Coptis
Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.
| Coptis | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Coptis trifolia (L.) Salisb01.jpg
Dreiblättriger Goldfaden (Coptis trifolia) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Coptis | ||||||||||||
| Salisb. |
Die Pflanzengattung Coptis, auch „Goldfaden“ genannt, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Das Verbreitungsgebiet der etwa 10 bis 15 Arten liegt im östlichen Asien und Nordamerika. Einige Arten werden selten als Zierpflanzen verwendet und die medizinische Wirkung vieler Arten wurde untersucht.
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild und Laubblätter[Bearbeiten]
Coptis-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden unterirdische, verzweigte, mit Durchmessern von 0,5 bis 2 Millimeter dünne, gelbe, orangefarbene bis hell-braune Rhizome als Überdauerungsorgane und manchmal Stolonen.
Es sind einige grundständige Laubblätter vorhanden, die in Blattstiel und -spreite gegliedert sind. Der Blattstiel ist relativ lang. Die Blattspreite ist drei- bis fünfschnittig, ein- bis zweifach dreiteilig oder ein- bis zweifach gefiedert. Die eiförmigen bis dreieckigen Fiederblättchen sind gelappte bis geteilt mit scharf gezähnten oder gezähnten Rändern.
Blütenstand und Blüten[Bearbeiten]
Auf ein bis einigen aufrechten Blütenstandsschäften je Pflanzenexemplar stehen endständige, monochasiale, zymöse Blütenstände, die während der Anthese eine Länge von bis zu 3 Zentimeter aufweisen, sich bis zur Fruchtreife auf bis zu 9 Zentimeter verlängert und meist ein bis vier Blüten enthalten. Tragblätter sind keine vorhanden.
Die relativ kleinen Blüten sind radiärsymmetrisch. Bei Coptis trifoliata sind alle Blüten zwittrig, aber bei den anderen Arten sind neben zwittrigen Blüten auch funktional männliche vorhanden. Die meist fünf, selten bis zu acht weißen oder grünlich-gelben, oft kronblattartigen Kelchblätter sind flach und bei einer Länge von 4,2 bis 11 Millimeter lineal-lanzettlich, verkehrt-lanzettlich bis verkehrt-eiförmig oder elliptisch; sie sind manchmal genagelt. Die fünf bis zehn oder mehr freien genagelten Kronblätter sind grünlich und 2 bis 7 Millimeter lang und flach oder oben konkav. Die Kronblätter sind entweder keulenförmig mit einem Nektarium an seiner Spitz oder lineal mit einem Nektarium nahe seiner Basis. Es sind 10 bis 60 kahle, fertile Staubblätter vorhanden. Die Staubfäden sind dünn und die Staubbeutel sind breit elliptisch. Es sind keine Staminodien vorhanden. Die meist vier bis fünfzehn Fruchtblätter enthalten jeweils vier bis zehn Samenanlagen. Der haltbare Griffel ist kurz und zurückgekrümmt.
Früchte und Samen[Bearbeiten]
In einer doldenähnlichen Sammelfrucht stehen bis zu 15 Balgfrüchte zusammen. Die gestielten, länglichen bis ellipsoiden Balgfrüchte besitzen oft einen bis zu 4 mm langen, geraden oder oben hakigen Schnabel. Die hell- bis dunkelbraunen, glänzenden Samen sind ellipsoid und fast glatt, aber wirken oft runzelig.
Chromosomen[Bearbeiten]
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 9.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Coptis wurde 1807 durch Richard Anthony Salisbury in Transactions of the Linnean Society of London, Band 8, Seite 305 aufgestellt. Als Lectotypus wurde 1913 Coptis trifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Salisb. durch N. L. Britton und A. Brown in An illustrated flora of the northern United States, Canada and the British possessions, 2. Auflage. 2, S. 88 festgelegt.<ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Coptis leitet sich vom griechischen Wort kopto für "Schneiden" ab und bezieht sich auf die geteilten Laubblätter.
Die Gattung Coptis gehört zur einzigen Tribus Coptideae der Unterfamilie Coptidoideae innerhalb der Familie Ranunculaceae.<ref name="GRIN" />
Die Gattung Coptis kommt im östlichen Asien und Nordamerika vor. In China sind sechs Arten und in Nordamerika vier Arten beheimatet. Coptis-Arten gedeihen in Gemäßigten bis Borealen Zonen der Nordhalbkugel.
Die Gattung Coptis enthält etwa 10 bis 15 Arten:
- Streifenfarnblättriger Goldfaden (Coptis aspleniifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Salisb.): Er gedeiht in feuchten Kiefernwäldern, Sickerstellen und Mooren in Höhenlagen von 0 bis 1500 Metern in British Columbia, Alaska und Washington.
- Chinesischer Goldfaden (Coptis chinensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Franch.): Die zwei Varietäten gedeihen in Wäldern sowie schattigen Standorten in Tälern in Höhenlagen von 500 bis 2000 Metern in den chinesischen Provinzen südliches Anhui, Fujian, nördliches Guangdong, nördliches Guangxi, Guizhou, Hubei, Hunan, südliches Shaanxi, Sichuan und Zhejiang.
- Coptis deltoidea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Y.Cheng & P.K.Hsiao: Dieser Endemit gedeiht in Wäldern in Höhenlagen von 1600 bis 2000 Metern im westlichen Sichuan nur in Emeishan und in Hongya.
- Japanischer Goldfaden (Coptis japonica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Thunb.) Makino, Syn.: Coptis anemonifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sieb. & Zucc., Coptis anemonifolia var. dissecta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Yatabe, Coptis brachypetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sieb. & Zucc., Coptis brachypetala var. major Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq., Coptis japonica var. anemonifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Sieb. & Zucc.) H.Ohba, Coptis japonica var. dissecta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Yatabe) Nakai ex Satake, Coptis japonica var. major Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Miq.) Satake, Coptis japonica f. viridiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Honda ex Kadota, Coptis occidentalis var. japonica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Huth, Coptis orientalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maxim.): Er kommt mindestens in drei Varietäten in Japan vor.
- Coptis laciniata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray: Sie gedeiht in feuchten Wäldern, Flussufern, Sickerstellen und feuchten Felswänden im Küstengebirge in Höhenlagen von 500 bis 2000 Metern in Kalifornien, Oregon und Washington.
- Coptis minamitaniana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kadota: Sie wurde 2004 beschrieben und kommt nur auf der japanischen Insel Kyushu vor.<ref name="Kadota2004">Yuichi Kadota: Journal of Japanese Botany, Volume 79, No. 5, 2004, S. 312.</ref>
- Coptis occidentalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Nutt.) Torr. & A.Gray: Sie gedeiht in feuchten Kiefernwäldern in Höhenlagen von 500 bis 2000 Metern in Idaho, Montana und Washington.
- Coptis omeiensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(C.Chen) C.Y.Cheng: Sie gedeiht an Felswänden und Felsspalten in Höhenlagen von 1000 bis 1700 Meter in den chinesischen Provinzen Henan und westlichen Sichuan (Emeishan und angrenzenden Gebieten).
- Fünfblättriger Goldfaden (Coptis quinquefolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq., Syn.: Coptis morii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hayata, Coptis quinquefolia var. pedatoquinquefollia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Koidz., Coptis quinquefolia f. ramosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Makino, Coptis quinquefolia var. ramosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Makino) Ohwi, Coptis ramosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Makino) Tamura): Er gedeiht in Wäldern in Taiwan und Japan.
- Coptis quinquesecta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(W.T.Wang): Dieser Endemit gedeiht in dichten Wäldern in Höhenlagen zwischen 1700 und 2500 Metern im südöstlichen Yunnan, nur im autonomen Kreis Jinping.
- Yunnan-Goldfaden (Coptis teeta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wall., Syn.: Coptis teetoides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Y.Cheng): Er gedeiht in immergrünen Lorbeerwäldern in Höhenlagen von 1500 bis 2300 Metern nur im nordwestlichen Yunnan (Autonomer Kreis Gongshan) und südöstliches Tibet.
- Dreiblättriger Goldfaden (Coptis trifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Salisb., Syn.: Helleborus trifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Anemone groenlandica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Oeder, Coptis groenlandica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Oeder) Fernald, Coptis trifolia subsp. groenlandica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Oeder) Hultén, Coptis trifolia var. groenlandica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Oeder) Fassett): Er gedeiht in feuchten bis mäßig feuchten Nadel- und Mischwäldern, Sümpfen, Weidengebüschen und in der Tundra, oft gemeinsam mit Moosen, in Höhenlagen von 0 bis 1500 Metern im östlichen Eurasien, in Grönland sowie Saint-Pierre und Miquelon, und in Kanada: Alberta, British Columbia, Manitoba, New Brunswick, Neufundland und Labrador, Nordwest-Territorien, Nova Scotia, Ontario Prince Edward Island, Québec sowie Saskatchewan, und in den US-Bundesstaaten: Alaska, Connecticut, Indiana, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, New Hampshire, New Jersey, New York, Ohio, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont, West Virginia sowie Wisconsin.
- Coptis trifoliolata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Makino) Makino (Syn.: Coptis oligodonta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Maek.) Satake, Coptis quinquefolia var. stolonifera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Makino, Coptis quinquefolia var. trifoliolata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Makino, Coptis trifoliolata var. oligodonta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maek.): Sie kommt in Japan vor.
Nutzung[Bearbeiten]
Einige Arten werden selten als Zierpflanzen in Gärten in Steingärten und Moorbeeten verwendet, sie sind sogenannte Bodendecker.
Die unterirdischen Pflanzenteile einiger Arten werden als Droge verwendet. Die medizinischen und kosmetischen Wirkungen wurden untersucht. Aus den unterirdischen Pflanzenteilen von Coptis chinensis und Coptis occidentalis wird ein gelber Farbstoff gewonnen. Coptis trifolia wurde als Geschmacksstoff und Farbstoff für Getränke verwendet und alle Pflanzenteile sollen gegessen worden sein, dazu ist die Giftigkeit zu beachten.<ref>Coptis chinensis, Coptis deltoidea, Coptis japonica, Coptis occidentalis, Coptis teeta und Coptis trifolia bei Plants for a Future.</ref>
Coptis chinensis und Coptis teeta werden in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet.
Quellen[Bearbeiten]
- Bruce A. Ford: Coptis - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Nancy R. Morin: Flora of North America North of Mexico. Volume 3: Magnoliophyta: Magnoliidae and Hamamelidae. Oxford Univ. Press, 1997, ISBN 0-19-511246-6. (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Vorkommen)
- Fu Dezhi, Orbélia R. Robinson : In: Flora of China. Volume 6: Coptis, S. 305 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of China Editorial Committee (Hrsg.): Z. Y. Wu, Peter H. Raven: Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press / Missouri Botanical Garden, 2001, ISBN 1-930723-05-9. (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Nutzung)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Tropicos"> Coptis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> </references>