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WFL Millturn Technologies

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WFL Millturn Technologies

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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1993
Sitz Linz, Oberösterreich, Österreich
Leitung Stefan Hackl, Franz Schön, Günther Mayr
Mitarbeiterzahl rund 500 Mitarbeiter weltweit
Branche Maschinenbau
Website www.wfl.at

Die WFL Millturn Technologies GmbH & Co. KG (ehemals Teil der Voestalpine Steinel Werkzeugmaschinen Ges.m.b.H.) ist ein Unternehmen zur Herstellung von Komplettbearbeitungsmaschinen zur spanenden Fertigung von Bauteilen. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Herstellung multifunktionaler Dreh-Bohr-Fräszentren.<ref>Bernhard Kuttkat: Dreh-Bohr-Fräszentrum fürs Komplettfertigen In: MM MaschinenMarkt, 13. September 2007. Abgerufen am 16. Juli 2010.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

1948 wurden erstmals Drehmaschinen durch den Voestalpine-Konzern entwickelt und produziert. Bis 1950 wurden mehr als 50.000 Maschinen verkauft, und somit überstieg die Produktion den eigentlichen Gebrauch für die eigenen Stahlwerke. Anfang der 1980er-Jahre wurde erstmals durch eine Drehmaschine mit Fräskopf und vollwertiger B-Achse ein komplexes Werkstück in einer Aufspannung bearbeitet. Daraus entstand schließlich die erste Komplettbearbeitungsmaschine mit der Markenbezeichnung „Millturn“. Nach der Privatisierung der Werkzeugmaschinenproduktion im Jahr 1993 und der Umbenennung in „WFL Millturn Technologies“ konzentrierte sich das Unternehmen auf die Entwicklung weiterer Werkzeugmaschinen und den Bereich Komplettbearbeitung. WFL Millturn Technologies ist eine Tochtergesellschaft der Autania AG.

Niederlassungen[Bearbeiten]

Der Hauptsitz von WFL Millturn Technologies liegt in Linz, Österreich. WFL Automation Solutions sitzt in St. Konrad, Österreich. Die deutsche Vertriebsniederlassung befindet sich in Sinsheim in Baden-Württemberg. Weitere Niederlassungen bestehen in Deutschland, Großbritannien, Italien, Kanada, Frankreich, China, Brasilien und den USA.

Produkte[Bearbeiten]

Komplettbearbeitungsmaschinen[Bearbeiten]

Die Komplettbearbeitung bringt produktionstechnische Vorteile, da verschiedene Fertigungstechnologien wie Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen in einer Werkzeugmaschine ausgeführt werden.

Der Markenname Millturn setzt sich aus den beiden Begriffen „Milling“ (Fräsen) und „Turning“ (Drehen) zusammen. Es werden 20 Modelle mit Drehlängen von 1.000 bis 14.000 mm und Drehdurchmessern von 520 bis 2000 mm angeboten, überwiegend auch als Gegenspindel-Variante.<ref>Stéphane Itasse: WFL zieht positive Bilanz seines Technologiemeetings In: MM MaschinenMarkt, 8. Juli 2009. Abgerufen am 29. Juli 2010.</ref><ref name="die_neue_koenigsklasse">@1@2Vorlage:Toter Link/www.zerspanungstechnik.atDie neue Königsklasse (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) In: zerspanungstechnik.at, 5. Februar 2010. Abgerufen am 29. Juli 2010.</ref>

Automatisierung[Bearbeiten]

Die Automatisierungsvarianten reichen von Portalladern bis hin zu Knickarmrobotern. Periphere Transport- und Lagersysteme für Werkstücke, Werkzeuge und Spannbacken können kombiniert werden.<ref>Automatisierung - WFL. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zusatzstationen wie Wende-, Orientierungs- oder Aufkippstationen und Mess- und Reinigungsstationen können zwischen der Werkzeugmaschine und dem Werkstückspeicher eingefügt werden, um die Mitarbeiter zu entlasten. Werkstückspeicher sind als Rundtaktspeicher oder Wellentaktspeicher möglich.

Software[Bearbeiten]

Das Kollisionsvermeidungssystem CrashGuard ist eine Echtzeit-Software-Erweiterung der CNC-Steuerung, durch die mit Hilfe eines internen 3D-Modells der Maschine Kollisionen zwischen Maschinenkomponenten im Automatik- oder manuellen Betrieb verhindert werden.<ref>Simon Lott: Longer and stronger In: Aerospace Manufacturing, 25. September 2009. Abgerufen am 29. Juli 2010.</ref> Durch Software zum Testen und Optimieren von neuen oder modifizierten CNC-Programmen werden Kollisions- und Ausschussrisiken vermindert. Mit einem grafisch interaktiven Programmiereditor können NC-Programme erstellt werden. Eine Softwareerweiterung mit den Schritten Modellierung, NC-Programmerstellung, Simulation und Produktion wurde zur Herstellung von Plastifizierschnecken für die Kunststoffindustrie entwickelt.

Technologien[Bearbeiten]

Beim Drehen kann das Werkstück in verschiedenen Winkellagen durch nur ein Werkzeug bearbeitet werden. Die Werkzeugschneide kann gewendet werden, zwei Schneiden können gleichzeitig verwendet werden. Durch die Drehung der B-Achse und das kontinuierliche Anpassen des Einstellwinkels unter Schnitt kann eine komplexe Kontur, die normalerweise mehrere Werkzeuge erfordert, in einem Schnitt gefertigt werden.

Die Maschine kann axial, radial sowie in sämtlichen Winkellagen zur Drehachse mithilfe innerer Kühlmittelzuführung bohren. Einlippenbohren und Ejektorbohren können mit innerer Hochdruckkühlmittelzuführung für Tiefbohrungen in axialer, radialer oder in geneigter B-Achsenlage genutzt werden.

Die Bearbeitung von Flächen und Nuten beim Fräsen ist in allen Winkellagen möglich. Verlaufene Flächen und Konturen können durch das 5-Achs-Fräsen bearbeitet werden. Das ermöglicht die freie Bearbeitung von 3D Freiformflächen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter R. Frick: Dreh-Bohr-Fräs-Zentren – Multifunktionelle Maschinen zur Komplettbearbeitung komplexer Werkstücke. Verlag Moderne Industrie, Augsburg 2003, ISBN 3-478-93296-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />