Watchever
| Betreiber | Vivendi SA<ref>vivendi.com: Watchever launches unique series and movie flat rate in Germany, aufgerufen am 25. Dezember 2013 (englisch)</ref> |
|---|---|
| Redaktion | Karim Ayari<ref>Impressum. WATCHEVER, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. September 2014; abgerufen am 15. September 2014.</ref> (Geschäftsführer) |
| Online | 9. Jan. 2013 bis 31. Dez. 2016 |
Watchever (Eigenschreibweise WATCHEVER) war das Video-on-Demand-Angebot der Vivendi SA, dem größten französischen Medienkonzern, mit Sitz in Berlin.<ref name="Watchever Start">Pressemitteilung: Watchever startet einzigartiges Serien und Film Flatrate in Deutschland, aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> Angeboten wurden neben Filmen in SD- und HD-Qualität auch Fernsehserien im Originalton. Eine Dramaserie, die in Zusammenarbeit mit einem Produktionsstudio für das Video-on-Demand-Portal entstehen sollte, wurde trotz der Ankündigung im Oktober 2013 durch den damaligen Geschäftsführer Stefan Schulz<ref>Frankfurter Allgemeine Zeitung: Video-Streamingdienst Watchever produziert selbst, aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> nicht realisiert.<ref>DWDL.de: Wo bleibt eigentlich die Watchever-Eigenproduktion?, aufgerufen am 15. September 2014.</ref> Ab Mitte 2014 häuften sich die Schlagzeilen, dass Eigentümer Vivendi die defizitäre Streamingplattform (Verluste von ca. 66 Mio. Euro im Jahr 2013) verkaufen wolle.<ref>Uwe Mantel: Watchever vor Verkauf: Streicht Vivendi die Segel? In: DWDL.de. 11. Juni 2014, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref><ref name="spiegel-994102">Videodienst Watchever hat kaum noch Überlebenschancen. In: Der Spiegel (Vorabversion aus Ausgabe). 28. September 2014, abgerufen am 9. Juni 2018.</ref> Das Angebot von Watchever wurde am 31. Dezember 2016 eingestellt.<ref>heise online: Videostreaming: Watchever macht am 31. Dezember dicht. In: heise online. Abgerufen am 15. November 2016.</ref>
Funktionsweise[Bearbeiten]
Mit Abschluss eines monatlich kündbaren Vertrages mit Watchever hatte der Nutzer die freie Auswahl zwischen verschiedenen angebotenen Filmen und Serien in SD- und HD-Qualität mit unbegrenztem Zugriff auf rund 12.500 Titel.<ref name="IPTV Award">Serienjunkies.de: WATCHEVER erhält IPTV Award 2013 für das Geschäftsmodell, aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> Das Angebot der verfügbaren Inhalte änderte sich monatlich. Inhalte mussten aus lizenzrechtlichen Gründen nach einer gewissen Ausstrahlungsdauer aus dem Programm genommen werden, kehrten aber in der Regel nach einigen Wochen wieder.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Watchever-FAQ: Was bedeutet „Letzte Chance“? ( vom 22. Januar 2014 im Internet Archive), aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> Regelmäßig schloss Watchever Kooperationsverträge mit Filmstudios wie CBS Studios oder The Walt Disney Company, um neue Inhalte anbieten zu können<ref>Pressemitteilung: Watchever und CBS Studios International geben VOD-Partnerschaft in Deutschland bekannt, aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref><ref>Pressemitteilung: Watchever lizenziert Disney Movies On Demand Angebot in Deutschland, aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> da Watchever nur auf geringe Eigenproduktionen der Muttergesellschaft Vivendi zurückgreifen konnte, anders als der Konkurrent maxdome, welcher ProSiebenSat.1-Eigenproduktionen im eigenen Portal vermarktet. Für das Streaming nutzte das Portal die Microsoft-Silverlight-Technologie und benötigte zum Streamen von SD-Inhalten mindestens 2 Mbit/s bzw. zum Streamen von HD-Inhalten mindestens 6 Mbit/s. Dabei wurde die übertragene Qualität automatisch an die entsprechend verfügbare Bandbreite angepasst.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Watchever-Servicecenter: Geräte und Technik ( vom 17. Dezember 2013 im Internet Archive). aufgerufen am 23. Dezember 2013.</ref> Einige Inhalte konnten sowohl auf Deutsch als auch im jeweiligen Originalton gestreamt werden, eine Wahl der Sprache musste bei bestimmten Gerätetypen (z. B. Smart-TV und PlayStation 3) bereits vor dem Start des Streams getätigt werden. Am PC oder in der mobilen App konnte man die Sprache im Stream umschalten.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Watchever-FAQ: Haben Sie Serien und Filme in der Originalversion (OV)? ( vom 26. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref>
