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Ƣ

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Ƣƣ

Das Ƣ (kleingeschrieben ƣ) ist ein Buchstabe des lateinischen Schriftsystems. Es wird heute kaum mehr verwendet. Im Alphabet jener Sprachen, die es verwendeten, erschien es zwischen G und H und trug den Namen Ƣa (Gha [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.ɣaː] bzw. [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.ʁaː]). Es wurde zur Darstellung des stimmhaften velaren Frikativs Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.​[⁠ɣ⁠]​ und des stimmhaften uvularen Frikativs Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.​[⁠ʁ⁠]​ benutzt.

Entstehung[Bearbeiten]

Datei:Sütterlin-Q.png
Q, q in Sütterlin-Handschrift

Als Vorbild für den Buchstaben Ƣ gilt eine handschriftliche Variante des Buchstaben Q, wie sie in der zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbreiteten Sütterlin-Schrift auftrat. Die Sütterlin-Form wurde ebenfalls als handschriftliche Variante des Ƣ verwendet.<ref>André Szabolcs Szelp: Origin of LATIN LETTER GHA, Unicode-Mailingliste 2008</ref>

Turksprachen[Bearbeiten]

Datei:5kopeek(Tuva 1934).jpg
Ƣ auf Avers einer tuwinischen 5-Kopeken-Münze, 1934

Der Buchstabe wurde in der Sowjetunion beim Wechsel von der arabischen Schrift zur Lateinschrift zunächst im Aserbaidschanischen (bereits ab 1922), Karatschaischen (ab 1924) und in den anderen Turksprachen des Nordkaukasus ab 1925 eingeführt, um die bisher mit dem arabischen Buchstaben غ (Ghain) bezeichneten Laute Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.​[⁠ɣ⁠]​ und Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.​[⁠ʁ⁠]​ darzustellen. Auf Beschluss des Turkologenkongresses in Baku 1926 wurde diese Lateinschriftvariante für die meisten Turksprachen der Sowjetunion eingeführt. Dieses Alphabet wurde als Neues Alphabet für die Turksprachen bezeichnet, speziell im Tatarischen wurde es Jaꞑalif genannt. Es wurde in die Orthographie u. a. der folgenden Turksprachen eingeführt: Tatarisch (ab 1927), Krimtatarisch, Nogaisch, Kumykisch und Kirgisisch (ab 1928), Turkmenisch, Usbekisch, Kasachisch und Jakutisch (ab 1929), Baschkirisch und Tuwinisch (ab 1930).

Die Lateinschrift und somit das Ƣ kam jedoch nach 1939 wieder außer Gebrauch, als die Turksprachen der Sowjetunion zum kyrillischen Alphabet wechseln mussten. In kyrillischer Schrift trat häufig der Buchstabe Ғ, ғ (Kasachisch, Uigurisch, Tadschikisch, Baschkirisch) an seine Stelle. Im Jakutischen wird der Buchstabe Ҕ, ҕ benutzt. Im Tatarischen wird das unveränderte kyrillische Г, г sowohl für den velaren Plosiv Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.​[⁠g⁠]​ als auch den velaren Frikativ Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.​[⁠ɣ⁠]​ verwendet. Diejenigen Sprachen, die nach Ende der Sowjetunion zur lateinischen Schrift zurückkehrten, übernahmen stattdessen das Ğ, ğ aus dem Türkischen. Das Usbekische verwendet hingegen Gʻ gʻ.

1959 wurde in der Volksrepublik China eine Lateinschrift für die Turksprache Uigurisch entwickelt und 1965 anstelle der zunächst seit 1949 verwendeten kyrillischen Schrift eingeführt. Auch diese Lateinvariante enthält den Buchstaben Ƣ und wird als Uyƣur Yəngi Yəziⱪ („Uigurische Neue Schrift“) bezeichnet. 1982 kehrten die Uiguren jedoch weitgehend zur arabischen Schrift zurück. Uyƣur Yəngi Yəziⱪ wird seither kaum mehr genutzt, ist bis heute aber noch immer ein offizielles Alphabet in China.

Nicht-Turksprachen[Bearbeiten]

Datei:Tsakhur alphabet (1934).JPG
Tsachurisches Alphabet (1934–1938)
Datei:Soviet kurdi latin alphabet (1929).jpg
Kurdisches Latein-Alphabet in der UdSSR

Der Buchstabe Ƣ wurde auch Teil der Lateinschriften einiger nicht-türkischer Nordkaukasussprachen wie Awarisch, Darginisch und Lesgisch und Abchasisch. Im Tsachurischen trat gar neben dem Ƣ für den Laut Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.​[⁠ʁ⁠]​ eine abgewandelte Form mit Querstrich für den Laut Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.​[⁠ɣ⁠]​ auf: Ƣ̵ ƣ̵ .

Verwendet wurde das Ƣ auch in der Orthographie der indoeuropäischen (iranischen) Sprachen Tadschikisch, Kurdisch und Tatisch.

Auch diese Sprachen wechselten Ende der 1930er Jahre in der Sowjetunion zur kyrillischen Schrift. Anstelle des Ƣ trat in den Nordkaukasussprachen dann der Digraph Гъ.

Darstellung auf dem Computer[Bearbeiten]

Die offizielle Benennung der Unicode-Zeichen ging fälschlich davon aus, dass das Ƣ eine Kombination aus O und I sei, und nannte es daher letter oi. Dies wurde später berichtigt und letter gha als Alternativnamen hinzugefügt.

Vorlage:Tabellenstile

UnicodenummerZeichen
(400 %)
Kategorie Offizielle Bezeichnung Beschreibung
U+01A2 (418)ƢƢGroß­buchstabeLATIN CAPITAL LETTER OI / ※ LATIN CAPITAL LETTER GHALateinischer Großbuchstabe Gha
U+01A3 (419)ƣƣKlein­buchstabeLATIN SMALL LETTER OI / ※ LATIN SMALL LETTER GHALateinischer Kleinbuchstabe Gha

Weblinks[Bearbeiten]

Wiktionary: Ƣ – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: ƣ – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Anfang Aa  Bb  Cc  Dd  Ee  Ff  Gg  Hh  Ii  Jj  Kk  Ll  Mm  Nn  Oo  Pp  Qq  Rr  Ss  Tt  Uu  Vv  Ww  Xx  Yy  Zz 

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Ɋɋ  Ꝗꝗ  Ꝙꝙ  Ƣƣ  Vorlage:Klappleiste/Ende