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Polkenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Polkenberg
Stadt Leisnig
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(248)&title=Polkenberg 51° 11′ N, 12° 55′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(248) 51° 10′ 52″ N, 12° 55′ 1″ O
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Einwohner: 248 (31. Dez. 2023)<ref>Bürgerinformationsbroschüre der Stadt Leisnig. Abgerufen am 5. September 2024.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Eingemeindet nach: Bockelwitz
Postleitzahl: 04703
Vorwahl: 034321
Datei:Polkenberg Lage.png
Karte
Lage von Polkenberg im Gebiet der Stadt Leisnig

Polkenberg ist ein Ortsteil der Stadt Leisnig im Landkreis Mittelsachsen.

Geschichte[Bearbeiten]

1046 wird der Burgward Bolechina genannt.<ref>Monumenta Germaniae Historica, Diplomata, Urkunden Heinrichs III. Nr. 162 (dmgh.de).</ref> Seine Lage wird auf dem Kapellenberg südlich von Korpitzsch vermutet.

1215 gehörte die capella in polech zur Parochie Leisnig und gelangte damit an das Kloster Buch.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 193. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 4.</ref>

1231 wurden von Ks. Friedrich II. dem Kloster Buch Güter bestätigt, u. a. in Bylsin<ref>Das könnte Großpelsen gewesen sein.</ref>, gelegen bei Polkenberg (prope Polex), die Heinrich von Kohren von den Reichsministerialen von Polkenberg gekauft und dem Kloster übertragen hatte.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 4231. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 22.</ref> 1233 wurden die Brüder de Polec als tutores bei der Gründung von Kloster Geringswalde genannt.<ref name="Baudisch200">Susanne Baudisch: Lokaler Adel in Nordwestsachsen. Geschichte und Politik in Sachsen. Band 10. Böhlau, Köln / Weimar / Wien 1999, ISBN 3-412-02599-2, S. 200.</ref> 1236 war Heinricus de Poleke Zeuge für die Herren von Gnandstein.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 337. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 31.</ref> 1245 erfolgte eine weitere Güterbestätigung für das Kloster Buch durch Ks. Friedrich II., darunter die Dörfer Langenau, Gersdorf und Kieselbach, erworben von Heinricus de Poleche.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 417. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 34.</ref> Heinrich von Polkenberg ist weiter bis 1254 als Zeuge nachweisbar, Friedrich von Polkenberg bis 1276 (Besitzer des castrum, also der Burg in Frankenhausen).<ref name="Baudisch200" />

1378 hatte die Mühle in Paleg jährlich 10 Groschen an das castrum Leisnig zu liefern.<ref>Vorgänger des Amtes Leisnig, siehe Hans Beschorner (Hrsg.): Registrum dominorum marchionum Missnensem (1378). Eintrag LXXIa/35. Leipzig/Berlin 1933, S. 309.</ref>

Polkenberg entwickelte sich zum amtssässigen Rittergut.<ref>Jens Kunze: Das Amt Leisnig im 15. Jahrhundert. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-86583-027-2, S. 367.</ref><ref>Susanne Baudisch: Burgen und Herrensitze in Nordwestsachsen. Teil 1, Burgen und Herrensitze. Druck- und Verlagshaus Katzbach, Regis-Breitingen 1996, ISBN 3-930044-05-6, S. 40–42.</ref><ref>Johann Kamprad: Leisnigker Chronika von 1753. Abschrift im Auftrag des Leisniger Geschichts- und Heimatvereins. Leisnig 2013, ISBN 978-3-00-043035-0, S. 302.</ref><ref>Gustav Poenicke (Hrsg.): Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen, Teil: 1. Leipziger Kreis. nach der Natur neu aufgenommen von F. Heise … Mit historisch-statistisch bearb. Text. S. 19 im Anhang (digital.slub-dresden.de – um 1860).</ref> 1548 nennt das Amtserbbuch von Leisnig zu Polkenberg „2 besessene Mann, die sind alle dem Balthasar von Arras lehen- und zinsbar“ mit 1 Hufe.<ref>Polkenberg im Repertorium Saxonicum des ISGV, Amtserbbuch Leisnig</ref> Das Obergericht gehörte ins Amt Leisnig, das Erbgericht an die Grundherrschaft. Bis 1747 war Hans Dietrich von Bock im Besitz des Rittergutes, auf den die Häuslersiedlung Bocksdorf zurückgeht,<ref>Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen Bocksdorf</ref> die namengebend für die Gemeinde und 1921 in Polkenberg umbenannt wurde.

Der Ort war stets nach Altleisnig gepfarrt.

1921 wurde die Landgemeinde Bocksdorf in Polkenberg umbenannt. Am 1. Juli 1950 wurden Görnitz und Korpitzsch eingemeindet, 1973 Polditz. 1999 wurde er nach Bockelwitz eingemeindet, 2012 ging er mit diesem nach Leisnig.

1990 hatte der Ort 1155 Einwohner.<ref>Polkenberg im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Polkenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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