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Stronalsit

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Stronalsit
Datei:Stronalsite.jpg
Weiße Stronalsit-Kristallaggregate vom Berg Ohsa, Niimi, Präfektur Okayama, Honshū, Japan
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

1983-016<ref name="IMA-Liste" />

IMA-Symbol

Sns<ref name="Warr" />

Chemische Formel
  • Na2SrAl4Si4O16<ref name="IMA-Liste" />
  • SrNa2[Al4Si4O16]<ref name="StrunzNickel" />
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Silikate und Germanate
System-Nummer nach
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

VIII/J.07-090

9.FA.60
76.01.06.02
Kristallographische Daten
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse; Symbol orthorhombisch-pyramidal; mm2<ref name="Webmineral" />
Raumgruppe Ibam (Nr. 72)Vorlage:Raumgruppe/72<ref name="StrunzNickel" />
Gitterparameter a = 8,42 Å; b = 9,90 Å; c = 16,73 Å<ref name="StrunzNickel" />
Formeleinheiten Z = 4<ref name="StrunzNickel" />
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 6,5<ref name="Handbookofmineralogy" />
Dichte (g/cm3) gemessen und berechnet: 2,95<ref name="Handbookofmineralogy" />
Spaltbarkeit fehlt<ref name="Lapis" />
Farbe farblos, weiß<ref name="Handbookofmineralogy" />
Strichfarbe weiß<ref name="Handbookofmineralogy" />
Transparenz durchscheinend<ref name="Handbookofmineralogy" />
Glanz Glasglanz<ref name="Handbookofmineralogy" />
Kristalloptik
Brechungsindizes nα 1,563<ref name="Mindat" />
nβ 1,564<ref name="Mindat" />
nγ 1,574<ref name="Mindat" />
Doppelbrechung δ 0,011<ref name="Mindat" />
Optischer Charakter zweiachsig positiv
Achsenwinkel 2V = gemessen: 32°; berechnet: 36°<ref name="Mindat" />

Stronalsit (IMA-Symbol Sns<ref name="Warr" />) ist ein sehr selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“ mit der chemischen Zusammensetzung SrNa2[Al4Si4O16]<ref name="StrunzNickel" /> und damit chemisch gesehen ein Strontium-Natrium-Alumosilikat und das Strontium-Analogon zu Banalsit (BaNa2[Al4Si4O16]). Strukturell gehört Stronalsit zu den Gerüstsilikaten.

Stronalsit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem und entwickelt weiß durchscheinende (in dünnen Schichten auch farblose), kurzprismatische Kristalle bis etwa einem Millimeter Länge, die oftmals blockförmige Aggregate bilden.

Etymologie und Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Stronalsit ist ein Akronym, gebildet aus den Hauptkomponenten der an der Verbindung beteiligten chemischen Elemente Strontium (Sr), Natrium (Na), Aluminium (Al) und Silicium (Si).

Erstmals entdeckt wurde das Mineral 1983 im „Tanaka Steinbruch“ in Kōchi in Japan und beschrieben durch Hidemichi Hori, Izumi Nakai, Kozo Nagashima, Satoshi Matsubara und Akira Kato. Als eigenständiges Mineral anerkannt wurde es von der International Mineralogical Association (IMA) noch im Jahr der Entdeckung unter der internen Eingangsnummer IMA 1983-016.

Klassifikation[Bearbeiten]

Da der Stronalsit erst 1983 als eigenständiges Mineral anerkannt wurde, ist er in der seit 1977 veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz noch nicht verzeichnet.

