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Ulla Weymann

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Ulla Weymann (* 1916 in Darmstadt als Ursula Marie Soeder; † 27. Mai 2010 in Wuppertal) war eine deutsche Lyrikerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ursula „Ulla“ Soeder wurde 1916 als Tochter des Darmstädter Architekten Hans Soeder geboren. Ihre Mutter war die Malerin Gertrud Soeder (geb. Christaller, 1894–1924), eine Tochter der evangelischen Schriftstellerin Helene Christaller und des Pfarrers und Schriftstellers Erdmann Gottreich Christaller. Sie hatte zwei jüngere Brüder; einer von ihnen war der Arzt und Schriftsteller Michael Soeder.<ref name="Anc">Personenstandsdaten zur Familie eingesehen auf ancestry.de am 22. August 2026.</ref>

1938 heiratete sie den Pfarrer Albrecht Weymann (1903–1992), einen Sohn des Juristen Konrat Weymann (1864–1951) und seiner Ehefrau Marie, geborene Gräfin von Wintzingerode (1865–1947).<ref name="Anc" /> Aus der Ehe ging 1953 der Musiktherapeut und Hochschullehrer Eckhard Weymann hervor.<ref>Lebenslauf. In: Zwischentöne. Psychologische Untersuchungen zur musikalischen Improvisation. Hamburg 2002, S. 285 (uni-hamburg.de [PDF] Angaben zu den Eltern in der Dissertation am Institut für Musiktherapie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg).</ref>

Unter dem Namen Ulla Weymann veröffentlichte sie ab Mitte der 1980er Jahre zwölf eigenständige Gedichtbände und war an mehreren Anthologien beteiligt. Ihre frühen Veröffentlichungen erschienen im Gauke-Verlag Hannoversch Münden. Ab 1998 veröffentlichte sie im Verlag Ch. Möllmann.

Gemeinsam mit Angelika Zöllner gehörte Weymann zu den Gründungsmitgliedern eines Lyrikkreises, der zunächst „Horizonte“ hieß und später in „Das Blaue Band“ umbenannt wurde.<ref name="Verlag">Ulla Weymann. In: chmoellmann.de. Abgerufen am 22. August 2026 (siehe Informationen zum Buch Wortfelder steigend).</ref>

Ulla Weymann starb am 27. Mai 2010 im Alter von 94 Jahren in Wuppertal. Sie wurde in der Grabstätte ihres Ehemannes auf dem Unterbarmer Friedhof in Wuppertal-Barmen beigesetzt.<ref>Ulla Weymann. In: billiongraves.com. Abgerufen am 20. August 2026.</ref>

Vorfahren und Verwandte[Bearbeiten]

Zu ihren Verwandten gehörten mehrere Schriftsteller und Wissenschaftler. Der Physiker Konrad Schubert war ihr Cousin. Die Autorin Else Schubert-Christaller und der Geograph Walter Christaller waren Geschwister ihrer Mutter Gertrud Soeder. Der Ingenieur Carl Ludwig Fink war ihr Urgroßvater.<ref name="Anc" />

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Gedichtbände:

  • Weite Schau. Gedichte, Reihe Manuskripte, 147. Gauke, Hannoversch Münden 1987, ISBN 3-87998-957-5.
  • Wortspur zum Wesen. Gedichte, Gauke, Hannoversch Münden 1989, ISBN 3-87998-079-9.
  • Erdenjahr – Sternenjahr. 1991.
  • Aufbrechende Knospe Advent. Gedichte, mit Texten von Helmut Friedewald, 1994.
  • In einem Schiff geborgen, das nicht wendet. Gedichte. Hof Sondern e. V., Wuppertal 1995.
  • Altersrune – Kindheitston. Gedichtauswahl aus sieben Jahrzehnten. Ch. Möllmann, Borchen 1998, ISBN 3-93115-626-5.
  • mit Gerhard Joedicke und Hartmut Lux: Ansichten eines Kastanienbaums. Gedichte, mit Fotos von Michael Weber. Ch. Möllmann, Borchen 2000, ISBN 3-93115-665-6.
  • Und zu Dir, Baum, mein Blick. Mit Zeichnungen von Christian Hitsch. Ch. Möllmann, Borchen 2000, ISBN 3-93115-663-X.
  • Die Tür öffnen. Gedichte, mit Bildern von Helmut Friedewald, Ch. Möllmann, Borchen 2003, ISBN 3-89979-003-0.
  • Abendsonnenkranz. Mit Bildern von Andreas Weymann. Ch. Möllmann, Borchen 2005, ISBN 3-89979-049-9.
  • Lichtsäule über dem Aschengrab. Ch. Möllmann, Borchen 2007, ISBN 978-3-89979-082-5.

Die beiden 2025 posthum erschienenen Lyrikhefte enthalten teilweise wieder- und teilweise neu veröffentlichte Gedichte aus dem Zeitraum 1949 bis 2008:<ref name="Verlag" />

  • Wortwege. Lyrikheft mit Bildern von Hartmut Lux. Ch. Möllmann, Borchen 2025, ISBN 978-3-89979-383-3.
  • Das Kreuz. Lyrikheft mit Bildern von Franziska Wiebecke. Ch. Möllmann, Borchen 2025, ISBN 978-3-89979-384-0.

Beiträge in Anthologien und Literaturzeitschriften:

  • Sigrid Nordmar-Bellebaum (Hrsg.): Kreuz der Rosen. Moderne anthroposophische Lyrik. Lazarus, Raisdorf 1986, ISBN 3-924967-03-2.
  • Bleib über mir Traumschatten. Dichtung. In: die drei. Zeitschrift für Anthroposophie, Verlag Freies Geistesleben, Heft 1, 1993, S. 49.
  • Sigrid Nordmar-Bellebaum (Hrsg.): Wort sei mein Flügel – Wort sei mein Schuh. Ein Lyrikkreis stellt sich vor. Ch. Möllmann, Borchen 1998, ISBN 3-93115-654-0.
  • Nebenbei. Geburtstagslesebuch für Michael Starcke. Gruppe Bochumer Autoren (Hrsg.), Verlag Bruno Runzheimer, Essen 1999, ISBN 3-928401-28-9.
  • Paul Bellebaum (Hrsg.): Wortfelder steigend. Der Lyrikkreis „Das blaue Band“ stellt sich vor. Ch. Möllmann, Borchen 2004, ISBN 978-3-89979-021-4.
  • Ralph Grüneberger (Hrsg.): Essen & Trinken. Gedichte (=Poesiealbum neu), Ausgabe 01/2010, Edition Kunst und Dichtung, Leipzig 2010, ISBN 978-3-937264-67-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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