TOS-1
| TOS-1 „Buratino“ | |
|---|---|
TOS-1A auf der Messe Armija-2020. | |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Besatzung | 3 Mann |
| Länge | 9,5 m |
| Breite | 3,6 m |
| Höhe | 2,2 m |
| Masse | 45,3 t |
| Stückpreis | 6,5 bis 15 Mio. US-Dollar |
| Panzerung und Bewaffnung | |
| Hauptbewaffnung | 24–30 220-mm-Raketen |
| Sekundärbewaffnung | - |
| Beweglichkeit | |
| Antrieb | V12-Dieselmotor W-84 630 kW (857 PS) |
| Federung | Torsionsstab |
| Geschwindigkeit | 60 km/h (Straße) |
| Leistung/Gewicht | |
| Reichweite | 550 km |
TOS-1 „Buratino“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); „Schweres Flammenwerfersystem“) ist ein gepanzerter Mehrfachraketenwerfer, der in der Sowjetunion entwickelt wurde. Die Waffenkennungsnummer der ABC-Abwehrtruppen Russlands lautet МО.1.01.00.
Entwicklung[Bearbeiten]
Der TOS-1 „Buratino“ entstand ab 1971 bei Omsktransmasch in Omsk in Zusammenarbeit mit Forschungsinstitut NIIFP in Selenograd. 1980 wurde der TOS-1 in den Bestand der Chemietruppen der Sowjetarmee übernommen. Der Name stammt vom sowjetischen Buch Burattino, welches eine Adaption der Geschichte von Pinocchio ist. Über das Waffensystem war im Westen lange Zeit nur wenig bekannt. Erst 1999 wurde der TOS-1 auf einer Rüstungsmesse in Omsk der Öffentlichkeit präsentiert. Vom Ursprungsmodell TOS-1 „Buratino“ wurden lediglich rund 25 Fahrzeuge hergestellt, die Ende der 1990er-Jahre durch den TOS-1A „Solnzepjok“ ersetzt wurden.<ref name="otvaga2004.ru">Виктор Кораблин: Огнем из тридцати стволов или 42-тонный «Буратино». In: otvaga2004.ru. Военно-патриотический сайт «Отвага», abgerufen am 6. Oktober 2015.</ref><ref name="military-today tos1">Military-today.com: TOS-1 Heavy Flamethrower System (Archivlink)</ref><ref name="vzru">Vz.ru: Огненный ад для врага: ТОС «Буратино», «Солнцепёк» и «Тосочка»</ref><ref name="bulletpicker">Bulletpicker.com: Огнеметно - зажигательное оружие (PDF; 9,5 MB)</ref>
Technik[Bearbeiten]
Fahrzeug[Bearbeiten]
Das Fahrgestell des TOS-1 besteht aus der Wanne eines T-72. Das Fahrzeug wird als Objekt 634 bezeichnet und wiegt im feuerbereiten Zustand rund 46 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 60 km/h und die Reichweite mit einer Tankfüllung bei etwa 550 km. Die Besatzung des Fahrzeuges besteht aus Kommandant, Fahrer und Richtschütze. Diese sind unter Panzer- und ABC-Schutz in der Wanne untergebracht. Der Mehrfachraketenwerfer ist geländegängig. Die Bodenfreiheit des Fahrzeugs beträgt 47 cm, die Kletterfähigkeit 85 cm, Grabenüberschreitfähigkeit 2,6 m, die maximale Wattiefe 1,2 m und die maximale Steigfähigkeit 30 %. Auf dem gepanzerten Fahrzeug ist ein horizontal und vertikal schwenkbaren Werferrahmen verbaut. Dort sind 24 Abschussrohre des Kalibers 220 mm in vier Lagen angeordnet. Der Seitenrichtbereich des Werferrahmens beträgt in der Fahrtrichtung je Seite 100°. Der Höhenrichtbereich liegt bei 0° bis +60°. Das Richten des Werferrahmen geschieht hydraulisch, kann aber auch von Hand erfolgen. Für das Richten sind eine Feuerleitanlage mit Ballistikrechner, ein 1D14-Laserentfernungsmesser, ein Kollimator und ein Zielfernrohr vorhanden.<ref name="foss-2011">Christopher F. Foss: Jane’s Armour and Artillery 2011-2012. 2011, S. 1089–1090.</ref><ref name="russian-rockets">Nikolay Svertilov: Russia’s Arms and Technologies. The XXI Century Encyclopedia. Vol. 2 - Rocket and Artillery Armament of Ground Forces. A & T Publishing House / Oruzhie i tekhnologii, 2001, S. 272–274.</ref><ref name="rbase">Missilery.info: Тяжёлая огнемётная система ТОС-1А</ref>
Raketen[Bearbeiten]
Die Raketen haben ein Kaliber von 220 mm und bestehen aus dem Raketentriebwerk sowie dem Gefechtskopf. Der Gefechtskopf befindet sich im vorderen Teil der Rakete, dahinter befindet sich das Feststoffraketentriebwerk mit zweibasigem Raketentreibstoff. Am Heck der Rakete sind vier Wickelleitwerke angebracht. Diese sind in einem Winkel von etwa 1° zur Längsachse montiert um die Rakete in Drall zu versetzen. Gestartet werden die Raketen elektrisch. Der TOS-1 und seine Nachfolger TOS-1A, TOS-2 und TOS-3 können verschiedene Raketentypen verschießen:
- MO.1.01.04: Länge 3,3 m, Gewicht 173 kg. Mit thermobarer Wirkladung. Dieses besteht aus Hexogen, Isopropylnitrat sowie Aluminium- und Magnesiumpulver. Die minimale Schussdistanz liegt bei 400 m und die maximale Bekämpfungsreichweite bei rund 2,8 km.<ref name=" weaponsystems1">Weaponsystems.net: TOS-1 Buratino</ref><ref name="russian-mun">Nikolay Svertilov: Russia’s Arms and Technologies. The XXI Century Encyclopedia. Vol. 12 - Ordnance and Munitions. A & T Publishing House / Oruzhie i tekhnologii, 2006, S. 155.</ref><ref name="army-technology">Army-technology.com: TOS-1A Solntsepek Rocket Launch System</ref>
- MO.1.01.04D: Länge 3,3 m. Mit Nebel-Gefechtskopf mit einer Füllung aus Rotem Phosphor und Passivierungsmitteln. Bei der Zündung erzeugt die Rakete eine dichte Rauchwand aus künstlichem Nebel. Die minimale Schussdistanz liegt bei 400 m und die maximale bei rund 3,5 km.<ref name=" weaponsystems1" />
- MO.1.01.04OP: Länge 3,3 m, Gewicht 186 kg. Mit einem Brandgefechtskopf mit einer Füllung aus Napalm oder Triethylaluminium. Die minimale Schussdistanz liegt bei 400 m und die maximale bei rund 3,5 km.<ref name="russian-rockets" />
- MO.1.01.04M: Länge 3,7 m, Gewicht 217 kg, Brennschlussgeschwindigkeit 375 m/s. Seit 2015 Einsatzbereit. Mit thermobarer Wirkladung. Dieses besteht aus Hexogen, Aluminiumpulver, Ammoniumperchlorat und einem Bindemittel. Die minimale Schussdistanz liegt bei 600 m und die maximale Bekämpfungsreichweite bei rund 6 km.<ref name="m1m">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: deagel.com (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name=" weaponsystems2">Weaponsystems.net: TOS-1A Solntsepyok</ref>
- MO.1.01.04M.OP: Länge 3,7 m, Gewicht 204 kg, Brennschlussgeschwindigkeit 375 m/s. Seit Anfang der 2000er-Jahre Einsatzbereit. Mit einem Brandgefechtskopf mit einer Füllung aus Napalm oder Triethylaluminium. Die minimale Schussdistanz liegt bei 600 m und die maximale Bekämpfungsreichweite bei rund 6,7 km.<ref name="russian-rockets" />
- MO.1.01.04M2: Seit 2020 Einsatzbereit. Mit thermobarer Wirkladung. Die minimale Schussdistanz liegt bei 1,6 km und die maximale bei 10–12 km.<ref name="m1m4">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: deagel.com (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
- MO.1.01.04M3: Dieser Raketentyp wurde erstmals 2024 im Zusammenhang mit dem TOS-3 „Drakon“ erwähnt. Auch hier wird eine thermobare Wirkladung verwendet. Die maximale Schussdistanz soll bei rund 20 km liegen.
Varianten[Bearbeiten]
TOS-1 „Buratino“[Bearbeiten]
Die Ursprungsversion TOS-1 „Buratino“ wurde 1980 bei der Sowjetarmee eingeführt. Basierte auf dem Fahrgestell des T-72. Er verwendete einen Werferbehälter für 30 MO.1.01.04-Raketen mit einer maximalen Schussdistanz von 2,8–3,5 km. Vom TOS-1 wurden nur etwa 25 Stück hergestellt.<ref name="bulletpicker" /><ref name=" weaponsystems1" />
TOS-1A „Solnzepjok“[Bearbeiten]
Im Jahr 2001 wurde die Version TOS-1A „Solnzepjok“ (Sonnenhitze) bei den Streitkräften Russlands eingeführt. Das auf der Wanne des T-90 aufgebaute Werferfahrzeug trägt die Bezeichnung BM-1 (Objekt 634B). Das Werferfahrzeug hat einen elektrisch gerichteten Werferbehälter für 24 Raketen. Weiter existiert unter der Bezeichnung TSM-T ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ein Versorgungs- und Nachladefahrzeug (Objekt 563). Die verbesserten MO.1.01.04M-Raketen haben eine maximale Schussdistanz von 6–6,7 km. Die seit 2020 verwendeten MO.1.01.04M2-Raketen haben eine maximale Schussdistanz von 10–12 km.<ref name=" weaponsystems2" /><ref name="military-today tos1a">Military-today.com: TOS-1A Heavy Flamethrower System (Archivlink)</ref><ref name="APA">Russia to deliver another batch of TOS-1A heavy flamethrowers to Azerbaijan in the near future. In: en.apa.az. APA, 26. Mai 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Oktober 2015; abgerufen am 6. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Christopher F. Foss: Russia develops improved-range 220 mm rocket for TOS-1A system. In: Janes.com. IHS Jane’s 360, 6. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Dezember 2016; abgerufen am 6. Dezember 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
TOS-2 „Tosotschka“[Bearbeiten]
Im Jahr 2020 wurde die Ausführung TOS-2 „Tosotschka“ vorgestellt. Der Mehrfachraketenwerfer ist auf einem 6×6-Lkw vom Typ Ural-63706-0120 installiert. Das Fahrzeug hat eine Besatzung von 3 Mann und einen Werferrahmen mit 18 Raketen. Verwendet werden die MO.1.01.04M- und MO.1.01.04M2-Raketen mit einer maximalen Schussdistanz von 10–12 km.<ref>Armyrecognition.com: Russian army unveils new TOS-2 Tosochka Flamethrower Rocket Launcher vehicle at Victory Day 2020 parade</ref><ref name="topwar1">Topwar.ru: Боевое применение ТОС-2 «Тосочка»: впервые в кадре</ref>
TOS-3 „Drakon“[Bearbeiten]
Die Ausführung TOS-3 „Drakon“ wurde im Jahr 2025 vorgestellt. Verwendet wird die Wanne des T-72, T-80, T-90 oder T-14. Das Fahrzeug verwendet einen neuen Werferrahmen an dem eine Käfigpanzerung angebracht werden kann. Der Werferrahmen kann 15 Raketen der Typen MO.1.01.04M, MO.1.01.04M2 oder MO.1.01.04M3 aufnehmen. Letztere soll einen maximale Schussdistanz von rund 20 km haben.<ref>Twz.com: Russia’s New TOS-3 ‘Dragon’ Thermobaric Rocket Launcher Breaks Cover</ref><ref>Topwar.ru: Heavy flamethrower system TOS-3 "Dragon" on the eve of testing</ref><ref>Voennoedelo.com: Russia Deploys TOS-3 “Drakon” Thermobaric System in Ukraine</ref><ref>Dzen.ru: В Сети показали кадры с ТОС-3 "Дракон"</ref><ref>Eurasiantimes.com: Saudi Eyes Russian TOS-1A Heavy Flamethrowers That Wreaked Ukraine; New TOS-3 ‘Dragon’ Variant In Pipeline – Reports</ref>
Funktion & Einsatz[Bearbeiten]
Der TOS-1 wird zum Beschuss von Stellungen, Feldbefestigungen, Bunkern, Gebäudestrukturen, Panzerfahrzeugen sowie brennbarem Material verwendet. Der Einsatz kann z. B. im Rahmen der Feuerunterstützung oder um das Durchbrechen feindlicher Linien vorzubereiten erfolgen. Durch die große Flächen- und Druckwirkung eignet sich das System auch zum Räumen von großen Minenfeldern. Ursprünglich wurden nur die Chemietruppen der Sowjetarmee, welche traditionell für Brandwaffen zuständig waren, mit dem TOS-1 ausgerüstet. In den Streitkräften Russlands gehören die TOS-1A zu den ABC-Abwehrtruppen Russlands. Jeder ABC-Schutzbrigade ist eine Abteilung mit 3 TOS-1A-Batterien zugeteilt. Eine solche Batterie verfügt über 3-4 TOS-1A-Mehrfachraketenwerfer. Seit den 2010er-Jahren befindet sich der TOS-1A auch in anderen Teilstreitkräften der Streitkräfte Russlands.<ref name="rusi">Rusi.org: The Future of Fires (PDF; 1,5 MB)</ref><ref>Wikimedia.org: Headquarters, Department of the Army – ATP 7-100.1: Russian Tactics (PDF; 22 MB)</ref><ref name="jmvh">Jmvh.org: Aspects of thermobaric weaponry (PDF; 0,8 MB)</ref>
Um den TOS-1A feuerbereit zu machen, werden in einer vorgängig eingemessenen Feuerstellung rund 3 Minuten benötigt. Für den Abschuss der Raketen muss die Besatzung das Panzerfahrzeug nicht verlassen. Nach Beendigung des Feuerauftrages kann der TOS-1A innerhalb von rund 30 Sekunden die Stellung wieder verlassen. Die Raketen werden einzeln, paarweise oder in einem Zeitintervall von 0,25 Sekunden abgefeuert. So können innerhalb von 6 Sekunden alle 24 Raketen abgefeuert werden. Im praktischen Einsatz wird aber eine Feuerfolge von 15 Sekunden für alle 24 Raketen angewendet. Eine Salve eines TOS-1A-Werferfahrzeuges mit 24 Raketen bestreicht eine ovale Fläche von 95 × 135 m (rund 40.000 m²). Eine Batterie mit 4 TOS-1A deckt mit insgesamt 96 Raketen eine Zielfläche von rund 160 Hektaren ein. Dabei wird durch die schnelle Feuerfolge eine sehr hohe Belegungsdichte im Zielgebiet erreicht. Bei der Detonation der thermobaren Gefechtsköpfe entsteht ein großer Feuerball mit einer großen Thermische Energie. Die langanhaltende Detonationswelle und der darauffolgende Unterdruck fügt lebenden Zielen schwere inneren Schäden, Verbrennungen und Barotraumata zu. Nach dem Abfeuern der Raketen wird der leere Werferrahmen von einem TSM-T-Versorgungsfahrzeug nachgeladen. Dies dauert rund 18 Minuten. Zur Not kann der leergeschossenen Werferrahmen auch von Hand mit neuen Raketen beladen werden.<ref name="russian-rockets" /><ref name="lact">Lact.ru: Тяжёлая огнемётная систе́ма ТОС-1А (PDF; 2,4 MB)</ref><ref name="springer">Springer.com: Bombs, Mines, Blast, Fragmentation, and Thermobaric Mechanisms of Injury (PDF; 1,7 MB)</ref><ref>The inner workings of Russia’s thermobaric weapons. In: army-technology.com. Army Technology, abgerufen am 17. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="sciencedirect">Sciencedirect.com: Unique aspects of trauma due to thermobaric artillery weapon systems (specifically the Russian TOS-1A) during the war in Ukraine</ref>
Kriegseinsätze[Bearbeiten]
Afghanistan[Bearbeiten]
Zwei TOS-1 wurden von 1988 bis 1989 im Krieg in Afghanistan (1979–1989) eingesetzt. Dort wurden sie im Rahmen der „Operation Taifun“ im Tscharikar-Tal sowie im Pandschschir-Tal gegen die Mudschaheddin eingesetzt.<ref name="otvaga2004.ru" /><ref name="bulletpicker" /><ref>Gazeta.ru: Минобороны получило ТОС-1А «Солнцепек». На что он способен</ref>
Tschetschenien[Bearbeiten]
Im Zweiten Tschetschenienkrieg wurde der TOS-1 zum Räumen großer Minenfelder eingesetzt sowie im Kampf um Grosny, wodurch Teile der Hauptstadt verwüstet wurden.<ref name="bulletpicker" /><ref name="army-guide">army-guide.com, abgerufen am 5. August 2014.</ref><ref>Mark Episkopos: Russia's Military Has a Super Weapon: Meet the Father of All Bombs. 2. Juni 2021, abgerufen am 5. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Irak[Bearbeiten]
2014/2015 exportierte Russland den TOS-1A in den Irak. Irakische Soldaten wurden während drei Monaten ausgebildet, um den TOS-1A bedienen zu können. Danach wurde der Raketenwerfer im Kampf mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) verwendet.<ref name="rusi" /><ref name="spiegel" /> Weiter wurde der Raketenwerfer 2016/2017 bei der Schlacht um Mossul gegen IS-Stellungen eingesetzt.<ref>Loveday Morris: Iraq has never seen this kind of fighting in its battles with ISIS. Washington Post vom 11. November 2016.</ref>
Syrien[Bearbeiten]
Der International Business Times zufolge, die sich auf Fotos auf Twitter bezieht, wurde ein TOS-1A im Oktober 2015 in Syrien beobachtet.<ref name="dailymail">Russia prepares to rain down hellfire on ISIS: Putin's forces deploy 'Blazing Sun' heavy flamethrower missile launcher to Syria – dailymail.co.uk, abgerufen am 20. Oktober 2015.</ref><ref name="ibtimes">Endgame Isis: Syria deploys Russian 'Blazing Sun' to incinerate Islamic State terrorists. – ibtimes.co.in, abgerufen am 20. Oktober 2015.</ref> Nach Angaben der Sunday Times soll ein TOS-1A am 25. September 2016 auch in Aleppo eingesetzt worden sein.<ref>UNO-Sicherheitsrat – Wortgefechte statt Waffenruhe in Aleppo. www.haz.de, 28. September 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2018; abgerufen am 19. Januar 2018 (Alle Quellen beziehen sich auf den Artikel der Sunday Times.). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Bergkarabachkonflikt 2020[Bearbeiten]
Während dem Krieg um Bergkarabach 2020 setzten sowohl Aserbaidschan wie auch Armenien den TOS-1A gegen Ziele in Bergkarabach ein.
Russischer Überfall auf die Ukraine 2022[Bearbeiten]
Die OSZE stellte am 25. September 2015 ein TOS-1A auf einem Übungsplatz 31 km südwestlich von Luhansk im Besitz pro-russischer Separatisten fest.<ref>Latest from OSCE Special Monitoring Mission (SMM) to Ukraine based on information received as of 27 September 2015. In: osce.org. OSCE, abgerufen am 6. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Beim russischen Überfall auf die Ukraine 2022 wurden TOS-1A im russischen Grenzgebiet zur Ukraine nahe Belgorod gesichtet. Zeugen berichteten von einer massiven Explosion in der Oblast Tscherkassy in der Ukraine, welche in der Nacht des 27. Februars 2022 von einem TOS-1A-System ausgegangen sein soll. Westliche Nachrichtendienste zweifeln zunächst daran, dass die Ursache eine Rakete des TOS-1A bzw. eine andere thermobare Waffe war. Im weiteren Kriegsverlauf setzten die Streitkräfte Russlands wiederholt TOS-1A und TOS-2 ein. Die Mehrfachraketenwerfer werden für den Beschuss von Stellungen oder Gebäuden genutzt. Angesichts der Bedrohungen durch FPV-Drohnen wurden TOS-1A-Systeme mit Käfigpanzerung ausgestattet.<ref>Setzt Russland in der Ukraine Vakuumbomben ein?</ref><ref>office_zzam: Russia Boosts Production of Destructive Rocket Launcher TOS-1A by 250%. 20. April 2024, abgerufen am 5. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bis zum Januar 2026 gelang es den ukrainischen Streitkräften, mindestens 25 TOS-1A zu zerstören und weitere 3 zu erbeuten, wozu noch 5 zerstörte und 4 erbeutete TSM-T-Versorgungsfahrzeuge kommen.<ref name="oryxspioenkop">Attack On Europe: Documenting Equipment Losses During The 2022 Russian Invasion Of Ukraine. In: oryxspioenkop.com. Abgerufen am 6. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nutzerstaaten[Bearbeiten]
- Datei:Flag of Algeria.svg Algerien – 18 TOS-1A<ref name="MB2026">The International Institute for Strategic Studies (IISS): "The Military Balance 2026." 2026, ISBN 978-1-04-131424-0.</ref><ref name="janes5">Jeremy Binnie: Algeria unveils Tos-1A. In: Janes.com. IHS Jane's Defence Weekly, 14. Mai 2018, abgerufen am 12. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Armenien – unbekannte Anzahl TOS-1A<ref name="janes5" />
Aserbaidschan – 18 TOS-1A<ref name="MB2026" />
Irak – 6 TOS-1A<ref name="MB2026" /><ref name="spiegel">Russland und Irak schließen Rüstungsdeal über TOS-1-Raketenwerfer. In: spiegel.de. 30. Juli 2014, abgerufen am 6. Oktober 2015.</ref>
Kasachstan: – 4 TOS-1A<ref name="MB2026" /><ref name="APA" />
Russland – mindestens 53 TOS-1A, TOS-2 und TOS-3<ref name="MB2026" /><ref>Владимир Тучков: Разгром ИГИЛ: «Солнцепек» принес пользы гораздо больше, чем «Абрамсы». svpressa.ru, 14. Dezember 2017, abgerufen am 23. Dezember 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), u. a. mindestens 20 TOS-1A Einheiten befinden sich im Dienst des Heeres).</ref><ref>На вооружение войск ЦВО поступил ротный комплект тяжелых огнеметных систем «Солнцепек». structure.mil.ru, 13. Februar 2018, abgerufen am 16. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), u. a. 3 TOS-1A wurden in Dienst gestellt).</ref>
Saudi-Arabien – 10 TOS-1A<ref name="janes22">Jeremy Binnie: Saudi Arabia takes delivery of TOS-1A MRLs. In: janes.com. Jane's Defence Weekly, 10. April 2019, abgerufen am 14. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>- Datei:Flag of Tajikistan.svg Tadschikistan – unbekannte Anzahl TOS-1A<ref name="MB2026" />
Ukraine – mindestens 3 TOS-1A im Zuge des Russisch-Ukrainischen Krieges erbeutet<ref name="thetimes">George Grylls: Ukrainian forces use Russians’ ‘blazing sun’ thermobaric weapon against them. In: The Times. thetimes.co.uk, 6. April 2022, abgerufen am 8. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Onyx">Attack On Europe: Documenting Equipment Losses During The 2022 Russian Invasion Of Ukraine. In: Oryx. oryxspioenkop.com, 24. Februar 2022, abgerufen am 15. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Galerie[Bearbeiten]
-
TOS-1A bei einer Übung, 2020
-
TOS-1A bei der Paradeprobe in Moskau, 2010
-
Algerischer TOS-1A, 2026
-
Kasachischer TOS-1A, 2015
Literatur[Bearbeiten]
- Christopher F. Foss: Jane’s Armour and Artillery 2011–2012. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2011, ISBN 978-0-7106-2960-9.
- Nikolay Spasskiy: Russia's Arms & Technologies The XXI Century Encyclopedia Vol. 12 - Ordnance and Munitions. A & T Publishing House / Oruzhie i tekhnologii, Russland, 2006, ISBN 978-5-93799-023-5.
- Nikolay Svertilov: Russia’s Arms and Technologies. The XXI Century Encyclopedia. Vol. 2 - Rocket and Artillery Armament of Ground Forces. A & T Publishing House / Oruzhie i tekhnologii, Russland, 2001, ISBN 5-93799-002-1.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- TOS-1 Buratino bei tank-afv.com (englisch)
- Military Equipment Russian-Ukrainian Conflict - Episode 1: Russian TOS-1A Thermobaric Rocket Launcher bei armyrecognition.com (englisch)
- * Don’t Look: 10 Images of Russia’s TOS-1 (A Thermobaric Rocket Launcher) bei 19fortyfive.com (englisch)
- По «Солнцепеку» — в каждую армию bei iz.ru (russisch)
Vorlage:Navigationsleiste Artillerie der Sowjetunion und Russlands nach 1945