Bennwihr
| Bennwihr | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Blason Bennwihr 68.svg | ||||||
| Staat | ||||||
| Region | Grand Est | |||||
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |||||
| Arrondissement | Colmar-Ribeauvillé | |||||
| Kanton | Sainte-Marie-aux-Mines | |||||
| Gemeindeverband | Pays de Ribeauvillé | |||||
| Koordinaten | 48° 9′ N, 7° 20′ O
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| Höhe | 183–354 m | |||||
| Fläche | – | |||||
| Einwohner | 1.326 (1. Januar 2023) | |||||
| Bevölkerungsdichte | – Einw./km² | |||||
| Postleitzahl | 68630 | |||||
| INSEE-Code | 68026 | |||||
| Datei:Bennwihr, Hôtel de ville.jpg Rathaus (Hôtel de ville) | ||||||
Bennwihr ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Kleinstadt mit 1.326 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Colmar-Ribeauvillé, zum Kanton Sainte-Marie-aux-Mines und zum Gemeindeverband Pays de Ribeauvillé.
Geografie[Bearbeiten]
Die Kleinstadt Bennwihr liegt am Fuß der Vogesen, sechs Kilometer südlich von Ribeauvillé und acht Kilometer nördlich von Colmar an der Elsässer Weinstraße. Bekannteste Weinlage ist der Alsace Grand Cru Marckrain, den sich der Ort mit der Nachbargemeinde Sigolsheim teilt. Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges und wird vom Fluss Fecht durchquert, in den hier der Sambach einmündet. Nachbargemeinden von Bennwihr sind Mittelwihr und Beblenheim im Norden, Ostheim im Nordosten, Houssen im Südosten, Colmar im Süden sowie Sigolsheim im Südwesten.
Geologie[Bearbeiten]
Der Ort Bennwihr liegt in der Vorbergzone der Vogesen auf Schichten, die erst bei der Bildung des Oberrhein-Grabens in der Tertiärzeit (im Oligozän) in diesem abgelagert wurden. Westlich des Ortes bildet ein Mosaik von (viel älteren) Jura-Bruchschollen den Untergrund der Vorbergzone. Diese sind in den Graben abgesunkene Überbleibsel des Deckgebirges, das einst auch die Vogesen bedeckte. Eine große N-S-Verwerfung, die unmittelbar östlich Kientzheim das Weiss-Tal quert, trennt die Vorbergzone vom kristallinen Grundgebirge der Vogesen, das hier aus Granit besteht.
Geschichte[Bearbeiten]
In einer Schenkungsurkunde König Karls für das Kloster Luxeuil, die nur in seine Regierungszeit (768/800) datiert werden kann, erscheint der Ort als „Bebonisvillare“ zum ersten Mal. Darin wird schon eine Kirche (ecclesiam) erwähnt (D_Kar_I, 300). Noch einmal lesen wir von Bennweier in einer Urkunde für das Kloster St. Denis bei Paris 777 (Tangl, M., Das Testament des Abtes Fulrad ..., Regesten B).
Auf der Gemarkung wurden Spuren jungsteinzeitlicher und hallstattzeitlicher Besiedlung entdeckt. Die Roemerstrasse erinnert an die Trasse der römischen Rheinstraße.
Im 11. Jahrhundert besaßen die Grafen von Horburg den Ort als bischöflich-straßburgisches Lehen. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts kam die Siedlung Katzenwagen, die eine eigene, bis ins 18. Jahrhundert erhaltene Kirche besaß, an Bennwihr. Im 15. Jahrhundert gehörte Bennwihr den Herren von Rappoltstein. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort 1632 von den Schweden geplündert. 1650 wütete die Pest. Nach dem Aussterben der Rappoltsteiner gelangte Bennwihr an das Haus Zweibrücken-Birkenfeld. Unter Ludwig XIV. kam auch Bennwihr ab 1680 unter französische Verwaltung. In der Revolution verloren die Zweibrückener alle Ansprüche auf das Dorf.
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gehörte Bennwihr von 1871 bis 1914 zum Reichsland Elsass-Lothringen (Kreis Rappoltsweiler, Bezirk Oberelsass). Im Ersten Weltkrieg besetzte deutsches Militär im August 1914 den Ort und errichtete eine Verteidigungsstellung westlich des Dorfes. Während des ganzen Krieges existierte ein deutsches Militärlager und ein Gefangenenlager in der Nähe des Dorfes.
Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Einwohner ab Juni 1940 die deutsche Besatzung mit all ihren Schikanen. Unter anderem wurden 17 Bürger aus politischen Gründen in das Lager Schirmeck verbracht. Beim Vordringen der Alliierten gegen den von den Deutschen hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar), geriet Bennwihr im Dezember 1944 in die Kampfzone. Am 5. Dezember wurde Bennwihr erstmals beschossen. Ein Teil der Bevölkerung brachte sich über Ingersheim nach Colmar in Sicherheit. Andere harrten noch bis zur totalen Evakuierung in den Kellern aus. Um die Weihnachtszeit 1944 gelang es der amerikanischen Infanterie nach mehreren vergeblichen Offensiven, die Deutschen aus Bennwihr zu vertreiben. Der bereits schwer beschädigte Ort litt aber noch bis weit in den Januar 1945 unter deutschem Artilleriefeuer. Am 2. Februar 1945 konnten die auf 24 Gemeinden verteilten Einwohner wieder in ihr völlig zerstörtes Dor zurückkehren. Die Rückkehrer wurden zunächst in einer primitiven Barackensiedlung untergebracht. Erst 1949 kam der Wiederaufbau in Gang. Dieser erfolgte in Anlehnung an die die regionale Bautradition.
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2016 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 925 | 1039 | 1197 | 1139 | 1003 | 1124 | 1274 | 1321 | 1326 |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||
Wappen[Bearbeiten]
Wappenbeschreibung: In Blau ein durchgehendes silbernes Kreuz
Bauwerke[Bearbeiten]
- Kirche St. Peter und Paul, errichtet 1957 von den Architektenbüros Pouradier-Duteil und Pillon (Glockenturm 1959), Fenster von Paul Martineau, Monument historique<ref>Eintrag. In: Base Mérimée, einer Datenbank des französischen Kulturministeriums</ref>
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St. Peter und Paul
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Raymond Poidevin (1928–2000), französischer Historiker
Literatur[Bearbeiten]
- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 668–669.
Belege[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Bennwihr. cc-ribeauville.fr
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