Spiele Max
| SPM Filialbetriebs GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 23. Oktober 1982 |
| Auflösung | 29. Juni 2024 |
| Auflösungsgrund | Insolvenzverfahren |
| Sitz | Stahnsdorf, |
| Mitarbeiterzahl | 450 (2021)<ref name="GB2019" /> |
| Umsatz | 104,4 Mio. Euro (2019)<ref name="GB2019" /> |
| Branche | Einzelhandel |
| Website | www.spielemax.de |
Spiele Max (Eigenschreibweise bis 2021 in Versalien) war ein Handelsunternehmen mit Sitz in Stahnsdorf, das Ende 2023 über 35 Filialen in Deutschland und einen Online-Shop für den Verkauf von Babyausstattung, Spielzeug und Kindermode verfügte.<ref>Unsere Filialen in deiner Nähe | Spiele Max. In: spielemax.de. Abgerufen am 30. September 2023.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Das Unternehmen wurde 1982 von Wilfried Franz als Spiele Max Wilfried Franz KG<ref name="book" /> gegründet, inspiriert durch Toys “R” Us in den Vereinigten Staaten.<ref name="tip-berlin">Eva Apraku: Du bist Berlin: Wilfried Franz – Der Aufrechner. In: tip-berlin.de. 17. Dezember 2010, abgerufen am 9. August 2017.</ref> Ab 1990 wurde das Sortiment um Babyausstattung erweitert, später kamen auch Baby-Textilien als „Mode für Minis“ dazu. 1997 wurde der Betrieb in die Spiele Max AG umgewandelt<ref name="book" /> und 2008 für 9,1 Mio. Euro an die polnische Smyk-Gruppe verkauft.<ref>Polnische Firma kauft Kette Spiele Max. In: morgenpost.de. 4. September 2008, abgerufen am 9. August 2017.</ref> Muttergesellschaft der Spiele Max AG war die Spiele Max Holding GmbH.
Im August 2017 übernahm die Palero Capital aus München mit dem Private-Equity-Fonds Palero Invest S.à r.l. mit Hauptsitz in Luxemburg den Mehrheitsanteil an der Spiele Max AG von der Smyk-Gruppe, verkaufte das Unternehmen aber im Jahr 2018 in einem Management-Buy-out.<ref>Gesellschaftsbekanntmachung der Spiele Max AG vom 22. August 2017 in: bundesanzeiger.de, abgerufen am 7. Februar 2018.</ref><ref>Unsere aktuellen Beteiligungen – Spiele Max AG In: palero.de, abgerufen am 11. Januar 2019. (Erworben: 08/2017, Verkäufer: Smyk Konzern, Käufer: MBO)</ref> Am 12. Februar 2018 wurde die Aktiengesellschaft gemäß Gesellschaftsvertrag vom 13. November 2017 in die Spiele Max GmbH umgewandelt.<ref>Spiele Max GmbH HRB 193546 Neueintragung im Handelsregister In: handelsregister-online.net, abgerufen am 15. Februar 2018.</ref> Die Umsätze des Unternehmens gingen von 112,7 Mio. Euro im Jahr 2017 auf 95,7 Mio. Euro im Jahr 2018 um mehr als 17 Mio. Euro zurück und stiegen im Jahr 2019 um 8,7 Mio. Euro auf 104,4 Mio. Euro.<ref>Spiele Max GmbH, Berlin. In: northdata.de. Abgerufen am 3. Februar 2021.</ref>
Die Geschäftsführung des Unternehmens hatte beim Amtsgericht Charlottenburg einen Antrag für ein Schutzschirmverfahren gestellt, dem das Gericht am 21. Dezember 2020 gefolgt ist. Torsten Martini von der Kanzlei Leonhardt Rattunde wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt.<ref>Begleitung der Spiele Max GmbH im Rahmen des Schutzschirmverfahrens. In: Insolvenz-Portal. Abgerufen am 3. Februar 2021.</ref> Am 19. November 2021 ist das Geschäft der Spiele Max GmbH vollumfänglich auf die SPM Filialbetriebs GmbH, Ruhlsdorfer Str. 95 in 14532 Stahnsdorf, HRB 233258 B übergegangen. Das Geschäft wird unter der Dachmarke Spiele Max fortgesetzt. Durch Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg vom 6. Juni 2023 (AZ: 36s IN 6224/20) ist die Anordnung der Eigenverwaltung durch die Schuldnerin gemäß § 272 InsO aufgehoben worden. Torsten Martini wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Im Oktober 2023 gab man die Schließung aller 35 Filialen bekannt. Einige eröffneten nach Unternehmensaussagen Anfang 2024 mit einem neuen Konzept wieder.<ref>Joshua Fast: Salzgitter verliert beliebten Laden – aber es gibt noch Hoffnung. In: news38.de. 7. Oktober 2023, abgerufen am 7. Oktober 2023.</ref> Vorausgegangen war die im September 2023 erfolgte Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen die Gesellschaft wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.<ref>Brandenburgischer Spielwaren-Händler: Insolvenzverfahren für Spiele Max – Anwalt prüft Sanierung. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 1. Januar 2024]).</ref> Zum 29. Juni 2024 stellte das Unternehmen wegen der Insolvenz den Geschäftsbetrieb ein, die letzten Filialen schlossen dauerhaft.<ref>Marc Hörcher: Görlitz: Das ist der Grund für die plötzliche erneute Spielemax-Schließung. In: saechsische.de. Sächsische Zeitung, 9. Juli 2024, abgerufen am 17. August 2024.</ref>
Im Rahmen einer Markenlizenzvereinbarung wird seit 2025 auf spielemax.de durch Etail Ventures International Ltd. ein Onlineshop betrieben, der kein Nachfolger des ursprünglichen Unternehmens ist.<ref>Über uns - Spiele Max. In: spielemax.de. Abgerufen am 19. November 2025.</ref>
Filialentwicklung[Bearbeiten]
Am 23. Oktober 1982 eröffnete Spiele Max den ersten Fachmarkt im Einkaufszentrum Forum Steglitz in Berlin-Steglitz. Im März 1999 eröffnete in Berlin-Hohenschönhausen eine Filiale mit über 3.000 m² Verkaufsfläche. Ende 1999 hatte Spiele Max 31 Filialen im Norden und Nordosten Deutschlands. 2006 eröffneten die ersten drei Filialen in Bayern, ab 2008 kamen jährlich neue Filialen in Deutschland dazu, 2012 neun Filialen. Im Mai 2019 wurden sieben ehemalige BR-Filialen in Norddeutschland übernommen.<ref>Spiele Max übernimmt BR-Filialen und stärkt den Einkauf personell. In: childhood-business.de. 15. Mai 2019, abgerufen am 3. Februar 2021.</ref> Spiele Max betrieb bis Ende 2023 nach eigenen Angaben zuletzt 35 Filialen deutschlandweit, sowie einen Onlineshop. Eine Wiedereröffnung ist aktuell (Stand: Januar 2024) ungewiss.
Im Jahr 2024 wurden von Januar bis April insgesamt elf Filialen „wiedereröffnet“, in der Regel mit deutlich reduziertem Sortiment. Zum 1. Juli 2024 wurde ein Regelinsolvenzverfahren über das Vermögen der Spiele Max Einzelhandels GmbH & Co. KG eröffnet und Sebastian Laboga von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum Insolvenzverwalter bestellt, die Mitarbeiter, zuletzt 48, wurden freigestellt und erhielten ihre Kündigungen.<ref>Johannes Dorndorf: Laatzen: Spiele Max ist insolvent und schließt im Leine-Center. Hannoversche Allgemeine, 5. Juli 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Juli 2024.</ref><ref>Andreas Kaatz: Dallgow-Döberitz: Insolvenz - Spiele-Max im Havelpark dauerhaft gesch… Märkische Allgemeine, 5. Juli 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Juli 2024.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive> <ref name="book"> Brun-Hagen Hennerkes, Christopher Pleister: Erfolgsmodell Mittelstand: 12 Unternehmer geben Einblicke in ihr Denken und Handeln. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-322-82246-8, S. 377 (Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="GB2019"> Jahresabschluss der Spiele Max GmbH zum Geschäftsjahr 2019 In: Bundesanzeiger, 3. Juli 2020, abgerufen am 11. März 2021. </ref> </references>