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Brösen

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Brösen
Stadt Leisnig
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(158)&title=Br%C3%B6sen 51° 9′ N, 12° 53′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(158) 51° 9′ 1″ N, 12° 53′ 18″ O
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Einwohner: 158 (31. Dez. 2023)<ref>Bürgerinformationsbroschüre der Stadt Leisnig. Abgerufen am 5. September 2024.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 04703
Vorwahl: 034321
Datei:Brösen Lage.png
Karte
Lage von Brösen im Gebiet der Stadt Leisnig
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Brösen ist ein Ortsteil der Stadt Leisnig im Landkreis Mittelsachsen. 1964 hatte der Ort 386 Einwohner. 1952 wurde Tautendorf eingemeindet, 1969 wurde es mit diesem nach Leisnig eingemeindet.<ref>siehe unter Weblinks: Digitales Historisches Ortsverzeichnis</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Brösen ist sorbischen Ursprungs<ref>nach Eichler, Ernst/Walther, Hans: Die Ortsnamen im Gau Daleminze, Bd. 1: Namenbuch, Berlin 1966: spätslawisch (10. bis 12. Jahrhundert).</ref>, erkennbar an der Tatsache, dass es noch 1403 Wachkorn an das Vorwerk Tragnitz liefern musste.<ref>Manfred Kobuch: Leisnig im Tafelgüterverzeichnis des Römischen Königs, NASG 64/1993, S. 29–52.</ref>

Die Erstnennung erfolgte 1299<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1330. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 99.</ref>, als Otto von Zeschwitz auf Gorschmitz den burchstadel in Brösen an das Kloster Buch verkaufte.

Der Ort war stets nach der Matthäi-Kirche Leisnig gepfarrt.

1378 hatte Brösen 32 Scheffel Korn und dasselbe in Hafer, 9 Hähnchen und ein Küchenrind an das castrum Leisnig zu liefern.<ref>Vorgänger des Amtes Leisnig, siehe Hans Beschorner (Hrsg.): Registrum dominorum marchionum Missnensem (1378). Leipzig-Berlin (1933).</ref> Weiter hatte Brösen eine precarie, die zu Walpurgis (1.5.) und Michaelis (29.9.) je 42 Groschen zu zahlen hatte.

Datei:Schanzenmühle2.JPG
Schanzenmühle

1496 werden Bauern von Brösen namentlich genannt, deren Abgaben nun an den neu errichteten Altar Compassionis Mariae in der Matthäi-Kirche Leisnig gehen sollten<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 9171. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 275.</ref>, nämlich Cleman Pusch, Bartel Hasse, Ditterich Findeisen, Nickel Titz, Gregor Titz, Symon Moesse, Andres Hermsdorff, Symon Roschwitz, Matts Tycze, Nickel Oeyge, Bartel Olber, Brosius Moeller. Die Schanzenmühle, eine von sieben Mühlen im Schanzenbachtal, wurde 1558 zum ersten Mal erwähnt<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.„Armin Arnold ist der Müller von Tautendorf“. LVZ vom 14. Januar 2017 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. September 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lvz.de</ref>.

Nach dem Amtserbbuch Leisnig von 1548 gehörten zu Brösen 19 besessene Mann, darunter 2 Gärtner, die sind verschiedentlich dem Amt Leisnig, Sebastian von Kötteritzsch zu Sitten, Hans von Schellenberg, der Kirche zu Leisnig, dem Rat zu Leisnig und dem Kloster Buch lehen- und zinsbar. Weiteres: Die Leute haben hier oftmals Stücke von mehreren Grundherren! mit 19,5 Hufen.<ref>siehe unter Weblinks: Repertorium Saxonicum des ISGV.</ref> Auch gerichtlich unterstanden die Einwohner mehreren Herren.

Auf der Flur von Brösen liegen zwei mittelalterliche Wallanlagen: der Burgstadel und der Burgstall.<ref>siehe Burgwälle in Sachsen und Billig, Burgwardorganisation, Kap. 3.1.</ref>

Am 1. Januar 1952 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Tautendorf eingegliedert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jens Kunze: Das Amt Leisnig im 15. Jahrhundert, S. 349, Leipzig, 2007, ISBN 978-3-86583-027-2
  • Gerhard Billig: Die Burgwardorganisation im obersächsisch-meißnischen Raum. Archäologisch-archivalische vergleichende Untersuchungen, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1989, Veröffentlichungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden, Band 20, ISBN 978-3-326-00489-1, Kapitel 3.1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Brösen (Leisnig) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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