Viega
| Viega Holding GmbH & Co. KG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Viega Logo.svg | |
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1899 |
| Sitz | Attendorn, |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 5.191 (2024)<ref name="JA-24"/> |
| Umsatz | 2,02 Mrd. Euro (2024)<ref name="JA-24"> Bundesanzeiger: Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024, abgerufen am 18. Mai 2026.</ref> |
| Branche | Sanitärtechnik Heizungstechnik |
| Website | www.viega.com |
| Stand: 31. Dezember 2024 | |
Die Viega Holding GmbH & Co. KG ist die Konzern-Obergesellschaft des Viega-Konzerns, einem Hersteller von Sanitär- und Heizungstechnik mit Sitz in Attendorn. Bekanntestes Unternehmen ist die Viega GmbH & Co. KG ebenfalls mit Sitz in Attendorn.
Komplementärin ist seit dem 1. Januar 2025 die Viega Holding Beteiligungs B.V. mit Sitz im niederländischen Naarden.
Der Konzern befindet sich vollständig im Besitz der Familie Viegener.
Geschichte[Bearbeiten]
Im Jahr 1899 gründete Franz-Anselm Viegener das Unternehmen in Attendorn. Zuerst verkaufte er Bier-Armaturen aus Messing. Kunden waren Brauereien und Gaststätten. Zwei Jahre später kaufte Franz-Anselm Viegener eine zuvor liquidierte Armaturenfabrik und verlagerte die Produktion auf Installationsmaterial für Wasserleitungen.<ref name=":1">Kontinuität und Innovation. In: sbz - Das aktuelle SHK-Branchen-Magazin. Nr. 19/1999. Alfons W. Gentner Verlag GmbH & Co.KG, Stuttgart August 1999, S. 28–32 (sbz-online.de [PDF]).</ref> In den darauffolgenden Jahren wuchs das Unternehmen kontinuierlich und beschäftigte 1913 bereits 30 Mitarbeiter.<ref name=":2">Fünfzig Jahre Viega. In: Zeitungschronik. Stadtarchiv Attendorn, 30. Oktober 1949, abgerufen am 12. August 2026.</ref> 1922 übernahmen die zwei Söhne des Gründers, Heinrich und Paul, die Geschäftsführung. Ab 1935 vertrieb das Unternehmen auch Ab- und Überlaufarmaturen für Waschbecken, Spülsteine und Badewannen. 1939 trat mit Walter Viegener Senior, Sohn von Heinrich Viegener, die dritte Generation in das Unternehmen ein. Sein Bruder Heinz folgte ihm 1945.<ref name=":1" />
Im Jahr 1963 ging das erste Zweigwerk in Lennestadt-Elspe in Betrieb. Mitinhaber der Franz Viegener II Armaturenfabrik und Metallgießerei in Attendorn war der 1926 geborene Fabrikant Elmar Viegener.<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 280.</ref> Am Standort Attendorn-Ennest investierte das Unternehmen 1988 in eine leistungsfähige Rotguss-Gießerei. 1992 folgte die Eröffnung einer Produktionsstätte in Großheringen, 2004 der Kauf der Metallwerke Otto Dingerkus, Attendorn, und 2006 die Übernahme der Unternehmensgruppe Vanguard in den USA. Im selben Jahr wurde ein neues Fertigungszentrum am Standort Attendorn-Ennest eröffnet.<ref name="Viega_Historie">Über uns. In: viega.de. Abgerufen am 9. April 2020.</ref>
Im September 2006 hat die EU-Kommission gegen 30 kupferverarbeitende Unternehmen im Produktbereich Kupfer-Fittings Bußgelder wegen illegaler Preisabsprachen verhängt. Die Kommission stellte fest, dass Viega von 1988 bis 2004 an einem illegalen Wirtschaftskartell bezüglich Preisabsprachen, Rabattvereinbarungen und Festlegung von Preisuntergrenzen beteiligt war. Des Weiteren wurden Kunden aufgeteilt und untereinander wichtige und vertrauliche Geschäftsinformationen ausgetauscht. Das verhängte Bußgeld für Viega betrug 54,292 Millionen Euro.<ref>BitSign GmbH: Europäische Kommission schlägt zu. In: haustechnikdialog.de. 22. September 2006, abgerufen am 9. April 2020.</ref>
2007 übernahm das Unternehmen die gabo Systemtechnik GmbH in Niederwinkling.<ref>Viega: Übernahme der gabo Systemtechnik. In: kunststoffweb.de. 7. März 2007, abgerufen am 9. April 2020.</ref> 2009 folgte der Neubau einer Produktionsstätte in Niederwinkling. Im selben Jahr weihte das Unternehmen ein neues Werk in McPherson im US-Bundesstaat Kansas ein. Seit 2011 gehört die Oblamatik AG Chur, Schweiz, zur Unternehmensgruppe. Im Jahr 2013 beteiligte sich Viega an der Gründung des Joint Venture Jiangsu Jinyang Viega Plumbing Systems Co., Ltd. in Wuxi, China. In Wuxi werden Rohrleitungssysteme aus Edelstahl für den chinesischen Markt gefertigt.<ref name="Viega_Historie" /> Ende 2017 wurde ein Werk im indischen Sanand in Betrieb genommen.<ref name=":0">Firma Viega weiter auf Wachstumskurs – auch im Sauerland. 8. August 2017, abgerufen am 19. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
In der zweiten Hälfte der 2010er Jahre wurden aber auch die Produktionsstätten in Deutschland deutlich erweitert: Ende 2016 wurde eine neue Halle in Elspe in Betrieb genommen, ein Jahr später entstand eine neue Produktionshalle in Ennest. In der Verwaltung im Attendorner Stadtzentrum wurden zeitgleich Büroflächen für 200 neue Mitarbeiter geschaffen.<ref name=":0" /> Mit der „Viega-World“ entstand 2018 wiederum in Ennest ein Seminarzentrum, in dem jährlich rund 10.000 Besucher für Viega-Produkte geschult werden.<ref>Gunnar Steinbach: Solche Signale wie von Viega brauchen wir. 7. Mai 2018, abgerufen am 19. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Produkte[Bearbeiten]
Die Viega-Produktpalette besteht aus über 17.000 Produkten aus den Produktbereichen Sanitär- und Heizungssysteme, Rohrleitungssysteme, Verbindungstechnik, Vorwand- und Spülsysteme und Entwässerungstechnik. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen Weltmarktführer in der Pressverbindungstechnik. 1995 brachte Viega die Pressverbindungstechnik für Kupfer auf den Markt. Mittlerweile bietet das Unternehmen Pressverbinder aus verschiedenen Werkstoffen wie Kupfer, Rotguss, Edelstahl und Stahl für verschiedene Medien an (beispielsweise Trinkwasser, Heizwasser, Gas, Druckluft, ölhaltige Medien oder Kühlwasser).<ref>Neuheiten – Produkte. In: viega.de. Abgerufen am 9. April 2020.</ref> Diese werden unter anderem als Marken Profipress,<ref>Marken – Registerauskunft. In: DPMAregister. Deutsches Patent- und Markenamt, abgerufen am 8. März 2024.</ref> Megapress,<ref>Marken – Registerauskunft. In: DPMAregister. Deutsches Patent- und Markenamt, abgerufen am 8. März 2024.</ref> Prestabo,<ref>Marken – Registerauskunft. In: DPMAregister. Deutsches Patent- und Markenamt, abgerufen am 8. März 2024.</ref> Sanpress,<ref>Marken – Registerauskunft. In: DPMAregister. Deutsches Patent- und Markenamt, abgerufen am 8. März 2024.</ref> Sanpress Inox und Raxofix<ref>Marken – Registerauskunft. In: DPMAregister. Deutsches Patent- und Markenamt, abgerufen am 8. März 2024.</ref> vertrieben.
Daneben gehören Systeme für die Flächenheizung für Boden, Decke und Wand zum Programm. Für die Installation von WCs, Bidets und Urinalen produziert das Unternehmen verschiedene Vorwandelemente für den Nass- und Trockenbau. Im Produktbereich Entwässerungstechnik liegt der Schwerpunkt auf Abläufen für Bade- und Duschwannen, Waschtische und Bidets, Spülen und Ausgüsse, WCs und Urinale sowie Duschrinnen, Bad- und Bodenabläufe.<ref>Katalog. In: viega.de. Abgerufen am 9. April 2020.</ref>
Pressverbinder von Viega sind unter anderem in der Elbphilharmonie in Hamburg, in Fußballstadien wie der Allianz Arena in München und dem Signal Iduna Park in Dortmund, im US-Verteidigungsministerium Pentagon sowie in der Freiheitsstatue verbaut.<ref>Referenzen | viega.de. Abgerufen am 19. September 2020.</ref>
Standorte[Bearbeiten]
Sitz der Verwaltung ist in Attendorn im südlichen Sauerland. Sitz der US-amerikanischen Tochter ist Broomfield (Colorado)<ref>Viega LLC to Move U.S. Headquarters to Broomfield, Colorado | viega.us. Abgerufen am 5. Juni 2020.</ref>. Produziert wird in den Werken in Lennestadt-Elspe, Attendorn-Ennest, im thüringischen Großheringen, im bayerischen Niederwinkling<ref>Viega investiert Millionen in nachhaltigen Standortausbau. In: Moderne Gebäudetechnik. 7. September 2023, abgerufen am 12. August 2026.</ref>, im saarländischen Kirkel<ref>Axel Wagner: Viega eröffnet Produktion in ehemaligem Michelin-Werk in Kirkel. In: SR info. Saarländischer Rundfunk, 29. Juni 2026, abgerufen am 12. August 2026.</ref>, im schweizerischen Chur<ref>Innovations- und Technologiezentrum Viega Schweiz AG, Chur. In: fanzun.swiss. Abgerufen am 12. August 2026.</ref>, in McPherson (Kansas, USA), Mantua (Ohio, USA)<ref>Sebastian Schulz: Vom Sauerland in die USA: Viega eröffnet neues Werk in Ohio. In: SauerlandKurier. 9. September 2025, abgerufen am 12. August 2026.</ref> und in Sanand (Indien)<ref>Viega Foundation unterstützt WASH-Projekte in Indien. In: si-shk.de. 24. Oktober 2023, abgerufen am 12. August 2026.</ref>.
Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]
Produkte des Unternehmens sind mit einer Reihe von internationalen Designpreisen ausgezeichnet worden, darunter der Red Dot Design Award,<ref>„Red dot design awards“ für Multiplex von Viega, baulinks, Artikel vom 21. April 2006, https://www.baulinks.de/webplugin/2006/0654.php4</ref> der IF Design Award,<ref>if online exhibition, http://exhibition.ifdesign.de/winner_de.html?ma_id=446</ref> der German Design Award,<ref>DerWesten- derwesten.de: Viega-Duschrinne mit „German Design Award“ ausgezeichnet. In: Westfalenpost. Funke Mediengruppe, 24. Februar 2013, abgerufen am 9. April 2020.</ref> der Design Plus Preis<ref>Alfons Oebbeke: Viega-Duschrinne Advantix: In der Länge variabel, im Design reduziert. Abgerufen am 9. April 2020.</ref> sowie Focus Open.<ref>Design Center Baden-Württemberg Focus Open 2014 Ergebnisse. In: design-center.de. Abgerufen am 9. April 2020.</ref> Die Firmeninhaber erhielten 2014 den Thüringer Verdienstorden.<ref>Thüringer Staatskanzlei, http://www.thueringen.de/th1/tsk/aktuell/veranstaltungen/77316/</ref> Daneben erhielt das Unternehmen Ehrungen für das Ausbildungsengagement.<ref>Auszeichnung für Viega, Südwestfalenmanager, Ausgabe 06 (Juni 2010), Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( vom 9. Juli 2015 im Internet Archive)</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
Koordinaten: 51° 7′ 53″ N, 7° 54′ 17,8″ O
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- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
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- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Unternehmen (Attendorn)
- Heiztechnikhersteller
- Sanitärtechnikhersteller
- Haustechnik
- Unternehmensgründung 1899
- Produzierendes Unternehmen (Kreis Olpe)