Zandvoort
| Vorlage:Platzhalterbild Flagge |
Vorlage:Platzhalterbild Wappen | |||||
| Staat |
| |||||
| Provinz | Datei:Flag of North Holland.svg Noord-Holland | |||||
| Bürgermeister | David Moolenburgh (CDA)<ref name="bürgermeister">Nieuwe burgemeester in Zandvoort. In: rijksoverheid.nl. Rijksoverheid, 5. September 2019, abgerufen am 4. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | |||||
| Sitz der Gemeinde | Zandvoort | |||||
| Fläche – Land – Wasser |
43,97 km² 32,08 km² 11,89 km² | |||||
| CBS-Code | 0473 | |||||
| Einwohner | 17.326 (1. Jan. 2026<ref>Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) | |||||
| Bevölkerungsdichte | 394 Einwohner/km² | |||||
| Koordinaten | 52° 22′ N, 4° 32′ O
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|
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| Bedeutender Verkehrsweg | N200 N201 | |||||
| Vorwahl | 023 | |||||
| Postleitzahlen | 2041–2042, 2116 | |||||
| Website | zandvoort.nl | |||||
Zandvoort (, Aussprache [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.ˈzɑntfoːrt]) ist eine niederländische Gemeinde in der Provinz Nordholland. Zandvoort lebt überwiegend vom Tourismus.
Geographie[Bearbeiten]
Der Ort liegt in einem weitläufigen Dünengebiet direkt an der niederländischen Westküste. Im Süden grenzen die Amsterdamse Waterleidingduinen an den Ort;<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Amsterdamse Waterleidingduinen ( vom 30. April 2012 im Internet Archive)</ref> dort wird Trinkwasser für die Stadt Amsterdam gewonnen. Zugleich dient das Gebiet der Erholung. Im Norden erstreckt sich der Nationalpark Zuid-Kennemerland bis IJmuiden.
Geschichte[Bearbeiten]
Anfänge als Fischerdorf[Bearbeiten]
Zandvoort war schon um 1100 bekannt und hieß damals noch Sandevoerde; der Name setzte sich aus Sand und Voorde (Furt) zusammen. Bis 1722 war das ganze Gebiet unter der Herrschaft der Heren van Brederode. Jahrhundertelang lebte das Dorf vom Fischfang. Die Boote landeten auf dem flachen Strand an und die Fische wurden von dort zum Haarlemer Markt gebracht. Der Ausbau des Hafens im benachbarten IJmuiden im Zuge des Baus der Nordseekanals beschleunigte den Niedergang des Zandvoorter Fischfangs. Die Bewohner begannen, in den Dünen Kartoffeln anzubauen.
Entwicklung zum Seebad[Bearbeiten]
Zur wichtigsten neuen Einnahmequelle wurde bald der Badetourismus. 1828 wurde das erste Badehaus eröffnet. In Großbritannien kam das Seebaden als Heil- und Erholungsmethode auf und der Zandvoorter Arzt Metzger führte dessen Gebrauch in Zandvoort ein. Mehrere Persönlichkeiten besuchten den Ort. So kam die Kaiserin Sisi von Österreich 1884 und 1885 zur Erholung hierher und ließ sich von Metzger physiotherapeutisch behandeln.<ref>Kaiserin Sissi in Zandvoort</ref> Maler wie der Realist Fritz von Uhde fanden ihre Motive in Zandvoort und hielten in ihren Bildern das Leben der einfachen Leute fest.
Der Tourismus entwickelte sich besonders, seit Zandvoort 1881 an das niederländische Schienennetz angebunden wurde und 1899 auch noch eine Straßenbahnverbindung mit Haarlem folgte. Prachtvolle Hotelbauten und Luxusvillen entstanden in dieser Zeit. Ab 1881 verband eine Einkaufspassage den Bahnhof mit einem Kurhaus am Strand.<ref>Porträt Zandvoorts</ref> 1912 wurde Zandvoort an das Wasserleitungsnetz angeschlossen und im Folgejahr ein erster Wasserturm errichtet.
Bei der Schachweltmeisterschaft 1935 war der vornehme Badeort einer der Austragungsorte. Alexander Aljechin und Max Euwe spielten dort eine Partie, die als „Perle von Zandvoort“ berühmt wurde.
Zandvoort im Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]
Während der 1930er Jahre gab es in Zandvoort den landesweit höchsten Prozentsatz an Mitgliedern des NSB – der damaligen Niederländischen Nationalsozialistischen Bewegung.
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen im Mai 1940 wurden zahlreiche Gebäude militärisch genutzt. Gleichzeitig schränkten die Besatzer das öffentliche Leben zunehmend ein. Lebensmittel wurden rationiert, Eigentum beschlagnahmt und politische sowie kulturelle Freiheiten stark begrenzt. Im August 1940 (zwischen dem 4. und 5. August) wurde die örtliche Synagoge zerstört. An der Ecke Jacob van Heemskerckstraat und Doctor Johannus G. Metzgerstraat befindet sich heute ein Gedenkstein.
Im Frühjahr 1942 begann die Deportation der jüdischen Einwohner. Die meisten wurden über Amsterdam und Westerbork in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt.
Ab 1942 wurde Zandvoort in den Bau des Atlantikwalls einbezogen. Der Strand wurde zum Sperrgebiet erklärt, große Teile der Bevölkerung evakuiert und zahlreiche Gebäude, insbesondere die Hotels am Boulevard, abgerissen. Die Bauarbeiten wurden von deutschen Stellen organisiert und teilweise durch niederländische Unternehmen unterstützt.
1943 stand die Gemeindeverwaltung weitgehend unter Kontrolle der niederländischen Nationalsozialisten, während viele Einwohner von der allgemeinen Zwangsarbeitspflicht betroffen waren. Im selben Jahr wurde der markante Wasserturm des Ortes gesprengt. Der Ort wurde mit einem Betonwall umgeben und noch immer findet man um Zandvoort viele Bunker.
Kurz vor Kriegsende erreichten alliierte Lebensmitteltransporte den Ort. Nach der deutschen Kapitulation in den Niederlanden wurde am 5. Mai 1945 die Befreiung gefeiert. Wenige Tage später trafen kanadische Truppen in Zandvoort ein.<ref>Tweede Wereldoorlog in Zandvoort. In: Zandvoorts Museum. Abgerufen am 14. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Entwicklung nach dem Krieg[Bearbeiten]
Nach dem Krieg wurden viele Wohnungen gebaut und der Tourismus nahm stark zu. 1948 wurde der Circuit Zandvoort – eine Motorsport-Rennstrecke – angelegt. 1952 wurde ein weithin sichtbarer Wasserturm eingeweiht, der als Wahrzeichen betrachtet wurde, 2025 jedoch abgerissen wurde.<ref>Sloop watertoren Zandvoort | FIEN. Abgerufen am 13. August 2026.</ref> 1957 wurde der Straßenbahnbetrieb nach Amsterdam (über Haarlem) eingestellt. Die vielen Hochhäuser, teilweise Plattenbauten, die für Touristen, aber auch für die Einwohner entstanden, haben den typisch niederländischen Baustil des Ortes weitgehend verdrängt. In einigen Nebenstraßen finden sich noch Reste des alten Fischerdorfes und an den Ausfallstraßen stehen einige prachtvolle Jugendstilvillen. Das Ortszentrum und der Strandboulevard werden heute von Gaststätten und kleinen Geschäften geprägt.
Tourismus[Bearbeiten]
Der Tourismus hat vor allem in der Hauptsaison großen Einfluss auf die Wirtschaft der Gemeinde. Im Jahr 2003 hatte fast die Hälfte aller Arbeitsplätze in Zandvoort eine Verbindung zum Tourismus. Im ganzen Ort findet man Hotels, Pensionen und andere Unterkünfte. Viele von ihnen entstanden während des Baubooms in den 1950er- und 60er-Jahren. Auch der Center Parc (früher Sunparks) ist ein großer Anziehungspunkt für den Tourismus.
Am Strand laden Pavillons und Cafés die Badegäste ein. Im südlichen Strandbereich ist eine drei Kilometer lange FKK-Zone ausgewiesen. Viele niederländische Familien verbringen ihre Wochenenden und Urlaubstage in Strandbungalows, auch Beachhouses genannt, nur wenige Meter vom Meer entfernt. Diese Häuser sind teilweise über Generationen in Familienbesitz. Die Saison beginnt Ostern und endet im Oktober. Dann werden die Häuser auf LKW verladen und im Bereich der Zandvoort-Rennstrecke wintersicher eingelagert, da die Stürme zu heftig für die Holzhäuser sind.
Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]
Ab 1895 bestand eine Straßenbahnverbindung nach Haarlem und Amsterdam. Diese wurde 1957 geschlossen. Der Endhaltepunkt war in der Ortsmitte.
Die seit 1881 verkehrende normalspurige Bahnstrecke führt bis auf 200 Meter an den Strand heran. Die Personenzüge verkehren über Haarlem nach Amsterdam.
Sehenswürdigkeiten, Freizeit und Unterhaltung[Bearbeiten]
- Das Zandvoorts Museum zeigt die Entwicklung Zandvoorts vom Fischerdorf zum Badeort.<ref>Zandvoorts Museum. In: Website der Touristeninformation von Zandvoort. Abgerufen am 10. Juli 2018.</ref>
- Das Jutters Mu-ZEE-um beschäftigt sich mit dem Strandgut, das in den Jahren an den Strand von Zandvoort angespült wurde.<ref>Jutters Mu-ZEE-um. In: Website der Touristeninformation von Zandvoort. Abgerufen am 10. Juli 2018.</ref>
- Evangelische Kirche mit spätgotischem Turm aus dem 15. Jahrhundert.
- Circus Zandvoort – Das bunte Gebäude wurde als Vergnügungspark 1986 inmitten des historischen Ortskerns von dem Architekten Sjoerd Soeters erbaut.<ref>Informationen bei zandvoort-holland.com</ref>
- Circuit Park Zandvoort Neben der DTM, den ADAC GT Masters und einigen nationale Rennen fand hier von 2021 bis 2026 wieder die Formel 1 (Großer Preis der Niederlande) statt, nachdem das für 2020 geplante Rennen aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt wurde. Zuletzt gastierte die Formel 1 von 1948 bis 1985 in Zandvoort.
- bis 2025 geöffnet gewesen: Holland Casino – eine Spielbank am Strandboulevard
Politik[Bearbeiten]
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Gemeinderat[Bearbeiten]
Das Ergebnis der Kommunalwahl 2026 ist in den Diagrammen dargestellt.
- Sitzverteilung
In Zandvoort setzt sich der Gemeinderat seit 1982 jeweils wie folgt zusammen:
| Partei | Sitze<ref name="wahl" />Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. a | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1982 | 1986 | 1990 | 1994 | 1998 | 2002 | 2006 | 2010 | 2014 | 2018 | 2022 | 2026 | |
| Ouderen Partij Zandvoort | – | – | – | – | – | 3 | 4 | 3 | 5 | 4 | 3 | 3 |
| Jong Zandvoort | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3 | 3 |
| VVD | 8 | 5 | 5 | 4 | 6 | 4 | 5 | 5 | 3 | 3 | 2 | 3 |
| GroenLinks | – | – | – | – | – | – | 1 | 1 | – | 1 | 1 | 2 |
| PvdA | 3 | 4 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 1 | 1 | 1 | |
| PVV | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 2 | 2 | 2 |
| CDA | 2 | 3 | 3 | 3 | 2 | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 2 |
| D66 | 1 | 2 | 4 | 3 | 1 | – | – | 1 | 3 | 3 | 1 | 1 |
| Zandvoort Echt Eén | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 1 | 1 |
| Gemeente Belangen ZandvoortDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. b | 1 | 3 | 2 | 4 | 2 | 4 | 1 | 2 | 2 | 1 | 0 | – |
| Sociaal Zandvoort | – | – | – | – | – | – | – | 1 | 1 | 0 | – | – |
| SP | – | – | – | – | 2 | – | 1 | – | – | – | – | – |
| Algemeen Ouderen Verbond | – | – | – | – | 1 | – | – | – | – | – | – | – |
| Unie 55+ | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | |
| Inspraak NuDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. b | 2 | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Gesamt | 17 | 17 | 17 | 17 | 17 | 17 | 17 | 17 | 17 | 17 | 17 | 17 |
- Anmerkungen
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Bürgermeister[Bearbeiten]
Seit dem 19. September 2019 ist David Moolenburgh (CDA) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.<ref name="bürgermeister" /> Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Gerard Kuipers (D66), Gert-Jan Bluijs (CDA), Gert Toonen (PvdA) sowie die Gemeindesekretärin Anky Griekspoor-Verdurmen.<ref>Samenstelling en portefeuilleverdeling Gemeente Zandvoort, abgerufen am 20. Mai 2018 (niederländisch)</ref>
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Herman Heijermans (1864–1924), Dramatiker, Schriftsteller, Journalist und Intendant
- Ernst van’t Hoff (1908–1955), Jazz- und Unterhaltungsmusiker
- Bert Jacobs (1941–1999), Fußballspieler und -trainer
- Stella Maessen (* 1953), Sängerin
- Jan Lammers (* 1956), Autorennfahrer
- Edwin Keur (* 1972), DJ und Musikproduzent
Galerie[Bearbeiten]
-
Einkaufspassage im 19. Jahrhundert
-
Reste der Wallanlage aus dem Zweiten Weltkrieg am Ortsrand in den Kennemerduinen
-
Zandvoorts Museum
-
Rathaus von Zandvoort
-
Bahnhof
-
Panorama
-
Strandhäuser am Strand
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Zandvoort (niederländisch)
- Touristische Informationsseite (deutsch, niederländisch, englisch)
- Website des Zandvoorts Museums (deutsch, niederländisch, englisch)
- Website des Jutters Mu-ZEE-ums (deutsch, englisch)
- Website der Rennstrecke (niederländisch, englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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