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Breno TI

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Brenof zu vermeiden.
Breno
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Wappen von Breno
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Breno
Gemeinde: Alto Malcantonei2
Postleitzahl: 6937
frühere BFS-Nr.: 5159
Koordinaten: 710840 / 98961Koordinaten: 46° 1′ 59″ N, 8° 52′ 13″ O; CH1903: 710840 / 98961
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  }}
Höhe: 798 m ü. M.
Höhenbereich: 597–1652 m ü. M.
Fläche: 5,61 km²
Einwohner: 255 (31. Dezember 2002)
Einwohnerdichte: 45 Einw. pro km²
Website: www.altomalcantone.ch
Karte
Breno TI (Schweiz)
Breno TI (Schweiz)
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Breno (Bren in Tessiner Dialekt) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Alto Malcantone, Kanton Tessin. Bis 2005 war Breno eine eigenständige politische Gemeinde. Breno ist eines der wenigen Dörfer im Tessin, das noch den weitgehend gleichen Anblick bietet wie im 19. Jahrhundert.

Geographie[Bearbeiten]

Datei:Karte Gemeinde Breno 2004.png
Gemeindestand vor der Fusion am 13. März 2005

Das Dorf liegt im oberen Malcantone auf 802 m ü. M. am rechten Ufer der Magliasina in Terrassenlage am Fuss des Monte Torri gelegen, überragt von der Kirche, die auf den Ruinen eines alten Schlosses gebaut sein soll.<ref name="HLS" />

Geschichte[Bearbeiten]

Aus der Römerzeit stammten archäologische Funde; unsicher ist der keltische Ursprung des Ortsnamens.<ref name="HLS" /> Das Dorf wurde 1140 als Breno erstmals erwähnt. Seit dem 11. Jahrhundert besassen der Erzbischof von Mailand und die Abtei Sant’Abbondio von Como dort Rechte und Grundstücke. Diejenigen der Abtei bildeten eine castalderia und wurden gewöhnlich der Gemeinde zum Lehen gegeben; dadurch entstanden im 12. und 13. Jahrhundert Streitigkeiten zwischen den beiden Parteien. 1579 wurden die Rechte und Güter der Abtei von der vicinanza zurückgekauft. Zur Gemeinde Breno scheinen früher auch Vezio und Fescoggia gehört zu haben, doch waren 1473 diese beiden Gemeinden schon selbständig.<ref name="HBL" /> Breno umfasste im Süden auch ein Gebiet, das einst zum Dorf Tortoglio (1270 Tortolio) gehörte, das im Gefolge einer Pestepidemie im 15. Jahrhundert verlassen und zur Wüstung wurde. Über die Aufteilung des Gebiets entbrannte ein erst 1890 geschlichteter Streit mit Miglieglia.<ref name="HLS" /> Im 16. Jahrhundert musste Breno dem Herzog von Mailand 16 Soldaten stellen. 1516 wird dort ein Schloss erwähnt.<ref name="HBL" />

Die Pfarrei Breno-Fescoggia wurde 1592 errichtet. Die 1233 erwähnte Pfarrkirche S. Lorenzo wurde 1596 wiederaufgebaut und 1852 erweitert.<ref name="HLS" />

Die herkömmliche alpine Landwirtschaft umfasste auch die Bewirtschaftung von Maiensässen und Alpweiden. Die Alpe Rettaiola ging nach einem jahrhundertelangen Streit mit dem italienischen Valle Veddasca durch einen Entscheid des Vareser Kongresses 1752 verloren. In einer im oberen Malcantone weit verbreiteten Art von Nomadentum pflegten die Landbesitzer von Breno in die Hügelzone zwischen Neggio und Bosco Luganese hinunterzusteigen, wo sie weitere Güter besassen. Dieses bereits für das 16. Jahrhundert belegte und bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts praktizierte Wanderungsverhalten war an die Jahreszeiten gebunden (Heuernte, Weinlese, Sammeln von Kastanien sowie Wintermonate). Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert bestand zudem eine starke Abwanderung von Bauarbeitern. Eine ausgeprägte philanthropische Geisteshaltung und ein intensives Vereinsleben – oft unterstützt durch Zuschüsse zu Reichtum gekommener Auswanderer – führte im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einer Reihe von Einrichtungen, deren wichtigste die Fachschule für Zeichnen (1883) darstellt. Ende des 20. Jahrhunderts wurde das wirtschaftliches Leben in Breno durch die Wegpendler geprägt, die im Tal und vor allem in Lugano ihr Auskommen fanden.<ref name="HLS" />

Die einst selbständige Gemeinde Breno fusionierte am 13. März 2005 mit Arosio, Fescoggia, Mugena und Vezio zur neuen politischen Gemeinde Alto Malcantone. Breno bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Breno (mit Foto) auf patriziatidelmalcantone.ch</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

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Verkehr[Bearbeiten]

Datei:Breno, Malcantone, Ticino (Switzerland).jpg
Dorf von Süden

Breno liegt an der Strasse Agno–Mugena. Im öffentlichen Verkehr wird Breno von den Postauto­linien 62.423 Magliaso–Novaggio–Breno–Arosio–Lamone und 62.427 Cademario–Novaggio–Magliaso erschlossen.<ref>Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2025. In: öv-info.ch</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Breno 5335 20.jpg
Kirche San Lorenzo
Datei:Breno 5335 1.jpg
Oratorium San Rocco

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.<ref>Breno (Alto Malcantone). In: Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS. Bundesamt für Kultur BAK, 2005, abgerufen am 10. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

  • Pfarrkirche San Lorenzo, 1233 erstmals erwähnt, 1596 und 1853 umgebaut und 1912 restauriert<ref name="Martinoli">Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 387–388.</ref><ref>Pfarrkirche San Lorenzo in portal.dnb.de (abgerufen am: 26. Mai 2016.)</ref>
  • Oreste-Gallacchi-Denkmal, 1926 eingeweiht, Werk von Apollonio Pessina<ref>L’imponente cerimonia di inaugurazione del monumento in memoria del cons. avv. Oreste Gallacchi. In: Gazzetta Ticinese. 31. Mai 1926, S. 1 f. (online).</ref>
  • Gemeindehaus Alto Malcantone, neoklassizistischer Bau, 1895 als Sekundar- und Zeichenschule (Scuola maggiore e di disegno) eingeweiht, 1978 geschlossen und 1992 als Gemeindehaus wiedereröffnet<ref>Per Breno un «cuore» nuovo ma con radici nella storia. In: Giornale del Popolo. 15. Mai 1992, S. 17 (online).</ref>
  • Museo d’Arte Sacra<ref name="Martinoli" /><ref>Museo d’Arte Sacra (mit Fotos) auf ticino.ch/de</ref>
  • Oratorium San Rocco, seit 1522<ref name="Martinoli" />
  • Kapelle Santa Maria della Bolla<ref name="Martinoli" />
  • Wohnhaus mit Fresko Madonna del latte<ref name="Martinoli" />
  • Casa Grandi mit malerischer Ausschmückung<ref name="Martinoli" />
  • Burgruine im Ortsteil Redavra<ref name="Martinoli" />

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Pfarrei San Lorenzo<ref>Pfarrei San Lorenzo in portal.dnb.de (abgerufen am: 26. Mai 2016.)</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Breno TI – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive>

<ref name="HLS">Bernardino Croci Maspoli: Breno. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref>
<ref name="HBL">Breno auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz, abgerufen am 3. Juli 2017.</ref>

</references>

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