Christoph 26
| Christoph 26 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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Christoph 26 | ||||||
| Luftrettungszentrum | ||||||
| Betreiber | ADAC Luftrettung, München | |||||
| Träger | Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport | |||||
| Hubschraubertyp | Airbus Helicopters H145 D-3 | |||||
| Ehemalige Typen | bis 2024: Airbus Helicopters H145 D-2 bis 2015: BK 117 bis 1985: BO 105 bis 1983: Bell 206 LR bis 1982: Alouette III | |||||
| Inbetriebnahme | 15. November 1979 | |||||
| Standort | Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch | |||||
| Einsatzbereitschaft | 24-Stunden-Bereitschaft | |||||
| Besonderheiten | Wetterradar, Seilwinde, Emergency pop-out floats | |||||
| Höhe | 5 ft | |||||
| Koordinaten | 53° 30′ 21,6″ N, 8° 0′ 33,5″ O
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| Besatzung | ||||||
| Pilot | ADAC Luftrettung | |||||
| Arzt | Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch | |||||
| HEMS Technical Crew Member | Rettungsdienst Friesland | |||||
Christoph 26 ist der Funkrufname eines am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch stationierten Rettungshubschraubers des ADAC.
Geschichte[Bearbeiten]
Das Luftrettungszentrum (LRZ) am Nordwest-Krankenhaus wurde am 15. November 1979 durch die S.O.S. Flugrettung in Betrieb genommen, zunächst war eine Alouette III im Einsatz, welche 1982 durch eine Bell 206 Long Ranger ersetzt wurde. Nach der Insolvenz der Gesellschaft übernahm am 1. Februar 1983 der ADAC die Station.<ref>S.O.S. Flugrettung. rth.info, abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref> Ab diesem Zeitpunkt war eine BO 105 im Einsatz, dieser Typ wurde aber bereits 1985 durch eine BK 117 ersetzt, welche nach 30 Jahren im Dezember 2015 außer Dienst gestellt wurde. 1985 wurde der Landeplatz außerdem um einen Hangar sowie eine eigene Tankstelle erweitert, später wurde Sanderbusch das erste deutsche Luftrettungszentrum mit Nachtflugbetrieb.<ref>Standort Sanderbusch gilt als sicher. wzonline.de, 26. Juni 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Mai 2018; abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref>
Am 4. April 2016 wurde der bereits seit Januar 2016 im Einsatz befindliche Rettungshubschrauber vom Typ Airbus Helicopters H 145 D-2 offiziell vorgestellt.<ref>Antje Brüggerhoff: Stolz auf neuen „Christoph 26“. nwzonline.de, 5. April 2016, abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref><ref>Klaus Kremer: Neuer Christoph 26 offiziell vorgestellt. langeoognews.de, 5. April 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Januar 2019; abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref>
Im März 2024 wurde an der Station ein Airbus Helicopters H145 D-3 mit Fünfblattrotor (D-HYAT) stationiert. Vorteile gegenüber der H145 mit Vierblattrotor sind eine etwas geringere Leermasse, ein gesteigerter Auftrieb sowie ein ruhigeres Flugverhalten. Die Maschine bietet damit bei gleicher Leistung eine um 150 kg höhere mögliche Nutzlast. Eine weitere Besonderheit der D-HYAT sind die Reflektorstreifen, die entlang der Konturen von Rumpf und Heck angebracht wurden. Diese verbessern die optische Wahrnehmung des Hubschraubers an Einsatzstellen, vor allem in der Dunkelheit.<ref>NWZonline.de: ADAC Luftrettung in Friesland: Neuer „Christoph 26“ für Sanderbusch. 8. März 2024, abgerufen am 10. März 2024.</ref><ref>Team www.rth.info: rth.info | Sande: “Christoph 26“ stellt von D2 auf D3 um. Abgerufen am 10. März 2024.</ref> Zudem verfügt der Hubschrauber über ein Night-Vision-Imaging-System mit speziellen Nachtsichtbrillen, die Rettungsflüge in der Dämmerung und bei Dunkelheit ermöglichen. Das Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch ist eine von sechs Stationen, die solche Einsätze fliegen.<ref name="WZ-02-2025" />
Rettungszentrum[Bearbeiten]
Das LRZ hat eine besondere Bedeutung für die medizinische Versorgung der ostfriesischen Inseln. Das brachte ihm den Spitznamen „Islandhopper“ (Inselhüpfer) ein. Die Alarmierung erfolgt über die Rettungsleitstelle Friesland/Wilhelmshaven bzw. über die Rettungsleitstelle See (Maritime Rescue Coordination Centre Bremen).
Einsatzstatistik[Bearbeiten]
| Jahr | 1980 | 1985 | 1990 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einsätze | 410 | 776 | 1091 | 1273 | 1297 | 1276 | 1522 | 1497 | 1343 | 1380 | 1445 | 1403 | 1471 | 1404 | 1501 | 1490 | 1269 | 1361 | 1591 | 1415 | 1441<ref name="WZ-02-2025">„Christoph 26“ hebt zu 1441 Einsätzen ab, In: Wilhelmshavener Zeitung vom 19. Februar 2025, Seite 8</ref> |
2024 flog Christoph 26 zu 1418 Einsätzen (98 Prozent) innerhalb von Niedersachsen. Weitere Einsätze erfolgten nach Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Als Einsatzgründe wurden Verletzungen nach Unfällen (37 %), Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems (21 %), neurologische Notfälle (18 %) sowie Notfälle des Atmungssystems (4 %) verzeichnet.<ref name="WZ-02-2025" />
Zwischenfälle[Bearbeiten]
1985 brannte Christoph 26 nach der Landung auf dem heimischen Landeplatz am Nord-West-Krankenhaus komplett aus. Der Hubschrauber trug das gleiche Kennzeichen wie die bis 2015 in Sanderbusch stationierte D-HMUZ.
Am 4. April 2014 verlor der Christoph 26 während eines Fluges bei Westerstede eine Seitentür. Der Hubschrauber musste notlanden, weiterer Sachschaden entstand nicht. Ein Patient war nicht an Bord.<ref>Rettungshubschrauber „Christoph 26“ verliert Seitentür während Flug bei Westerstede. retter.tv, 6. April 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref>
Am 13. März 2022 landete der Christoph 26 auf einem Feld. Dabei durchbohrte ein Holzpfahl die Kabine des Rettungshubschraubers. Die Maschine war nicht mehr flugbereit und musste bodengebunden in eine Werft überführt werden. Verletzt wurde niemand.<ref>Polizeiinspektion Aurich/Wittmund: Pressemitteilung der Polizei Aurich/Wittmund für Sonntag, 13.03.2022. In: https://www.presseportal.de/. 13. März 2022, abgerufen am 28. Januar 2024.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Christoph 26 bei rth.info
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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Hubschrauber für Primäreinsätze
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