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Toni Valeruz

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Tone Valeruz, besser bekannt als Toni Valeruz (* 28. Januar 1951 in Alba, Italien), ist ein italienischer Bergsteiger, Extremskifahrer und Bergführer. Mit über 50 Erstbefahrungen innerhalb und außerhalb der Alpen ist er einer der bedeutendsten Steilwandskifahrer seiner Generation.<ref name="Corriere15082004">Francoi Brevini: Marmolada, signora delle nuvole Sulle tracce della città di ghiaccio. Corriere della Sera, 15. August 2004, abgerufen am 2. September 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben[Bearbeiten]

Datei:Matterhorn by Juan Rubiano.jpg
Die Matterhorn-Ostwand befuhr Valeruz insgesamt dreimal: zweimal 1975 und einmal 1996
Datei:Lyskamm north face.jpg
Für die Abfahrt durch die Lyskamm-Nordwand benötigte Valeruz 1993 lediglich drei Minuten.

Um Abwechslung zum Skifahren auf der Piste zu bekommen, zog Toni Valeruz bereits früh erste Schwünge im Gelände. Auf der Marmolata perfektionierte er seine Technik für die Befahrung schwieriger Hänge, die er 1970 in der Abfahrt über die Nordwand erstmals ausspielen konnte.

In den 1970er Jahren machte er Schlagzeilen mit der Erstbefahrung der Matterhorn-Ostwand, bei der er auf rund 4200 m Seehöhe am Hörnligrat startete.<ref name="Lastampa31051996">Luigi Castellarin: Toni Valeruz in smoking per una discesa «di gala». La Stampa, 31. Mai 1996, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weiters gelang ihm die erste Abfahrt über die Nordwestwand des Gran Vernel in seiner Heimatgemeinde Canazei.<ref name="Lastampa11041979">Gigi Mattana: Straordinaria impresa di Tone Valeruz sceso in sci da una parete impossibile. La Stampa, 11. April 1979, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Jahr 1983 bestieg er als erster die Nordostwand des Eigers.<ref name="Lastampa13051983">Gigi Mattana: Valeruz con gli sci giù dall'Eiger. La Stampa, 13. Mai 1983, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In den 1990er Jahren realisierte er unter anderem die Erstbefahrung der Südostwand der Tofana di Mezzo,<ref name="ALP109">Stefano Zardini: Toni Valeruz, un inverno di grande sci. ALP Nr. 109, Mai 1994, S. 21. (italienisch)</ref> die Nordostwand der Civetta<ref name="ALP109" /> und die Lyskamm-Nordwand, die er in der Rekordzeit von drei Minuten bewältigte.<ref name="Lastampa30071993">Valeruz giù dal Rosa in 3'. La Stampa, 30. Juli 1993, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Für viele seiner Abfahrten verwendete Valeruz einen Helikopter als Aufstiegshilfe, eine Tatsache, die ihm in Bergsteigerkreisen Kritik einbrachte. Valeruz konzentrierte sich hingegen mehr auf die Befahrung abschüssiger Hänge per Ski und versuchte, Techniken wie Abseilen und Steigen während seiner Abfahrten weitestgehend zu vermeiden. So gelang es ihm, neue technische Maßstäbe im Steilwandskifahren zu setzen.<ref name="Lastampa04081988">Gigi Mattana: In una camera d'ospedale un'altra sfida per Valeruz. La Stampa, 4. August 1988, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zeitweise wurde Valeruz eine gewisse Rücksichtslosigkeit vorgeworfen. Dennoch verliefen die Tourenplanungen immer gewissenhaft und beinhalteten neben einem exakten Routenstudium ein gezieltes körperliches Training, um den extremen Gefahren dieser Disziplin bestens vorbereitet zu begegnen.<ref name="ALP109" />

Bei einer weiteren seiner Aktivitäten, dem Gleitschirmfliegen, ereignete sich am 2. August 1988 am Karerpass ein schwerer Unfall. Valeruz erlitt dabei eine Steißbein- sowie eine Rippenfraktur, wobei die gebrochene Rippe einen seiner Lungenflügel durchstieß.<ref name="Lastampa04081988" />

40 Jahre nach seiner ersten Befahrung wiederholte Valeruz 2013 im Alter von 62 Jahren die Abfahrt vom Gran Vernel. Er benötigte hierfür etwa zwei Stunden.<ref name="Ansa20130415">Sci: Valeruz ripete Vernel 40 anni dopo. ansa.it, 15. April 2013, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Steilwandbefahrungen in den Alpen[Bearbeiten]

Die Liste enthält eine Auswahl von Toni Valeruz’ wichtigsten Befahrungen in den Alpen.

