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Wasserdost

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Wasserdost
Datei:Eupatorium perfoliatum SCA-04382.jpg

Durchwachsener Wasserdost (Eupatorium perfoliatum)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Eupatorieae
Gattung: Wasserdost
Wissenschaftlicher Name
Eupatorium
L.

Wasserdost (Eupatorium), auch Wasserhanf genannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 45 Arten gedeihen in gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel.<ref name="Eupatorieae" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Eupatorium cannabinum Sturm4.jpg
Illustration des Gewöhnlichen Wasserdosts (Eupatorium cannabinum)
Datei:Neuchâtel Herbarium - Eupatorium cannabinum - NEU000088925.jpg
Herbarbeleg des Gewöhnlichen Wasserdosts (Eupatorium cannabinum) mit unter- und oberirdischen Pflanzenteilen
Datei:Cây Mần tưới (Eupatorium fortunei) 1.JPG
Gegenständige, gestielte, fiedernervige Laubblätter von Eupatorium fortunei
Datei:Eupatorium cannabinum PID957-2.jpg
In einem Blütenkörbchen befinden sich nur wenige Blüten, hier beim Gewöhnlichen Wasserdost (Eupatorium cannabinum)
Datei:Koninginnenkruid3.jpg
Fruchtstand des Gewöhnlichen Wasserdosts (Eupatorium cannabinum)
Datei:Fruechte Eupatorium Kopie.jpg
Achänen mit Pappus des Gewöhnlichen Wasserdosts (Eupatorium cannabinum)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Wasserdost-Arten sind einjährige<ref name="FoC" /> oder ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 30 bis 200 Zentimeter erreichen.<ref name="FoNA" /> Es wird ein Rhizom oder eine Verdickung an der Basis der Sprossachse (Caudex) gebildet. Die selbstständig aufrechten Stängel sind meist bis zu den Verzweigungen des Blütenstandes nicht verzweigt.<ref name="FoNA" />

Die meist gegenständig am Stängel verteilt, selten wirtelig oder manchmal am oberen Ende fast gegenständig bis wechselständig, angeordneten Laubblätter<ref name="FoC" /> sind gestielt oder ungestielt.<ref name="FoNA" /> Die Blattspreiten besitzen drei Hauptnerven oder sind fiedernervig. Die Blattspreiten sind meist einfach und deltaförmig oder eiförmig bis lanzettlich oder linealisch; manchmal kommen auch ganz andere Spreitenformen vor.<ref name="FoNA" /> Bei manchen Arten kommen auch fiederspaltig fiederlappige Blattspreiten vor<ref name="FoNA" /> (beispielsweise Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatorium cannabinum)). Die Blattränder sind mehr oder weniger glatt, gezähnt<ref name="FoNA" /> oder gesägt.<ref name="FoC" /> Die Blattflächen sind kahl oder flaumig bis rau oder borstig behaart und meist drüsig punktiert.<ref name="FoNA" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

In schirmtraubigen oder zerstreut bis dichten, verzweigten, pyramidalen rispigen, Gesamtblütenständen stehen die körbchenförmigen Teilblütenständen zusammen.<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /> Die ungestielten oder gestielten Blütenkörbchen sind immer scheibenförmig.<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /> Die Körbchenhülle (Involucrum) ist bei einem Durchmesser von 1 bis 3 bis 5 oder mehr Millimetern verkehrt-kegelförmig bis ellipsoid.<ref name="FoNA" /> Meist 10 bis 15 (7 bis 22) meist haltbare Hüllblätter überlappen sich schwach bis stark dachziegelartig und sind in meist zwei bis drei, selten bis zu fünf Reihen zusammen;<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /> manchmal sind die inneren Hüllblätter hinfällig.<ref name="FoC" /> Bei manchen Arten wie Eupatorium album sind die Hüllblätter der farbig auffälligste Teil des Blütenstandes. Die meist grünen Hüllblätter sind, zwei- bis dreinervig oder es sind kaum Nerven erkennbar, sie können auch fiedernervig sein. Die meist ungleichen, manchmal fast gleichen Hüllblätter sind elliptisch, lanzettlich, länglich oder verkehrt-eiförmig. Die Ränder der Hüllblätter sind trockenhäutig, durchscheinend und die oberen Enden sind gerundet bis spitz oder zugespitzt, manchmal stachelspitzig. Die Flächen der Hüllblätter sind meist fein oder zottig behaart, selten kahl und meist sind sie drüsig punktiert.<ref name="FoNA" /> Typisch für die Gattung Eupatorium s. str. ist der flache,<ref name="Eupatorieae" /> selten schwach konvexe<ref name="FoC" /> Blütenkorbboden. Auf dem Körbchenboden befinden sich keine Spreublätter.<ref name="FoNA" />

Im körbchenförmigen Blütenstand befinden sich nur radiärsymmetrische Röhrenblüten. Bei den meisten Arten enthalten die Blütenkörbchen nur drei bis fünf Blüten. Nur bei den drei Arten Eupatorium perfoliatum, Eupatorium serotinum und Eupatorium resinosum sind in den Blütenkörbchen mehr als fünf Blüten vorhanden, maximal enthalten sie 23 Blüten.<ref name="Eupatorieae" />

Alle Blüten sind zwittrig und fertil. Die Kronblätter sind meist weiß<ref name="Eupatorieae" /> oder durch Anthozyan rötlich, rosa-, lavendel- bis purpurfarben.<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /> Die fünf Kronblätter sind schmal trichterförmig bis schmal glockenförmig verwachsen und die Kronröhre ist an ihre Basis auch schmal.<ref name="Eupatorieae" /> Konzentriert auf die Basis der Kronröhre, den Kronschlund und die Kronzipfel sind außen Drüsen vorhanden und selten kommen dort wenige Haare (Trichome) vor. Die Kronröhre endet in fünf relativ kurzen, dreieckigen Kronzipfeln sind etwas länger als breit.<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /> Die Staubblattröhren ragen meist nicht aus der Kronröhre hinaus. Die oberen Anhängsel der Staubbeutel sind relativ groß, eiförmig-dreieckig und sind etwa 1,5-mal so lang wie breit. Die unteren Staubbeutel-Anhängsel sind stumpf bis gerundet, nur kurz oder fehlen fast.<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /> Nektarien können selten erkannt werden. Die Basis des Griffels ist flaumig behaart oder selten kahl (kahl bei Eupatorium capillifolium); der übrige Bereich des Griffels ist meist kahl. An der Griffelbasis kann ein geschwollener Knoten vorkommen.<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /> Die zwei Griffeläste sind fadenförmig bis etwas verbreitert oder im oberen Bereich verbreitert mit papillöser Oberfläche; sie sind oft die farbigsten Teile der Blüte. Die Griffeläste besitzen lange, fadenförmige, sterile Anhängsel mit einem stumpfen Ende.<ref name="Eupatorieae" /><ref name="FoC" /><ref name="FoNA" />

Die bräunlichen bis schwärzlichen Achänen sind prismatisch geformt, immer fünfrippig meist kahl und drüsig punktiert.<ref name="FoNA" /><ref name="FoC" /> Der haltbare Pappus besteht aus einer Reihe mit meist 25 bis 40 (20 bis 50) weißlichen, bärtigen Borsten; sie sind im oberen Bereich gerundet oder es ist eine kurze Spitze vorhanden.<ref name="FoNA" /><ref name="FoC" /><ref name="Eupatorieae" />

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 10.<ref name="FoNA" /> Es wurden selbst innerhalb einer Art, aber besonders bei den Hybriden, unterschiedliche Ploidiegrade ermittelt.<ref name="IPCN" /><ref name="Eupatorieae" /> Diploidie kommt nur bei den Arten Eupatorium lancifolium, Eupatorium resinosum, Eupatorium petaloideum, Eupatorium mikanioides, Eupatorium paludicola und Eupatorium album vor.

Datei:Cloudless Sulphur (Phoebis sennae) (7800769444).jpg
Phoebis sennae beim Nektarsaugen auf Blütenstand von Eupatorium serotinum
Datei:Eupatorium cannabinum 08 ies.jpg
Habitus des Gewöhnlichen Wasserdost (Eupatorium cannabinum) im Habitat

Ökologie[Bearbeiten]

Bei Eupatorium-Arten handelt es sich selten um Therophyten, meist um Hemikryptophyten.

Apomixis kommt bei den Eupatorium-Arten und -Hybriden vor.<ref name="Eupatorieae" /> Die Bestäubung durch Insekten ist häufig. Bei drei Arten erfolgt die Bestäubung über den Wind.<ref name="Eupatorieae" />

Meist erfolgt die Ausbreitung der Diasporen, es sind die Achänen, mittels des Pappus durch den Wind.

Systematik, botanische Geschichte und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Eupatorium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, Seite 836 erstveröffentlicht.<ref name="SpPl" /><ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Eupatorium (von griechisch eupatórion<ref>Vgl. auch Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 183 („Eupatorium – wilde selbe, Eupatorion, […] wilde salveye“).</ref>) bezieht sich angeblich auf König von Pontus Mitridates VI. Eupator (132-63 v. Chr.),<ref name="FoNA" /> Typusart ist Eupatorium cannabinum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Tropicos" /> der die auch eupatoria genannte Pflanze gegen eine Lebererkrankung eingenommen haben soll. Möglich ist aber auch eine Umbildung aus griechisch hēpatorion, dem Namen des gegen von der Leber, griechisch hepa, ausgehende Leiden eingesetzten Odermennigs.<ref>Vgl. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Birkhäuser, Basel/Stuttgart 1976, ISBN 3-7643-0755-2, S. 163.</ref><ref>Rudolf Schubert, Günther Wagner: Pflanzennamen und botanische Fachwörter. Botanisches Lexikon mit einer Einführung in die Terminologie und Nomenklatur, einem Verzeichnis der Autorennamen und einem Überblick über das System der Pflanzen. 6. Auflage. Melsungen, Berlin/Basel/Wien 1975, S. 138.</ref> Ein Homonym ist Eupatorium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bubani veröffentlicht in Pietro Bubani: Flora Pyrenaea per ordines naturales gradatim digesta 2, 1899, Seite 268. Synonyme für Eupatorium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Eupatorium sect. Dalea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Loudon, Eupatorium sect. Heterolepis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Baker, Eupatorium sect. Pteropoda Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Eupatorium sect. Subimbricata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hoffm., Caradesia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Chrone Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dulac, Cunigunda Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bubani, Eriopappus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hort. ex Loudon, Eupatoriadelphus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.M.King & H.Rob., Eupatoriastrum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Greenm., Halea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Pseudokyrsteniopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.M.King & H.Rob., Viereckia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.M.King & H.Rob.<ref name="Tropicos" />

Die Gattung Eupatorium gehört zur Untertribus Eupatoriinae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dumort. aus der Tribus Eupatorieae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cass. in der Unterfamilie Asteroideae innerhalb der Familie Asteraceae. Die Gattung Eupatorium s. l. enthielt in früheren weiten Auffassungen 800 bis 1200 Arten und wurde durch King und Robinson 1987 in viele Gattungen aufgespalten.<ref name="GRIN" /><ref name="King-Robinson1987" /> Die Gattungen, in die diese Arten gestellt wurden, sind: Ageratina, Chromolaena, Condylidium, Conoclinium, Critonia, Cronquistianthus, Eutrochium, Fleischmannia, Flyriella, Hebeclinium, Koanophyllon, Mikania, Tamaulipa.<ref name="King-Robinson1987" /> Diese Aufgliederung in kleinere Gattungen wurde kontrovers diskutiert, ist aber im 21. Jahrhundert gefestigt worden.<ref name="Eupatorieae" /> Bei der Gattung Eupatorium s. str., im engeren Sinne, verbleiben 42 bis 45<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /> Arten.

In Europa, Nordafrika und Vorderasien<ref name="EuroMed" /> ist nur eine Art heimisch, der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum). Die anderen Arten kommen zumeist in Nordamerika (hauptsächlich im östlichen Teil), einige auch in Ostasien vor.<ref name="Eupatorieae" /> In Nordamerika kommen etwa 20 Arten und etwa 4 Naturhybriden (es stellte sich 2007 heraus, dass auch zwei Arten der Flora of North America Naturhybriden sind) vor.<ref name="FoNA" /> In China kommen etwa 14 Arten vor, davon sechs nur dort.<ref name="FoC" />

Datei:The plants of southern New Jersey; with especial reference to the flora of the pine barrens and the geographic distribution of the species (1911) (14784528335).jpg
Abbildung von Eupatorium album aus The plants of southern New Jersey; with especial reference to the flora of the pine barrens and the geographic distribution of the species, 1911
Datei:Eupatorium altissimum NRCS.jpg
Blütenstand von Eupatorium altissimum
Datei:Eupatorium chinense var. sachalinense 03.jpg
Eupatorium chinense
Datei:Eupatorium formosanum.jpg
Blütenstand von Eupatorium formosanum
Datei:Eupatorium hyssopifolium - Hyssop leaf Boneset.jpg
Blütenstand von Eupatorium hyssopifolium
Datei:Eupatorium japonicum2.jpg
Blütenstand von Eupatorium japonicum
Datei:Eupatorium lindleyanum (22097775842).jpg
Blütenstand von Eupatorium lindleyanum
Datei:基隆澤蘭.jpg
Laubblätter und Blütenstände von Eupatorium luchuense
Datei:Eupatorium mikanioides.jpg
Ausschnitt eines Blütenstandes von Eupatorium mikanioides
Datei:Eupatorium rotundifolium - Roundleaved thoroughwort.jpg
Blütenstand von Eupatorium rotundifolium
Datei:Eupatorium serotinum - Late Boneset.jpg
Blütenstand von Eupatorium serotinum

Es gibt etwa 42 Eupatorium-Arten und einige Naturhybriden:<ref name="FoC" /><ref name="FoNA" /><ref name="FloraMesoamericana" /><ref name="Eupatorieae" />

Naturhybriden (Auswahl):

  • Eupatorium ×cordigerum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Fernald) Fernald: Es handelt sich um eine apomiktische, polyploide Hybride aus Eupatorium rotundifolium und Eupatorium perfoliatum, die in gestörten Gebieten gedeiht, in denen die beiden Arten gemeinsam in den östlichen US-Bundesstaaten Arkansas, Mississippi, North Carolina sowie South Carolina sowie Virginia vorkommen.<ref name="FoNA" />
  • Eupatorium ×fernaldii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.K.Godfrey: Es handelt sich um eine apomiktische Hybride aus Eupatorium petaloideum, Eupatorium sessilifolium und Eupatorium perfoliatum. Es gibt Fundorte von der Piedmont-Region bis zur Ostseite der südlichen Appalachen.<ref name="Eupatorieae" />
  • Eupatorium ×novae-angliae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Fernald) V.I.Sullivan ex A.Haines & Sorrie: Sie ist nur von 15 Fundorten in den nordöstlichen US-Bundesstaaten Massachusetts sowie Rhode Island bekannt. Es handelt sich um eine apomiktische Hybride aus Eupatorium paludicola und Eupatorium perfoliatum.<ref name="Eupatorieae" />
  • Eupatorium ×pinnatifidum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Elliott: Es handelt sich um einen Hybridschwarm, an dem Eupatorium capillifolium oder Eupatorium compositifolium und Eupatorium perfoliatum oder Eupatorium serotinum beteiligt sind. Fundorte gibt es in Alabama, Florida, Louisiana, South Carolina, Texas sowie Virginia.<ref name="FoNA" />

Nutzung[Bearbeiten]

Nur wenige Arten, wie der Gewöhnliche Wasserdost, werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten genutzt. Viele der im Gartenbau verwendeten Wasserdost-Arten gehören anderen Gattungen an, insbesondere der Gattung Eutrochium.<ref name="Botanica2003" /><ref name="Hawke2014" />

Einige Arten werden als Heilpflanzen und zur Gewinnung von Duftöl verwendet (Beispiele siehe oben in der Artliste).<ref name="FoC" />

Die medizinischen Wirkungen von Eupatorium cannabinum wurden untersucht.<ref name="PFAF" /><ref name="HagersHandbuch1900" />

Der Saft aus den Laubblättern von Eupatorium cannabinum wird bei Tieren als Insekten-Repellent genutzt.<ref name="PFAF" /> Eupatorium compositifolium und Eupatorium hyssopifolium wird als Küchengewürzkraut genutzt.<ref name="PFAF" /> Alle Pflanzenteile von Eupatorium compositifolium und Eupatorium hyssopifolium werden zur Linderung bei Bissen von Reptilien und Insekten verwendet.<ref name="PFAF" />

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Wichtige Inhaltsstoffe sind Pyrrolizidinalkaloide,<ref name="Steinegger_Hänsel2013" /> Flavonoide,<ref name="Bohm-Stuessy2013" /> beispielsweise das giftige Flavon Eupatorin und das Benzofuranderivat Euparin.<ref name="kamthong" />

Krankheiten und Fressfeinde[Bearbeiten]

Das Tobacco leaf curl virus (Reich Shotokuvirae, Familie Geminiviridae) ist ein Erreger, der gelegentlich Pflanzen dieser Gattung befällt. Diese Viren gehören zum Realm Floreoviria. Die wahrscheinlich erste Erwähnung einer durch Viren aus diesem Realm hervorgerufenen Pflanzenkrankheit stammt aus einem Gedicht der japanischen Kaiserin Shōtoku ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch Kōken {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) genannt) aus dem Jahr 752, in dem eine Vergilbungs- oder Blattadernkrankheit von Wasserdost-Pflanzen beschrieben wird, die wahrscheinlich durch Geminiviren wie das Tobacco leaf curl virus verursacht wurde. Sie wurde so zur heutigen Namensgeberin des Virenreichs Shotokuvirae.<ref name="proposal">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Create a megataxonomic framework, filling all principal taxonomic ranks, for ssDNA viruses.] (docx) In: International Committee on Taxonomy of Viruses. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Das Laub wird von einigen Schmetterlingslarven gefressen, unter anderem von denen von Orthonama obstipata.<ref name="Schulze"/>

