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Ursula Lingen

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Ursula Lingen mit Walther Schmieding bei einer Podiumsdiskussion während der Kieler Woche 1976

Marianne Ursula Lingen, verheiratete Meisel, geborene Schmitz (* 9. Februar 1929 in Frankfurt am Main;<ref>Lingen, Ursula. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 768.</ref><ref>Frankfurter Personenlexikon.</ref> † 20. Oktober 2014 in Wien), war eine deutsch-österreichische Theater- und Filmschauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Ursula Lingen, Tochter des 1978 verstorbenen Schauspielers Theo Lingen (bürgerlich: Franz Theodor Schmitz) und Marianne Zoff, war die Halbschwester der Schauspielerin Hanne Hiob, die aus der ersten Ehe ihrer Mutter mit dem Dramatiker Bertolt Brecht hervorging. Beide wuchsen gemeinsam auf. Ihr Debüt gab sie 1947 am Volkstheater Wien. Von 1948 bis 1950 spielte sie am Neuen Theater in der Scala Wien. Von 1950 bis 1958 war sie an Berliner Bühnen beschäftigt, seit 1958 vornehmlich in München. Von 1983 bis 1984 gehörte sie dem Bayerischen Staatsschauspiel an.

Datei:Wiener Zentralfriedhof - Gruppe 40 - Grab von Kurt Meisel und Ursula Lingen.jpg
Wiener Zentralfriedhof – Grab von Kurt Meisel und Ursula Lingen

Lingen, tätig auf der Bühne, im Film, im Fernsehen und beim Rundfunk, war seit 1947 in über dreißig deutschen Spielfilmen zu sehen, in mehreren Fernsehspielen und in den Fernsehkrimiserien Der Alte, Tatort, Der Kommissar, Der kleine Doktor und Derrick.

Sie spielte – nicht nur klassische Rollen – an folgenden Theatern: Theater am Kurfürstendamm in Berlin, Renaissancetheater in Berlin, Schillertheater in Berlin, Thalia-Theater in Hamburg, Bayerisches Staatsschauspiel in München, Münchner Kammerspiele, Volkstheater Wien, Theater in der Josefstadt in Wien, Salzburger Landestheater<ref>Hans Heinz Hahnl: Die Unbedeutende und der Exaltierte. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 13. August 1968, S. 8.</ref> (Salzburger Festspiele). Hierbei führte oft der Schauspieler und Regisseur Kurt Meisel Regie, mit dem sie ab 1953 verheiratet war und den 1952 geborenen Sohn Christoph<ref>Lingen, Ursula. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 768.</ref> hatte.<ref>Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen: Theo Lingen: das Spiel mit der Maske : Biographie, Aufbau, 2008, S. 345[1]</ref><ref>Tochter von Theo Lingen: Schauspielerin Ursula Lingen ist tot, az, 21. Oktober 2014</ref> Am Wiener Burgtheater stand sie zuletzt als Partnerin von Michael Heltau im Zwei-Personenstück Love Letters auf der Bühne. Als Schauspielerin vermittelt wurde sie vom Management Baumbauer in München.

Im Jahr 1990 übernahm sie kurzzeitig die Leitung der Hamburger Kammerspiele. Sie gehörte der Freitagsgesellschaft Helmut Schmidts an.<ref>Objekt der Woche: Die Freitagsgesellschaft. In: helmut-schmidt.de. 23. November 2018, abgerufen am 5. Februar 2023.</ref>

Ursula Lingen wurde an der Seite von Kurt Meisel in dessen ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.<ref>Hedwig Abraham (Red.): Kurt Meisel. In: viennatouristguide.at, abgerufen am 7. März 2015.</ref>

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

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Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München/Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 594.
  • Lingen, Ursula. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 768.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ursula Lingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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