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Suhre

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(Weitergeleitet von Suhrental)
Suhre
Sure (Kanton Luzern)
Suhre zwischen Suhr und Oberentfelden

Suhre zwischen Suhr und Oberentfelden

Daten
Gewässerkennzahl CH: 495
Lage Schweizer Mittelland
  • Suhrental

Schweiz Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Aare → Rhein → Nordsee
Ursprung bei Oberkirch LU aus dem Sempachersee
47° 9′ 44″ N, 8° 7′ 17″ O
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Quellhöhe 504 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Mündung mündet östlich von Aarau in die AareKoordinaten: 47° 24′ 22″ N, 8° 3′ 58″ O; CH1903: 647363 / 250764
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47° 24′ 22″ N, 8° 3′ 58″ O {{#coordinates:47,40599|8,06611|
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Mündungshöhe 360 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied 144 m
Sohlgefälle 4,2 ‰
Länge 34 km<ref name="gewiss">Auswertungen zum Gewässernetz. (XLSX) BAFU, Dezember 2013, abgerufen am 9. August 2017 (Auflistung Fliessgewässer der Schweiz >30km).</ref>
Einzugsgebiet 368,29 km²<ref name="EZG">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Suhre (Memento vom 18. Oktober 2018 im Internet Archive). Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>
Abfluss am Pegel Oberkirch<ref name="bafu1">Abflussdaten: Messstelle: Suhre – Oberkirch (2417). (PDF) 1928–2020. In: BAFU Hydrodaten. BAFU, abgerufen am 26. Oktober 2024 (Stationsseite).</ref>
AEo: 75,6 km²
NNQ (2018)
MNQ 1928–2020
MQ 1928–2020
Mq 1928–2020
MHQ 1928–2020
HHQ (1999)
40 l/s
780 l/s
1,24 m³/s
16,4 l/(s km²)
1,81 m³/s
4,4 m³/s
Abfluss<ref name="EZG" />
Lage: 2,6 km oberhalb der Mündung
MQ
6,45 m³/s
Linke Nebenflüsse Uerke
Rechte Nebenflüsse Ruederche und Wyna

Vorlage:Maplink

Datei:Suhre Flussmündung in die Aare, Aarau AG 20210729-jag9889.jpg
Flussmündung in die Aare

Flussmündung in die Aare

Die Suhre (im Kanton Luzern auch Sure) ist ein 34 Kilometer langer Nebenfluss der Aare. Er fliesst durch das Suhrental in den Schweizer Kantonen Luzern und Aargau und mündet bei Aarau in die Aare.

Namen[Bearbeiten]

In mittelalterlichen Urkunden finden sich Formen des Gewässernamens wie etwa Suron (1036), Suranum flumen (1210), Sure (1241). Seit dem 20. Jahrhundert wird im Kanton Aargau Suhre, im Kanton Luzern oft Sure geschrieben.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Die Suhre beginnt als Ausfluss des Sempachersees in der Gemeinde Oberkirch auf 504 m ü. M. und mündet östlich von Aarau auf der Höhe von auf 306 m ü. M. in die Aare. Sie endet 144 Höhenmeter unterhalb des Sempachersees und hat somit ein mittleres Sohlgefälle von 4,2 ‰.

Zum von der Suhre entwässerten Tal gehört geographisch auch noch die Landschaft südlich des Sempachersees mit dessen Zuflüssen Grosse Aa mit der Länge von 9,6 km und Kleine Aa.

Das wichtigste Seitental ist das Ruedertal, welches bei Schöftland in südöstlicher Richtung abzweigt.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet der Suhre ist 368,29 km² gross und besteht zu 28,3 % aus bestockter Fläche, zu 54,7 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 4,0 % aus Gewässeroberfläche und zu 12,9 % aus Siedlungsfläche.

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  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

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Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt 580 m ü. M., die minimale Höhe liegt bei 360 m ü. M.<ref>Höhe an der Mündung.</ref> und die maximale Höhe bei 871 m ü. M.<ref name="EZG" />

Zuflüsse[Bearbeiten]

