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Theodor Rogge

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Datei:Theodor Rogge - Selbstbildnis (1920).jpg
Selbstbildnis Theodor Rogges, 1920, Neue Nationalgalerie, Berlin

Theodor Franz Emil Rogge<ref name="Taufe" /> (* 21. Januar 1854 in Rostock; † 26. Mai 1933 in Berlin-Buch<ref name="STA_B" />) war ein deutscher Architekt, Bildnis- und Landschaftsmaler sowie Kunstlehrer.

Leben[Bearbeiten]

Theodor Rogge war der zweite von drei Söhnen des gleichnamigen Kanzlisten am Oberlandesgericht Theodor (Friedrich Christian Bernhard) Rogge (1819–1899) und dessen Frau (Johanna Dorothea Sophia) Doris Rogge, geb. Paegelow (1823–1894).<ref name="Taufe" /> Sein älterer Bruder war der Gewerbeschullehrer Wilhelm Rogge (1851–1882). Ab Oktober 1871 studierte Rogge am Polytechnikum München und an der Münchner Kunstakademie, hier zunächst in der Antikenklasse.<ref name="AdBK" /> 1874 absolvierte er in Rostock seinen Wehrdienst als Einjährig-Freiwilliger, während dieser Zeit gab er dem jungen Franz Bunke, später Professor an der Weimarer Kunstakademie, Zeichenunterricht. Anfang der 1880er Jahre war er als Lehrer an der Königlichen Industrieschule Augsburg tätig. Später nahm er seinen Wohnsitz in Berlin-Friedenau im Haus Sponholzstraße 45. Neben seiner Arbeit als Maler lieferte er eine Reihe von Aufsätzen zu Architektur mit Themen wie „Die Renaissance in Augsburg“ und „Rostocks Profanbauten im Mittelalter“. Diese veröffentlichte er, mit eigenhändigen Zeichnungen versehen, in verschiedenen einschlägigen Zeitschriften, ebenso zeichnete er für illustrierte Unterhaltungsblätter wie Über Land und Meer und die Leipziger Illustrirte Zeitung.

1889 wurde Rogge als Lehrer an die Kunstgewerbeschule in Lissabon berufen und 1891 ebenda zum Professor ernannt. Eine Anzahl in Spanien und Portugal entstandener Aquarelle befand sich im Besitz des Großherzoglichen Museums in Weimar. Er war ab 1893 Mitglied der Allgemeinen Deutschen Künstlergenossenschaft.

Theodor Rogge heiratete am 22. Juli 1897 in Berlin Maria Clara Helene Feder, geb. Schubert (1853–1915), die Witwe des Berliner Polizeirats Bruno Feder.<ref name="STA_B1" /> Clara (Cläre) Schubert-Feder hatte in Zürich und Wien studiert und zur Dr. phil. promoviert, war Dozentin an der Humboldt-Akademie und Schriftstellerin.<ref name="Pataky" /> Die Ehe wurde nach vier Jahren am 29. Oktober 1901 geschieden.<ref name="STA_B1" /> Ebenfalls in Berlin heiratete Rogge in zweiter Ehe am 19. September 1913 die Witwe Klara Marie Henriette Postler, geb. Martzahn (1852–1921).<ref name="STA_B2" />

Nach dem Ersten Weltkrieg verlieren sich die Spuren Theodor Rogges, die letzten Hinweise sind ein mehrseitiger Artikel in Westermanns Monatsheften aus dem Jahr 1921, der Reisebericht „Bilder aus Portugal“, sowie der Eintrag im Berliner Adressbuch für 1924.<ref name="Adr_B" /> Er wohnte zuletzt in den Heilanstalten in Berlin-Buch, wo er 1933 als Witwer mit 79 Jahren im Städtischen Ludwig-Hoffmann-Hospital verstarb.<ref name="STA_B" />

Werk (Auswahl)[Bearbeiten]

Datei:Theodor Rogge - Album von Rostock und Warnemünde - Titelblatt des Begleittextes, 1884.jpg
Album von Rostock und Warnemünde Titel des Begleittextes
Datei:Theodor Rogge Im Waldlokal.jpg
Im Waldlokal

Gemälde und Grafiken[Bearbeiten]

  • Album von Rostock und Warnemünde. 20 Bilder in Lichtdruck. (gezeichnet und mit erläuterndem Text versehen von Theodor Rogge, Maler und Architekt)
    Verlag der Hinstorff’schen Hofbuchhandlung, Wismar 1884, Lichtdruck von A. Naumann & Schröder, Leipzig.<ref>Alte Warnemünderin. Aus Rogge, Rostock und Warnemünde. In: Kunstchronik. Jahrgang 20, Heft 8, 4. Dezember 1884, S. 138/142; (Digitalisat: Uni Heidelberg).</ref>
  • Album von Warnemünde. 11 Bilder. (Reprint der Ausgabe von 1884) Altstadt-Verlag, Rostock 1998, ISBN 3-930845-37-7.
  • Im Waldlokal (1916), Öl auf Leinwand, 61 × 50 cm
  • Rostock, Kröpeliner Tor, Öl auf Leinwand, 36 × 47 cm
  • Cordoba, Öl auf Leinwand, 63 × 45 cm
  • Klosterhof, Öl auf Leinwand, 54 × 41 cm
  • Sorrento, Capo di Monte, Gouache, 44 × 63 cm
  • Granada, Öl auf Tafel, 43 × 31 cm
  • Bay von Biskaya – Abendwolken, Gouache, 37,5 × 45 cm
  • Deutsches Vollschiff, Öl auf Leinwand, 36 × 42,5 cm
  • Selbstbildnis (1920), Öl auf Leinwand, 41,5 × 32 cm, Neue Nationalgalerie, Berlin, Inventar-Nr. A III 651

Schriften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Theodor Rogge – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Die Angaben aus Standesämtern und Kirchenbüchern erfolgten über Abfragen bei Ancestry.com. <references responsive> <ref name="STA_B">Eintrag im Sterberegister, Standesamt Berlin-Buch, Nr. 699 C/1933.</ref> <ref name="Taufe">Eintrag im Taufregister, Jakobikirche Rostock, Nr. 54/1854.</ref> <ref name="AdBK">Immatrikulation von Theodor Rogge, Matrikelbuch 1871. Akademie der Bildenden Künste München;</ref> <ref name="STA_B1">Eintrag im Heiratsregister, Standesamt Berlin IVb, Nr. 604 B/1897 – „die verwitwete Frau Polizeirat Feder, Maria Clara Helene geb. Schubert, Doktor phil., geboren den 10. März 1853 zu Schönau Kreis Liegnitz, wohnhaft zu Berlin, Gneisenaustr. 30.“ – Zu deren Tod, Eintrag im Sterberegister, Standesamt Berlin III, Nr. 141 C/1915.</ref> <ref name="STA_B2">Eintrag im Heiratsregister, Standesamt Berlin Xa, Nr. 707 B/1913. – Zu deren Tod, Eintrag im Sterberegister, Standesamt Berlin IX, Nr. 618 C/1921.</ref> <ref name="Pataky">Schubert-Feder, Cläre. In: Sophie Pataky (Hrsg.): Lexikon deutscher Frauen der Feder. Band 2. Verlag Carl Pataky, Berlin 1898, S. 276 f. (literature.at).</ref> <ref name="Adr_B">Rogge, Theodor. In: Berliner Adreßbuch, 1924, Teil 1, S. 2485. „Maler, N37, Saarbrücker Straße 12 I“ (1920: Prof., Kunstmal.).</ref> </references>

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