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Brietz

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Brietz
Hansestadt Salzwedel
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(402)&title=Brietz 52° 52′ N, 11° 5′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(402) 52° 52′ 9″ N, 11° 5′ 16″ O
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Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 9,77 km²<ref name="HOB-12"/>
Einwohner: 402 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2003
Postleitzahl: 29410
Vorwahl: 03901
Brietz (Sachsen-Anhalt)
Brietz (Sachsen-Anhalt)
Lage von Brietz in Sachsen-Anhalt
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Brietz ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Hansestadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Brietz liegt fünf Kilometer nordwestlich von Salzwedel. Nordöstlich des Dorfes befindet sich der Wohnplatz Brietzer Mühle. Nördlich der Mühle liegen vier große Seen mit Flachgewässern, die Brietzer Teiche. Nördlich des Dorfes liegt das EU-Vogelschutzgebiet Landgraben-Dumme-Niederung.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Die Nachbarorte sind Haus Wendland im Norden, Wustrow, Blütlingen im Nordosten, Alte Ziegelei, Chüttlitz, Böddenstedter Mühle und Böddenstedt im Südosten, Groß Gerstedt im Süden, Klein Gerstedt, Bombeck und Rockenthin im Südwesten, Hestedt im Westen sowie Cheine, Luckau und Nauden im Nordwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten]

Zur Ortschaft Brietz gehören der Ortsteil Brietz mit dem Wohnplatz Brietzer Mühle und der Ortsteil Chüttlitz.<ref name="Hauptsatzung" /><ref>Ortsteilverzeichnis Land Sachsen-Anhalt (Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile), Gebietsstand Januar 2014, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2016</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]

Datei:Danneil-Museum 035.JPG
Strichbündelamphore der Einzelgrabkultur aus Brietz im Johann-Friedrich-Danneil-Museum in Salzwedel

Im Jahre 1366 wurde das dorp tho Britze erstmals erwähnt, als Hans von Chartow den von der Schulenburg Einnahmen aus einigen Dörfern überließ.<ref name="Riedel-5" />

Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird der Ort als Brist aufgeführt, es gehörte dem Kloster Dambeck.<ref name="Landbuch" /> Weitere Nennungen sind 1420 to Bryze (Or Brist), 1541 Bryst, 1579 Brietzen, 1687<ref name="HOB-12" /> und 1804 Brietze.<ref name="Bratring-1" /> 1873 hieß das Dorf schon Brietz (Brietze).<ref name="Gemeidelex-1873" />

Das Großsteingrab Brietz wurde im 19. Jahrhundert zerstört.

Brietz entstand als Rundplatzdorf. Nach dem Dorfbrand im Jahr 1845 wurde es stark verändert wieder aufgebaut.<ref name="HOB-12" />

Etwa einen Kilometer nördlich des Dorfes liegt der Bergbaustandort „Feldstation Cheine 1 und 2“, eine zurückgebaute Ergasförderungsanlage in dessen Nähe sich ein archäologisches Denkmal befindet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Landkanton Salzwedel auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />

Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde zum Kreis Salzwedel. Am 1. März 1973 wurde die ehemals eigenständige Gemeinde Chüttlitz aus dem Kreis Salzwedel nach Brietz eingemeindet. Die Gemeinde Brietz wurde am 1. Juli 1994 von Kreis Salzwedel in den Altmarkkreis Salzwedel eingegliedert.<ref name="Metzler-Poeschel" /> Am 1. Januar 2003 wurde Brietz mit seinem Ortsteil nach Salzwedel eingemeindet. Gleichzeitig entstand die Ortschaft Brietz mit den Ortsteilen Brietz und Chüttlitz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 086
1774 080
1789 093
1798 097
1801 098
1818 097
1840 148
1864 245
1871 267
1885 228
Jahr Einwohner
1892 [00]248<ref name="Zahn-1928" />
1895 284
1900 [00]251<ref name="Zahn-1928" />
1905 250
1910 [00]257<ref name="Zahn-1928" />
1925 296
1939 284
1946 415
1964 259
1971 249
Jahr Einwohner
1981 449
1993 456
2005 [00]499<ref name="SAW-2020" />
2010 [00]456<ref name="SAW-2020" />
2014 [00]429<ref name="SAW-2020" />
2015 [00]445<ref name="EW-2015" />
2020 [00]409<ref name="EW-2021" />
2021 [00]406<ref name="EW-2022" />
2022 [00]399<ref name="EW-2022" />
2023 [0]402<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1993<ref name="HOB-12" />

Religion[Bearbeiten]

Die evangelischen Christen aus Brietz gehörten zur Kirchengemeinde Kemnitz, die früher zur Pfarrei St. Marien- und Mönchskirche in der Altstadt von Salzwedel gehörte.<ref name="Almanach1903" /> Die Brietzer gehören heute zum Pfarrbereich Salzwedel–St. Marien im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Politik[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

Wolfgang Kappler ist Ortsbürgermeister der Ortschaft Brietz.<ref name="OR" />

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Rudolf Linke († 2020).

Ortschaftsrat[Bearbeiten]

Die Ortschaftsratswahl am 9. Juni 2024 lieferte folgende Sitzverteilung:<ref name="Wahl-2024" />

  • 4 Sitze Freie Wählergemeinschaft Brietz
  • 1 Sitz Einzelbewerber Seemann

Es wurden zwei Frauen und drei Männer gewählt. Von 747 Wahlberechtigten hatten 556 ihre Stimme abgegeben, die Wahlbeteiligung betrug damit 73,43 Prozent.<ref name="Wahl-2024" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Ortsfriedhof befindet sich in der Ortsmitte.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref>

<ref name="Bratring-1"> Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 368 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000735~SZ%3D00390~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). </ref>

<ref name="EW-2015"> Jens Heymann: Kernstadt und Dörfer der Einheitsgemeinde Salzwedel legen zu. In: Altmark Zeitung, Ausgabe Salzwedel. 15. Januar 2016 (az-online.de). </ref>

<ref name="EW-2021"> Alexander Rekow: Salzwedel schrumpft weiter. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 11. Januar 2022, DNB 954815971, S. 13. </ref>

<ref name="EW-2022"> Shannon Lang: Einwohnerzahl steigt wieder. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 28. Januar 2023, DNB 954815971, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023"> Hansestadt Salzwedel (Hrsg.): Salzwedel – Statistik Einwohner/Ort zum Stichtag 31.12.2023 mit Haupt- oder alleiniger Wohnung. 6. August 2024. </ref>

<ref name="Gemeidelex-1873"> Preußisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihrer Bevölkerung. Band VI, Provinz Sachsen. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt vom Königlichen Statistischen Bureau. Berlin 1873, S. 10 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A11157796~SZ%3D00020~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). </ref>

<ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>

<ref name="Hauptsatzung"> Hauptsatzung der Stadt Salzwedel. 16. März 2023, abgerufen am 9. Mai 2024. </ref>

<ref name="Landbuch"> Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 403 (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.uni-potsdam.de (Memento vom 6. April 2019 im Internet Archive)). </ref>

<ref name="Metzler-Poeschel"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>

<ref name="OR"> Hansestadt Salzwedel: Ortschaftsrat Brietz. In: salzwedel.de. Abgerufen am 7. August 2024. </ref>

<ref name="Riedel-5"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>

<ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Salzwedel–St. Marien. In: ekmd.de. Abgerufen am 28. Januar 2024. </ref>

<ref name="SAW-2020"> Hansestadt Salzwedel: Integriertes Stadtentwicklungskonzept 2020. Juni 2015, S. 56 (salzwedel.de [PDF; abgerufen am 5. Mai 2019]). </ref>

<ref name="Wahl-2024"> Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses und der Namen der gewählten Bewerberinnen und Bewerber der Gemeinderatswahl und der Ortschaftsratswahlen am 09. Juni 2024 – Ergebnis der Ortschaftsratswahl in Brietz. (PDF) Hansestadt Salzwedel, 25. Juni 2024, S. 7, abgerufen am 6. August 2024. </ref>

<ref name="Zahn-1928"> Vorlage:BibOCLC </ref> </references>

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