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Segura de la Sierra

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Gemeinde Segura de la Sierra
Datei:Segura de la Sierra PM 091670 E.jpg
Segura de la Sierra – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
90x140px|alt=|Wappen von Segura de la Sierra
Segura de la Sierra (Spanien)
Segura de la Sierra (Spanien)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Andalusien Andalusien
Provinz: Jaén
Comarca: Vorlage:Metadaten Comarca ES
Gerichtsbezirk: Vorlage:Metadaten Gerichtsbezirk ES
Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 38° 18′ N, 2° 39′ WKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 38° 18′ N, 2° 39′ W
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Höhe: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ msnm<ref>Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD </ref>
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Einwohner: {{#property:P1082}} (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Unerkanntes Wort „strong“ Einw./km²
Postleitzahl(en): 23379
Gemeindenummer (INE): 23081 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeisterin: Esperanza Chinchilla Vizcaíno
Website: Segura de la Sierra

Segura de la Sierra ist ein südspanischer Ort und eine aus dem Hauptort sowie mehreren Weilern (aldeas) und Einzelgehöften bestehende Gemeinde (municipio) mit insgesamt {{#property:P1082}} Einwohnern (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) im Süden der Provinz Jaén in der autonomen Region Andalusien. Der Ort ist als Conjunto histórico-artístico anerkannt.

Lage[Bearbeiten]

Der Ort Segura de la Sierra liegt in der Sierra de Segura knapp 150 km (Fahrtstrecke) nordöstlich der Provinzhauptstadt Jaén in einer Höhe von ca. 1050 bis 1140 m ü. d. M.<ref>Segura de la Sierra – Karte mit Höhenangaben</ref> Weitere gut 150 km in nordöstlicher Richtung entfernt liegt die Stadt Albacete. Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die geringen Niederschlagsmengen (ca. 485 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.<ref>Segura de la Sierra – Klimatabellen</ref>

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2020
Einwohner 2.338 2.932 4.809 2.183 1.773

Der deutliche Bevölkerungsrückgang in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.<ref>Segura de la Sierra – Bevölkerungsentwicklung</ref>

Wirtschaft[Bearbeiten]

Segura de la Sierra liegt im Nordosten der schier endlosen Olivenbaumplantagen der Provinz Jaén. Früher wurden auch Getreide, Weinreben etc. zur Selbstversorgung angepflanzt; Gemüse stammte aus den Hausgärten. Viehzucht (Schafe, Ziegen, Hühner) und Forstwirtschaft werden ebenfalls betrieben. Im Ort selbst haben sich Kleinhändler, Handwerker und Dienstleistungsbetriebe aller Art angesiedelt. Daneben gibt es mehrere Ferienhäuser (casas rurales).<ref>Segura de la Sierra – Wirtschaft etc.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet wurden jungsteinzeitliche Felsmalereien entdeckt. Phönizier und Karthager nannten den Ort wahrscheinlich Tavara, die Römer nannten ihn Tader und betrieben hier Erzbergbau. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts wurde die Gegend von den Mauren überrannt; sie nannten den Ort Šaqūra. Nach dem Ende des Kalifats von Córdoba (1031) wurde die abgelegene Gegend Bestandteil des Taifa-Königreichs von Saragossa. Im Jahr 1091 übernahmen die Almoraviden die Macht, die jedoch um die Mitte des 12. Jahrhunderts an die Almohaden überging, welches sich nach der Niederlage in der Schlacht bei Las Navas de Tolosa (1212) zunehmenden Angriffen ihrer muslimischen (Ibn Hud, Muhammad I. ibn Nasr) und christlichen Nachbarn ausgesetzt sah. Im Jahr 1214 wurde Segura de la Sierra von den Christen zurückerobert (reconquista) und zur militärischen Sicherung dem Santiago-Ritterorden übergeben. Mit dem Alhambra-Edikt (1492) der Katholischen Könige begann die Vertreibung der sephardischen Juden; in den Jahren um 1610 wurden die letzten Muslime (Morisken) ebenfalls ausgewiesen.<ref>Segura de la Sierra – Geschichte</ref><ref>Segura de la Sierra – Geschichte in Stichworten</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Segura de la Sierra PM 091678 E.jpg
Burg (castillo)
Datei:Segura de la Sierra PM 091705 E.jpg
Gasse im Ort
Datei:Segura de la Sierra PM 091697 E.jpg
Pfarrkirche (parroquia)
  • Die Burg (castillo) entstand wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert, doch erhielt sie ihr heutiges Aussehen erst unter den Santiago-Rittern bzw. bei Restaurierungen im 20. Jahrhundert. Das Burgtor ist abgewinkelt; dahinter befindet sich der Burghof (patio de armas) mit einer Zisterne (aljibe) und einer Badeanlage (baños arabes). Der ca. 18,50 m hohe Bergfried (torre del homenaje) diente überwiegend zu Wohnzwecken. Eine freistehende Burgkapelle gehörte ebenfalls zum Gesamtensemble; ihre Apsis ist rippengewölbt.<ref>Segura de la Sierra – Castillo</ref><ref>Segura de la Sierra – Castillo</ref>
  • Große Teile der ehemaligen – zum Teil in Stampflehmtechnik erbauten und mit mehreren Türmen versehenen – Stadtbefestigung sind erhalten.<ref>Segura de la Sierra – Stadtmauern</ref>
  • Reizvoll sind die verwinkelten und leicht ansteigenden Gassen im Ort.
  • Die Pfarrkirche (Iglesia de Santa María del Collado) stammt aus dem 16. Jahrhundert; das gewölbte Kirchenschiff erhielt drei spätere Kapellenanbauten, die auch der Stabilisierung des Mauerwerks dienten. Die Kirche beherbergt zahlreiche Figuren, darunter auch eine kleine spätgotische Madonna mit Kind (Virgen de la Peña) und einige Bilder.<ref>Segura de la Sierra – Pfarrkirche</ref>
  • Vor der Kirche befindet sich eine repräsentative Brunnenanlage (fuente imperial), deren langes Becken auch als Viehtränke (abrevadero) diente.<ref>Segura de la Sierra – Brunnen</ref>
  • Die Kirche des Jesuitenordens entstand in den Jahren 1583 bis 1593. Nach der Vertreibung der Jesuiten durch König Karl III. und Papst Clemens XIV. im Jahr 1767 bis 1773 begann der allmähliche Verfall des Bauwerks, der durch eine grundlegende Restaurierung Ende des 20. Jahrhunderts aufgehalten werden konnte.<ref>Segura de la Sierra – Jesuitenkirche</ref>
  • Das Rathaus (ayuntamiento) befindet sich im ehemaligen Verwaltungssitz des Jesuitenordens (Casa de la Compañía de Jesús). Sehenswert ist das Portal mit einem darüber befindlichen Außenbalkon.<ref>Segura de la Sierra – Rathaus</ref>
  • Gut erhalten bzw. restauriert präsentiert sich die auf römischen Fundamenten erbaute islamische Badeanlage (hammam) mit ihrem von kleinen Luftöffnungen durchbrochenen Ziegelsteingewölbe.<ref>Segura de la Sierra – Hammam</ref>
Umgebung
  • Die waldreiche Umgebung des Bergdorfs lädt zum Wandern ein. Manchmal stößt man auf alte Brennöfen, die noch bis ins 19. oder frühe 20. Jahrhundert in Betrieb waren.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Nur ca. 15 km südwestlich liegt der vergleichbare Ort Hornos.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Segura de la Sierra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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