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Fescoggia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fescoggia
Datei:GW-TI-Fescoccia.png
Wappen von Fescoggia
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Breno
Gemeinde: Alto Malcantonei2
Postleitzahl: 6938
frühere BFS-Nr.: 5145
Koordinaten: 711327 / 99784Koordinaten: 46° 2′ 26″ N, 8° 52′ 36″ O; CH1903: 711327 / 99784
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  }}
Höhe: 840 m ü. M.
Höhenbereich: 636–1527 m ü. M.
Fläche: 2,45 km²
Einwohner: 88 (31. Dezember 2002)
Einwohnerdichte: 36 Einw. pro km²
Website: www.altomalcantone.ch
Karte
Fescoggia (Schweiz)
Fescoggia (Schweiz)
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Fescoggia (Fescògia in Tessiner Dialekt) ist eine Ortschaft in der Tessiner Gemeinde Alto Malcantone im Malcantone. Bis 2005 war Fescoggia eine eigenständige politische Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Datei:Haus in Vezio.jpg
Haus in Fescoggia
Datei:Karte Gemeinde Fescoggia 2004.png
Gemeindestand vor der Fusion am 13. März 2005

Fescoggia liegt im Val Magliasina zwischen Breno und Vezio auf einer Geländeterrasse (837 m ü. M.) unterhalb des Monte Torri.

Geschichte und Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Dorf wird erstmals als Foschagiora im 11. Jahrhundert erwähnt; weitere frühe Nennungen sind Fiscoza (1250), Fescozia und Fiscozia (beide 1296) und Fischozia (1467). Nach einem Dokument von 1296 war Fescoggia neben Agnuzzo das einzige Dorf im Südtessin, das sich gänzlich im Besitz des Domkapitels von Como befand. In der gleichen Quelle wird auf ein castellum de Arina hingewiesen, von dem jedoch weitere Kunde fehlt. Das Zehntrecht besass das Kloster Sant’Abbondio in Como, welches es 1579 an die Vicinìa (Nachbarschaft) Breno verkaufte.<ref name="HLS" />

Fescoggia gehört zur Pfarrei Breno. Die dem heiligen Silvester geweihte Betkapelle wurde Ende des 13. Jahrhunderts über einer früheren, der Schneemadonna geweihten Kirche errichtet und im ausgehenden 18. Jahrhundert letztmals umgebaut. Das Gemeindegebiet, dessen Grenzen im 15. Jahrhundert festgelegt wurden, umfasste auch die Monti di Lot und die Alp Firinesc.<ref name="HLS" />

Bis Ende des 19. Jahrhunderts betrieben die Einwohner Weide- und Alpwirtschaft an den östlichen Abhängen der Berge S. Maria und Cervello. Auf dem Monte Torri wurde im 19. Jahrhundert Eisenerz (Hämatit) abgebaut und ein Ofen zur Verhüttung in Betrieb genommen.<ref name="HLS" />

2000 waren mehr als vier Fünftel der in Fescoggia lebenden Erwerbstätigen Wegpendler.<ref name="HLS" />

Fescoggia fusionierte am 13. März 2005 mit den damaligen Gemeinden Arosio, Breno, Mugena und Vezio zur neuen Gemeinde Alto Malcantone. Fescoggia bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Fescoggia. In: patriziatidelmalcantone.ch, abgerufen am 18. Juli 2024 (italienisch).</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Vorlage:ChartDirektEW

Verkehr[Bearbeiten]

Fescoggia liegt an der Strasse Agno–Mugena. Im öffentlichen Verkehr wird Fescoggia von der Postauto­linie 62.423 Magliaso–Novaggio–Breno–Arosio–Lamone erschlossen.<ref>Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2025. In: öv-info.ch</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Oratorium San Silvestro<ref name="Martinoli">Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Schweizerischen Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 387.</ref><ref>Oratorium San Silvestro (Foto)</ref>
  • Ehemaliges Gemeindehaus<ref name="Martinoli" />
  • Casa Boschetti<ref name="Martinoli" />

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Santino Negri (* 1. November 1821 in Fescoggia; † 25. Mai 1894 ebenda), Stuckateur, wirkte an der Pfarrkirche Santi Cosma e Damiano von Mendrisio und am königlichen Schloss von Turin<ref>Celestino Trezzini: Santino Negri. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 5: Maillard - Saint-Didier. Paul Attinger, Neuenburg 1929, S. 240 (PDF Digitalisat), abgerufen am 9. Oktober 2017</ref>
  • Domenico Negri (* 21. August 1838 in Fescoggia; † 2. Januar 1899 ebenda), Künstler, Maler in Turin und Chicago, Porträtist<ref>Domenico Negri. In: SikartVorlage:Abrufdatum</ref><ref>Domenico Negri. In: Virgilio Chiesa: Lineamenti storici del Malcantone. Gaggini-Bizzozero, Curio 2002, S. 204.</ref><ref>Santino Negri. In: Virgilio Chiesa: Lineamenti storici del Malcantone. Gaggini-Bizzozero, Curio 2002, S. 204.</ref>
  • Alberto Lucchini (* 1906 in Fescoggia; † nach 1955 ebenda), Gymnasiallehrer in Lugano, Autor, Dialektdichter<ref>E quel’aqua in Lumbardia. Poeti dialettali ticinesi, Edizione del Cantonetto, Lugano 1957, S. 77.</ref><ref>Alberto Lucchini. In: Virgilio Chiesa: Lineamenti storici del Malcantone. Gaggini-Bizzozero, Curio 2002, S. 262.</ref>
  • Dick Marty (1945–2023), Schweizer Politiker (FDP), Staatsanwalt, Staatsrat des Kantons Tessin und Ständerat, wohnhaft in Fescoggia

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Fescoggia – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive> <ref name="HLS">Bernardino Croci Maspoli: Fescoggia. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 28. November 2022.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein