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Win Percy

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Datei:Win Percy Jaguar Heritage Racing 2012.jpg
Win Percy 2012
Datei:Rover Vitesse 19850706.jpg
Der Rover Vitesse von Win Percy und Tom Walkinshaw beim 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 1985
Datei:Holden VL Commodore SS Group A SV of Percy & Grice.jpg
Der Holden Commodore mit der Startnummer 16; Siegerwagen von Win Percy und Allan Grice beim 1000-km-Rennen von Bathurst 1990

Winston Walter Frederick „Win“ Percy (* 28. September 1943 in Tolpuddle) ist ein ehemaliger britischer Automobilrennfahrer und Motorsport-Teammanager.

Karriere im Motorsport[Bearbeiten]

Ausbildung und erste Schritte im Motorsport[Bearbeiten]

Percy machte nach der Schulzeit eine Lehre als Automobilmechaniker und begann im Alter von 21 Jahren 1964 in Großbritannien auf einem serienmäßigen Ford Anglia Clubrennen zu fahren. In den Anfangsjahren seine Karriere war Motorsport Hobby und Zeitvertreib am Wochenende. Als er immer mehr Rennen gewann, entschloss er sich Anfang der 1970er-Jahre zu einer professionellen Rennkarriere.

Tourenwagenrennen[Bearbeiten]

1975 stieg er in die Britische Tourenwagen-Meisterschaft ein und wurde ab dem ersten Jahre zu einem der bestimmenden und prägenden Fahrer dieser Rennserie. 1975 beendete er gleich seine erste Rennsaison als Gesamtzweiter. Zum Einsatz kam dabei ein Toyota Celica GT den die britische Rennmannschaft Samurai Racing with Toyota gemeldet hatte. Percy feierte zehn Klassensiege bei 14 Rennstarts in der Klasse A.

Nach einem weiteren zweiten Rang wechselte er mit Beginn des Jahres 1980 ins Team von Tom Walkinshaw. Die Partnerschaft zwischen dem Rennfahrer und Teamchef Walkinshaw und Percy wurde zu einer der erfolgreichsten im britischen Tourenwagensport. Dreimal in Folge gewann Percy überlegen die Meisterschaft. 1980 und 1981 mit einem Mazda RX-7 für Walkinshaw und 1982 am Steuer eines Toyota Corolla GT, der von Toyota Großbritannien eingesetzt wurde.

1984 kehrte er zu Tom Walkinshaws Rennmannschaft zurück und fuhr fortan in der Tourenwagen-Europameisterschaft. Walkinshaw und Percy bestritten die Rennen mit dem schweren Jaguar XJS mit 6-Liter-V12-Motor. Während Percy nach einigen technischen Problemen zu Saisonanfang nur Siebter in der Meisterschaft wurde, beendete Walkinshaw die Rennserie vor dem dritten TWR-Piloten Hans Heyer als Gesamtsieger<ref>Tourenwagen-Europameisterschaft 1984</ref>. 1985 wechselte das Team von Jaguar zu Einsatzfahrzeugen von Rover. Mit dem Rover Vitesse wurde Percy 1985 Dritter und 1986 Zweiter in der Endwertung der Europameisterschaft.

Auch in Australien war der Brite aktiv. 1990 siegte er gemeinsam mit Allan Grice beim 1000-km-Rennen von Bathurst.

Sportwagenrennen[Bearbeiten]

Da Tom Walkinshaw in den 1980er- und 1990er-Jahren die Gruppe-C-Einsätze von Jaguar in der Sportwagen-Weltmeisterschaft mit seinem Rennstall betreute und abwickelte kam auch Percy zu einigen Einsätzen bei Sportwagenrennen. 1986 und 1987 ging er für Jaguar beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an den Start; wobei er nach einem Ausfall wegen technischem Defekt 1986 ein Jahr später großes Glück hatte. In der Nacht verunfallte er im Jaguar XJR-8, dessen Cockpit er sich mit Jan Lammers und John Watson teilte, schwer. Nach einem Reifenschaden auf der Ligne Droite des Hunaudières bei über 300 km/h zerschlugen wegfliegende Reifenteile hintere Karosserieteile des Jaguar die daraufhin wegflogen. Als Folge verlor der Wagen die Bodenhaftung und hob ab, dreht sich in der Luft um die eigene Achse und überschlug sich nach dem Aufprall auf der Straße mehrmals. 600 Meter nach dem Beginn des Unfalls kam das Wrack zum Stehen. Bis auf die Fahrerzelle, ohne Türen und Fenster, war der Wagen völlig zerstört. Bis auf ein paar Kratzer auf dem Helm, entstieg Percy diesem Truppenhaufen ohne Verletzungen und Schaden<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Informationen über Win Percy und zum Unfall in Le Mans 1987 (Memento vom 2. Januar 2002 im Internet Archive)</ref>.

Insgesamt war Percy sechsmal in Le Mans am Start; die beste Platzierung war der 14. Rang 1988.

Teammanager[Bearbeiten]

Nachdem er schon 1990 und 1991 als Teammanager und Fahrer für Holden in der australischen Tourenwagen-Meisterschaft agiert hatte, managte er die Werkseinsätze der Jaguar XJ220 zwischen 1995 und 1997.

Win Percy, verheiratet mit Rosemary, fuhr nach seinem Rückzug vom aktiven Sport in der historischen Gruppe-C-Serie.

Statistik[Bearbeiten]

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1981 JapanJapan Mazdaspeed Mazda RX-7 JapanJapan Yōjirō Terada JapanJapan Hiroshi Fushida Ausfall Antriebswelle
1986 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Silk Cut Jaguar Jaguar XJR-6 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hurley Haywood ItalienItalien Gianfranco Brancatelli Ausfall Kupplungsschaden
1987 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Silk Cut Jaguar Jaguar XJR8-LM NiederlandeNiederlande Jan Lammers Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Watson Ausfall Unfall
1988 JapanJapan Nissan Motorsports Nissan R88C AustralienAustralien Allan Grice Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mike Wilds Rang 14
1993 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich TWR Jaguar Racing Jaguar XJ220 DeutschlandDeutschland Armin Hahne Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich David Leslie Ausfall Motorschaden
1995 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich PC Automotive Jaguar Jaguar XJ220 Schweiz Bernard Thuner Italien Olindo Iacobelli Ausfall Unfall

24-Stunden-von-Spa-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1979 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Equipe Esso Ford Capri III 3.0S Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vince Woodman Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Buncombe Ausfall Unfall
1980 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich T.W.R. Mazda Motul Team Mazda RX-7 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Pete Lovett Ausfall Reifenschaden
1981 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mazda Motul TWR Team Mazda RX-7 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chuck Nicholson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jeff Allam Belgien Marc Duez Rang 5 und Klassensieg
1982 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Team Motul Jaguar Jaguar XJ-S Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chuck Nicholson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tom Walkinshaw Ausfall Unfall
1983 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich TWR Jaguar Racing with Motul Jaguar XJ-S Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Martin Brundle Schweiz Enzo Calderari Ausfall Getriebeschaden
1984 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich TWR Jaguar Racing with Motul Jaguar XJS DeutschlandDeutschland Hans Heyer Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tom Walkinshaw Gesamtsieg
1985 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich TWR Bastos Texaco Racing Team Rover Vitesse DeutschlandDeutschland Hans Heyer Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tom Walkinshaw Ausfall Verteilerwelle
1986 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich TWR Bastos Texaco Racing Team Rover Vitesse Belgien Eddy Joosen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tom Walkinshaw Ausfall Hinterachse
1987 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Rouse Engineering Ford Sierra RS Cosworth Belgien Thierry Tassin Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Rouse disqualifiziert
1988 JapanJapan Nissan Motorsports Europe Nissan Skyline GTS-R Turbo HR31 AustralienAustralien Allan Grice SchwedenSchweden Anders Olofsson Rang 6
1989 Schweiz Bastos Racing Team Eggenberger Ford Sierra RS 500 Cosworth ItalienItalien Gianfranco Brancatelli DeutschlandDeutschland Bernd Schneider Gesamtsieg

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
1977 Bob Gathercole
Spike Anderson
Ford Capri
Datsun 240Z
Vereinigte Staaten DAY Italien MUG Frankreich DIJ Italien MON Vereinigtes Konigreich SIL Deutschland NÜR Italien VAL Italien PER Vereinigte Staaten WAT Portugal EST Frankreich LEC Kanada MOS Italien IMO Osterreich SAL Vereinigtes Konigreich BRH Deutschland HOK Italien VAL
16 DNF
1979 Equipe Esso
Ramsay Racing
Ford Capri
Porsche 924
Vereinigte Staaten DAY Vereinigte Staaten SEB Italien MUG Vereinigte Staaten TAL Frankreich DIJ Vereinigte Staaten RIV Vereinigtes Konigreich SIL Deutschland NÜR Frankreich LEM Italien PER Vereinigte Staaten DAY Vereinigte Staaten WAT Belgien SPA Vereinigtes Konigreich BRH Vereinigte Staaten ROA Italien VAL El Salvador ELS
DNF 22
1980 TWR Mazda Mazda RX-7 Vereinigte Staaten DAY Vereinigtes Konigreich BRH Vereinigte Staaten SEB Italien MUG Italien MON Vereinigte Staaten RIV Vereinigtes Konigreich SIL Deutschland NÜR Frankreich LEM Vereinigte Staaten DAY Vereinigte Staaten WAT Belgien SPA Kanada MOS Vereinigte Staaten ROA Italien VAL Frankreich DIJ
DNF
1981 Mazdaspeed Mazda RX-7 Vereinigte Staaten DAY Vereinigte Staaten SEB Italien MUG Italien MON Vereinigte Staaten RIV Vereinigtes Konigreich SIL Deutschland NÜR Frankreich LEM Italien PER Vereinigte Staaten DAY Vereinigte Staaten WAT Belgien SPA Kanada MOS Vereinigte Staaten ROA Vereinigtes Konigreich BRH
8 DNF
1986 Jaguar Jaguar XJR-5 Italien MON Vereinigtes Konigreich SIL Frankreich LEM Deutschland NÜN Vereinigtes Konigreich BRH SpanienDatei:Flag of Spain.svg JER Deutschland NÜR Belgien SPA JapanDatei:Flag of Japan.svg FUJ
DNF
1987 Jaguar
Ecurie Ecosse
Jaguar XJR-8
Ecosse C286
SpanienDatei:Flag of Spain.svg JAR SpanienDatei:Flag of Spain.svg JER Italien MON Vereinigtes Konigreich SIL Frankreich LEM Deutschland NÜN Vereinigtes Konigreich BRH Deutschland NÜR Belgien SPA JapanDatei:Flag of Japan.svg FUJ
DNF DNF 11
1988 Nissan Motorsports March R88C SpanienDatei:Flag of Spain.svg JER SpanienDatei:Flag of Spain.svg JAR Italien MON Vereinigtes Konigreich SIL Frankreich LEM TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg BRÜ Vereinigtes Konigreich BRH Deutschland NÜR Belgien SPA JapanDatei:Flag of Japan.svg FUJ Australien SAN
14

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Nehlert: Gruppe C. Die Sportwagenrennen 1982–1992. Petrolpics, Bonn 2011, ISBN 978-3-940306-14-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Win Percy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>