Im zuletzt 2018 überarbeiteten und aktualisierten Lapis-Mineralienverzeichnis nach Stefan Weiß, das sich aus Rücksicht auf private Sammler und institutionelle Sammlungen noch nach dieser alten Form der Systematik von Karl Hugo Strunz richtet, erhielt das Mineral die System- und Mineral-Nr. VIII/J.07-90. In der „Lapis-Systematik“ entspricht dies der Klasse der „Silikate und Germanate“ und dort der Abteilung „Gerüstsilikate“, wo Stronalsit zusammen mit Albit, Andesin, Anorthit, Anorthoklas, Banalsit, Bytownit, Dmisteinbergit, Filatovit, Kumdykolit, Labradorit, Liebermannit, Lingunit, Oligoklas Stöfflerit und Svyatoslavit die unbenannte Untergruppe VIII/J.07 innerhalb der Feldspat-Familie bildet.<ref name="Lapis" />

Die von der IMA zuletzt 2009 aktualisierte<ref name="IMA-Liste-2009" /> 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Stronalsit ebenfalls in die neu definierte Abteilung der „Gerüstsilikate (Tektosilikate) ohne zeolithisches H2O“ ein. Diese ist zudem weiter unterteilt nach der möglichen Anwesenheit weiterer Anionen, so dass das Mineral entsprechend seiner Zusammensetzung in der Unterabteilung „Gerüstsilikate (Tektosilikate) ohne zusätzliche Anionen“ zu finden ist, wo es als Namensgeber die „Stronalsitgruppe“ mit der System-Nr. 9.FA.60 und dem einzigen weiteren Mitglied Banalsit bildet.

Auch die Systematik der Minerale nach Dana ordnet den Stronalsit in die Klasse der „Silikate und Germanate“ und dort in die Abteilung der „Gerüstsilikate mit Al-Si-Gitter“. Hier ist er zusammen mit Banalsit, Lisetit und Svyatoslavit in der „Banalsitgruppe“ mit der System-Nr. 76.01.06 innerhalb der Unterabteilung „Mit Al-Si-Gitter“ zu finden.

Kristallstruktur[Bearbeiten]

Stronalsit kristallisiert orthorhombisch in der Raumgruppe Ibam (Raumgruppen-Nr. 72)Vorlage:Raumgruppe/72 mit den Gitterparametern a = 8,42 Å; b = 9,90 Å und c = 16,73 Å sowie 4 Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name="StrunzNickel" />

Bildung und Fundorte[Bearbeiten]

Stronalsit bildet sich in Form kleiner Äderchen in Xenolithen von ultrabasischen Tuffen. Begleitminerale sind unter anderem Slawsonit und Pektolith.

Außer an seiner Typlokalität im „Tanaka Steinbruch“ auf Shikoku konnte das Mineral in Japan noch bei Itoigawa und am Ōsa (Okayama) auf Honshū gefunden werden. Des Weiteren fand sich Stronalsit unter anderem noch in ultramafischen Gesteinen bei Sääskilampi (Gemeinde Ranua) im Norden Finnlands, in den Karbonatiten am Prairie Lake in der kanadischen Provinz Ontario, Tawmaw (auch Tawhmaw oder Taw Maw) bei Hpakant im Kachin-Staat von Myanmar, im Steinbruch Mikkelvik bei Karlsøy in Norwegen, im Zhidoiskii-Massiv der Oblast Irkutsk und den Chibinen auf der Halbinsel Kola in Russland sowie im Pilanesberg-Komplex bei Rustenburg in Südafrika.<ref name="Fundorte" />

Nicht gesichert ist ein Fundort auf Fuerteventura in Spanien.<ref name="Fundorte" />

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Stronalsite – Sammlung von Bildern

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Fundorte"> Fundortliste für Stronalsit beim Mineralienatlas (deutsch) und bei Mindat (englisch), abgerufen am 19. Dezember 2022. </ref> <ref name="Handbookofmineralogy"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="IMA-Liste"> Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 3,6 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Juli 2024, abgerufen am 13. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="IMA-Liste-2009"> Ernest H. Nickel, Monte C. Nichols: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 1,9 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. IMA/CNMNC, Januar 2009, archiviert vom Vorlage:Referrer am 29. Juli 2024; abgerufen am 30. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Lapis"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Mindat"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Hudson Institute of Mineralogy, abgerufen am 19. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="StrunzNickel"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Warr"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Webmineral"> David Barthelmy: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 19. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>