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Dimethyltellurid

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Strukturformel
Strukturformel von Dimethyltellurid
Allgemeines
Name Dimethyltellurid
Summenformel C2H6Te
Kurzbeschreibung

gelbliche Flüssigkeit<ref name="William M. Haynes">William M. Haynes: CRC Handbook of Chemistry and Physics, 96th Edition. CRC Press, 2015, ISBN 978-1-4822-6097-7, S. 222 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 209-809-5
ECHA-InfoCard 100.008.919
PubChem 68977
ChemSpider 62199
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Eigenschaften
Molare Masse 157,67 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig<ref name="William M. Haynes" />

Siedepunkt

80 °C<ref name="William M. Haynes" />

Löslichkeit

löslich in Ethanol<ref name="William M. Haynes" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Dimethyltellurid mit der Konstitutionsformel Te(CH3)2 ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Organotellurverbindungen.

Vorkommen[Bearbeiten]

Dimethyltellurid wird in Organismen, speziell Mikroorganismen (z. B. den Pilzen Penicillium brevicaule, P. chrysogenum und P. notatum sowie im Bakterium Pseudomonas fluorescens<ref name="DOI10.1002/aoc.186">Rukma S. T. Basnayake, Janet H. Bius, Osman M. Akpolat, Thomas G. Chasteen: Production of dimethyl telluride and elemental tellurium by bacteria amended with tellurite or tellurate. In: Applied Organometallic Chemistry. 15, 2001, S. 499, doi:10.1002/aoc.186.</ref>), aber auch in Tieren und Menschen, aus anorganischen Tellurverbindungen gebildet. Menschen geben die knoblauchartig riechende Verbindung nach Exposition mit Tellur oder Tellurverbindungen eventuell monatelang über die Atemluft, Schweiß, Harn oder die Haut ab.<ref name="Wolfgang A. Herrmann, Christian Erich Zybill">Wolfgang A. Herrmann, Christian Erich Zybill: Synthetic Methods of Organometallic and Inorganic Chemistry, Volume 4, 1997 Volume 4: Sulfur, Selenium and Tellurium. Georg Thieme Verlag, 2014, ISBN 3-13-179191-8, S. 215 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="Wolfgang Legrum">Wolfgang Legrum: Riechstoffe, zwischen Gestank und Duft Vorkommen, Eigenschaften und Anwendung von Riechstoffen und deren Gemischen. Springer-Verlag, 2015, ISBN 978-3-658-07310-7, S. 90 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Die Bildung von Dimethyltellurid auf diesem Weg wurde 1939 entdeckt.<ref name="DOI10.1039/JR9390000163">Marjorie L. Bird, Frederick Challenger: 39. The formation of organo-metalloidal and similar compounds by micro-organisms. Part VII. Dimethyl telluride. In: Journal of the Chemical Society (Resumed). 1939, S. 163, doi:10.1039/JR9390000163.</ref>

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Dimethyltellurid kann durch Reaktion von Natriumtellurid oder Kaliumtellurid mit Methyliodid gewonnen werden.<ref name="Wolfgang A. Herrmann, Christian Erich Zybill" />

<math>\mathrm{K_2Te + 2 \ CH_3I \longrightarrow (CH_3)_2Te + 2 \ KI}</math>

Ebenfalls möglich ist die Reaktion von Trimethyltelluriodid mit Triphenylphosphan oder Tributylphosphan.<ref name="Wolfgang A. Herrmann, Christian Erich Zybill" />

<math>\mathrm{(CH_3)_3TeI + (C_6H_5)_3P \longrightarrow (CH_3)_2Te + (C_6H_5)_3CH_3PI}</math>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Dimethyltellurid ist eine gelbliche Flüssigkeit mit knoblauchartigem Geruch, die löslich in Ethanol ist.<ref name="William M. Haynes" /> An Luft wandelt sie sich direkt zu Dimethyltelluroxid um.<ref name="Adolph Strecker">Adolph Strecker: Adolph Strecker's K Kurzes lehrbuch der organischen chemie. 1874, S. 278 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Dimethyltellurid wird als Standard für die Gaschromatographie verwendet.<ref name="Wolfgang A. Herrmann, Christian Erich Zybill" />

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Dimethyltellurid ist giftig und schädigt Leber, Herz, Nieren und Blut.<ref name="W. Ternes">W. Ternes: Biochemie der Elemente Anorganische Chemie biologischer Prozesse. Springer-Verlag, 2012, ISBN 978-3-8274-3020-5, S. 366 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />