Silicon Valley
Vorlage:Hinweisbaustein Das Silicon Valley [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] (englisch für ‚Silicium-Tal‘, abgekürzt manchmal SV) – offiziell die Metropolregion San Jose-Sunnyvale-Santa Clara – ist geografisch der südliche Teil der San Francisco Bay Area<ref></ref>, der Metropolregion um die Städte San Francisco und San José, und wirtschaftlich eines der bedeutendsten Technologiezentren der IT- und Hightech-Industrie weltweit.<ref></ref><ref></ref><ref></ref> Genauer gesagt ist es das Zentrum der US-amerikanischen Halbleiterindustrie (ab 1960er) und der großen Internetunternehmen (ab 1990er) im Umfeld der New Economy und deren Nachfolger, der Digital Economy.<ref name=":2">History San José: The Silicon Valley Story (1989). In: YouTube. 5. März 2016, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Silicon Valley und seine Unternehmen sind eng mit dem Informationszeitalter und dem Internet seit den 2000er Jahren sowie der KI-Ära seit den 2020er Jahren verbunden. An diesem Ort werden seit Jahrzehnten innovative Produkte und Dienstleistungen entwickelt, zur Marktreife gebracht und vertrieben.<ref></ref><ref name=":0"></ref>
Geographie[Bearbeiten]
Das Silicon Valley umfasst das Santa Clara Valley und die südliche Hälfte der Halbinsel von San Francisco und reicht von San Mateo bis nach San José. Sunnyvale liegt ungefähr im Zentrum des Silicon Valley. Die Region Silicon Valley ist ungefähr 100 Kilometer lang und 30 Kilometer breit und umfasst eine Fläche von rund 4000 km².<ref>Christoph Keese: Silicon Valley: Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt. 9. Auflage. Knaus, 2014, ISBN 978-3-8135-0556-6.</ref> Längs durch das Tal führt in Nord-Süd-Richtung der U.S. Highway 101.
Folgende Städte befinden sich im Silicon Valley:
- Cupertino
- Los Altos
- Los Gatos
- Menlo Park
- Mountain View
- Milpitas
- Palo Alto
- Redwood City
- San José
- Santa Clara
- Saratoga
- Sunnyvale
Metropolregion[Bearbeiten]
Die Metropolregion Silicon Valley (Stand 2026) umfasst etwa 6978 km2 und es werden etwa 1,9 Mio. Menschen gezählt, davon 1,6 Mio. in Arbeit, wovon etwa 1 Mio. angestellt sind. Davon arbeitet einer von fünf als Professional in der High-Tech-Industrie, welche aus 80 % Privatunternehmen besteht. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,9 %. Etwa 40 % sind nicht in den USA geborene Einwohner und das Medianalter liegt bei 38 Jahren.<ref>Silicon Valley Facts, Statistics and Data | Neilsberg. In: Neilsberg. 28. Mai 2026, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Hälfte der Einwohner hat ein College besucht. Rund 30 % der Einwohner haben einen Bachelor-Abschluss und weitere 30 % verfügen über eine postgraduale Qualifikation. Der Medianverdienst liegt bei rund 88.000 US-Dollar und ab einem Bachelor-Abschluss bereits bei über 110.000 US-Dollar. Rund 75 % der Häuser (im Silicon Valley sind es rund 679.914 Einheiten) wurden zwischen 1940 und 1999 gebaut. Der Medianwert einer Einheit im Besitz liegt bei 1,4 Mio. US-Dollar.
Lokale Tageszeitungen der Region sind Siliconvalley.com (Mercury News)<ref>Silicon Valley. In: Siliconvalley.com. 18. August 2026, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, oder auch SF Chronicle (Bay Area)<ref>SF Bay Area and California News. In: San Francisco Chronicle. Hearst Communications, Inc., 2026, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> u. a.
Wirtschaft[Bearbeiten]
Wirtschaftlich ist das Silicon Valley eng mit der Großstadt San Francisco (SF) und ihren Finanzunternehmen im Financial District, z. B. der ehemaligen First Republic Bank, verknüpft.<ref name=":0" /><ref>US-Großbanken helfen Regionalbank First Republic mit Milliarden. In: Tagesschau. 17. März 2023, abgerufen am 20. August 2026.</ref> In SF ist außerdem eine Zentralbank des Federal Reserve Systems angesiedelt. Einer der größten Finanzierer der Start-up-Szene war jedoch bis 2023 die Silicon Valley Bank (SVB).<ref></ref><ref>Wie gefährlich ist die SVB-Pleite in den USA? In: Tagesschau. 13. März 2023, abgerufen am 20. August 2026.</ref> Des Weiteren existierten kapitalreiche Venture Capital-Unternehmen wie Andreessen Horowitz oder Sequoia Capital.
Bezeichnung[Bearbeiten]
Der Namensteil Silicon („{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)“ – nicht mit Silikon zu verwechseln) bezieht sich auf das chemische Element, das den Hauptbestandteil bei der Herstellung von Computerbausteinen (integrierte Schaltkreise oder Mikroelektronik) darstellt.<ref>Kajetan Hinner, Internet-Lexikon, 2001, S. 319 f.</ref> Da der größte Teil des Forschungs- und Industriekomplexes mit über 1000 Unternehmen in der Halbleiter-, Computer- und IT-Technik im Santa Clara Valley liegt, wählte man als zweiten Namensteil das Tal ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).
Die bereits gelegentlich, vorwiegend von Oststaatlern, für das Santa Clara Valley verwendete Bezeichnung Silicon Valley wurde 1971 als Begriff geprägt, als sie der Technik-Journalist Don Hoefler auf Vorschlag des Unternehmers Ralph Vaerst im Titel einer Artikelserie über die Halbleiterindustrie in der Wochenzeitung Electronic News erstmals publizierte.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Don Hoefler Coined the Phrase ‘Silicon Valley’.] In: netvalley.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. April 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Die Bezeichnung kann mittlerweile auch auf die umgebenden Gebiete angewendet („Bay Area“) werden, da viele Unternehmen expandiert oder ihren Sitz verlegt haben oder neue Büros hinzugezogen haben. Der Name Silicon Valley steht umgangssprachlich auch für die Elektro-, Elektronik-, Computerindustrie der Westküste, unabhängig vom Silicon Valley.
Geschichte[Bearbeiten]
In Kalifornien war bereits vor dem Aufkommen des Silicon Valley die Erdölindustrie mit der Standard Oil Company of California und Union Oil Company of California seit Jahrzehnten vor dem Silicon Valley wirtschaftlich aktiv.
Die Konzentration der Computerindustrie auf das Tal geht ursprünglich auf zwei Männer zurück, Frederick Terman und William B. Shockley. Als Grundlage gilt das Moffett Federal Airfield, das im Zweiten Weltkrieg und danach als Naval Air Station der zentrale Militärflugplatz der Region war. Um den Flughafen siedelten sich mehrere Unternehmen der Luftfahrtbranche an, darunter Lockheed. Sie dienten als Sprungbrett für die Hightech-Industrie.<ref name="atlantic201307">Not Even Silicon Valley Escapes History. In: The Atlantic. 23. Juli 2013, abgerufen am 18. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Mit dem beginnenden Kalten Krieg stieg die US-Regierung im großen Stil in die Forschungsförderung ein. Weil Präsident Dwight D. Eisenhower gegenüber großen, zentralisierten Unternehmen kritisch eingestellt war, wurden diese Fördermittel in kleinen Tranchen an einzelne Unternehmen und Universitäten verteilt. Nordkalifornien und die Bay Area waren nur eine von vielen Regionen, die davon profitierten. Allerdings gab es dort bereits Unternehmen der Luftfahrtbranche, sowie auf Mikroelektronik und Kommunikationsgeräte spezialisierte, wie Radar- oder Mikrowellentechnik. Diese Bereiche zeigten sich besonders bedeutend und erfolgreich in der Technologieentwicklung, so dass das Santa Clara County zum größten Empfänger der Forschungsmittel wurde.<ref>"Fast wie ein Mafia-Clan": Historikerin über die Erfolgsformel des Silicon Valley. In: Der Spiegel. 17. November 2019, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 18. August 2026]).</ref> Ein technologisches Schlüsselereignis war die Entwicklung des Klystrons durch die Varian-Brüder an der Standofrd University im Zweiten Weltkrieg.<ref>Silicon Valley history. In: Santa Clara Valley Historical Association. 2026, abgerufen am 18. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Frederick Terman, Dekan an der Stanford University, meinte, dass die großen, ungenutzten Flächen des Landes, die der Universität gehörten, perfekt für die Ansiedlung von Immobilien und Unternehmen geeignet seien. Er rief ein Programm ins Leben, das Studenten ermutigen sollte, in dem Gebiet zu bleiben, indem er ihnen Kapital zur Verfügung stellte. Bereits 1939 hatte Terman die Studenten William Hewlett und David Packard bei der Gründung eines Elektronikunternehmens unterstützt, das im Zweiten Weltkrieg gute Gewinne erwirtschaftete. Hewlett-Packard sollte zum ersten großen IT-Unternehmen in der Umgebung werden, das nicht in direkter Verbindung zur NASA oder der US Navy stand.<ref name=":1" /> Die Veränderungen ab den 1950er Jahren gehen zunächst auf eine Aufrüstung der USA im Kalten Krieg zurück. Militärische Anlagen, wie die Vandenberg Air Force Base, wurden als Teil des Raketenzeitalters zu Entwicklungszwecken ausgebaut und genutzt. Zu den Unternehmen, die sich in dieser Zeit ansiedelten, zählen General Dynamics und die Flugzeughersteller sowie Hersteller aus der Luft- und Raumfahrtindustrie.
1952 wurde das Programm durch die Schaffung des Stanford Industrial Park erneut erweitert. Eine Anzahl kleiner Industriegebäude wurde zu sehr geringen Kosten an Technologieunternehmen vermietet. Das Gelände war bald gut belegt, so dass sich neue Elektronikunternehmen entlang des Freeway 101 in Richtung San José ansiedelten. 1954 kam das Honors Cooperative Program dazu, heutzutage bekannt unter dem Namen co-op, welches Vollzeitangestellten der Unternehmen erlaubte, auf Teilzeitbasis an der Universität zu studieren. Mitte der 1950er entwickelte sich die Infrastruktur des späteren Silicon Valley dank Termans Bemühungen hervorragend.
Die Einrichtungen im Stanford Park unterlagen strengen Bauvorschriften. Das neue Industriezentrum neben dem Universitätscampus sollte sauber wirken, keine rauchenden Schlote oder Flüssigkeitstanks durften den Eindruck stören.<ref name="atlantic201307" /> Diese Bauweise wurde zum Vorbild aller Industrieparks im Silicon Valley.<ref>Virtual ecology: a brief environmental history of Silicon Valley. - Free Online Library. In: World Watch. 1999, abgerufen am 18. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Der Anteil der außerhalb der USA geborenen Bevölkerung beträgt (Stand 2025) rund 41 Prozent (in Kalifornien 27 Prozent, USA-weit 14 Prozent).<ref>Neue Visaregeln für Fachkräfte: Die USA geben ihr wichtigstes Asset gegenüber China auf. In: NZZ. 1. Oktober 2025, abgerufen am 18. August 2026.</ref>
Wissenstransfer durch William B. Shockley in das Silicon Valley[Bearbeiten]
Aufgrund dieser Aufbruchsstimmung entschied sich William B. Shockley, der wesentliche Beiträge zur Erfindung des Transistors geleistet hatte und dafür später mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde, in diese Gegend zu ziehen. Er hatte 1955 die Bell Laboratories aufgrund persönlicher Differenzen verlassen. Nach der Scheidung von seiner Frau und dem erfolglosen Versuch, bei den etablierten Elektronikkonzernen an der Ostküste Unterstützung zu erlangen, um die Transistortechnologie zur Serienproduktionsreife weiterzuentwickeln, kehrte er zum California Institute of Technology zurück, wo er seinen Bachelor of Science gemacht hatte. 1956 zog er nach Mountain View, um das Shockley Semiconductor Laboratory als Teil von Beckman Instruments zu gründen und um näher bei seiner alternden Mutter zu leben.<ref></ref>
Dort begann Shockley, auf dem heute üblichen Halbleiterwerkstoff Silicium basierende Bipolartransistoren mit drei Lagen zu entwickeln; zu jener Zeit wurden Bipolartransistoren noch aus dem Halbleiter Germanium hergestellt. Weiter entwickelte er spezielle Vierschichtdioden, welche allerdings keine wesentliche Bedeutung erlangten. Die Theorie zu den Vierschichtdioden war vielversprechend, die Herstellung jedoch war bedeutend komplizierter als die herkömmlicher Transistoren. Als das Projekt zu scheitern drohte, wurde Shockley immer paranoider. Er verlangte Lügendetektortests von den Angestellten, veröffentlichte ihre Gehälter und verärgerte seine Mitmenschen. Aufgrund dieser Vorgänge verließen ihn 1957 acht seiner talentiertesten Mitarbeiter; diese „Traitorous Eight“ gründeten folglich Fairchild Semiconductor.<ref></ref> Shockley sprach sich auch gegen die Erforschung von Silicium zur Entwicklung der heute üblichen integrierten Schaltkreise (ICs) aus.
Gründung von Fairchild-Ablegern[Bearbeiten]
In den nächsten Jahren sollten sich ähnliche Vorgänge wiederholen. Wissenschaftler verloren die Kontrolle über von ihnen gegründete Unternehmen an externe Manager, verließen ihre Unternehmen und gründeten erneut Unternehmen. AMD, Signetics, National Semiconductor, Intel und der Venture Capitalist Kleiner Perkins entstanden alle als solche Gründungen ehemaliger Fairchild-Mitarbeiter.
Globales Zentrum der Technologiebranche[Bearbeiten]
Damit war der Grundstein des heutigen Silicon Valleys gelegt: Die Dichte der Halbleiterelektronik-Unternehmen garantierte Kompetenz für alle weiteren Entwicklungen und dehnte sich mit dem Aufkommen von Standardsoftware in den 1970er Jahren auch auf Software aus. Das Computer History Museum (CHM), der Nachfolger des Digital Computer Museum, wurde zwar ursprünglich an der Ostküste gegründet, ist aber ab 1996 in Mountain View ansässig und zeigt die Geschichte des Computers und der Region.<ref>Museum History. In: CHM. 2026, abgerufen am 18. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Zwischen 1964 und 1984 entstanden im Santa Clara County 203.000 Arbeitsplätze in Industrieunternehmen, 85 % davon in High-Tech-Branchen.<ref name="atlantic201307" /> Damit war das Silicon Valley einer der bedeutendsten Fertigungsstandorte der Vereinigten Staaten, vergleichbar mit Detroit und Pittsburgh. Wie diese Zentren der Automobilindustrie litt Nordkalifornien ab Mitte der 1980er Jahre unter der Abwanderung von Fertigungsarbeitsplätzen nach Japan. Anders als der Automobilindustrie gelang es den Computer- und Kommunikationsunternehmen jedoch, sich mit Hilfe der Risikokapitalgeber immer wieder neu zu erfinden. Insbesondere konnten sie völlig neue Abnehmer für ihre Produkte erschließen, Computer waren nicht mehr nur bei staatlichen Stellen, dem Militär und in Großunternehmen zu finden, sondern wurden zu unverzichtbaren Werkzeugen jeglicher Betriebe und zogen in Privathaushalte ein.
Die nächste Gründungswelle begann mit der Vernetzung von Computern und der Verbreitung des Internets in den 1990er Jahren und dem Aufkommen der New Economy. Der Zusammenbruch der Dotcom-Blase 2000 und 2001 war nur ein zeitweiliger Rückschlag in der Entwicklung, die mit partizipativen Web-2.0-Anwendungen, Mobile Computing und dem ubiquitären Smartphone bis heute weitergeht.
Einhergehend mit der Gründungs- und Innovationskultur des Silicon Valley finden auch die Ideologien ihrer Initiatoren und Financiers vermehrte Beachtung. Beispielhaft ist TESCREAL als Fremdbeschreibung verschiedener, sich überschneidender Weltanschauungen zu nennen.
Entrepreneurship und Technologiephilosophie[Bearbeiten]
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Aus dem Silicon Valley stammen einige Ideen, Konzepte und Philosophien, die die Arbeitsweise, die Unternehmenskultur sowie die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen inspirieren. Die Unternehmen publizieren teilweise bis heute ihre eigenen Deutungen und Manifeste.<ref>Unsere zehn Grundsätze - Google. In: Google. 17. Februar 2025, abgerufen am 19. August 2026.</ref><ref>Marc Andreessen a16z: The Techno-Optimist Manifesto. In: Andreessen Horowitz. 16. Oktober 2023, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein Grundkonzept von Google war der „Überfluss“.<ref></ref><ref></ref>
Unternehmen[Bearbeiten]
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Im Silicon Valley befinden sich Tausende Technologieunternehmen. Einige Beispiele in alphabetischer Reihenfolge folgen. Zu berücksichtigen ist, dass in diesem Umfeld eine sehr hohe Mergers & Acquisitions-Rate sowie Start-up-Rate vorherrscht – Unternehmen werden also gekauft oder es entstehen neue.
Hardware/Mikroelektronik:
- AMD
- Apple
- Applied Materials
- Cisco Systems
- Hewlett-Packard (HP)
- Intel
- Juniper Networks
- Maxim Integrated Products (übernommen von Analog Devices)
- National Semiconductor (übernommen von Texas Instruments)
- NetApp
- Netgear
- Nvidia
Software- und Hardware-Unternehmen:
- Adobe Inc.
- Alphabet (Google)
- eBay
- Electronic Arts (EA)
- Meta Platforms (Facebook)
- OnLive (aufgekauft von Sony Computer Entertainment)
- Oracle Corporation
- Symantec
- Salesforce
- VMware
- WhatsApp (Teil von Facebook/Meta)
- Yahoo
Weitere internationale Unternehmen mit Niederlassungen:
- ABB<ref>ABB opens Silicon Valley Campus as Company Ushers in the Next Industrial Revolution with Connectivity and Smart Data. ABB Press Release, 2016-06-30, abgerufen am 25. Januar 2020</ref>
- Citrix Systems
- Deutsche Telekom Laboratories
- Daimler AG
- Ericsson
- Fujitsu
- IBM
- Infineon
- Microsoft
- Netflix
- Nokia
- Philips
- SanDisk
- SAP
- Sharp
- Siemens
- Sony
- Trend Micro
- Volkswagen Electronics Research Laboratory
Höhere Bildung und Forschung[Bearbeiten]
- Carnegie Mellon University (Silicon Valley campus)
- Chabot College
- Cogswell Polytechnical College
- De Anza College
- Evergreen Valley College
- Foothill College
- German International School of Silicon Valley
- Golden Gate University Silicon Valley Campus
- Hult International Business School
- John F. Kennedy University Campbell Campus
- Lincoln Law School of San Jose
- Menlo College
- Mission College
- National Hispanic University
- Notre Dame de Namur University
- Ohlone College
- Peralta Colleges
- San Jose City College
- San José State University
- Stanford University
- Santa Clara University
- Silicon Valley University
- The Art Institute of California – Sunnyvale
- University of Silicon Valley Law School
- University of Phoenix San Jose Campus
- University of San Francisco South Bay Campus
- West Valley College
Forschungseinrichtungen[Bearbeiten]
- NASA Ames, Moffett Field
- Mental Research Institute, Palo Alto
- Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL), nördlich des SV in Livermore
- SLAC / LCLS, Menlo Park
- Xerox PARC
Umweltaspekte[Bearbeiten]
Altlasten[Bearbeiten]
