositas, Ödeme, schlechte Durchblutung, Kopfschmerz, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Arterielle Hypertonie, Rheuma, Tendinitis, Krämpfen, Entzündungen, Dermatitis, Schuppenflechte, Gicht, Ulcus, sowie in der Haarpflege. Das flüssige Salicylat diffundiert ins Gewebe und die Kapillaren. Nebenwirkungen sind ähnlich wie bei Acetylsalicylsäure.
Wintergreen-Öl wird auch in Kunstdruck-Vorgängen verwendet, um eine Farbkopie oder einen Laserdruck auf ein Kunstpapier (mit hohem Baumwollfaseranteil, z. B. hot-press watercolor paper) zu übertragen. Dazu wird der Druck zunächst mit Wintergreen-Öl eingestrichen, dann kopfüber auf das Zielpapier gelegt und mit einer gewöhnlichen Ätzpresse aufgeprägt.
Wintergreen-Öl ist auch ein Bestandteil in Schmiermitteln und wird zur Waffenreinigung eingesetzt (Seal1, Frog Lube).<ref>[1]</ref> Diese Schmiermittel haben den Vorteil gegenüber Produkten auf Mineralöl-basis, dass sie ungiftig und biologisch abbaubar sind. Ein weiterer Anwendungsbereich ist Rostentfernung und Entfettung von Maschinen.
Künstliches Wintergreen-Öl, pures Salicylsäuremethylester, findet in der Mikroskopie Anwendung aufgrund des hohen Brechungsindex.<ref>Cecilia W. Lo: Developmental biology protocols, Volume 1, Springer in Google Books 2000.</ref>
Toxizität[Bearbeiten]
30 ml Öl entsprechen einer Menge von 55,7 g Aspirin, oder ungefähr 171 Aspirin-Tabletten (US). Entsprechend toxisch sind auch kleine Mengen Wintergreen-Öl.<ref>Johnson PN: Methyl salicylate/aspirin equivalence: Vet Hum Toxicol 1985; 26:317-318.</ref>
Scheinbeeren gelten als leicht giftig, sind aufgrund des hohen Acetylsalicylsäure-Gehalts und der damit verbundenen Gefahr eines Reye-Syndroms für Kinder aber gefährlich.
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Debra K. Trock: Gaultheria in der Flora of North America. Volume 8, 2009, S. 512: textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitt Beschreibung)
- Fang Ruizheng (方瑞征 Fang Rhui-cheng), Peter F. Stevens: Gaultheria., S. 464 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 14: Apiaceae through Ericaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2005, ISBN 1-930723-41-5. (Abschnitt Beschreibung)
- T. R. Beck, J. B. Beck: Elements of Medical Jurisprudence, ed 11. JB Lippincott, Philadelphia 1963.
- C. A. Stevenson: Oil of wintergreen poisoning. In: Med Sci. 1937, 193: 772–788.
- M. A. McGuigan: A two-year review of salicylate deaths in Ontario. In: Arch Intern Med. Volume 147, 1987, S. 510–512.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive> <ref name="FoC"> Fang Ruizheng (方瑞征 Fang Rhui-cheng), Peter F. Stevens: Gaultheria Kalm ex Linnaeus, S. 464 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 14: Ericaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2005, ISBN 978-1-930723-41-2. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Gaultheria bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>