Daniela Schmitt
Daniela Schmitt (* 5. August 1972 in Alzey) ist eine deutsche Politikerin (FDP). Von 2021 bis 2026 war sie Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz. Zuvor war sie von 2016 bis 2021 Staatssekretärin in diesem Ministerium.
Sie war außerdem von 2021 bis 2026 Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages. Von April 2025 bis Mai 2026 war sie Landesvorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz. Sie war Spitzenkandidatin ihrer Partei bei den Landtagswahlen 2021 und 2026.
Leben[Bearbeiten]
Daniela Schmitt hat nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau zunächst Sparkassenbetriebswirtschaft studiert und 2010/11 an der Frankfurt School of Finance & Management ein Studium zur diplomierten Bankbetriebswirtin erfolgreich abgeschlossen. Sie war von 2011 bis 2016 Direktorin der Regionalmärkte Bingen/Ingelheim und Mainz der Mainzer Volksbank und ehrenamtliche Handelsrichterin beim Landgericht Mainz. Von 2012 bis 2016 war sie Mitglied im Hochschulkuratorium der Technischen Hochschule Bingen.
Politik[Bearbeiten]
2006 trat sie in die FDP ein. Schmitt war von 2013 bis 2025 stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz, seit 2011 Landesvorsitzende des Liberalen Mittelstands Rheinland-Pfalz und seit 2013 Mitglied im Bundesvorstand der FDP.<ref>Bundesvorstand der FDP seit 2015, abgerufen am 28. Juni 2016.</ref> 2021 wurde sie auf dem FDP-Bundesparteitag erneut zur Beisitzerin in den Bundesvorstand gewählt. Ab 2023 war sie Mitglied im Präsidium der Partei.<ref>Friederike Haupt: Daniela Schmitt ist deutlich mehr als eine Quotenfrau. In: faz.de. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. April 2023, abgerufen am 25. April 2023.</ref> Schmitt wurde am 5. April 2025 mit 67,5 % der Stimmen zur Landesvorsitzenden der FDP Rheinland-Pfalz gewählt.<ref>S. W. R. Aktuell: Daniela Schmitt zur neuen Landesvorsitzenden der FDP gewählt. 5. April 2025, abgerufen am 7. April 2025.</ref> Beim Bundesparteitag im Mai 2025 unterlag Schmitt der bayerischen FDP-Politikerin Susanne Seehofer bei der Wahl in den FDP-Bundesvorstand; Schmitt schied infolgedessen aus demselben aus.<ref>Gernot Ludwig: FDP-Bundesparteitag in Berlin: Daniela Schmitt bei Wahl ins FDP-Parteipräsidium knapp gescheitert. In: SWR Aktuell Rheinland-Pfalz. Südwestrundfunk, 17. Mai 2025, abgerufen am 17. Mai 2025.</ref> Im Mai 2026 legte sie den Landesvorsitz nieder; ihr folgte Stefan Thoma nach.<ref>Nach Absturz bei Landtagswahl: FDP wählt neuen Vorsitzenden. In: swr.de. 9. Mai 2026, abgerufen am 11. Mai 2026.</ref>
Von Mai 2016 bis Mai 2021 war Schmitt als Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz für Volker Wissing tätig. Im November 2020 wurde sie von der FDP Rheinland-Pfalz als Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahl 2021 nominiert.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Landtagswahl RLP: FDP-Spitzenkandidatin Daniela Schmitt ( vom 11. März 2021 im Internet Archive), SWR Aktuell, abgerufen am 6. März 2021</ref> Nach der Landtagswahl wählte die FDP-Fraktion am 18. März 2021 Schmitt als Nachfolgerin von Cornelia Willius-Senzer zur Fraktionsvorsitzenden.<ref>FDP-Fraktion wählt Daniela Schmitt zur neuen Vorsitzenden. Süddeutsche Zeitung, 18. März 2021, abgerufen am 22. Mai 2021.</ref> Da sie zum 18. Mai 2021 das Amt der Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau antrat, legte sie die Funktion der Fraktionsvorsitzenden nieder.<ref>Malu Dreyer zur Ministerpräsidentin wiedergewählt. In: faz.net. 18. Mai 2021, abgerufen am 18. Mai 2021.</ref> Als Nachfolger wurde Philipp Fernis gewählt.<ref>Fernis neuer FDP-Fraktionsvorsitzender. SWR, 12. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Mai 2021; abgerufen am 22. Mai 2021.</ref> Bei der Landtagswahl 2026 war sie erneut Spitzenkandidatin ihrer Partei. Da die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, schied Schmitt am 18. Mai 2026 aus dem Landtag und aus der Landesregierung aus.
Kritik[Bearbeiten]
Daniela Schmitt geriet 2025 in Kritik, nachdem bekannt wurde, dass die Firma ihres Ehemannes 2020 Fördergelder der landeseigenen Investitionsbank erhalten hatte, in der Schmitt zu der Zeit stellvertretende Verwaltungsratschefin war. Schmitt war damals als Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau tätig. Ihren damaligen Vorgesetzten, Volker Wissing, hatte sie über den Umstand nicht informiert. Ihr Gatte begleitete sie darüber hinaus als einer von 15 Teilnehmern einer Wirtschaftsdelegation auf einer Dienstreise nach Brasilien. Die Delegation nächtigte während der Reise in einem Fünf-Sterne-Hotel an der Copacabana.<ref>Kayhan Özgenc: FDP-Ministerin Daniela Schmitt: Brasilien-Trip und Fördergeld für Ehemann. 19. März 2025, abgerufen am 19. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Biographie beim Landtag Rheinland-Pfalz
- Offizielle Biographie, abgerufen am 28. Juni 2016.
- Homepage des Landesvorstands der FDP Rheinland-Pfalz, abgerufen am 28. Juni 2016.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmitt, Daniela |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (FDP) |
| GEBURTSDATUM | 5. August 1972 |
| GEBURTSORT | Alzey |
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