Teppich Kibek
| Teppich-Kibek GmbH
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|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Kibek Logo.svg | |
| Rechtsform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| Gründung | 1947 |
| Sitz | Elmshorn, |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 474 (Jahresdurchschnitt 2024)<ref name="JA-24">Bundesanzeiger: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024, abgerufen am 4. August 2026.</ref> |
| Umsatz | 112,8 Mio. Euro (2024)<ref name="JA-24" /> |
| Branche | Einzelhandel |
| Website | www.kibek.de |
Die Teppich-Kibek GmbH ist ein familien- und inhabergeführtes deutsches Einzelhandelsunternehmen in dritter Generation mit Sitz in Elmshorn, das auf die Herstellung und den Handel mit Teppichen, Teppichböden, Bodenbelägen, Haus- und Heimtextilien, Leuchten sowie Wohnaccessoires spezialisiert ist. Das Sortiment besteht nahezu ausschließlich aus der Eigenmarke Kibek. Das Unternehmen betreibt 16 Filialen im Bundesgebiet und einen Onlineshop.
Geschichte[Bearbeiten]
Vorgeschichte[Bearbeiten]
Die unternehmerischen Wurzeln reichen bis zu einem 1896 von Otto Sachau gegründeten Malerbetrieb in Elmshorn zurück.<ref name="HA-85">Neuer Start in Elmshorn. In: Hamburger Abendblatt, 3. Oktober 1985.</ref> Sein Sohn Walter Sachau, der nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst einen Versandhandel für Kinderbekleidung betrieb, schuf den Namen „Kibek“; das Akronym bezog sich auf den Begriff „Kinderbekleidung“.<ref>Wie Teppich-Kibek zum Namen kam. In: Mitteldeutsche Zeitung, 3. Dezember 1993, Seite 28.</ref> Die Teppich-Kibek GmbH wurde am 6. Mai 1947 im Handelsregister des Amtsgerichts Schenefeld eingetragen.<ref>Datenbank Creditreform, Unternehmensinfo Kompakt zur Teppich-Kibek GmbH, Stand: 3. August 2026.</ref>
1951 bis 1999[Bearbeiten]
Nachdem Walter Sachau 1951 seine geschäftlichen Aktivitäten vom Kinderbekleidungshandel auf den Handel mit Teppichen verlagert hatte, entwickelte sich Kibek in den 1950er Jahren zu einem großen Teppich-Versandhändler.<ref name="50-J-Abend">Klaus-Christian Schulze-Schlichtegroll: Kibek: 50 Jahre Teppiche für jeden Geschmack. In: Hamburger Abendblatt, 21. März 2001, S. 16.</ref> Seit 1959 nutzte das Unternehmen ein neu errichtetes Hochhaus, das in Elmshorn stadtbildprägend wurde.<ref>Kibek-Quartier. In: stadtumbau.elmshorn.de. Stadt Elmshorn, abgerufen am 5. August 2026.</ref> Im Jahr darauf wurde die erste stationäre Außenstelle in West-Berlin am Bahnhof Zoo eröffnet.<ref name="Bmopo-50">Teppich Kibek feiert 50-jähriges Jubiläum. In: Berliner Morgenpost, 19. März 2001, S. 26.</ref>
Nach dem Tod Walter Sachaus im Jahr 1963 übernahm seine Ehefrau Elfie Sachau die Geschäftsführung<ref name="HA-85" /> und baute neben dem Versandhandel die ersten stationären Teppichhäuser auf.<ref name="Welt-01">Peter Michael Wolf: Teppichhandel an 15 Standorten präsent. Jubiläumsverkauf mit Rabatten. 50 Jahre Kibek in Elmshorn. In: Die Welt. 17. März 2001, abgerufen am 5. August 2026.</ref> 1978 trat Frank Sachau in die Geschäftsführung des Unternehmens ein und veränderte die Strategie: Die damals überwiegend in Innenstädten gelegenen Filialen wurden schrittweise durch großflächige Fachmärkte an verkehrsgünstigen Standorten auf der „grünen Wiese“ ersetzt.<ref name="50-J-Abend" />
Im Jahr 1988 eröffnete Kibek in Weinheim eine neue Filiale und erzielte einen Umsatz von rund 100 Millionen DM (1987).<ref name="HB-1988">Teppich-Kibek expandiert. In: Handelsblatt, 20. Oktober 1988, S. 25.</ref> Anfang der 1990er Jahre kündigte das Unternehmen die Expansion in die neuen Bundesländer an; damals beschäftigte Kibek mehr als 700 Mitarbeiter in 14 Filialen.<ref>Teppich-Kibek ab 1992 auch in Ostdeutschland. In: Handelsblatt, Nr. 216, 8. November 1991, S. 22.</ref>
1999 wurde der Internet-Shop Kibek.de de live geschaltet. Seit diesem Zeitpunkt konnten Produkte von Kibek auch online erworben werden.<ref>Referenzen. In: opus-g.com. Objektorientierte Programmierung und Systemtechnik GmbH, abgerufen am 5. August 2026.</ref>
Seit 2000[Bearbeiten]
2001, 50 Jahre nach Aufnahme des Teppichhandels, war das Unternehmen an 15 Standorten mit mehr als 600 Mitarbeitern bundesweit präsent.<ref name="Welt-01" />
2006 bezog das Stammhaus in Elmshorn ein neu errichtetes Gebäude im Industriegebiet Süd, das vom Unternehmen als „größtes Teppichhaus der Welt“ bezeichnet wird und eine Verkaufsfläche von rund 20.000 Quadratmetern aufweist.<ref name="Fuchs">Burkhard Fuchs: Elmshorn: Die neue Kibek-Zentrale wurde gestern eröffnet. Ansturm auf den Teppich-Giganten. In: Hamburger Abendblatt, 17. März 2006, S. 1.</ref> Das vormalige Kibek-Lager in den historischen „Knechtschen Hallen“ im Elmshorner Stadtzentrum, das Kibek seit 1959 genutzt hatte, steht seitdem leer.<ref>In dieser Ruine soll Elmshorn hip werden. In: Hamburger Morgenpost, 13. Oktober 2020, S. 16.</ref>
Mit Lisa Sachau trat 2020 die dritte Generation der Familie in die Geschäftsführung des Unternehmens ein.<ref>Handelsregister-Bekanntmachung der Teppich-Kibek GmbH (Bundesanzeiger, 12. März 2020).</ref>
Im Sommer 2024 erlitt die Filiale in Hanau infolge eines Starkregenereignisses einen schweren Wasserschaden, der den Geschäftsbetrieb bis März 2025 unterbrach.<ref name="JA-24" /> Die Wiedereröffnung erfolgte mit einem neuen Ladenkonzept, das 2025 auch im Stammhaus Elmshorn eingeführt wurde.<ref>Christian Brameshuber: Teppichhaus Kibek investiert in den Standort Elmshorn. In: Barmstedter Zeitung, 16. September 2025, S. 18.</ref> Das Konzept wird in den kommenden Jahren in allen Filialen umgesetzt.<ref name="MöMa25">Julia Peters: Spot on. Teppiche im neuen Licht. In: Möbelmarkt 04/2025, S. 26 f.</ref>
Sortiment[Bearbeiten]
Teppich Kibek vertreibt Teppiche, Teppichböden, Hartbodenbeläge, Haus- und Heimtextilien, Leuchten sowie Wohnaccessoires. Der Verkauf erfolgt über das stationäre Filialnetz, einen Online- und Versandhandel sowie ein Objektgeschäft (Angebote für Hotels, Büros, Ausstellungsflächen, öffentliche Einrichtungen etc.).<ref name="JA-24" /> Das Unternehmen beschafft seine Waren direkt in den Herstellungsländern weltweit; fast das gesamte Sortiment wird selbst entwickelt, designt und ist unter der Marke Kibek geführt.<ref>Wir über uns. In: kibek.de. Abgerufen am 5. August 2026.</ref>
Standorte[Bearbeiten]
Die Kibek-Gruppe betreibt bundesweit 16 Filialen, von denen vier (Weinheim, Taufkirchen, Berlin-Spandau und Berlin-Waltersdorf) in eigenständigen Rechtsformen geführt werden.<ref name="JA-24" />
