Strymon melinus
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| Datei:Strymon melinus gray hairstreak butterfly.JPG
Strymon melinus | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Strymon melinus | ||||||||||||
| (Hübner, 1818) |
Strymon melinus ist ein Schmetterling aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) der Unterfamilie der Zipfelfalter (Theclinae).
Merkmale[Bearbeiten]
Falter[Bearbeiten]
Die Flügelspannweite der Falter beträgt zwischen 20 und 30 nach anderen Angaben zwischen 26 und 36,5 Millimetern<ref name="Animal Diversity Web"/>. Die Männchen sind oberseits dunkelgrau mit einem bräunlich-grünlichen Schimmer.<ref name="Learn about Butterflies"/> In der Nähe des Schwanzanhangs des Hinterflügels befindet sich ein Augenfleck in den Farben Orange und Schwarz, welcher auch auf der Unterseite der Flügel zu sehen ist. Dieser ist bei Strymon melinus größer als bei den meisten anderen Strymon Arten.<ref name="Animal Diversity Web"/> Die Weibchen sind eher bräunlich gefärbt. Unterseits ist der Falter silbergrau bis rötlichbraun.<ref name="Learn about Butterflies"/> Unterarten sind oft blasser.<ref name="Learn about Butterflies"/> Hier verläuft eine orange-schwarz-weiße Linie quer über beide Flügel. Die Färbung des Körpers ist oben dunkel und wird zum Hinterleib immer heller, was ebenso der Färbung der Flügel entspricht.
Ei[Bearbeiten]
Die Eier sind weiß und haben die Form einer Kuppel.<ref name="Learn about Butterflies"/>
Raupe[Bearbeiten]
Der Körper der Raupe ist in der Regel grün. Es existieren aber auch Farbvariationen von hellgrün, gelbgrün und violett oder je nach Futterpflanze, passend zur Farbe der Blüten oder Blätter. Bei allen Farbvariationen sind die weißen seitlichen, schräg verlaufenden diagonalen Balken auf jedem Segment gleich. Ihr Körper ähnelt ein wenige einer Laus und hat borstige Lappen unterhalb der einzelnen Körpersegmente.<ref name="Learn about Butterflies"/> In Texas scheinen die Raupen mit kurzen Haaren bedeckt zu sein.<ref name="Animal Diversity Web"/>
Puppe[Bearbeiten]
Die Puppen sind bräunlich gefärbt.<ref name="Animal Diversity Web"/>
Verhalten und Lebensweise[Bearbeiten]
Die Falter bevorzugen offene, sonnige Standorte. Hier sitzen sie auf den Blättern der Büsche und nehmen Nektar von Wandelröschen (Lantana), Greiskräutern (Senecio), Rubus-Gewächsen, Wasserdosten (Eupatorium) und Eriogonum-Gewächsen sowie Wolfsmilch (Euphorbia), Minzen (Mentha), Winterkresse (Barbarea vulgaris), Goldruten (Solidago) und Klee (Trifolium).<ref name="Butterflies and Moth of North America"/>, und den Blüten zahlreicher anderer Sträucher und krautiger Pflanzen, auf<ref name="Learn about Butterflies"/>. Hierbei bestäuben sie eine Vielzahl von Pflanzen und haben eine Vielzahl von Fressfeinden.<ref name="Animal Diversity Web"/> Sie sind schnell Flieger und am häufigsten in den Monaten zwischen Mai und September anzutreffen. Sie lieben es, sich mit weit aufgespreizten Flügeln, zu sonnen. Die typische aneinander reibende Bewegung der Flügel ist wie bei anderen Bläulingen auch bei diesem Falter bekannt. Man nimmt an, dass sie damit Angreifer täuschen möchten.<ref name="Animal Diversity Web"/>
Die Raupe frisst an bis zu 20 verschiedenen Pflanzen darunter Baumwolle (Gossypium), Mais (Zea mays), Hopfen (Humulus), Malven (Malva)<ref name="Animal Diversity Web"/>, Knöterichgewächsen (Polygonaceae), Korbblütlern (Asteraceae) und Akazien (Acacia) sowie an Hülsenfrüchten (Fabaceae),<ref name="Learn about Butterflies"/> Bohnen (Phaseolus) und Klee (Trifolium).<ref name="Butterflies and Moth of North America"/> Im Osten Kanadas wurden Nahrungspflanzen wie Farnmyrte (Comptonia peregrina) und Gagelstrauchgewächse (Myricaceae) nachgewiesen.<ref name="Butterflies of Canada"/> Hierbei ernährt sie sich von den Blütenknospen, den Blüten und den Samen der Pflanzen.<ref name="Learn about Butterflies"/>
Die Eier werden an die Blumen oder die Stiele der Futterpflanzen abgelegt.<ref name="Learn about Butterflies"/> Oft in neu geöffnete Blüten.<ref name="Animal Diversity Web"/>
Die Puppe überwintert im Boden.<ref name="Animal Diversity Web"/> Wo Ameisen sie mit Erde bedecken. Hier findet auch die Verpuppung statt.<ref name="Learn about Butterflies"/>
Entwicklung[Bearbeiten]
Nach etwa sechs Tagen schlüpfen die Raupen. Sie fressen ca. 20 Tage, bis sie sich verpuppen. Nach etwa 10 weiteren Tagen schlüpfen die erwachsenen Falter. Die Entwicklungszeit variiert je nach Geographie und Klima. Es werden drei, manchmal auch mehr Generationen pro Jahr ausgebildet.<ref name="Animal Diversity Web"/> Zwei Generationen im Norden von Mai bis September, drei bis vier Generationen im Süden von Februar bis November.<ref name="Butterflies and Moth of North America"/> In Kanada gibt es zwei sich überlappende Generationen von April bis Ende September.<ref name="Butterflies of Canada"/>
Paarung[Bearbeiten]
Die Paarung sowie die Eiablage beginnen im Frühjahr. Erwachsene Männchen sitzen auf kleinen Bäumen und erhöhten Sträuchern vom frühen Nachmittag bis abends und warten auf vorbeiziehende Weibchen. Im Frühjahr sitzen sie tiefer im Geäst als im weiteren Jahresverlauf. Die Paarung erfolgt in der Regel in der Nacht, die Eiablage am Nachmittag.<ref name="Animal Diversity Web"/>
Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]
Strymon melinus kommt von Kanada über Mittel- bis Südamerika über Mexiko südwärts nach Venezuela<ref name="Butterflies and Moth of North America"/> bis Kolumbien<ref name="Learn about Butterflies"/> vor. Er ist selten in Nova Scotia und New Brunswick und noch seltener in Québec anzutreffen. Der nördlichste Verbreitungsrekord war in Neuville nahe Québec (Stadt).<ref name="Butterflies of Canada"/> Er bewohnt offenes Land, Felder, Wiesen, Gärten, Weg- und Waldränder mit vielen Blüten in Höhen von bis zu 600 Meter<ref name="Learn about Butterflies"/>. Andere Quellen berichten von Höhen bis zu 2700 Metern.<ref name="Animal Diversity Web"/>
Unterarten[Bearbeiten]
Im ITIS-Report werden neben der Nominatform folgende Unterarten unterschieden:<ref name="ITIS Report"/>
- Strymon melinus atrofasciata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.McDunnough, 1921 – Vancouver Island und dem umliegenden Festland<ref name="Butterflies of Canada"/>
- Strymon melinus franki Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W. D. Field, 1938 – USA und Kanadas Prärien<ref name="Butterflies of Canada"/>
- Strymon melinus humuli Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(T. Harris, 1842) – USA<ref name="Learn about Butterflies"/>
- Strymon melinus melinus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hübner, 1818 – Ostkanada<ref name="Butterflies of Canada"/>
- Strymon melinus pudica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Hy. Edwards, 1877) – Oregon, Kalifornien bis nach Nicaragua<ref name="Learn about Butterflies"/>
- Strymon melinus setonia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.McDunnough, 1927 – im trockenen Inneren von British Columbia<ref name="Butterflies of Canada"/>
Der Status der Unterart Strymon melinus clarionensis ist noch umstritten da bei ihr die orange-schwarz-weiße Linie auf der Unterseite der Flügel nicht wie bei allen anderen Unterarten in einzelne Segmente unterteilt ist, sondern von einem roten Band umrahmt wird. Weitere Untersuchungen stehen noch aus aber möglicherweise wird ihr bald Artstatus eingeräumt. Ebenso betrifft dies die Unterart Strymon melinus caldasensis die nur aus Kolumbien bekannt ist.<ref name="Learn about Butterflies"/>
Status[Bearbeiten]
Der Schmetterling ist weit verbreitet und sehr häufig. Seine Raupen gelten als Schädling an Nutzpflanzen. Wenn sie in großer Zahl auftreten verursachen sie erhebliche Schäden an Baumwolle, Bohnen, Mais und Hopfen. Was ihnen die Namen „Cotton Square Borer“ und „Bean Lycaenid“ eingebracht hat. Die Art gilt als nicht gefährdet oder bedroht.<ref name="Animal Diversity Web"/> Obwohl dieser Falter so weit verbreitet ist, tritt er in Kanada immer seltener oder nur noch sporadisch auf. An manchen Standorten verschwindet er jahrelang, taucht dann aber wieder auf. Er kann ziemlich häufig im südlichen Ontario und im Westen Kanadas auftreten.<ref name="Butterflies of Canada"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Elizabeth Balmer: Schmetterlinge: Erkennen und Bestimmen. Parragon Books, 2007, ISBN 978-1-4075-1203-7, S. 74
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Learn about Butterflies"> Butterflies of North America - Strymon melinus. Abgerufen am 9. April 2023.</ref> <ref name="ITIS Report"> ITIS-Report, englisch, abgerufen am 30. Oktober 2014</ref> <ref name="Animal Diversity Web"> Lauren Rodriguez: Strymon melinus. Abgerufen am 9. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="Butterflies of Canada"> Agriculture and Agri-Food Canada: Canadian Biodiversity Information Facility (CBIF). 14. Dezember 2021, abgerufen am 9. April 2023.</ref> <ref name="Butterflies and Moth of North America"> Agriculture and Agri-Food Canada: Canadian Biodiversity Information Facility (CBIF). 14. Dezember 2021, abgerufen am 9. April 2023.</ref> </references>