Durch eine „Resume-Funktion“ merkte sich das Portal, wo der Nutzer den zuletzt angeschauten Inhalt gestoppt hatte, und fragte beim erneuten Abspielen nach, ob der Inhalt von vorn oder ab der zuletzt gesehenen Stelle abgespielt werden sollte. Dabei spielte es keine Rolle, auf welchem Endgerät der Nutzer auf den Inhalt zugriff.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Watchever-FAQ: Was ist die Resume-Funktion und wie funktioniert sie? ( vom 12. Januar 2014 im Internet Archive), aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> Inhalte mit der Kennzeichnung „keine Jugendfreigabe“ (FSK 18) konnten nur zwischen 23 und 6 Uhr gestreamt werden. Durch das Postident-Verfahren konnte das Alter verifiziert werden, um rund um die Uhr FSK-18-Inhalte streamen zu können.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Watchever-FAQ: Ich möchte mir Serien und Filme mit einer FSK 18-Beschränkung ansehen. Wie funktioniert das? ( vom 12. Januar 2014 im Internet Archive), aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref>
Unterstützte Geräte und Offline-Modus[Bearbeiten]
Neben einer Wiedergabe über den PC mit Windows oder macOS konnte der Video-On-Demand-Service auch auf der PlayStation 3 und PlayStation 4, der Xbox 360, der Xbox One, der Nintendo Wii, auf Smart-TVs der Marken Sony, Samsung, LG, Panasonic und Philips, auf mobilen Endgeräten wie dem iPhone, dem iPad, Apple TV oder Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem genutzt werden. Ab dem 24. Dezember 2013 war eine Nutzung auf dem Kindle Fire und dem Kindle Fire HD möglich.<ref>Serienjunkies.de: Neue Watchever App für Amazons Kindle Fire, aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> Ein Streaming war nur mit dem Herunterladen einer separaten, kostenlosen App möglich.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Watchever-Servicecenter ( vom 23. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> Mit der Einführung von Chromecast war Watchever auch als App auf dem Google Streaming-Media-Adapter verfügbar.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Watchever.de: Unterstützte Geräte – Google Chromecast ( vom 19. März 2014 im Internet Archive), aufgerufen am 19. März 2014.</ref>
Für das Ansehen von Inhalten wurde nicht zwangsläufig eine Internetverbindung benötigt. Auf Smartphones und Tablets konnten maximal 25 Inhalte, darunter maximal 5 Filme, offline gesichert werden. Der Nutzer hatte 30 Tage Zeit, sich die Inhalte anzusehen, ehe diese automatisch aus dem Speicher gelöscht wurden. Inhalte, die angefangen wurden, mussten in maximal 48 Stunden beendet werden.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Watchever-FAQ: Was ist der Offline-Modus und wie funktioniert er? ( vom 11. Dezember 2013 im Internet Archive), aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> Inhalte mit der Kennzeichnung FSK 18 konnten nur mit einem verifizierten Konto im Offline-Modus gespeichert werden.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Watchever-FAQ: Warum kann ich FSK 18-Inhalte nicht im Offline-Modus speichern? ( vom 12. Januar 2014 im Internet Archive), aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref>
Programmschwerpunkte[Bearbeiten]
Von den insgesamt mehr als 12.500 Titeln standen rund 3.500 Spiel- und Dokumentarfilme und rund 9.000 Serienepisoden zur Verfügung.<ref>Focus.de: „Tausende Neukunden jeden Tag: Internet-Video erobert das Wohnzimmer“, aufgerufen am 17. Januar 2014.</ref> Es waren sowohl Blockbuster, komplette Staffeln von Fernsehserien und Dokumentationen für Kinder als auch für Erwachsene verfügbar.
Dazu gehörten politische Dokumentationen, die in Deutschland abgesehen vom Free-TV nur bei Watchever zu finden waren.<ref>Film- und Serien-Flatrates im Vergleich. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Februar 2014; abgerufen am 26. Januar 2014.</ref> Ebenfalls zu den Exklusivinhalten zählten die Erstveröffentlichung von Serien, wie The Returned<ref>Serienjunkies.de: „The Returned: Watchever bringt französische Serie nach Deutschland“, aufgerufen am 26. Januar 2014.</ref> und Anger Management<ref>ComputerBILD: „Exklusiv-Start der TV-Serie „Anger Management““, aufgerufen am 26. Januar 2014.</ref> oder die Verfügbarkeit von Breaking Bad<ref>Serienjunkies.de: „Watchever zeigt neue Breaking-Bad-Episoden drei Tage nach Weltpremiere“, aufgerufen am 26. Januar 2014.</ref> in Deutschland drei Tage nach der Ausstrahlung in den USA.
Kritiken[Bearbeiten]
Im Test von Spiegel Online schnitt das VoD-Portal Watchever vergleichsweise gut ab. Besonders hervorgehoben wurden der Offline-Modus und die mehrsprachigen Versionen von Filmen und Serien. Auch galt das Portal als „im Vergleich preiswert“.<ref>Spiegel.de: Video-Streaming im Test : Das taugt das Watchever-Angebot, aufgerufen am 25. Dezember 2013.</ref> Watchever erhielt den deutschen IPTV Award 2013 in der Kategorie „Bestes Geschäftsmodell“.<ref name="IPTV Award" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />