Walter Dolch
Walter Dolch (* 29. Dezember 1894 in München; † 17. Januar 1970 in Konstanz) war ein deutscher Bildnis- und Landschaftsmaler, Kunsterzieher und Gymnasialprofessor.
Leben[Bearbeiten]
Dolch besuchte das Wilhelmsgymnasium München. Er diente im Ersten Weltkrieg und hatte zuletzt den Dienstgrad Hauptmann. Nach Kriegsende studierte er an der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München, an der Königlichen Kunstgewerbeschule München bei Maximilian Dasio und 1924/1925 an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste bei Hermann Groeber.
1927 ging Dolch als Kunsterzieher an die Königliche Lehrerbildungsanstalt Amberg. Nebenbei war er in Amberg bis 1965 auch als freischaffender Maler tätig. Danach übersiedelte er zu seiner Familie nach Dingelsdorf am Bodensee.
Dolch stellte unter anderem in seiner Geburtsstadt im Glaspalast<ref>Münchener Kunstausstellung 1921 im Glaspalast. Knorr & Hirth, München 1921, S. 16 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> und im Haus der deutschen Kunst aus.
In der Zeit des Nationalsozialismus war er Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an acht Gruppenausstellungen sicher belegt<ref>Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 413 und passim</ref>, darunter von 1941 bis 1944 mit sechs Ölgemälden den Großen deutschen Kunstausstellungen in München. Davon erwarb 1941 der Naziführer Franz Xaver Schwarz das Gemälde Vorfrühling im Bayrischen Wald<ref>Vorfrühling im Bayerischen Wald — Die Großen Deutsche Kunstausstellungen 1937 – 1944/45. Abgerufen am 3. Februar 2026.</ref>.
Nach dem Ende des NS-Staats wurde in Hitlers sogenanntem Führerbau in der Arcistraße 12 in München Dolchs Gemälde Bauernhäuser und Bauern in den Bergen aufgefunden und an den Munich Central Collecting Point überstellt.<ref>Datenbank zum Central Collecting Point München</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 1943: Oberpfalz-Kulturpreis
- 1952: Nordgau-Kulturpreis der Stadt Amberg in der Kategorie „Bildende Kunst“
Literatur[Bearbeiten]
- Dolch, Walter. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
- Georg Gick: In Memoriam Walter Dolch. * 29. 12. 1894 † 17. 1. 1970. Dem Lehrer. Dem Maler. Dem Freunde. Dem Menschen. München 1971.
- Susanna Partsch: Dolch, Walter. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 28, Saur, München u. a. 2000, ISBN 3-598-22768-X, S. 311.
Weblinks[Bearbeiten]
- J. K.: Dolch, Prof. Walter. Eintrag in der Datenbank des Oberpfälzer Kulturbundes (derzeit nicht erreichbar)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dolch, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildnis- und Landschaftsmaler, Kunsterzieher und Gymnasialprofessor |
| GEBURTSDATUM | 29. Dezember 1894 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 17. Januar 1970 |
| STERBEORT | Konstanz |