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gregory J. Schmidt, Edward E. Schilling: Phylogeny and biogeography of Eupatorium (Asteraceae: Eupatorieae) based on nuclear ITS sequence data. In: American Journal of Botany, Volume 87, Issue 5, 2000. S. 716–726. doi:10.2307/2656858 Volltext-PDF.
  • Harold Robinson, Edward E. Schilling, Jose L. Panero: Eupatorieae. S. 731–744, In: V. A. Funk, A. Susanna, T. F. Stuessy, R. J. Bayer (Hrsg.): Systematics, Evolution, and Biogeography of Compositae, Vienna, 2009: I.A.P.T. PDF.
  • Edward E. Schilling, P. B. Cox, Jose L. Panero: Chloroplast DNA restriction site data support a narrowed interpretation of Eupatorium (Asteraceae). In: Plant Systematics and Evolution, Volume 219, 1999, S. 209–223.
  • G. J. Schmidt, Edward E. Schilling: Phylogeny and biogeography of Eupatorium (Asteraceae: Eupatorieae) based on nuclear ITS sequence data. In: American Journal of Botany, Volume 87, 2000, S. 716–726.
  • Kunsiri Chaw Siripun, Edward E. Schilling: Eupatorium. In:
  • M. Ito, T. Yahara, Robert M. King, K. Watanabe, S. Oshita, J. Yokoyama, D. J. Crawford: Molecular phylogeny of Eupatorieae (Asteraceae) estimated from cpDNA RFLP and its implication for the polyploid origin hypothesis of the tribe. In: Journal of Plant Research, Volume 113, 2000, S. 91–96.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Eupatorium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraMesoamericana"> Eupatorium bei Tropicos.org. In: Flora Mesoamericana. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Eupatorium bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PFAF"> Einträge zu Eupatorium bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="HagersHandbuch1900"> C. Arnold, G. Christ, K. Dietrich, Ed. Gildmeister, P. Janzen, C. Scriba, B. Fischer, C. Hartwich: Hagers Handbuch der Pharmaceutischen Praxis: Für Apotheker, Ärzte, Drogisten und Medicinalbeamte. Hrsg.: O. Bumke, O. Foerster. Band 1. Springer, 2013, ISBN 978-3-642-47350-0, S. 1069 (Eupatorium auf Seite 1069 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Bohm-Stuessy2013"> Bruce A. Bohm, Tod F. Stuessy: Flavonoids of the Sunflower Family (Asteraceae). Springer Science & Business Media, 2013, ISBN 978-3-7091-6181-4, S. 231–251 (<ref name="Botanica2003"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 359. </ref>Flavonoids of Eupatorieae auf Seite 231–251 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="EuroMed"> Werner Greuter: Compositae (pro parte majore).: Eupatorium. In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009. </ref> <ref name="Hawke2014"> Richard Hawke: A Comparative Study of Joe-Pye Weeds (Eutrochium spp.) and Their Relatives. In: Plant Evaluation Notes, Issue 37, Chicago Botanic Garden, 2014. Volltext-PDF. </ref> <ref name="kamthong"> Bua Kamthong, Alexander Robertson: 196. Furano-compounds. Part III. Euparin; J. Chem. Soc. 1939, S. 925. </ref> <ref name="King-Robinson1987"> Robert Merrill King, Harold Robinson: The genera of Eupatorieae (Asteraceae). In: Monographs in Systematic Botany, Missouri Botanical Garden, Volume 22, 1987, S. 1–581. </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 836, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D2%26issue%3D%26spage%3D836%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D. </ref> <ref name="Eupatorieae"> Edward Schilling, Jose Panero: The Eupatorieae Web Site: mit Eupatorium - List of North American Species. </ref> <ref name="Schulze"> Christian H. Schulze, Konrad Fiedler; Orthonama obstipata Fabricius, 1794 (Geometridae: Larentiinae) — new for the fauna of Borneo, in: Nachr. entomol. Ver. Apollo, N. F. Band 25, Nr. 3, Entomologischer Verein Apollo e. V., Frankfurt am Main 2004, S. 153–154. </ref> <ref name="FoNA"> Kunsiri Chaw Siripun, Edward E. Schilling: Eupatorium. In: </ref> <ref name="Steinegger_Hänsel2013"> Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie. 4. Auflage. Springer, 2013, ISBN 978-3-662-08318-5, S. 518 (Pyrrolizidinalkaloide auf Seite 518 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="FoC"> Chen Yilin, Takayuki Kawahara, D. J. Nicholas Hind: Eupatorium. In: </ref> <ref name="Botanica2003"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 359. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Wasserdost (Eupatorium) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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