Iodtrifluorid
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Iodtrifluorid | ||||||||||||
| Andere Namen |
Iod(III)-fluorid | ||||||||||||
| Summenformel | IF3 | ||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
gelber Feststoff (−78 °C)<ref>Iodtrifluorid bei Webelements.com.</ref> | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 183,9 g·mol−1 | ||||||||||||
| Schmelzpunkt |
Zersetzung > −28 °C<ref name="HoWi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 459–460.</ref> | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Iodtrifluorid ist eine chemische Verbindung von Iod und Fluor. Die Interhalogenverbindung ist wie andere dieser Stoffklasse sehr instabil und zersetzt sich leicht.
Geschichte[Bearbeiten]
Iodtrifluorid wurde erstmals 1960 vom deutschen Chemiker Martin Schmeißer aus den Elementen Iod und Fluor dargestellt.<ref name="angew">M. Schmeisser, E. Scharf: Über Jodtrifluorid JF3 und Jodmonofluorid JF. In: Angewandte Chemie, 1960, 72, 9, S. 324, doi:10.1002/ange.19600720912.</ref><ref name="Soukup_anorg">Rolf Werner Soukup: Chemiegeschichtliche Daten anorganischer Substanzen, Version 2020, S. 65 pdf.</ref>
Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]
Iodtrifluorid ist auf mehreren Wegen darstellbar. Neben der Synthese aus den Elementen ist es möglich, die Verbindung durch Reaktion von Iod mit Xenon(II)-fluorid in Trichlorfluormethan zu gewinnen.<ref>Thomas M. Klapötke, Inis C. Tornieporth-Oetting: Nichtmetallchemie. Wiley-VCH, Weinheim 1994, ISBN 3-527-29257-8.</ref>
- <math>\mathrm{I_2 + 3\ XeF_2 \longrightarrow 2\ IF_3 + 3\ Xe}</math>
Eigenschaften[Bearbeiten]
Die Struktur des IF3-Moleküls lässt sich über das VSEPR-Modell erklären. Neben den drei Fluor-Liganden besitzt das Iod-Atom noch zwei freie Elektronenpaare. Mit diesen bildet das Molekül eine trigonale Bipyramide, betrachtet man nur die Atome, erscheint es T-förmig. Die axialen Fluor-Iod-Bindungen besitzen eine Länge von 198 pm, die äquatoriale eine Länge von 187 pm. Die Winkel zwischen den Fluoratomen betragen 80,1 °.<ref name="HoWi"/>
Iodtrifluorid ist nur bei Temperaturen von unter −28 °C stabil. Wird es über diese Temperatur erwärmt, zersetzt es sich zu Iod und Iodpentafluorid. Wie andere Interhalogenverbindungen ist Iodtrifluorid ein Fluorierungsmittel, jedoch schwächer als Brom- oder Chlortrifluorid.<ref name="HoWi"/>
Verwendung[Bearbeiten]
Iodfluorid lässt sich durch Reaktion von Iodtrifluorid mit Iod in Trichlorfluormethan bei tiefen Temperaturen darstellen.<ref name="angew"/>
- <math>\mathrm{IF_3 + I_2 \longrightarrow 3\ IF}</math>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Chlorfluoride: Chlorfluorid | Chlortrifluorid | Chlorpentafluorid
Bromfluoride: Bromfluorid | Bromtrifluorid | Brompentafluorid
Iodfluoride: Iodfluorid | Iodtrifluorid | Iodpentafluorid | Iodheptafluorid
andere: Bromchlorid | Iodchlorid | Iodtrichlorid | Iodbromid | Iodtribromid Vorlage:Klappleiste/Ende
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- Iodverbindung
- Fluorverbindung
- Interhalogenverbindung