Schwemsal
Schwemsal Gemeinde Muldestausee
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(620)&title=Schwemsal 51° 38′ N, 12° 33′ O
{{#coordinates:51,625555555556|12,556111111111|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Schwemsal | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 102 m | |||||
| Fläche: | 17,13 km² | |||||
| Einwohner: | 620 (30. Sep. 2017)<ref>Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept für die Gemeinde Muldestausee. (PDF; 16.9 MB) S. 20, abgerufen am 22. August 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 36 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 06774 | |||||
| Vorwahl: | 034243 | |||||
Schwemsal [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] ist ein Ortsteil der Gemeinde Muldestausee im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Zur Gemeinde gehörte der Ortsteil Schwerz.
Geographie[Bearbeiten]
Schwemsal liegt zwischen Leipzig und Wittenberg in der Dübener Heide.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Zm Ortsteil gehören kleine Ansiedlungen:<ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013 (destatis.de [PDF; 1,6 MB]).</ref><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
- Bergschiffmühle
- Brösaer Weg
- Modelstücken
- Schwerz
Geschichte[Bearbeiten]
1394 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. In Schwerz befand sich das 1560 gegründete Alaunwerk „Gott meine Hoffnung“.<ref>Betriebsdirektor Metzger: Das Alaunwerk Schwemsal: sein Gruben-, Laugerei- und Gradirbetrieb. In: Berg- und hüttenmännische Zeitung vom 5. Oktober 1853</ref> Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort und das Werk vollständig zerstört. Bei Schwemsal gab es ein königliches Alaunwerk, das 1822 aus neun Häusern mit 248 Bewohnern bestand.
Schwemsal und Schwerz gehörten bis 1815 zum kursächsischen Amt Düben.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.</ref> Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen sie zu Preußen und wurden 1816 dem Kreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1944 gehörten.<ref>Der Landkreis Bitterfeld im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. November 2024; abgerufen am 4. September 2025.</ref>
Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Schwemsal aufgelöst und aufgeteilt, das Gut Schwemsal, die Lochmühle und das Vorwerk Schwerz kamen zur Landgemeinde Schwemsal.<ref name="AB-RB-Merseburg">Regierungsbezirk Merseburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Merseburg. Sonderbeilage zu Stück 41, 1928, ZDB-ID 2795305-1, S. 4.</ref><ref>Schwemsal im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>
Seit dem 1. Januar 2010 gehört die ehemals selbständige Gemeinde Schwemsal zur Einheitsgemeinde Muldestausee.<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010</ref> Die ehemalige Gemeinde gehörte der Verwaltungsgemeinschaft Muldestausee-Schmerzbach an.
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister[Bearbeiten]
Der letzte ehrenamtliche Bürgermeister Gottfried Weihe wurde am 12. Juni 1994 gewählt.
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: „In Blau eine goldene gebundene Getreidegarbe, begleitet von zwei silbernen Sicheln mit goldenem Griff.“
Das Wappen wurde im Jahr 2000 vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.
Gedenkstätten[Bearbeiten]
- Grabstätte auf dem Ortsfriedhof für einen namentlich bekannten Sowjetbürger, der während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und ein Opfer von Zwangsarbeit wurde
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Gutsscheune, im historischen Fachwerkstil im Jahre 2003 errichteter Veranstaltungsstätte
- Die Dorfkirche wurde 1768 neu errichtet, der Turm erfuhr bereits 1826 eine Erneuerung nach einer Standardvorlage von Karl Friedrich Schinkel, auch Außen- und Innensanierungen waren in den letzten Jahren erforderlich. In den Jahren 2013 und 2014 wurde der Altarbereich durch das Künstlerpaar Anja Quaschinsky und Till Hausmann neu gestaltet. Die Orgel des Orgelbauers Wilhelm Rühlmann von 1890 ist seit der 2022 fertig gestellten Restaurierung wieder bespielbar.<ref>Kirchengeschichte mit Fotogalerie</ref>
Verkehr[Bearbeiten]
Der Ort ist wichtiger Verkehrsknoten der Bundesstraße 183 von Bitterfeld-Wolfen nach Bad Düben und der Bundesstraße 107 (Gräfenhainichen – Bad Düben).
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Peter Nikolaus von Gartenberg (1714–1786), sächsischer und polnischer Staatsmann
- Johann Friedrich Wilhelm von Charpentier (1738–1805), sächsischer Berghauptmann
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Klappleiste/Anfang Brösa | Burgkemnitz | Friedersdorf | Gossa | Gröbern | Krina | Mühlbeck | Muldenstein | Plodda | Pouch | Rösa | Schlaitz | Schmerz | Schwemsal Vorlage:Klappleiste/Ende