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Fritz Karl

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Datei:Dreharbeiten zu „Das beste Stück vom Braten“-1730.jpg
Fritz Karl (2014)

Fritz Karl (* 21. Dezember 1967 als Karl Friedrich in Gmunden) ist ein österreichischer Schauspieler. Als Drehbuchautor schreibt er auch unter dem Autorennamen Friedrich Anton Karl.<ref name="k403105300">Christoph Silber: Fritz Karl über sein Debüt als Drehbuchautor: „Habe noch viele Geschichten im Kopf". In: Kurier.at. 22. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref> 2009 gründete er gemeinsam mit anderen österreichischen Filmschaffenden die Akademie des Österreichischen Films.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Herkunft, Ausbildung und Theater[Bearbeiten]

Fritz Karl wuchs mit mehrere Geschwistern in Traunkirchen am Traunsee auf, wo seine Eltern ein Gasthaus besaßen, wo er bereits als Kind mithelfen musste.<ref name="Munzinger">Fritz Karl in: Internationales Biographisches Archiv, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 14. August 2022 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Er besuchte ab der dritten Grundschulklasse das Internat der Wiener Sängerknaben.<ref name="Munzinger"></ref> Als er mit 13 Jahren in den Stimmbruch kam, kehrte er an den Traunsee zurück und ging in Gmunden an das Gymnasium.<ref name="Munzinger"></ref> Dort stellte er in einer Aufführung des Schultheaters als Mephisto in Johann Wolfgang von Goethes Faust bereits sein schauspielerisches Talent unter Beweis.<ref name="Munzinger"></ref> Mit 17 verließ er die Schule und wurde am Max Reinhardt Seminar in Wien aufgenommen, von wo er allerdings nach nur einem Jahr wegen unreifen Verhaltens verwiesen wurde.<ref name="Munzinger"></ref> Ab 1986 hatte er Engagements vorwiegend an Wiener Theaterbühnen, dem Volkstheater und für fünf Jahre am Theater in der Josefstadt.<ref name="Munzinger"></ref>

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

1988 gab Karl unter der Regie von Dieter Berner in der Arbeitersaga Arbeitersaga 2 – Juni 1961 – Die Verlockung sein Filmdebüt. Im gesamten deutschsprachigen Raum wurde er neben Christiane Hörbiger in der Fernsehserie Julia – Eine ungewöhnliche Frau als Diplom-Ingenieur und Co-Geschäftsführer Sebastian Reidinger bekannt, den er in den ersten drei Staffeln spielte. 1994 spielte Karl in Houchang Allahyaris Höhenangst den jungen Mario, der, aus dem Gefängnis entlassen, in einem Dorf eine Stelle als Knecht findet und sich dort gut einlebt. Mit dem Auftauchen des Vaters, der ihn zurückholen will, wird Mario von seiner Vergangenheit eingeholt. Für diese Rolle wurde er 1995 als bester Nachwuchsschauspieler mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. Ab 1996 übernahm er wiederholt Gastrollen in der ARD-Reihe Tatort.

2001 spielte Karl die Hauptrolle als junger k.u.k. Offizier in der Verfilmung der tragischen Schnitzler-Novelle Spiel im Morgengrauen. In der romantischen Vorweihnachts-Komödie Schneemann sucht Schneefrau spielte er 2002 den von einem Engel gesandten Joe Müller. 2003 verkörperte er neben August Schmölzer und Christoph Waltz im Fernsehdrama Jennerwein, das eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis erhielt, den oberbayerischen Wilderer Georg Jennerwein. Durch die mysteriösen Begleitumstände seines Todes und vor allem durch eine Schussverletzung im Rücken wurde der Wildschütz zu einer Legende und zum Symbol der Auflehnung gegen die Obrigkeit.

2006 spielte Karl in der vielfach ausgezeichneten Kinokomödie von Marcus H. Rosenmüller Wer früher stirbt ist länger tot den „Kandlerwirt“ und Witwer auf Brautschau, Lorenz Schneider. Im selben Jahr sah man Fritz Karl in der belgischen Produktion Henry Dunant: Du rouge sur la croix, einem biografischen Historienfilm um das Leben des Initiators des Roten Kreuzes, in der Rolle des französischen Offiziers Colonel Delaroche. Ebenfalls 2006 übernahm er neben Heino Ferch in der Geschichte einer Lebensfreundschaft Auf ewig und einen Tag die Rolle des leidenschaftlichen Gregor Luckner, der, hin- und hergerissen zwischen Lebensgier und Selbstzweifeln, an der unverrückbar kalten Ablehnung durch den eigenen Vater zu zerbrechen droht. 2006 wirkte er auch bei Stars in der Manege in einer Shaolin-Nummer des Circus Krone mit, bei der er unter anderem durch die Mitte eines schwertgespickten Reifens zu springen hatte.2007 verkörperte Karl die Figur des Kommissars Benno Söder in Eine folgenschwere Affäre, einem Psychothriller um Mord, Verrat und Schuld unter Kollegen. Für diese Rolle war er als Bester Schauspieler in einem Fernsehfilm 2008 für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert. 2008 spielte er in dem Coming-of-Age-Drama Die Zeit, die man Leben nennt mit Kostja Ullmann, Jan Niklas und Billie Zöckler die Rolle eines geschiedenen Vaters, Oskar, der die schwierige Lebenssituation mit seinem unfalltraumatisierten Sohn Luca zu bewältigen hat.

Oftmals wurde er auch in historischen Film- und Fernsehproduktionen besetzt. In Xaver Schwarzenbergers Fernsehzweiteiler Sisi spielte er 2009 den Graf Andrássy. 2017 verkörperte er den Herzog Adolf von Egmond im Historienfilm Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe. 2018 stellte er im Zweiteiler Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau neben Katharina Wackernagel den Verleger Franz Burda dar.

In der vierteiligen ZDF-Reihe Inspektor Jury übernahm er von 2014 bis 2018 die Titelrolle. Eine weitere Hauptrolle spielte er von 2018 bis 2020 in der ARD-Anwaltsserie Falk. Von 2018 bis 2020 verkörperte er in der Krimiserie Meiberger – Im Kopf des Täters als Gerichtspsychologe Thomas Meiberger wiederum die Titelrolle. Die Serie wurde mit den Spielfilmen Mörderisches Klassentreffen (2021), Tod am See und Der Marionettenmörder (beide 2025) fortgesetzt. Zum Film Tod am See schrieb er auch das Drehbuch unter dem Autorennamen Friedrich Anton Karl.<ref name="k403105300" /><ref name="ds3000000296721">Fritz Karl: "Ich war schon immer eine Krätzn". In: DerStandard.at/APA. 17. November 2025, abgerufen am 18. November 2025.</ref>

Karl wirkte zudem in einigen Kinder- und Jugendproduktionen, wie 2009 als Teufel in Hans-Günther Bückings Märchenadaption Der Teufel mit den drei goldenen Haaren nach den Brüdern Grimm und 2025 als Zauberer Rotbart in Christian Theedes Das Märchen vom Schwanensee, der auf Motiven des Balletts Schwanensee von Pjotr Iljitsch Tschaikowski basiert.<ref>SWR verfilmt „Das Märchen vom Schwanensee“. In: Südwestrundfunk. 26. März 2025, abgerufen am 25. Januar 2026.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1995 wurde Karl mit dem Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsschauspieler für seine Rolle des jungen Straftäters Mario in Houchang Allahyaris Höhenangst ausgezeichnet. 1998 erhielt er die Auszeichnung österreichischer Shooting Star des europäischen Films. 2008 war er für Eine folgenschwere Affäre (2007) als bester Schauspieler in der Kategorie Fernsehspiel/Fernsehfilm für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert. 2011 und 2020 wurde Karl als beliebtester Schauspieler mit dem österreichischen Fernsehpreis Romy ausgezeichnet.

Privates[Bearbeiten]

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Fritz Karl mit seiner Frau Elena Uhlig (2015)

Fritz Karl zog 2019 mit seiner Schauspielkollegin Elena Uhlig, mit der er seit 2006 zusammenlebt, von Traunkirchen in Österreich nach München-Lehel. Mit ihr hat er zwei Söhne und zwei Töchter (* 2007, 2010, 2015, 2018).<ref>Elena Uhlig und Fritz Karl: Geheimnis gelüftet! So heißt Baby Nummer vier. In: bunte.de. 25. März 2018 (bunte.de [abgerufen am 25. März 2018]).</ref> Außerdem hat er drei Kinder aus einer vorherigen Ehe, die bei der Mutter aufwuchsen, darunter die Schauspieler Valerian (* 1988) und Aaron Karl (* 1990). Fritz Karl und Elena Uhlig heirateten im November 2023.<ref>Nach 17 Jahren: Elena Uhlig und Fritz Karl haben geheiratet. In: www.abendzeitung-muenchen.de. 11. November 2023, abgerufen am 11. November 2023.</ref>

Filmografie[Bearbeiten]

Spielfilme[Bearbeiten]

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Fernsehserien und -reihen[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Fritz Karl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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