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Ziethnitz

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Ziethnitz
Hansestadt Salzwedel
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(80)&title=Ziethnitz 52° 50′ N, 11° 8′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(80) 52° 49′ 34″ N, 11° 7′ 42″ O
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Höhe: 32 m ü. NHN
Fläche: 2,87 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 80 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Steinitz
Postleitzahl: 29410
Vorwahl: 03901
Ziethnitz (Sachsen-Anhalt)
Ziethnitz (Sachsen-Anhalt)
Lage von Ziethnitz in Sachsen-Anhalt

Ziethnitz gehört zur Ortschaft Steinitz und ist ein Ortsteil der Hansestadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />

Geographie[Bearbeiten]

<mapframe latitude="52.826" longitude="11.127" zoom="15" width="250" height="200" align="right" /> Ziethnitz, ein nach Süden erweitertes Rundangerdorf, liegt drei Kilometer südsüdwestlich von Salzwedel in der Altmark. Einen Kilometer südlich des Dorfes steht auf dem etwa 70 Meter hohen Schwarzen Berg ein Aussichtsturm, der Bismarckturm. Der zum Ortsteil Ziethnitz zugehörige Wohnplatz Phillips Kolonie<ref name="OT-LSA-2013" /> liegt 1,7 Kilometer südlich des Dorfes an der B 248. Er gehörte früher zu Kemnitz.

Die Nachbarorte sind Böddenstedter Mühle im Norden, Perver im Nordosten, Kricheldorf und Sienau im Osten, Brewitz im Südosten, Phillips Kolonie im Süden, Eversdorf und Groß Wieblitz im Südwesten, Kemnitz im Westen sowie Böddenstedt im Nordwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]

Das Dorf Ziethnitz wurde im Jahre 1274 erstmals als Zitenitz in einer Urkunde erwähnt.<ref name="Krabbo Regesten" /><ref name="Riedel-5" /> Weitere Nennungen sind 1329 cytenyz, 1687 Zietenitz und 1804 Zietenitz Ziethenitz.<ref name="HOB-12" />

Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 11 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 254 Hektar. Die Kirche besaß 1 Hektar Land, der Gemeinde gehörten 2 Hektar.<ref name="HOB-12" />

Der Brautball zu Ostern[Bearbeiten]

Früher musste eine Ackersmannsfrau in Ziethnitz und Jeggeleben in den ersten Ostern nach der Verheiratung einen Brautball geben. Um diesen Ball zu bekommen, zogen die unverheirateten Mädchen zu Ostern, in der Hand einen Rosmarinstrauch tragend, ins Haus der Neuvermählten und sangen ein Lied über den Brautball.<ref name="JBAGV-1859" /> Ein Brautball war ein großer aus Leder gefertigter Ball.<ref name="Kuhn-Schwarz 1848" />

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Stadtkanton Salzwedel auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />

Am 20. Juli 1950 wurden die Gemeinden Kemnitz und Ziethnitz zur neuen Gemeinde Steinitz im Landkreis Salzwedel zusammengeschlossen.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Am 1. Januar 2011 wurde die Gemeinde Steinitz per Gesetz aufgelöst.<ref name="GemNeuglG SAW" /> Gleichzeitig kam der Ortsteil Ziethnitz zur Hansestadt Salzwedel und im Jahr 2019 auch zur Ortschaft Steinitz.<ref name="Hauptsatzung 2015" />

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Gemeinde[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 50
1774 72
1789 52
1798 46
1801 47
1818 51
1840 69
1864 70
1871 83
Jahr Einwohner
1885 070
1892 [00]081<ref name="Zahn-1928" />
1895 071
1900 [00]062<ref name="Zahn-1928" />
1905 062
1910 [00]063<ref name="Zahn-1928" />
1925 [00]083<ref name="Zahn-1928" />
1939 080
1946 157

Ortsteil[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
2010 [00]79<ref name="SAW-2020" />
2014 [00]82<ref name="EW-2015" />
2015 [00]79<ref name="EW-2015" />
2020 [00]84<ref name="EW-2021" />
2021 [00]87<ref name="EW-2022" />
2022 [00]84<ref name="EW-2022" />
2023 [0]80<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:<ref name="HOB-12" />

Religion[Bearbeiten]

Die evangelischen Christen aus Ziethnitz waren in die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Brewitz eingepfarrt, die früher zu Pfarrei St. Georg in Salzwedel-Perver gehörte.<ref name="Almanach1903" /> Sie werden heute betreut vom Pfarrbereich Salzwedel-St. Georg im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="2VO-LSA-1950"> Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 278 (PDF). </ref>

<ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref>

<ref name="EW-2015"> Jens Heymann: Kernstadt und Dörfer der Einheitsgemeinde Salzwedel legen zu. In: Altmark Zeitung, Ausgabe Salzwedel. 15. Januar 2016 (Online). </ref>

<ref name="EW-2021"> Alexander Rekow: Salzwedel schrumpft weiter. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 11. Januar 2022, DNB 954815971, S. 13. </ref>

<ref name="EW-2022"> Shannon Lang: Einwohnerzahl steigt wieder. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 28. Januar 2023, DNB 954815971, S. 17. </ref>

<ref name="EW-2023"> Hansestadt Salzwedel (Hrsg.): Salzwedel – Statistik Einwohner/Ort zum Stichtag 31.12.2023 mit Haupt- oder alleiniger Wohnung. 6. August 2024. </ref>

<ref name="GemNeuglG SAW"> Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW) vom 8. Juli 2010. 8. Juli 2010, GVBl. LSA 2010, 410, § 2, § 4 (sachsen-anhalt.de [abgerufen am 12. September 2021]). </ref>

<ref name="Hauptsatzung 2015"> Hauptsatzung der Stadt Salzwedel. In: Altmarkkreis Salzwedel (Hrsg.): Amtsblatt Altmarkkreis Salzwedel. 21. Jahrgang, Nr. 7, 24. Juni 2015, S. 58, § 17 Ortschaftsverfassung, Satz 3 (altmarkkreis-salzwedel.de [PDF; 649 kB; abgerufen am 12. September 2021]). </ref>

<ref name="Hauptsatzung"> Hauptsatzung der Stadt Salzwedel. §18 Ortschaftsverfassung (gültig ab 1. Januar 2024). 1. November 2023, abgerufen am 9. August 2024. </ref>

<ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>

<ref name="JBAGV-1859"> Friedrich Krüger, Johann Friedrich Danneil: Altmärkische Sagen und Gewohnheiten. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 4. Jahresbericht, 1858, S. 23–24, 4. Der Brautball in Jeggeleben und Ziethnitz (Online [PDF]). </ref>

<ref name="Krabbo Regesten"> Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 68, Nr. 1067 (Online). </ref>

<ref name="Kuhn-Schwarz 1848"> Adalbert Kuhn, Wilhelm Schwartz: Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, Pommern, der Mark, Sachsen, Thüringen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Westfalen. Leipzig 1848, S. 372, Nr. 16 Ostern ([Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10020094~SZ%3D00420~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D Online]). </ref>

<ref name="OT-LSA-2013"> Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 33 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]). </ref>

<ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Salzwedel-St. Georg. In: ekmd.de. Abgerufen am 28. Januar 2024. </ref>

<ref name="Riedel-5"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>

<ref name="SAW-2020"> Hansestadt Salzwedel (Hrsg.): Integriertes Stadtentwicklungskonzept 2020. Juni 2015, S. 79 (salzwedel.de [PDF; abgerufen am 5. Mai 2019]). </ref>

<ref name="Zahn-1928"> Vorlage:BibOCLC </ref> </references>

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