| Standort | Eröffnung | Verkaufsfläche (ca.) | Belege |
|---|---|---|---|
| Berlin-Spandau | 1997 | 12.500 m² | <ref>Teppich-Kibek. Neues Haus in Berlin-Spandau. In: Textilwirtschaft, Nr. 16, 17.04.1997, S. 64.</ref> |
| Berlin-Waltersdorf | 1993 | 10.000 m² | <ref>Teppich Kibek: In Waltersdorf die 13. Filiale eröffnet. Mit 10000 m² der Größte im Osten. In: Textilwirtschaft, Nr. 34, 26.08.1993, S. 40.</ref> |
| Bremen/Stuhr | 2008 | 14.500 m² | <ref>Teppich-Kibek zieht um. In: Immobilien Zeitung, Nr. 39–40, 02.10.2008, S. 80.</ref> |
| Elmshorn (Stammsitz) | 2006 | 20.000 m² | <ref name="Fuchs" /> |
| Flensburg | 1997 | 3.000 m² | <ref>Teppich Kibek. Umzug in den Förde Park. In: Textilwirtschaft, 21.01.1997, S. 201.</ref> |
| Fürth | 2013 | 10.000 m² | <ref>Volker Dittmar: Möbelhaus nimmt letzte Hürden. Enteignungsverfahren für Areal im Bereich des neuen Autobahnanschlusses. In: Nürnberger Nachrichten, 15.03.2013, S. 41.</ref> |
| Hanau | 1996 | 9.000 m² | <ref>Teppich-Kibek. 15. Filiale eröffnet im September in Hanau. In: Textilwirtschaft Nr. 31, 01.08.1996 S. 228.</ref><ref name="MöMa25" /> |
| Hannover/Garbsen | 2005 | 10.500 m² | <ref>Das Kibek-Haus Garbsen feiert den 20. – Jubiläumsjahr beginnt. In: kibek.de. 18. Februar 2025, abgerufen am 5. August 2026 (Pressemeldung des Unternehmens).</ref> |
| Hasbergen | 2017 | 10.000 m² | <ref>Sebastian Philipp: Viel los bei der neuen Kibek-Filiale in Hasbergen. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 29. Dezember 2017, abgerufen am 5. August 2026.</ref><ref>Jakob Patzke: Hasberger Teppich Kibek-Filiale öffnet wieder auf 10.000 Quadratmetern. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 13. Mai 2020, abgerufen am 5. August 2026.</ref> |
| Kassel | 1969 | 2.000 m² | <ref>Axel Schwarz: Kibek seit 50 Jahren in Kassel: Größerer Standort wird gesucht. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 12. Februar 2019, abgerufen am 5. August 2026.</ref> |
| Ludwigshafen-Oggersheim | 2000 | 7.000 m² | <ref name="Bmopo-50" /><ref>Das Kibek-Haus Ludwigshafen wird 25 Jahre alt – Jubiläumsjahr beginnt. In: kibek.de. 18. Februar 2025, abgerufen am 5. August 2026 (Pressemeldung des Unternehmens).</ref> |
| Recklinghausen | 2006 | 10.000 m² | <ref>Ortloh-Verträge unter Dach und Fach. In: Recklinghauser Wirtschaft im Blick (per Yumpu). 2005, S. 6, abgerufen am 5. August 2026.</ref><ref>Das „größte Teppichhaus der Welt“. Kibek eröffnet ein neues Geschäft am Stammsitz in Elmshorn. In: Textilwirtschaft, Nr. 11, 16.03.2006, S. 31.</ref> |
| Senden-Bösensell | 1997 | 5.500 m² | <ref name="HeimtexOrient">„Teppiche werden gebraucht“. In: Heimtex Orient. Nr. 02, 2006 (online).</ref> |
| Taufkirchen | 1994 | 10.000 m² | <ref>Teppich-Kibek. Neues Geschäft in Taufkirchen. In: Textilwirtschaft Nr. 46, 17.11.1994, S. 26.</ref> |
| Weinheim | 1988 | 7.500 m² | <ref name="HB-1988" /><ref name="HeimtexOrient" /> |
| Wiedemar | 1993 | 7.700 m² | <ref>Teppich-Kibek. Größte Filiale in Leipzig eröffnet. In: Textilwirtschaft Nr. 43, 28.10.1993, S. 24.</ref> |
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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