Dyck (Solingen)
Dyck Stadt Solingen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Dyck 51° 12′ N, 7° 5′ O
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| Höhe: | etwa 223 m ü. NHN | |||||
Lage von Dyck in Solingen
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Dyck war ein Wohnplatz in der bergischen Großstadt Solingen.
Lage und Beschreibung[Bearbeiten]
Dyck lag südlich des Gräfrather Ortskerns rund 260 Meter südöstlich des ehemaligen Gräfrather Rathauses im Tal des Nümmener Bachs. Der Bach wird an dieser Stelle zu einem Teich gestaut. Dyck lag am südlichen Ufer dieses Teichs, ungefähr an der Stelle des heute dort verlaufenden Wanderwegs. Am Berg nach Südosten breitet sich heute das Gewerbe- und Industriegebiet Dycker Feld aus, das seinen Namen von dem ehemaligen Wohnplatz hat.
Benachbarte Orte sind bzw. waren (von Nord nach West): Ziegelfeld (Ost), Heider Hof, Paashaus, Unten zum Holz, Rauenhaus, Ringelshäuschen, Obenflachsberg, Bergerbrühl und Ziegelfeld (Süd).
Etymologie[Bearbeiten]
Der Wort Dyck steht für einen Teich. Gemeint ist der Stauteich des Nümmener Bachs, an dem der Wohnplatz lag.<ref name=":1">Hans Brangs: Erklärungen und Erläuterungen zu den Flur-, Orts-, Hof- und Straßennamen in der Stadt Solingen, Solingen 1936</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
In dem Kartenwerk Topographia Ducatus Montani, Blatt Amt Solingen, von Erich Philipp Ploennies aus dem Jahr 1715 ist der Ort mit einer Hofstelle verzeichnet und als Dieck benannt. Der Wohnplatz gehörte zur Honschaft Gräfrath innerhalb des Amtes Solingen. Die Topographische Aufnahme der Rheinlande von 1824 verzeichnet den Ort als Diken, die Preußische Uraufnahme von 1844 als Dyck. In der Topographischen Karte des Regierungsbezirks Düsseldorf von 1871 ist der Ort als Dyck verzeichnet.
1815/16 lebten 39 Einwohner im Ort. 1830 gehörte er zu der Bürgermeisterei Gräfrath, im als Weiler bezeichneten Ort lebten zu dieser Zeit 44 Menschen.<ref name="restorff">Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830</ref> 1832 war Dyck weiterhin Teil der Gräfrather Honschaft innerhalb der Bürgermeisterei Gräfrath.<ref name="restorff" /><ref name="Viebahn">Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf, 1836</ref> Der nach der Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf als Ackerhof kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit vier Wohnhäuser, zwei Fabriken bzw. Mühlen und zwei landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 43 Einwohner im Ort, davon sieben katholischen und 36 evangelischen Bekenntnisses.<ref name="Viebahn" /> Die Gemeinde- und Gutbezirksstatistik der Rheinprovinz führt den Ort 1871 mit vier Wohnhäusern und 56 Einwohnern auf.<ref>Königlich Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.</ref> Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland werden 1885 acht Wohnhäuser mit 46 Einwohnern angegeben.<ref name="Gemeindelexikon1888">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.</ref> 1895 besitzt der Ortsteil acht Wohnhäuser mit 40 Einwohnern,<ref name="Gemeindelexikon1897">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.</ref> 1905 werden acht Wohnhäuser und 54 Einwohner angegeben.<ref name="Gemeindelexikon1909">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.</ref>
1887 wurde am Ort vorbei die Bahnstrecke Solingen–Wuppertal-Vohwinkel trassiert. Mit der Städtevereinigung zu Groß-Solingen im Jahre 1929 wurde Dyck ein Ortsteil Solingens. Im Stadtplan von 1953 ist Dyck noch verzeichnet.<ref>Gleumes Stadtplan Solingen und Haan 1:15.000 (1953)</ref> Bis zur Mitte der 1970er Jahre wurden die zum Wohnplatz gehörenden Gebäude niedergelegt. Auf dem Gelände entstand ein Waldstück, südlich wurde ab den 1980er Jahren auf der Feldflur des Ackerhofs das Gewerbe- und Industriegebiet Dycker Feld erbaut.<ref>Amtliche Stadtpläne Solingen 1980, 1995</ref>
Quellen[Bearbeiten]
<references />
Altenfeld | Apfelbaum | Aue | Bandesmühle | Bergerbrühl | Bimerich | Blumental | Busch | Buscher Feld | Dritter Kotten | Dyck | Eckstumpf | Egidius Klusen | Ehren | Flockertsberg | Flockertsholz | Foche | Focher Dahl | Freudenberg | Friedenstal | Grünewald | Grund | Heide | Heider Hof | Ketzberg | Kohlfurther Eickholz | Külf | Laiken | Mühlenbusch | Neuenhaus | Neuenkulle | Nümmen | Obenflachsberg | Oben zum Holz | Paashaus | Piepersberg | Rauenhaus | Rathland | Ringelshäuschen | Schafenhaus | Schieten | Schlagbaum | Scheiderirlen | Schönhof | Steinbeck | Steinenhaus | Steinsiepen | Stöckerberg | I. Stockdum | II. Stockdum | III. Stockdum | Tummelhaus | Untenflachsberg | Unten zum Holz | Zentral | Ziegelfeld (Ost) | Ziegelfeld (Süd)