Die erste Generation der Unternehmen im Silicon Valley produzierte vor Ort elektronische Bauteile. Die Herstellung war mit großen Umweltrisiken verbunden; insbesondere bei der Produktion von Leiterplatten wurde mit großen Mengen an ätzenden Materialien und Flüssigkeiten sowie besonders aggressiven Lösungsmitteln umgegangen. 1981 fiel auf, dass die wegen der Bauvorschriften unterirdisch angelegten Tanks von Fairchild Semiconductor und IBM offenbar seit Jahrzehnten undicht waren, den Boden verseuchten und das Grundwasser gefährdeten. Weitere Untersuchungen ergaben ähnliche Belastungen bei Advanced Micro Devices und anderen. Bis 2004 wurde ermittelt, dass 75 von 96 Tanks, zum Teil von längst aufgegebenen Betrieben, im Erdboden verblieben, leckten und das Wasser gefährdeten. Die Environmental Protection Agency (EPA) erklärte die Standorte zu Gefahrengebieten und nahm sie in ihre Liste der mit größtem Vorrang zu sanierenden Altlasten auf, dem Superfund (‚Entschädigungsfonds für Umweltschäden‘).<ref>Laut Comprehensive Environmental Response, Compensation, and Liability Act of 1980 (→ Superfund).</ref><ref name="atlantic201307" /> Santa Clara County ist das County in den USA mit den meisten Superfund sites. 2019 waren das noch 23 aktive Orte, deren Sanierung läuft oder bevorsteht.<ref name="atlantic20190922">Silicon Valley Is One of the Most Polluted Places in the Country. In: The Atlantic. 22. September 2019, abgerufen am 18. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Technologiekonzerne sanieren ihre Grundstücke zum Teil in Eigenregie unter Überwachung durch die EPA. Sie investieren erhebliche Summen und erreichen die Umweltziele. 2013 wurde die Gefahr der Grundwassergefährdung aufgehoben, die Böden müssen weiterhin saniert werden. Einige betroffene Unternehmen entwickelten dabei neue Methoden für die Sanierung von Böden und Grundwasser, die inzwischen auch an anderen Orten eingesetzt werden. 2012 und 2013 drangen toxische Gase aus dem Boden unter dem ehemaligen Fairchild-Gelände in Gebäude des heutigen Nutzers Google ein und überschritten die Grenzwerte. Eine Gesundheitsgefahr wurde verneint, die Behebung der Ursachen dauerte aber jeweils mehrere Wochen.<ref name="atlantic20190922" /> Die Sanierung aller Superfund sites wird nach Angaben der EPA noch mehrere Jahrzehnte dauern.<ref>FAIRCHILD SEMICONDUCTOR CORP. (MOUNTAIN VIEW PLANT) Site Profile. In: US EPA. Abgerufen am 18. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wirtschaftliche Veränderungen[Bearbeiten]
- Ein Skandal, der das Silicon Valley in den 2010er Jahren erschütterte, war der Fall um Elizabeth Holmes und ihre Firma Theranos.<ref>Ex-Starunternehmerin Holmes zu elf Jahren Haft verurteilt. In: Tagesschau. 21. November 2022, abgerufen am 20. August 2026.</ref>
- Seit 2015 ist das Silicon Valley durch die dort aufkommende Wohnungsnot in die Schlagzeilen geraten, welche auch Jahre später noch anhält.<ref>New report reveals Silicon Valley’s shocking wealth gap. In: New York Post. 7. August 2026, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Teilweise konnten sich Mitarbeiter trotz sechsstelligem Jahresverdienst die Mieten nicht leisten.<ref>Wohnungsnot im Silicon Valley - Wohnst du noch oder zeltest du schon? In: Deutschlandfunkkultur. 29. Juli 2015, abgerufen am 18. August 2026.</ref> Leilani Farha, die UN-Sonderberichterstatterin für angemessenen Wohnraum, bezeichnete die Zustände im Frühjahr 2018 als „grausam und unmenschlich“.<ref>UN report calls Bay Area homeless crisis human rights violation. In: Curbed SF. 2018 (curbed.com [abgerufen am 18. August 2026]).</ref> Obwohl im Silicon Valley und San Francisco 74 Milliardäre wohnen, ist das Stadtbild 2018 auch von Obdachlosigkeit geprägt, die außer Kontrolle gerät. In einem UN-Bericht wird San Francisco mit den Slums von Mumbai und Delhi verglichen.<ref>Obdachlose in San Francisco: Im Schatten des Silicon Valley. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 18. August 2026]).</ref>
- Ab 2022 kündigten einige der großen Unternehmen Massenentlassungen an.<ref>Was steckt hinter der großen Entlassungswelle der Tech-Firmen? In: Tagesschau. 20. Januar 2023, abgerufen am 20. August 2026.</ref>
- Seit den 2020er Jahren bzw. seit der Coronapandemie kommt es zu einer Vielzahl von Veränderungen, die mit dem Umzug von Firmen aus Kalifornien (Silicon Valley u. a.) nach Texas und anderen Bundesstaaten oder Städten einhergehen.<ref>These companies have shifted their headquarters out of California. In: New York Post. 9. April 2026, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref></ref> Die Unternehmer geben verschiedene Gründe an. So gibt Elon Musk an, er wolle Kalifornien aufgrund eines Transgender-Gesetzes verlassen, das Schulen untersagt, Regelungen für den Fall zu treffen, dass sich ein Kind als Transgender identifiziert. Weitere Firmen, die planen, Kalifornien wegen zu hoher Kosten und anderer Unwägbarkeiten (Reichensteuer<ref></ref>) den Rücken zu kehren, sind Charles Schwab (Charles Schwab), Oracle (Larry Elison), Hewlett Packard Enterprise (HPE), Palantir (Peter Thiel), In-N-Out Burger (Lynsi Snyder) u. v. m.<ref>Why companies born and raised in California are leaving the state. In: LA Times. 4. August 2025, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gleichwohl planen nach der Corona-Krise die Tech-Arbeiter – also Softwerker, IT-Experten, Ingenieure und Fachkräfte – die Bay Area zu verlassen.<ref></ref>
Trivia[Bearbeiten]
- In dem Film James Bond 007 – Im Angesicht des Todes von 1985 tritt James Bond (Roger Moore) gegen Max Zorin (Christopher Walken) an, der plant, das Silicon Valley zu zerstören.
Siehe auch[Bearbeiten]
- Entwurf integrierter Schaltungen bzw. Electronic Design Automation (EDA)
- Hype-Zyklus
- Innovationsmanagement und Technologiemanagement
- Mooresches Gesetz und Technologieknoten
- Silicon Valley Community Foundation
Literatur[Bearbeiten]
1980–1999[Bearbeiten]
- Tom Wolfe: The Tinkerings of Robert Noyce – How the Sun Rose on the Silicon Valley. In: Esquire 12/1983.
- Dennis Hayes: Behind the Silicon Curtain: The Seductions of Work in a Lonely Era. South End Press, Boston, MA 1989, ISBN 978-0-89608-350-9 (archive.org).
- Bob McSummit, Joe Martin: Die Silicon Valley Story. Artigas-Verlag, Konstanz 1989, ISBN 978-3-9802308-0-3.
2000–2009[Bearbeiten]
- David A. Kaplan: Silicon Valley: die digitale Traumfabrik und ihre Helden. Wilhelm Heyne Verlag, München 2000, ISBN 978-3-453-17989-9.
2010–2019[Bearbeiten]
- Christoph Keese: Silicon Valley: Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt. 9. Auflage. Knaus, München 2014, ISBN 978-3-8135-0556-6.
- Steven Hill: Die Start-up-Illusion: Wie die Internet-Ökonomie unseren Sozialstaat ruiniert (= Knaur. Band 78902). Knaur Taschenbuch, München 2017, ISBN 978-3-426-78902-5 (Reimers, Kirsten (Übers.)).
- Sven Grote, Rüdiger Goyk (Hrsg.): Führungsinstrumente aus dem Silicon Valley. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-662-54884-4, doi:10.1007/978-3-662-54885-1.
- Rob Larson: Bit Tyrants: The Political Economy of Silicon Valley. Haymarket Books, Chicago, Ill 2020, ISBN 978-1-64259-031-9.
- Wendy Liu: Abolish Silicon Valley: How to Liberate Technology from Capitalism. Repeater Books, London 2020, ISBN 978-1-912248-70-4.
2020–[Bearbeiten]
- Udo Di Fabio, Julian Dörr, Olaf Kowalski: Made in California: Zur politischen Ideologie des Silicon Valley (= BnGG). Mohr Siebeck, Tübingen 2022, ISBN 978-3-16-161137-7.
- Adrian Daub: Was das Valley denken nennt: Über die Ideologie der Techbranche (= Edition Suhrkamp. Band 2750). Deutsche Erstausgabe, 4. Auflage. Suhrkamp, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-12750-6.
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur über Silicon Valley im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Koordinaten: 37° 23′ 0″ N, 122° 2′ 0″ W
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- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Geographie (Kalifornien)
- Wirtschaft (Kalifornien)
- Santa Clara County
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