Zum Inhalt springen

Sullivan Fortner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sullivan Fortner auf der Bühne in Kongsberg Musikkteater, Kongsberg 2024
Foto von Tore Sætre

Sullivan Joseph Fortner (* 29. Dezember 1986 in New Orleans) ist ein amerikanischer Jazzmusiker (Piano, auch Keyboards, Hammond B3, Moog, Vocoder, Celesta, Perkussion, Komposition).<ref name="AAJ">Sullivan Fortner. In: All About Jazz. Abgerufen am 6. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Small">"Sullivan Fortner". Smalls Live, 22. September 2013.</ref> Er zählt zu den herausragenden Pianisten seiner Generation.<ref name="ARD" />

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Fortner, der in New Orleans aufwuchs, begann mit vier Jahren, inspiriert durch die Kirchenmusik, auf dem Piano zu spielen.<ref name="APA">"Get to Know Jazz Fellowship Awards Finalist Sullivan Fortner". American Pianists Association 7. Oktober 2014.</ref><ref name="Small"/> Er studierte bis zum Bachelor-Abschluss am Oberlin Conservatory of Music, um dann sein Masterstudium an der Manhattan School of Music zu absolvieren.<ref name="AAJ" /><ref>Tonya Burton Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt."Society Column: Jazz Pianists Impress APA Sponsors at Ozdemir Estate" (Memento vom 12. Oktober 2014 im Internet Archive). Current in Carmel, 7. Oktober 2014.</ref> Seine Lehrer Jason Moran und Fred Hersch erkannten früh sein Ausnahmetalent.<ref name="ARD">Karsten Mützelfeldt: Humorvoller Begleiter – Der Pianist Sullivan Fortner. In: ARD Radiofestival. 20. August 2024, abgerufen am 26. August 2024.</ref>

2009 gehörte Fortner zur Band von Stefon Harris.<ref>Ben Ratliff "Jazz and Funk Roots, Joyfully Unearthed". The New York Times, 23. Oktober 2009.</ref> Dann wirkte er sieben Jahre lang im Quintett von Roy Hargrove;<ref name="WP">Michael J. West Pianist Sullivan Fortner and Ensemble at Kennedy Center". The Washington Post, 25. Januar 2015.</ref> zudem unterstützte er dessen Saxophonisten Justin Robinson im Aufnahmestudio.<ref>John Ross Justin Robinson – The Power of Dedication. Down Beat Oktober 2014. S. 21.</ref> Er arbeitete weiterhin mit Nicholas Payton, Billy Hart, Gary Bartz, Marcus Belgrave, Peter Bernstein (What Comes Next), Dave Liebman, Lage Lund, Cécile McLorin Salvant (Ghost Song), Yotam Silberstein, Aaron Seeber, Nick Hempton und Jacques Schwarz-Bart (The Harlem Suite). Er ist auch auf Alben von Etienne Charles (Kaiso, 2011), Donald Harrison, Melissa Aldana (12 Stars), Bruce Harris (Soundview) und Theo Croker (The Fundamentals, Afro Physicist) zu hören.<ref name="AAJ" /> Paul Simon engagierte ihn für sein Album In the Blue Light. Insbesondere als Begleiter von Cécile McLorin Salvant zeigte er sich, so die Kritik, einfühlsam und überraschte mit seiner Kreativität, seinem Humor und seinem spielerischen Naturell.<ref name="ARD" />

2015 gründete Fortner ein eigenes Quartett, zu dem neben dem Saxophonisten Tivon Pennicott der Bassist Ameen Saleem und der Schlagzeuger Jeremy Clemons gehörten.<ref name="WP" /> Sein Quartett, das bereits mehrfach in Europa spielte, begleitete die Sängerin Roberta Gambarini im Herbst 2016.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Fee im Zauberwald (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Januar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.donaukurier.de, Donaukurier, 14. Oktober 2016</ref> 2023 legte er ein Doppelalbum mit Soloaufnahmen vor.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Fortner gewann 2015 die Cole Porter Fellowship in Jazz der American Pianists Association.<ref>Nate Chinen, "Sullivan Fortner Wins 2015 Cole Porter Fellowship in Jazz". The New York Times, 29. März 2015</ref> Beim Down Beat Critics Poll 2020 wurde er Sieger als Rising Star in der Kategorie Arrangeur des Jahres.

2019 gewann er seinen ersten Grammy Award als Begleitmusiker auf dem Album The Window von Sängerin Cécile McLorin Salvant. 2025 bekam er die Auszeichnung zusammen mit Samara Joy für den Song Twinkle Twinkle Little Me. Im selben Jahr war sein eigenes Album Solo Game als bestes Jazz-Instrumentalalbum nominiert. Zwei weitere Nominierungen bekam er für weitere Zusammenarbeiten mit McLorin Salbant bzw. Kurt Elling.<ref name="Grammy">Sullivan Fortner in der Grammy-Datenbank der Recording Academy, abgerufen am 4. Februar 2025</ref> 2026 gewann das Instrumentalalbum Southern Nights, an dem Peter Washington und Marcus Gilmore beteiligt gewesen waren.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

Datei:Roy Hargrove Quintet @ Dimitriou's Jazz Alley (10684226056).jpg
Sullivan Fortner (links) mit dem Roy Hargrove Quintet im Dimitriou's Jazz Alley (2013), mit Justin Robinson (Saxophon) und Ameen Saleem (Kontrabass)
  • Aria (Impulse! 2015, mit Tivon Pennicott, Aidan Carroll, Joe Dyson Jr.)<ref>James Hale Sullivan Fortner – Aria. Down Beat Januar 2016. S. 60.</ref>
  • Moments Preserved (Impulse! 2018, mit Ameen Saleem, Jeremy „Bean“ Clemons sowie Roy Hargrove)
  • Solo Game (Artwork Records, 2023)<ref>Sullivan solo shines. In: JazzDesk. 4. Dezember 2023, abgerufen am 26. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Southern Nights (Artwork Records, 2025, mit Peter Washington, Marcus Gilmore)<ref>Ssirus W. Pakzad: Sullivan Fortner Southern Nights. In: Jazz thing. 21. Juli 2025, abgerufen am 24. Juli 2025.</ref>
  • Play (ACT, 2025, mit Theo Croker)

als Sideman

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Sullivan Fortner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein