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Calandrella

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Calandrella
Datei:Hume's short-toed Lark, near Dras, Jammu and Kashmir, India.jpg

Tibetlerche (Calandrella acutirostris)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
ohne Rang: Sylviida
Familie: Lerchen (Alaudidae)
Gattung: Calandrella
Wissenschaftlicher Name
Calandrella
Kaup, 1829

Calandrella ist eine Vogelgattung aus der Familie der Lerchen (Alaudidae). Eine deutsche Bezeichnung hat sich für diese Gattung bislang nicht eingebürgert. Die Zuordnung einzelner Arten zu dieser Gattung ist aktuell unter Revision.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Calandrella sind kleine bis mittelgroße Lerchen. Die Schnäbel sind kräftiger und kegelförmiger als bei den Gattungen Alauda und Lullula. Die Nasenlöcher sind mit kleinen Federchen bedeckt. Zu den kennzeichnenden Merkmalen der Art gehört der Bau der Flügel: Die Flügel laufen spitzer aus als bei der Gattung Mirafra. Die zehnte (innerste) Handschwinge ist kleiner als einen Zentimeter und kaum sichtbar. In älterer Literatur findet man daher gelegentlich den Hinweis, dass die Gattung nur neun Handschwingen habe.<ref name="Pätzold250">Pätzold: Kompendium der Lerchen. S. 250.</ref> Die Hinterkralle ist nur geringfügig länger als die Hinterzehe.

Arten[Bearbeiten]

Datei:Calandrella distribution map.png
Verbreitungskarte der Gattung Calandrella bei traditioneller Zuordnung der Arten
Datei:Calandrella brachydactyla (Ján Svetlík).jpg
Kurzzehenlerche
Datei:Calandrella cheleensis.JPG
Salzlerche
Datei:Red-capped Lark - Natal S4E6671 (16947458515).jpg
Rotkappenlerche
Datei:Terrera Marismeña, Calandrella rufescens (5824822243).jpg
Stummellerche

Traditionell werden die folgenden 11 Arten zur Gattung Calandrella gerechnet:

Die Zuordnung einzelner Arten zur Gattung Calandrella unterliegt gerade einer Revision. Im Jahr 2013 haben Per Alström und Kollegen in einer Studie zur Verwandtschaft der Lerchen festgestellt, dass die Gattung Calandrella in der gewöhnlichen Abgrenzung paraphyletisch wäre. Ihren Ergebnissen zufolge besteht Calandrella aus zwei Artengruppen. Für diejenige, die nicht die Typusart Calandrella brachydactyla enthält, reaktivierten sie den alten, bisher als Synonym aufgefassten Gattungsnamen Alaudala Horsfield & Moore, 1856 (Typusart: Calandrella raytal). Demnach wäre die Kenialerche gemeinsam mit der Stummellerche, der Salzlerche, der Halsfleckenlerche und Uferlerche in diese Gattung zu transferieren.<ref>Per Alström, Keith N. Barnes, Urban Olsson, F. Keith Barker, Paulette Bloomer, Aleem Ahmed Khan, Masood Ahmed Qureshi, Alban Guillaumet, Pierre-André Crochet, Peter G. Ryan (2013): Multilocus phylogeny of the avian family Alaudidae (larks) reveals complex morphological evolution, non-monophyletic genera and hidden species diversity. Molecular Phylogenetics and Evolution 69(3): 1043-1056. doi:10.1016/j.ympev.2013.06.005</ref> Diese Änderung wurde vielfach bereits übernommen.<ref>George Sangster, J. Martin Collinson, Pierre-André Crochet, Guy M. Kirwan, Alan G. Knox, David T. Parkin, Stephen C. Votier (2014): Taxonomic recommendations for Western Palaearctic birds: 10th report. Ibis 157: 193–200. doi:10.1111/ibi.12221</ref> Eine neuere Studie von 2016 fand allerdings eine instabile Phylogenie und ließ Zweifel an der Monophylie einiger Arten aufkommen.<ref>Martin Stervander, Per Alström, Urban Olsson, Ulf Ottosson, Bengt Hansson, Staffan Bensch (2016): Multiple instances of paraphyletic species and cryptic taxa revealed by mitochondrial and nuclear RAD data for Calandrella larks (Aves: Alaudidae). Molecular Phylogenetics and Evolution 102: 233–245. doi:10.1016/j.ympev.2016.05.032</ref>

Sollte sich die Zuordnung von Per Alström und Kollegen durchsetzen, führt dies zu folgender Aufteilung:

In der neu geschaffenen Gattung Alaudala finden sich:

Verbreitungsgebiet[Bearbeiten]

Unabhängig von der – wie oben beschriebenen – strittigen Zuordnung einzelner Arten ist das Verbreitungsgebiet der Gattung Calandrella sehr groß. Es reicht vom Süden Afrikas bis nach Zentralasien.

Lebensweise[Bearbeiten]

Wie alle Lerchen sind auch die Calandrella-Arten Bodenbrüter. Die Nahrung besteht aus Insekten und Sämereien.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Pätzold: Die Lerchen der Welt. Westarp Wissenschaften, Magdeburg 1994, ISBN 3-89432-422-8.
  • Rudolf Pätzold: Kompendium der Lerchen. Alle Lerchen unserer Erde. Jan-Schimkat-Medienpublikation, Dresden 2003, ISBN 3-00-011219-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Calandrella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien