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Flick Gocke Schaumburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Flick Gocke Schaumburg
Rechtsform Partnerschaft mbB
Gründung 1972
Sitz Bonn, sechs weitere Standorte
Leitung Matthias Rogall
Mitarbeiterzahl 1100, davon rund 488 Berufsträger
Umsatz 258 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2024)
Branche Rechtsberatung, Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung
Website www.fgs.de
Stand: 2026

Flick Gocke Schaumburg ist eine deutsche Partnerschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern.<ref>Sozietät. Abgerufen am 12. Mai 2020.</ref> Gegründet wurde die Sozietät 1972 von Hans Flick und Rudolf Gocke in Bonn.<ref>Flick Gocke Schaumburg trauert um Gründungspartner Dr. Hans Flick. Abgerufen am 15. Oktober 2020.</ref> Die Partnerschaft zählt 99 Equity-Partner sowie 101 Assoziierte Partner.<ref>LTO: Flick Gocke Schaumburg ernennt neue Partnerinnen und Partner, fgs.de.</ref> Die Kanzlei ist vornehmlich auf dem Gebiet des deutschen und internationalen Steuerrechts tätig. Hierzu gehört auch die Beratung in den Bereichen Bilanzrecht, Vermögensnachfolge, Stiftungsrecht, Recht der steuerbefreiten Organisationen, Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht, Tax Compliance, Wirtschaftsprüfung und Unternehmensbewertung. Weitere Tätigkeitsgebiete sind Gesellschaftsrecht, Mergers & Acquisitions, Arbeitsrecht und Kartellrecht. Seit 2021 gehört Flick Gocke Schaumburg zu den zehn umsatzstärksten deutschen Kanzleien.<ref>JUVE 100: Wirtschaftskanzleien verzeichnen Rekordjahr beim Umsatz – aber geringere Produktivität. 30. September 2024, abgerufen am 20. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete sie einen Umsatz von 258 Millionen Euro.

Standorte[Bearbeiten]

Datei:FGS Campus in Bonn.jpg
FGS Campus in Bonn

Flick Gocke Schaumburg hat Büros in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart.<ref>Standorte, fgs.de.</ref> Der Hauptsitz der Sozietät ist der 2016 fertiggestellte „FGS Campus“ in Bonn.<ref>FGS Campus, Bonn. In: Eller + Eller Architekten. Abgerufen am 11. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> FGS arbeitet mit LeitnerLeitner, einem in Österreich und angrenzenden osteuropäischen Ländern tätigen Steuerberatungsunternehmen, zusammen. Seit 2015 ist die Kanzlei Mitglied des internationalen Steuernetzwerks Taxand.<ref>Internationalisierung: Flick Gocke Schaumburg verstärkt Steuer-Verbund Taxand | Flick Gocke Schaumburg. Abgerufen am 11. März 2024.</ref>

Mandate[Bearbeiten]

Als eine der wenigen großen Kanzleien hatte sich Flick Gocke Schaumburg bewusst dagegen entschieden, in das vermeintlich lukrative Cum-Ex-Geschäft einzusteigen.<ref>Volker Votsmeier: Der Cum-Ex-Skandal zeigt die Pervertierung der Rechtsberatung. Handelsblatt, 4. Dezember 2019, abgerufen am 28. Februar 2020.</ref> Flick Gocke Schaumburg vertrat die Hamburger Privatbank M. M. Warburg anwaltlich vor dem Landgericht Bonn, das sich mit deren Cum-Ex-Steuerdeals befasste.<ref>dpa/LTO-Redaktion: Privatbank M. M. Warburg will zahlen. In: Legal Tribune Online. 11. Dezember 2019, abgerufen am 16. September 2024.</ref>

Kontroverse[Bearbeiten]

Eine investigative Recherche des ZDF legte im Dezember 2023 offen, dass Gerda Hofmann, damals Referatsleiterin (befasst unter anderem mit Erbschaftsteuer, Grundsteuer und Vermögensteuer) im Bundesfinanzministerium, im Sommer 2023 auf einer Fachtagung sprach, zu der Flick Gocke Schaumburg eingeladen hatten. Bei der Veranstaltung in Kronberg im Taunus soll es unter anderem um legale Steuersparmodelle für Hochvermögende gegangen sein. Den Teilnehmenden, darunter viele Vermögensberater, versprach Hofmann, dem möglichen Wegfall einer Steuerbegünstigung bei der Grunderwerbsteuer entgegenzuwirken. Der Auftritt – „nicht in dienstlicher Eigenschaft“ – löste eine Debatte über Nebenverdienste von Ministerialbeamten aus.<ref>Julia Friedrichs: Wie eine Top-Beamtin Superreichen hilft. In: zdf.de. ZDF, 11. Dezember 2023, abgerufen am 23. September 2024.</ref><ref>ess: Tipps zur Steuervermeidung für Reiche? Wirbel um Lindners Top-Beamtin. In: Capital. G+J Medien GmbH, 13. Dezember 2023, abgerufen am 23. September 2024.</ref> Das Finanzministerium leitete ein Disziplinarverfahren gegen Hofmann ein. Anfang 2024 wurde sie in die Produktinformationsstelle Altersvorsorge versetzt. Dies soll laut ihrem Arbeitgeber aber nicht mit dem laufenden Disziplinarverfahren in Verbindung stehen.<ref>Zeit Online, dpa, dar: Christian Lindner versetzt umstrittene Referatsleiterin. In: Zeit Online. Die Zeit, 26. Januar 2024, abgerufen am 23. September 2024.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein