Fortinet
| Fortinet, Inc.
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Fortinet logo.svg | |
| Rechtsform | Inc. |
| ISIN | US34959E1091 |
| Gründung | 2000 |
| Sitz | Sunnyvale, Vereinigte Staaten |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 15.109 (2025) <ref name="AR25" /> |
| Umsatz | 6,80 Mrd. USD (2025) <ref name="AR25">Fortinet, Inc. For the fiscal year ended December 31, 2025. In: 10-K. SEC, 24. Februar 2026, abgerufen am 11. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Branche | Informationssicherheit |
| Website | www.fortinet.com |
Fortinet ist ein US-amerikanisches multinationales Unternehmen mit Sitz in Sunnyvale (Kalifornien). Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Software, Appliances und Dienste auf dem Gebiet der Informationssicherheit, zum Beispiel Firewalls, Antivirenprogramme, Intrusion Detection und Endpunktsicherheit. Gemessen am Umsatz ist es das viertgrößte Unternehmen für Netzwerksicherheit.
Fortinet wurde 2000 von den Brüdern Ken und Michael Xie gegründet. 2004 wurde eine Finanzierung in Höhe von 93 Mio. $ aufgebracht; im selben Jahr wurden zehn FortiGate-Appliances eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt begannen auch die Patentstreitigkeiten zwischen Fortinet und Trend Micro. Das Unternehmen ging 2009 an die Börse und erzielte durch die Erstplatzierung 156 Mio. $. In den 2000er Jahren diversifizierte Fortinet seine Produktpalette und nahm unter anderem Produkte für drahtlose Access Points, Sandboxing und Messaging-Sicherheit in sein Angebot auf.
Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]
Fortinet wurde 2000 von den Brüdern Ken und Michael Xie in Sunnyvale (Kalifornien) gegründet.<ref name="seven">Karen Hill: International Directory of Company Histories:Fortinet. Band 128. St James Press, 2012, S. 223–227.</ref> Die Gründer hatten zuvor leitende Positionen bei NetScreen bzw. ServGate inne.<ref name="one">Kenneth Tam, Martín H. Hoz Salvador, Ken McAlpine, Rick Basile, Bruce Matsugu, Josh More: UTM Security with Fortinet: Mastering FortiOS. Newnes, 2012, ISBN 978-1-59749-977-4, S. 16–17 (Google Books).</ref> Das Unternehmen hieß zunächst Appligation Inc., wurde im Dezember 2000 in Appsecure umbenannt und erhielt später schließlich den Namen Fortinet, was sich vom englischen Ausdruck „Fortified Networks“ (etwa: befestigte Netzwerke) ableitet.<ref name="one" /> Zwei Jahre wurden mit Forschung und Entwicklung verbracht,<ref name="nine">Beverly Natividad: Real-time firewalls preserve performance. In: BusinessWorld. 2. März 2004.</ref> bevor 2002 das erste Produkt auf den Markt kam.<ref name="seven" />
Fortinet konnte durch private Finanzierung von 2000 bis Anfang 2003 13 Mio. $ aufbringen.<ref name="seven" /> Weitere 30 Mio. $ wurden im August 2003 finanziert, gefolgt von 50 Mio. $ im März 2004, sodass insgesamt eine Finanzierung von 93 Mio. $ erreicht wurde.<ref>Fortinet's Money Machine Rolls On. In: Network Computing. 3. März 2004 (Online [abgerufen am 10. März 2015]).</ref> Nach Angaben von Fortinet hat sich der Umsatz des Unternehmens von 2002 bis 2003 verzehnfacht.<ref>Cheryl Meyer: Fortinet raises $50M. The Deal, 2. März 2004.</ref> Das erste Channel Program des Unternehmens wurde im Oktober 2003 gestartet.<ref name="three">Christina Torode: Fortinet Adds New Partner Program. In: CRN. 24. Oktober 2003 (Online [abgerufen am 10. März 2015]).</ref> Westcon Canada begann im Dezember 2003 mit dem Vertrieb von FortiGate-Produkten; im Februar 2004 folgte Norwood Adam in Großbritannien.<ref name="seven" /> Das Reseller-Programm wurde im Januar 2006 umstrukturiert und „SOC in a BOX“ betitelt.<ref name="seven" /> Im Jahr 2004 hatte Fortinet bereits Niederlassungen in Asien, Europa und Nordamerika.<ref name="nine" />
Im Oktober 2005 wurde in einer Studie von OpenNet festgestellt, dass Appliances von Fortinet in Myanmar für die Internetzensur verwendet wurden. Fortinet gab an, dass seine Produkte von firmenexternen Resellern vertrieben werden und dass das Unternehmen US-Embargos respektiere; es kamen jedoch Fotografien ans Licht, auf denen ein Vertriebsmitarbeiter von Fortinet zusammen mit dem burmesischen Premierminister zu sehen ist.<ref>Tom Zeller: Study Says Software Makers Supply Tools to Censor Web. In: The New York Times. 12. Oktober 2005 (Online [abgerufen am 15. März 2015]).</ref><ref name="Inc.2013">IBP, Inc.: Myanmar Internet and E-Commerce Investment and Business Guide – Regulations and Opportunities. Lulu.com, 2013, ISBN 978-1-4387-3445-3, S. 57–58 (Google Books).</ref>
2008 erklärten Fortinet-Forscher, dass ein Facebook-Widget von Zango mehr als drei Millionen Nutzer unter dem Vorwand, den Nutzern ihre heimlichen Verehrer zu verraten, zum Herunterladen böswilliger Spyware verleitet habe.<ref>Ellen Messmer: Facebook's „Secret Crush“ malicious widget tricks users. In: Network World. 3. Januar 2008 (Online [abgerufen am 5. August 2016]).</ref> Zango wies die Vorwürfe zurück, da ihre Software der ausdrücklichen Zustimmung bedürfe.<ref>Matt Hines: Facebook hack fuels Web 2.0 concerns. In: InfoWorld. 3. Januar 2008 (Online [abgerufen am 10. März 2015]).</ref>
2008 erwarb Fortinet die Rechte am geistigen Eigentum für Datenbanksicherheit und Auditing von IPLocks und unterbreitete den 28 Mitarbeitern des Unternehmens Stellenangebote.<ref>Robert McMillan: Fortinet buys assets of security vendor IPLocks. IDG News Service, 17. Juni 2008, abgerufen am 14. März 2015.</ref> Im August 2009 erwarb Fortinet die Rechte am geistigen Eigentum und andere Assets von Woven Systems, einem Ethernet-Switching-Unternehmen.<ref>Munir Kotadia: Woven Systems technology lives on with Fortinet. In: IT News. 20. August 2009 (Online [abgerufen am 13. März 2015]).</ref> Nach Angaben von International Data Corporation war das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt der größte Anbieter von Lösungen für Unified Threat Management mit einem Marktanteil von 15,4 Prozent.<ref name="public" /> Das Unternehmen war stetig gewachsen und wurde profitabel, nachdem 2004 bis 2007 Verluste gemacht wurden.<ref>Lynn Cowan: Security Security: Fortinet IPO Jumps 33 %. In: The Wall Street Journal. 19. November 2006, S. C6.</ref> Fortinet war auch ein Aufsteiger im umfragebasierten Jahresbericht (ARC) des CRN Magazine und erreichte 2009 den ersten Platz.<ref>Robert DeMarzo: Fortinet IPO: Love Of Services. 25. September 2009, abgerufen am 13. März 2015.</ref>
Im November 2009 erfolgte die Erstplatzierung von Fortinet. Geplant war, mit dem Verkauf von 5,8 Millionen Aktien 52,4 Mio. $ zu erzielen.<ref name="public">Computer security co. Fortinet plans IPO this week. In: Seattle Times. 17. November 2009 (Online [abgerufen am 13. März 2015]).</ref> Zahlreiche Aktieninhaber verkauften ihre Aktien zur gleichen Zeit.<ref>Kelly Jackson: Product Watch: Fortinet Issues An IPO. Dark Reading, 18. November 2009, abgerufen am 13. März 2015.</ref> Kurz vor dem ersten Handelstag erhöhte Fortinet den Aktienpreis von 9 $ auf 12,50 $. Am ersten Börsentag der Aktie stieg der Preis auf 16,62 $, sodass 156 Mio. $ erzielt wurden.<ref>Robert McMillan: Security Vendor Fortinet Sparkles in IPO. IDG News, 18. November 2009, abgerufen am 13. März 2015.</ref>
2010 erreichte Fortinet einen Jahresumsatz von 324 Mio. $.<ref name="seven" /> Im November desselben Jahres berichtete Bloomberg von Gerüchten, dass IBM die Übernahme des Unternehmens plane,<ref>Peter Burrows: Fortinet Said to Be Approached by IBM; Shares Soar. 1. November 2010, abgerufen am 13. März 2015.</ref> was von Fortinet abgestritten wurde.<ref>Fortinet Says IBM Acquisition Talk Untrue. Reuters, 11. Januar 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. März 2015. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Brian Prince: Fortinet Denies IBM Acquisition Rumors. In: eweek.com. 1. November 2010, abgerufen am 23. November 2022.</ref> Im Dezember 2012 übernahm Fortinet XDN (vormals 3Crowd), den Anbieter des App-Hosting-Dienstes CrowdDirector.<ref>Jim Davis: Did Fortinet acquire XDN in a bid to add more cache to its portfolio? 451 Group, 17. Dezember 2012, abgerufen am 14. März 2015.</ref> 2013 übernahm Fortinet für eine nicht überlieferte Summe Coyote Point, einen Anwendungsbereitsteller.<ref>Jim Davis: Did Fortinet acquire XDN in a bid to add more cache to its portfolio? 17. Dezember 2012, abgerufen am 14. März 2015.</ref>
Im Juli 2013 nahm Fortinet Änderungen an seinem Reseller-Programm vor, um kleineren Anbietern von verwalteten Sicherheitsdiensten Finanzierung und anderen Optionen zu ermöglichen. Es haben sich einige Reseller darüber beschwert, dass Fortinet mit seinen eigenen Resellern konkurriere, dagegen erklärte Fortinet, dass das Unternehmen keine direkten Verkäufe tätige.<ref>Stephen Lawson: Fortinet to Buy Coyote Point to Merge Security with Application Delivery. IDG News Service, 22. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. August 2017; abgerufen am 13. März 2015.</ref><ref>Rachel King: Fortinet buying Coyote Point for application delivery model. ZDNet, 22. März 2013, abgerufen am 13. März 2015.</ref>
Fortinet gründete 2014 zusammen mit Palo Alto Networks die Cyber Threat Alliance, um Daten zu Sicherheitsbedrohungen zwischen Anbietern zu teilen. Später im selben Jahr traten McAfee und Symantec der Allianz bei.<ref>Nathan Eddy: McAfee, Symantec Join Cyber Threat Alliance. In: eWeek. 17. September 2014 (Online [abgerufen am 14. März 2015]).</ref><ref>Chloe Albanesius: Obama Wants Tech Firms to Alert Feds to Cyber Threats. In: PC Magazine. 13. Februar 2015 (Online [abgerufen am 13. März 2015]).</ref> Im Mai 2015 übernahm Fortinet das im Silicon Valley beheimatete WiFi-Hardware-Unternehmen Meru Networks für 44 Mio. $.<ref>Jeremy Owens: Biz Break: Fortinet steps up security challenge to Cisco with Meru acquisition. In: The San Jose Mercury News. (Online [abgerufen am 10. Juni 2015]).</ref><ref>Sarah Kuranda: Fortinet Dives Deep Into Enterprise Secure Wireless Market With Meru Networks Acquisition. In: CRN. 27. Mai 2015 (Online [abgerufen am 10. Juni 2015]).</ref> Ende 2015 demonstrierten Fortinet-Sicherheitsforscher einen Fitbit-Hack, bei dem Hacker über Bluetooth Zugang erlangten und dann Zugriff auf synchronisierte Geräte hatten.<ref>Elizabeth Weise: Fitbit hacked from 10 feet away, security firm says. In: USA TODAY. 22. Oktober 2015 (Online [abgerufen am 10. März 2016]).</ref><ref>fitbit: Fitbit hack: '10 second' vulnerability makes wearables spew malware (Wired UK). In: Wired UK. 11. Februar 2016, abgerufen am 10. März 2016.</ref>
Im Juni 2016 übernahm Fortinet für ca. 28 Mio. $ AccelOps, einen Anbieter von Software für IT-Sicherheit, Überwachung und Analyse.<ref name="Kuranda 2016">Sarah Kuranda: Fortinet Dives Into SIEM Market With $28M Acquisition Of AccelOps. In: CRN. 7. Juni 2016, abgerufen am 16. Juni 2016.</ref> Laut ZDNet war das Unternehmen hauptsächlich für seine Produkte für Security Information and Event Management (SIEM) bekannt. Dies sind Produkte, die Hardware- und Software-Sicherheitswarnungen analysieren.<ref name="Gagliordi 2016">Natalie Gagliordi: Fortinet acquires security analytics firm AccelOps. In: ZDNet. 7. Juni 2016, abgerufen am 16. Juni 2016.</ref>
Im Juli 2020 übernahm Fortinet das Unternehmen OPAQ Networks, einen Secure Access Service Edge (SASE)-Cloud-Anbieter mit Sitz in Herndon, Virginia.
Im August 2024 übernahm Fortinet das Unternehmen Lacework, einen der führenden Anbieter in Sachen Cloud-Sicherheit und Cloud-native Anwendungsschutzplattform (CNAPP) mit Sitz in Herndon, Virginia.<ref>Fortinet: Fortinet Completes Acquisition of Lacework. In: fortinet.com. Fortinet, 2. August 2024, abgerufen am 30. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rechtsstreitigkeiten[Bearbeiten]
Ein deutscher Linux-Programmierer von gpl-violations.org erreichte im April 2005 eine einstweilige Verfügung gegen die britische Niederlassung von Fortinet. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, dass es die Verwendung von Linux-Kernels, für die die General Public License (GPL) gilt, durch Verschlüsselung verschleiert hat. Die Lizenzbedingungen verlangen die Offenlegung des Quellcodes.<ref>Peter Galli: Fortinet Under Fire for Allegedly Violating GPL Terms. 14. Mai 2005, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. März 2015. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Ingrid Marson: Fortinet accused of GPL violation. ZDNet, 14. April 2005, abgerufen am 11. März 2015.</ref> Im darauffolgenden Monat erklärte sich Fortinet dazu bereit, den Quellcode für die GPL-lizenzierten Elemente auf Anfrage zur Verfügung zu stellen, modifizierte die eigenen Lizenzbedingungen und nahm weitere Änderungen vor, wodurch der Konflikt beigelegt wurde.<ref>Ingrid Marson: Fortinet settles GPL violation suit. CNET, 26. April 2005, abgerufen am 11. März 2015.</ref>
Im Mai 2004 reichte Trend Micro Beschwerde gegen Fortinet ein und warf dem Unternehmen vor, mit seiner Antivirentechnologie Patentrechte von Trend Micro für Methoden zum Scannen von E-Mail- und Internetdatenverkehr zu verletzen.<ref>Grant Gross: Judge rules for Trend Micro in Fortinet patent case. In: Infoworld. 13. Mai 2005 (Online [abgerufen am 11. März 2015]).</ref> Im August desselben Jahres urteilte die International Trade Commission gegen Fortinet und untersagte den Verkauf der betroffenen Produkte. Nach Meinung von Fortinet waren die Patente von Trend Micro zu weit gefasst, dennoch akzeptierte das Unternehmen das Urteil.<ref>Paul Roberts: ITC Rules Against Fortinet in Patent Dispute. In: eWeek. 9. August 2005 (Online [abgerufen am 10. März 2015]).</ref> Fortinet und Trend Micro kamen im Januar 2006 zu einer Einigung, deren Inhalte nicht bekannt wurden, und Fortinet modifizierte seine Antivirenprodukte, um die Patente von Trend Micro nicht zu verletzen.<ref>Larry Hooper: Fortinet, Trend Micro Settle Antivirus Patent Dispute. In: CRN. 30. Januar 2006 (Online [abgerufen am 10. März 2015]).</ref><ref>John Dunn: Fortinet ordered to suspend U.S. sales. In: Computerworld. 11. August 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. September 2017; abgerufen am 11. März 2015.</ref>
Einige Jahre später äußerte ein Anwalt von der International Trade Commission in einem anderen Fall die Meinung, dass die betreffenden Patente von Trend Micro nicht gültig seien. Nach einem neuen Antrag von Fortinet erklärte das Patentamt der Vereinigten Staaten die Patente im Dezember 2010 für ungültig.<ref name="seven" /><ref>Alan Shimel: The Patent That Refuses To Die. In: Network World. 12. April 2011 (Online [abgerufen am 14. März 2015]).</ref>
Im Dezember 2013 verklagte Fortinet das Unternehmen Sophos und beschuldigte es, Fortinet-Mitarbeiter abzuwerben und Fortinet-Patente zu verletzen.<ref name="Wright 2013">Rob Wright: Sophos CEO Slams Fortinet In Response To Employee Poaching Lawsuit. In: CRN. 20. Dezember 2013, abgerufen am 6. Juli 2016.</ref><ref name="Williams 2013">Martyn Williams: Fortinet sues Sophos over alleged employee poaching. In: PCWorld. 17. Dezember 2013, abgerufen am 6. Juli 2016.</ref> Der Rechtsstreit wurde zwei Jahre später mittels Schlichtung beigelegt; die Bedingungen wurden nicht offengelegt.<ref name="Kuranda 2015">Sarah Kuranda: Sophos And Fortinet End 2-Year Legal Feud Over Patents, Talent, Secrets. In: CRN. 10. Dezember 2015, abgerufen am 6. Juli 2016.</ref>
Kapitalmaßnahmen[Bearbeiten]
Aktiensplits erfolgten im Verhältnis
- 1:2 am 1. Juni 2011<ref>https://investor.fortinet.com/static-files/63b4dcfb-a3c9-4c08-9839-d876639d423e FTNT_News_2011_4_27_Financial_Releases.pdf, abgerufen am 2. Januar 2024 (englisch)</ref>
- 1:5 am 22. Juni 2022<ref>Fortinet Announces Five-for-One Stock Split. Abgerufen am 2. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Produkte[Bearbeiten]

Fortinet entwickelt und vermarktet IT-Sicherheits- und Netzwerk-Hardware und -Software.<ref name="primary">Fortinet Security Fabric. 15. Mai 2016, abgerufen am 21. Dezember 2016.</ref> Das bekannteste Produkt des Unternehmens ist die FortiGate-Reihe von Sicherheitsappliances, die viele Funktionen für die Informationssicherheit vereinen.<ref name="twentyone">Amy Reeves: Will Investors Find Safe Haven With Network Security Company? In: Investor's Business Daily. 17. November 2009.</ref> Nach einem Bericht der IT-Analystenfirma The Dell'Oro Group aus dem Jahr 2015 hatte Fortinet im Jahr 2014 gemessen am Umsatz einen Marktanteil von acht Prozent, gegenüber nur 2,9 Prozent im Jahr 2012.<ref name="Greene 2015">Tim Greene: Dell Oro Group: Check Point, Fortinet, Palo Alto making gains in security appliances. In: Network World. 25. August 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. März 2016; abgerufen am 10. März 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Damit ist Fortinet der viertgrößte Anbieter in dieser Branche.<ref name="www.idc.com 2015">Worldwide Security Appliance Market Continues Its Growth Trajectory in the First Half of 2015, According to IDC. In: www.idc.com. 14. September 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. September 2016; abgerufen am 16. Mai 2016.</ref> Nach Angaben von Fortinet verteilen sich die Anwender seiner Produkte zu 35 % auf Kleinunternehmen, zu 28 % auf mittelgroße Unternehmen (Enterprises) und zu 37 % auf große Unternehmen.<ref name="primary" />
FortiGate[Bearbeiten]
Zu Fortinets FortiGate-Reihe von physischen und virtuellen Appliances für das Unified Threat Management gehören verschiedene Sicherheitsfunktionen wie Firewalls, Eindringungsverhinderung, Webfilter und Schutz vor Schadprogramm oder Spam. Diese Produktfamilie umfasst Lösungen für kleine Unternehmen und Filialen ebenso wie für große Unternehmen, Rechenzentren und Internetdienstanbieter.<ref name="annual">Fortinet Inc. Annual Report 10-K. In: Fortinet.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Oktober 2016; abgerufen am 10. Mai 2016.</ref><ref name="Tam Salvador McAlpine Basile 2012 p. 36">K. Tam, M.H.H. Salvador, K. McAlpine, R. Basile, B. Matsugu: UTM Security with Fortinet: Mastering FortiOS. Elsevier Science, 2012, ISBN 978-1-59749-977-4, S. 36 (Google Books [abgerufen am 5. August 2016]).</ref> Dazu gehören auch Next-Generation Firewalls (NGFW), die von Gartner als Produkte definiert werden, die Firewalls, VPN, Intrusion Detection und andere Sicherheitsfunktionen in sich vereinen.<ref>Ellen Messmer: Fortinet unveils high-speed security blade for Fortigate-5000 chassis: FortiGate-5001B blade combines firewall, VPN, IPS, application controls, filtering. In: Network World. 30. November 2010.</ref>
Als erstes Produkt von Fortinet wurde im Oktober 2002 das FortiGate 3000 veröffentlicht,<ref>Paul Roberts: Fortinet to unveil 3Gbps security appliance. In: Infoworld. 22. Oktober 2002.</ref> das einen Durchsatz von 3 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) aufwies.<ref>Tim Greene: Fortinet revs its security gear. In: Network World. 10. März 2003 (Online [abgerufen am 10. März 2015]).</ref> Zwei Jahre später erschien die 5000-Familie.<ref>Matt Villano: Fortinet Welcomes New VPs, Finishes Security Appliance. In: CRN. 13. September 2004 (Online [abgerufen am 10. März 2015]).</ref> Laut The International Directory of Company Histories wurden die frühen Produkte von Fortinet für kleine Unternehmen und Filialen in der Branche gut aufgenommen.<ref name="seven" /><ref name="five">Andrew Conry-Murray: Fortinet's Anti-virus Firewall. In: Network Magazine. September 2004.</ref>
Anfang 2013 fügte Fortinet der FortiGate-Appliance Firewall-Funktionalität hinzu, die für interne Netzwerke entwickelt wurde und auf speziellen ASICs basiert.<ref>Fortinet Releases Internal Network Firewall. In: eWeek.com. 23. Januar 2015 (Online [abgerufen am 24. Juni 2016]).</ref> Die virtuelle FortiGate-Appliance wurde 2014 zu Amazon Web Services hinzugefügt.<ref>Nathan Eddy: Fortinet Security Platform Hits Amazon Web Services. In: eWeek. 27. März 2014 (Online [abgerufen am 11. Juni 2015]).</ref> Im April 2016 kündigte Fortinet das Fortinet Security Fabric an, das Drittanbietern ermöglichen soll, Informationen mit Fortinet-Appliances und -Software über APIs auszutauschen. Außerdem wurde die FortiGate 6040E 320Gbit/s Firewall eingeführt, die das neue CP9 ASIC beinhaltet, das einige Verarbeitungslast von der Haupt-CPU übernimmt, und die in künftigen FortiGate-Versionen eingesetzt wird.<ref>Tim Greene: New security fabric to unite Fortinet gear with that of other vendors. In: Network World. 25. April 2016 (Online [abgerufen am 10. Mai 2016]).</ref>
Weitere Produkte[Bearbeiten]
Fortinet bietet zahlreiche weitere Software- und Hardwareprodukte an, darunter mehr als ein Dutzend Produkte für Switching, Desktops, VOIP-Dienste, DNS, Benutzerauthentifizierung und andere Anwendungen.<ref name="annual" /><ref name="Tam Salvador McAlpine Basile 2012 p. 36" />
Die FortiAnalyzer-Software des Unternehmens bietet Berichtfunktionen für Fortinet-Produkte, einschließlich Ereignisprotokollierung, Sicherheitsberichterstellung und Analyse.<ref>FortiNet FortiAnalyzer completed validation with QRADAR SIEM. ibm.com, 28. Mai 2014, abgerufen am 7. Oktober 2016.</ref> FortiClient ist ein Endpunkt-Sicherheitsprodukt für Desktops, Telefone und andere Geräte.<ref>Neil Rubenking: FortiClient 5.0. In: PC Magazine. (Online [abgerufen am 13. März 2015]).</ref><ref>Peter Stephenson: Fortinet FortiClient 5.0 for Windows. In: SC Magazine. 1. August 2013 (Online [abgerufen am 13. März 2015]).</ref> Die FortiClient VPN-Software wurde erstmals im April 2004 veröffentlicht.<ref>Matt Villano: Fortinet Branches Out, Launches Client Solution. In: CRN. 1. April 2004 (Online [abgerufen am 11. März 2015]).</ref>
Die FortiGuard-Antispam- und FortiMail-Messaging-Sicherheitsprodukte wurden erstmals im Februar 2005 veröffentlicht.<ref name="seven" /> FortiManager, die Software für Rechenzentrensicherheit, wurde im April 2003 eingeführt.<ref>Time Greene: Fortinet uncorks security mgmt. app. In: Network World. 7. April 2003 (Online [abgerufen am 10. März 2015]).</ref> Fortinet stellte seine Produktfamilie für Datenbanksicherheit 2008 vor.<ref name="annual" /><ref name="Tam Salvador McAlpine Basile 2012 p. 36" /><ref name="thirteen">Brian Prince: Fortinet Builds Database Monitoring, Auditing into Portfolio. In: eWeek. 21. Januar 2009 (Online [abgerufen am 13. März 2015]).</ref>
Die Switching-Plattformen FortiSwitch von Fortinet wurden 2009 eingeführt<ref name="eltod">Nathan Eddy: Fortinet Offers FortiGate Security Appliance. In: eWeek. 12. November 2009 (Online [abgerufen am 13. März 2015]).</ref> und die Anwendungsbereitstellungscontroller im August 2013.<ref>Nathan Eddy: Fortinet Expands Application Delivery Portfolio. In: eWeek. 15. August 2013 (Online [abgerufen am 13. März 2015]).</ref> Im Oktober 2010 veröffentlichte Fortinet virtuelle Softwareversionen seiner FortiGate-, FortiManager-, FortiAnalyzer- und FortiMail-Appliances.<ref>Tim Greene: Fortinet goes virtual: Fortinet announces virtual versions of four of its appliances. In: Network World. 12. Oktober 2010.</ref> Das FortiCloud-Managementsystem wurde im August 2015 aktualisiert.<ref name="dafhuowiehfj" /> Ein Software-defined Networking-Angebot wurde im September 2015 vorgestellt.<ref>Michael Cusanelli: Fortinet Develops SDNS Framework, Expands Partner Ecosystem. In: Network Security and Data Protection Software Solutions content from The VAR Guy. 14. September 2015 (Online [abgerufen am 10. März 2016]).</ref><ref name="SearchSDN 2016">Security in SDN effort puts Fortinet in limelight. In: TechTarget. 10. März 2016, abgerufen am 10. März 2016.</ref>
Fortinet produziert und vermarktet drahtlose Versionen seines FortiGate-Produkts unter dem Namen FortiWifi,<ref name="Tam Salvador McAlpine Basile 2012 p. 36" /> erstmals vorgestellt im März 2004.<ref>Frank Ohlhorst: Fortinet Unit Shines for Wi-Fi. In: CRN. 26. März 2004 (Online [abgerufen am 10. März 2015]).</ref><ref>David Strom: Wireless Routers Worth Your Consideration -- We examine five products. In: VARbusiness. 3. Mai 2004, S. 63.</ref> Im August 2015 führte Fortinet eine neue Familie von Cloud-basierten drahtlosen Access Points ein.<ref name="dafhuowiehfj">CIO.in: Fortinet launches industry's most secure cloud-managed enterprise Wi-Fi solution. In: CIO. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. August 2016; abgerufen am 10. März 2016.</ref> Die FortiDDoS-Produktfamilie wurde im März 2014 auf den Markt gebracht.<ref>Nathan Eddy: Fortinet Unveils Line of DDoS Security Appliances. In: eWeek. 11. März 2014 (Online [abgerufen am 15. März 2015]).</ref><ref>Fortinet Adds Four New Appliances To DDoS Portfolio. In: CRN. 18. März 2014.</ref>
Betriebssystem[Bearbeiten]
FortiOS ist das Betriebssystem für Geräte von Fortinet. Es verwendet eine modifizierte Version des Linux-Kernels als Kernel (abgeleitet von Version 2.4.37 in FortiOS v.5.4.1) und ext2 als Dateisystem. Die Webverwaltungsschnittstelle verwendet das Python-Framework django. Seit FortiOS 6.x wird Version 3.2.16 mit GCC Version 7.3.1 eingesetzt, ab FortiOS 7.x wird GCC Version 10.3.0 verwendet und der eingesetzte Kernel ab FortiOS 7.2 ist 4.19.13:
| FortiOS | Kernel Version | GCC Version |
|---|---|---|
| 5.x | 2.4.37 | 7.3.1 |
| 6.x | 3.2.16 | 7.3.1 |
| 7.0 | 3.2.16 | 10.3.0 |
| >=7.2 | 4.19.13 | 10.3.0 |
Im Unterschied zu anderen Appliance Systemen kann bei FortiOS über den Befehl „fnsysctl“ in die Linux Shell eingegriffen werden, z. B.: via „fnsysctl cat /proc/version“ oder „fnsysctl ls -la /etc/cert/local“<ref>how2itsec: List FortiGate Certificates via CLI – CA certificates and local Certificates. In: how2itsec. Abgerufen am 14. Februar 2024.</ref>.
Weitere Unternehmungen[Bearbeiten]
Fortinet unterhält das interne Sicherheitsforschungsteam FortiGuard Labs, das 2005 gegründet wurde.<ref name="SearchSecurity 2016">Comparing the best NGFWs on the market. In: SearchSecurity. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Oktober 2015; abgerufen am 15. Juli 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> In Asien werden vier Zentren für Forschung und Entwicklung betrieben sowie weitere in den USA, in Kanada und Frankreich.<ref>Eileen Yu: Fortinet establishes R&D lab in Singapore. ZDNet, 27. August 2014, abgerufen am 14. März 2014.</ref> Fortinet bietet ein Zertifizierungs- und Schulungsprogramm mit acht Stufen der NSE-Zertifizierung an.<ref>Howard Solomon: New online IT training touted to help meet skills shortage. IT World Canada, 29. Juli 2014, abgerufen am 14. März 2015.</ref><ref>Howard Solomon: Fortinet creates new Network Security Expert certification. IT World Canda, 29. Juli 2014, abgerufen am 15. März 2015.</ref> Das Unternehmen betreibt außerdem die Network Security Academy, die Anfang 2016 gegründet wurde. Es stellt Universitäten, die Lehrveranstaltungen zur IT-Sicherheit anbieten, Ressourcen zur Verfügung.<ref>Intel, Fortinet, launch cybersecurity initiatives. In: San Jose Mercury News. 22. März 2016, abgerufen am 24. Juni 2016.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Martín H. Hoz Salvador, Ken McAlpine, Rick Basile, Bruce Matsugu, Josh More: UTM Security with Fortinet: Mastering FortiOS. Syngress, 2012, ISBN 978-1-59749-747-3 (Google Books).
- 2013 Partner Programs Guide Details: Fortinet. In: CRN. (Online).
- Putting Realism into your network: A conversation with Fortinet CEO Xen Xie. In: Network World. 1. April 2013 (Online).
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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