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Begíjar

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Gemeinde Begíjar
Datei:BegijarPlaza.jpg
Begíjar – Ortsmitte mit Kirche und Rathaus
Wappen Karte von Spanien
90x140px|alt=|Wappen von Begíjar
Begíjar (Spanien)
Begíjar (Spanien)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: AndalusienDatei:Bandera de Andalucía.svg Andalusien
Provinz: Jaén
Comarca: Vorlage:Metadaten Comarca ES
Gerichtsbezirk: Vorlage:Metadaten Gerichtsbezirk ES
Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 37° 59′ N, 3° 32′ WKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 37° 59′ N, 3° 32′ W
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Höhe: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ msnm<ref>Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD </ref>
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Einwohner: {{#property:P1082}} (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Unerkanntes Wort „strong“ Einw./km²
Postleitzahl(en): 23711
Gemeindenummer (INE): 23014 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeisterin: Eufrasia María Martínez
Website: begijar.es

Begíjar ist ein südspanischer Ort und eine aus dem Hauptort und mehreren Weilern bestehende Gemeinde (municipio) mit insgesamt {{#property:P1082}} Einwohnern (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) im Zentrum der Provinz Jaén in der autonomen Region Andalusien. Das Ortszentrum ist als Conjunto histórico-artístico anerkannt.

Lage[Bearbeiten]

Der Ort Begíjar liegt knapp 45 km (Fahrtstrecke) nordöstlich der Provinzhauptstadt Jaén in einer Höhe von ca. 560 bis 580 m ü. d. M.<ref>Begíjar – Karte mit Höhenangaben</ref> Die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Nachbarstädte Baeza und Úbeda sind nur 8 bzw. 25 km in nordöstlicher Richtung entfernt. Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die geringen Niederschlagsmengen (ca. 485 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.<ref>Begíjar – Klimatabellen</ref>

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2020
Einwohner 3.077 3.260 4.475 3.143 2.998

Die deutliche Bevölkerungsrückgang in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die nahezu ausschließliche Anpflanzung von Olivenbäumen, die damit einhergehende Mechanisierung und den daraus resultierenden Verlust von Arbeitsplätzen zurückzuführen.<ref>Begíjar – Bevölkerungsentwicklung</ref>

Wirtschaft[Bearbeiten]

Begíjar liegt im Zentrum der schier endlosen Olivenbaumplantagen der Provinz Jaén. Früher wurden auch Getreide, Weinreben etc. zur Selbstversorgung angepflanzt; Gemüse stammte aus den Hausgärten. Im Ort selbst haben sich Kleinhändler, Handwerker und Dienstleistungsbetriebe aller Art angesiedelt. Daneben gibt es mehrere Ferienhäuser (casas rurales).<ref>Begíjar – Wirtschaft etc.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Torreon s.XI.JPG
Burgturm

Auf dem Gemeindegebiet wurden jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Kleinfunde entdeckt. Die Iberer siedelten in der Nähe des Guadalquivir. Aus römischer Zeit stammen die Fundamentreste mehrerer Landgüter (villae rusticae). Die Westgoten haben hingegen kaum Spuren hinterlassen. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts wurde die Gegend von den Mauren überrannt; sie nannten den Ort Buxexat. Nach dem Ende des Kalifats von Córdoba (1031) wurde die Gegend Bestandteil des Taifa-Königreichs Jaén. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts wurde der Ort dem gerade neu entstandenen Almohadenreich einverleibt, welches sich nach der Niederlage in der Schlacht bei Las Navas de Tolosa (1212) zunehmenden Angriffen seiner muslimischen (Ibn Hud, Muhammad I. ibn Nasr) und christlichen Nachbarn ausgesetzt sah. Bereits um das Jahr 1226 wurde Begíjar von den Christen unter Ferdinand III. von Kastilien zurückerobert (reconquista) und dem neugeschaffenen Königreich Jaén eingegliedert, das allerdings eng mit der Krone von Kastilien verbunden war und politisch nicht in Erscheinung trat. Verwaltet wurde der Ort vom Calatrava-Ritterorden, der auch die Burg (castillo) erneuerte. Mit dem Alhambra-Edikt (1492) der Katholischen Könige begann die Vertreibung der Juden; in den Jahren um 1610 wurden die letzten Muslime (Morisken) ebenfalls ausgewiesen. Im Jahr 1779 erhielt Begíjar die Stadtrechte.<ref>Begíjar – Geschichte in Stichworten</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Plazabegijar.jpg
Iglesia de Santiago Apóstol
Datei:Puente del Obispo.JPG
Puente del Obispo
  • Der alte Ortskern mitsamt den Resten der ehemaligen Burg (Casco Antiguo de Begíjar) besteht aus schmalen Gassen mit angrenzenden Häusern des 16. bis 19. Jahrhunderts.<ref>Begíjar – Casco Antiguo</ref>
  • Von der ehemaligen Burg (castillo) stehen nur noch wenige Mauerreste. Hervorzuheben ist der wahrscheinlich bereits in westgotischer Zeit entstandene, später jedoch wiederholt veränderte Bergfried (torre del homenaje) mit gewölbten Zwischendecken im Innern.<ref>Begíjar – Castillo</ref><ref>Begíjar – Castillo</ref>
  • Mit dem Bau der Iglesia de Santiago Apóstol wurde wahrscheinlich bereits im 13. Jahrhundert begonnen, doch erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen erst im 15./16. Jahrhundert. Beachtenswert ist das auf der Südseite befindliche Renaissanceportal mit einer Reiterfigur Santiagos. Das einschiffige, aber mit Seitenkapellen ausgestattete Innere wurde erst im 17. Jahrhundert vollendet. Hinter dem eher streng wirkenden Altarretabel verbirgt sich ein hochbarocker Camarín.<ref>Begíjar – Iglesia de Santiago Apóstol</ref><ref>Begíjar – Iglesia de Santiago Apóstol</ref>
  • Der ehemalige Bischofspalast (Palacio Episcopal) beherbergt heute ein kleines Museum zur Stadtgeschichte.
  • Mehrere Brunnen (fuentes) und Viehtränken (abrevaderos) bereichern das Ortsbild.
Umgebung
 {{#coordinates:37,954166666667|−3,5394444444444|
   |dim=
   |globe=
   |name=Puente del Obispo
   |region=ES-AN
   |type=landmark
  }}) entstand um das Jahr 1508. Die Bögen haben jeweils unterschiedliche Spannbreiten. Im seitlichen Brückenturm befindet sich eine Kapelle mit einem ungewöhnlichen Portalgewände ohne Säulen und Kapitelle.
  • In der Nähe überspannen 2 frühneuzeitliche Aquädukte den Arroyo de Barranquillo und den Arroyo del Chortal.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Begíjar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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