  • Marmolata-Nordwand (1970)
  • Lyskamm-Nordwand (1. Juni 1974) – Abfahrt in 13 Minuten<ref name="Lastampa28071986">Impresa del re dello sci estremo Toni Valeruz – Dalla nord del Lyskamm in soli sette minuti. La Stampa, 28. Juli 1986, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Matterhorn-Ostwand (14. Mai 1975) – Abfahrt vom Hörnligrat in rund 4200 m. Valeruz wiederholte diese Abfahrt am 26. Mai 1975 und am 30. Mai 1996.<ref name="Lastampa31051996" /> 1996 trug er als Gag einen Smoking.<ref name="Lastampa31051996" /><ref>Giorgio Destofanis: Sfida in smoking al «muro» del Cervino. La Stampa, 31. Mai 1996, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Luigi Castellarin: Toni Valeruz rimette gli sci sulla parete Est del Cervino. La Stampa, 30. Mai 1996, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Mont Blanc – Grand Couloir de la Brenva (28. April 1978) – Abfahrt in 35 Minuten. Der Aufstieg erfolgte mittels Helikopter.<ref>François Damilano: Neige, glace et mixte – Tome 2. S. 203 (siehe Literatur)</ref><ref>Toni Valeruz è sceso con gli sci dalla Est del Bianco in 35 minuti. La Stampa, 29. April 1978, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Gran-Vernel-Nordwestwand (10. April 1979) – Erstbefahrung in 30 Minuten. Die Abfahrt wurde von hunderten Zuschauern verfolgt und vom italienischen Rundfunk aufgezeichnet. Der Aufstieg erfolgte mittels Helikopter.<ref name="Lastampa11041979" /> Die Nordwand befuhr er am 23. Februar 1997 um zwei Uhr morgens im Licht des Vollmonds.<ref name="Corriere15082004" /> Am 15. April 2013 wiederholte er die bereits 40 Jahre zuvor unternommene Befahrung an seinem Hausberg.<ref name="Ansa20130415" />
  • Ortler-Nordwestwand (16. Februar 1983)
  • Eiger-Nordostwand (12. Mai 1983) – Erste Abfahrt über die Lauper-Route<ref name="Lastampa13051983" />
  • Lyskamm-Nordwand (27. Juli 1986) – Zwei Abfahrten, beide Male in einer Zeit von sieben Minuten. Der Aufstieg erfolgte mittels Helikopter.<ref name="Lastampa28071986" />
  • Cima Tosa – Nordeisrinne (20. Januar 1993) – Die Erstbefahrung gelang Heini Holzer im Jahr 1970.<ref>Sci estremo: nuova impresa di Valeruz. Corriere della Sera, 21. Januar 1993, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Lyskamm-Nordwand (29. Juli 1993) – Abfahrt in zwei Minuten und 58 Sekunden<ref name="Lastampa30071993" />
  • Tofana-di-Mezzo-Südostwand (21. Dezember 1993) – Erstbefahrung<ref name="ALP109" /><ref name="Corriere22121993">Valeruz, re dell'impossibile. Corriere della Sera, 22. Dezember 1993, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Civetta-Nordostwand (11. Februar 1994) – Erstbefahrung in drei Stunden und 35 Minuten, teilweise entlang der Via ferrata degli Alleghesi. Der Aufstieg erfolgte mittels Helikopter.<ref name="ALP109" /><ref name="Corriere12021994">Valeruz scende con gli sci dai 3218 metri del Civetta. Corriere della Sera, 13. Februar 1994, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Grivola-Nordostwand (8. Juni 1995) – Die Abfahrt erfolgte in 20 Minuten und wurde vom italienischen Rundfunk aufgezeichnet.<ref name="Lastampa09061995">Valeruz scende sulla Nord-Est della Grivola. La Stampa, 9. Juni 1995, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Steilwandbefahrungen außerhalb Europas[Bearbeiten]

Die Liste enthält eine Auswahl von Toni Valeruz’ wichtigsten Befahrungen auf anderen Kontinenten.

  • Cerro Don Bosco (2515 m) in Patagonien (Januar 1980) – Nach drei vergeblichen Anläufen gelang Valeruz die Erstbefahrung der Südwand.<ref name="ALP71">Lorenzo Zampatti: Toni Valeruz, genio e misantropia. Intervista al più attivo sciatore estremo del nostro Paese. ALP Nr. 71, März 1991, S. 18–21. (italienisch)</ref>
  • Alpamayo (5947 m) in Peru (Juli 1981) – Erstbefahrung<ref>Il Fogolar sulla cima del Sarapo. La Stampa, 5. Juli 1981, abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Makalu (8462 m) in Nepal (1984) – Abfahrt von 8100 m
  • Siula Chico (6260 m) in Peru (1. Juni 1990) – Erstbefahrung<ref name="ALP71" />

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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