Hypoxidaceae
Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.
| Hypoxidaceae | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Hypoxis hemerocallidea0.jpg
Taglilienartige Hypoxis (Hypoxis hemerocallidea) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hypoxidaceae | ||||||||||||
| R.Br. |
Die Hypoxidaceae sind eine Familie in der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Es gibt sieben bis neun Gattungen mit etwa 150 bis 220 Arten. Einige Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten genutzt, über weitere Nutzung ist wenig bekannt.
Beschreibung[Bearbeiten]
Habitus und Laubblätter[Bearbeiten]
Es sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die meisten Arten sind Geophyten und bilden Rhizome oder Knollen als Überdauerungsorgane. Sie sind saisongrün oder seltener immergrün.
Die wechselständig und grundständig, oft dreizeilig angeordneten Laubblätter können gestielt oder ungestielt sein. Die einfachen und ganzrandigen Blattspreiten sind gefaltet bis plikat. Die Blattnervatur ist meist parallelnervig, aber bei manchen Arten bilden sie eine fiedernervige Struktur, aber ohne vernetzende Seitennerven. Bei einigen Arten sind einige oder alle Pflanzenteile mehr oder weniger stark behaart mit unterschiedlich komplex aufgebauten Haaren.
Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]
Die Blüten stehen endständig einzeln oder auf Blütenstandsschäften in meist zusammengesetzten Gesamtblütenständen aus traubigen, ährigen, kopfigen oder doldigen Teilblütenständen zusammen. Es können Hochblätter vorhanden sein.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und selten zwei-, meist dreizählig. Die freien Blütenhüllblätter sind gleichgestaltet (Perigon). Einige Taxa haben statt sechs nur vier Blütenhüllblätter. Die Blütenhüllblätter sind weiß, gelb bis orange oder selten rot bis rosafarben. Pro Blüte gibt es (selten drei) vier oder sechs fertile Staubblätter. Bei manchen Taxa sind die Staubblätter mit den Blütenhüllblättern und/oder mit dem Griffel (Curculigo) verwachsen. Die zweizelligen, sulcaten Pollenkörner besitzen eine Apertur. Drei (oder zwei) Fruchtblätter sind zu einem unterständigen (synkarpen) Fruchtknoten verwachsen. Es sind ein bis drei Griffel vorhanden.
Früchte und Samen[Bearbeiten]
Es werden eine Kapselfrüchte oder Beeren (beispielsweise Curculigo) gebildet. Bei wenigen Arten öffnen sich die Kapselfrüchte mit Zähnen oder Poren. Die durch Phytomelane braunen bis schwarzen Samen besitzen reichlich ölhaltiges Endosperm.
Inhaltsstoffe und Chromosomen[Bearbeiten]
Es wird Stärke eingelagert. Es werden Calciumoxalat-Kristalle als Raphide eingelagert. Sie enthalten Flavonole.
Die Chromosomen sind 2 bis 5 µm lang. Die Chromosomenzahlen betragen n = 6-9, 11.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Sie kommen in der Holarktis, Paläotropis, Neotropis, Capensis und Australis vor. Sie sind weitverbreitet, es gibt nur keine Arten in Europa und im nördlichen Asien. Ein Schwerpunkt der Artenvielfalt liegt in den Subtropen und besonders im südlichen Afrika. Ihre Areale reichen von den Gemäßigten Breiten bis in die Tropen. Die Lebensräume reichen von Trocken- bis zu Sumpfgebieten.
Die Erstveröffentlichung der Familie erfolgte 1814 unter dem Namen Hypoxideae durch Robert Brown in A Voyage to Terra Australis, 2, S. 576. Die Typusgattung ist Hypoxis L.
Die Gattungen wurden früher in die Familie der Liliaceae oder in eine Unterfamilie Hypoxidoideae der Amaryllidaceae eingeordnet. Aber nach molekulargenetischen Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass sie nicht nahe mit diesen beiden Familien verwandt sind.
Die Schwestergruppe der Hypoxidaceae sind die Asteliaceae, diese beiden Familien sind am nächsten mit den Lanariaceae verwandt und bilden zusammen mit den Blandfordiaceae eine monophyletische Klade.
Kladogramm für die nächst verwandten Familien innerhalb der Ordnung der Asparagales nach der APWebsite:
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Seite Vorlage:Turnierplan/styles.css hat keinen Inhalt.
In der Familie der Hypoxidaceae gibt es sieben bis acht Gattungen mit etwa 150 bis 220 Arten:<ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref><ref name="WCSP" />
- Curculigo Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gaertn.: Das Verbreitungsgebiet der etwa 15 Arten liegt in den Subtropen bis Tropen der Südhalbkugel.<ref name="WCSP" />
- Empodium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Salisb.: Die etwa sieben Arten sind Florenelemente der Capensis.<ref name="WCSP" />
- Hypoxidia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.Friedmann: Die nur zwei Arten kommen auf den Seychellen vor.<ref name="WCSP" />
- Hypoxis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.: Das weite Verbreitungsgebiet der 80 bis 100 Arten liegt im tropischen und südlichen Afrika (41 Arten), in der Neotropis bis Nordamerika<ref name="WCSP" />, in Südostasien und Australien.
- Molineria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Colla: Die etwa acht Arten sind vom tropischen Asien bis zum australischen Bundesstaat Queensland verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Neofriedmannia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kocyan & Wiland: Die 2017 neu aufgestellte Gattung umfasst nur eine Art:
- Neofriedmannia seychellensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Bojer ex Baker) Kocyan & Wiland (Syn.: Curculigo seychellensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bojer ex Baker): Sie kommt auf den Seychellen vor.<ref name="WCSP" />
- Pauridia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Harv. (Syn.: Syn.: Ianthe Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Salisb. nom. illeg., Hypoxis subg. Ianthe Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Salisb.) Baker, Hypoxis sect. Ianthe Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Salisb.) Benth., Spiloxene Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Salisb., Saniella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hilliard & B.L.Burtt): Sie enthält seit 2013 etwa 35 Arten hauptsächlich im südlichen Afrika mit dem Schwerpunkt in der Capensis und etwa fünf Arten in Australien.<ref name="WCSP" />
- Rhodohypoxis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nel: Die sechs Arten gedeihen in den Sommerregengebieten der Capensis.<ref name="WCSP" />
- Sinocurculigo Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Z.J.Liu, L.J.Chen & K.Wei Liu: Sie wurde 2012 mit nur einer Art aufgestellt:<ref name="WCSP" />
- Sinocurculigo taishanica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Z.J.Liu, L.J.Chen & K.Wei Liu: Sie wurde 2012 aus der chinesischen Provinz Guangdong erstbeschrieben.<ref name="WCSP" />
Nutzung[Bearbeiten]
Einige Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten genutzt. Über eine weitere Nutzung ist wenig bekannt.
Von Hypoxis hygrometrica können die Knollen nach gründlichen garen (Calciumoxalat-Kristalle!) gegessen werden.<ref name="HypoxisHygrometrica">Hypoxis hygrometrica bei Plants for a Future. </ref>
Medizinische Wirkungen wurden untersucht, aber ohne vielversprechende Ergebnisse.<ref>Robert Hegnauer: Chemotaxonomie der Pflanzen: Hypoxidaceae in Band 2, 1963, S. 234–235 und in Band 7, 1986, S. 661.</ref>
Die Samen von Hypoxis hygrometrica sind hygrometrisch und werden von Amateuren zur Wettervorhersage verwendet.<ref name="HypoxisHygrometrica" />
Quellen[Bearbeiten]
- Die Familie der Hypoxidaceae bei der APWebsite. (engl.)
- Beschreibung der Familie der Hypoxidaceae bei DELTA. (engl.)
- J. Wiland Szymanska & I. Nordal: Flora of tropical East Africa., Hypoxidaceae, Kew: Royal Botanic Gardens, 2006, 25 Seiten. ISBN 1-84246-167-2
- D. A. Snijman: Hypoxidaceae. Cape plants. A conspectus of the Cape flora of South Africa (= Strelitzia. Band 9). 2000, S. 108–110.
- D. A. Snijman & Y. Singh: Hypoxidaceae. In: G. Germishuizen, N. L. Meyer: Plants of southern Africa: an annotated checklist (= Strelitzia. Band 14). 2003, S. 1071–1074.
- M. H. Grayum: Hypoxidaceae, Instituto Nacional de Biodiversidad, Costa Rica, 2007: Online. (span.)
- P. G. Richards: Hypoxidaceae in der New South Wales Flora: Online.
- Leslie Watson: Hypoxidaceae in der Western Australian Flora: Online.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>