Zuflüsse von der Quelle zur Mündung

  • Hofbach (links)
  • Oberchilerwaldbach (links)
  • Chommlibach (rechts)
  • Zollbach (rechts)
  • Dorfbach (rechts)
  • Schoenebuehlbaechle<ref>Beim Geoportal wohl fälschlich Schoenebuehlbaeche</ref> (rechts).
  • Erlenstudbaechlein (rechts)
  • Schlegruetigrabenbach (Obermoosgrab) (rechts)
  • Weiherbach (Dorfbach) (rechts)
  • Engelgrabe (Ängelgrabe) (rechts)
  • Hexenbach (Häxebächli) (rechts)
  • Dorfbach<ref>Bezeichnung nach der Dorfbachstrasse.</ref> (links)
  • Dorfbach (rechts)
  • Fischbach (Dorfbach) (links)
  • Steinbaerenbach (rechts)
  • Dorfbach (links)
  • Gründelbach (Teuffegrabe) (rechts)
  • Sägetgrabebach (links)
  • (Bach vom) Rütiberg 4 (rechts)
  • Dorfbach Attelwil (Hölibach) (links)
  • Dorfbach (rechts)
  • Seeblibächli (links)
  • Eigraben (linke Abzweigung)
  • Rostbrunnenbächli (links)
  • Dorfbach Kirchleerau (rechts)
  • Ruederche (rechts) → Zuflüsse
  • Haselbach<ref>Rechte Abzweigung vom Ruederchen.</ref> (rechts)
  • Talbach (rechts)
  • Talbach (rechts)
  • Tannacherbach (rechts)
  • Uerke (links) → Zuflüsse
  • Schifflibach (links)
  • Talbächlein (rechts)
  • Stadtbach Rathaus (linke Abspaltung)
  • Wyna (rechts) → Zuflüsse
Datei:Staffelbach Endmoräne1.jpg
Endmoräne bei Staffelbach

Moränen[Bearbeiten]

Auf der Höhe von Staffelbach verläuft quer durch das Suhrental die rund 30 Meter hohe Serie von Endmoränen aus der Würmeiszeit, die beim Rückzug des Reussgletschers entstand. Talaufwärts schliessen Seitenmoränen auf beiden Talseiten an den Höhenzügen an.

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Der erste Flussabschnitt am Sempachersee führt durch das Moorgebiet «Zällmoos», das im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung aufgeführt ist.<ref>Objektblatt LU2405 im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung (PDF).</ref>

Die Endmoränenzone von Staffelbach ist ein Landschaftsschutzgebiet des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN).<ref>Objektblatt BLN1317 im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (PDF).</ref>

Die Suhremündung liegt im Auengebiet Aarau-Rupperswil, das im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung beschrieben ist.<ref>Objektblatt AG401 im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung (PDF).</ref>

Niedrigwasser[Bearbeiten]

Infolge der Dürre und Hitze in Europa 2026 erreichte die Suhre an der Messstation Oberkirch am 16. September 2026 mit einem Abfluss von durchschnittlich 10 Litern pro Sekunde einen neuen Tiefststand seit Messbeginn 1976. Der bisherige Rekord wurde am 26. Oktober 2018 (Dürre und Hitze in Europa 2018) mit einem durchschnittlichen Abfluss von 45 Litern pro Sekunde verzeichnet. Das höchste Jahresmittel beim Abfluss wurde mit 2000 Litern pro Sekunde im Jahr 2024 erfasst (Unwetter in der Schweiz im Sommer 2024), das tiefste mit 590 Litern pro Sekunde im Jahr 2022 (Dürre und Hitze in Europa 2022), wobei der Mittelwert über die gesamte Periode (1976–2025) bei 1300 Litern pro Sekunde liegt.<ref>Suhre - Oberkirch. In: hydrodaten.admin.ch. Bundesamt für Umwelt, abgerufen am 17. September 2026.</ref> Am 18. September 2026 teilte der Kanton Luzern mit, dass vorübergehend mit einer Pumpe rund 20 Liter Wasser pro Sekunde in den Bach geleitet wird, wodurch das Gewässer nicht trockenfallen soll. Das Wehr beim Auslass aus dem Sempachersee wurde bereits zuvor komplett geöffnet, doch aufgrund des tiefen Wasserspiegels im Sempachersee floss dennoch nicht genügend Wasser in die Suhre.<ref>Sempachersee: Pumplösung sichert Mindestwassermenge in der Sure. In: news.lu.ch. 18. September 2026, abgerufen am 19. September 2026.</ref>

Korrektionen[Bearbeiten]

Datei:Suhre und Häuser an der Surengasse in Sursee LU.jpg
Suhre und Häuser an der Surengasse in Sursee

Seit dem 13. Jahrhundert fliesst die Suhre als kanalisierter Stadtbach durch Sursee.

1760 und von 1806 bis 1814 wurde der Ausfluss aus dem Sempachersee tiefergelegt. Bis zum 19. Jahrhundert war der Fluss im Suhrental stark mäandrierend; der Talboden war zum grössten Teil versumpft. Seither wurden mehrere Flussbegradigungen durchgeführt:

  • 1856–59 von Sursee bis zur Kantonsgrenze
  • 1893–98 im Knutwilermoos
  • 1923–26 Teilkorrektion im Kanton Aargau
  • 1943–45 Teilkorrektion im Kanton Aargau
  • 1945–56 erneute Korrektion im Kanton Luzern
  • 1973–75 in Sursee (mit starker Tieferlegung und Begradigung des Flusslaufes)

Brücken[Bearbeiten]

Auf ihrem Weg wird die Suhre von 160 Brücken überspannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Suhre – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein