Leon Black
Vorlage:Hinweisbaustein Leon Black (* 31. Juli 1951) ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Kunstsammler. Er ist auf Leveraged Buyouts und Private Equity spezialisiert. 1990 gründete er die Private Equity Firma Apollo Global Management.
Familie[Bearbeiten]
Black entstammt einer jüdischen Familie. Sein Vater war der US-amerikanische Investmenthändler Elihu Menashe Black (1921–1975) und seine Mutter war die Künstlerin Shirley Lubell. Black ist mit Debra Ressler verheiratet und hat vier Kinder. Debra ist eine Melanom-Überlebende.<ref>Laura Landro: Melanoma Survivor Seeks Cure. In: Wall Street Journal. 3. Mai 2010, ISSN 0099-9660 (wsj.com [abgerufen am 11. Juni 2019]).</ref> 2007 spendete das Paar 25 Millionen US-Dollar für die Gründung der neuen Melanoma Research Alliance.
Donald Trump, seit dem 20. Januar 2025 erneut US-Präsident, nominierte Blacks Sohn Benjamin am 18. Juni 2025 dazu, die U.S. International Development Finance Corporation zu leiten.<ref>What Will Become of U.S.A.I.D.’s Funding? A Billionaire’s Son Has Some Ideas. 26. Februar 2025 (nytimes.com [abgerufen am 11. August 2025]).</ref> Am 7. Oktober 2025 wurde Blacks Nominierung bestätigt.<ref>PN25-5 — Benjamin Black — United States International Development Finance Corporation</ref><ref>Gyftopoulou, Loukia; Deaux, Joe; Halftermeyer, Marion (22. Mai 2025), Bloomberg.com: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Leon Black’s Son Looks to Prove Himself in Washington ( vom 22. Mai 2025 im Webarchiv archive.today)</ref>
Leben[Bearbeiten]
Black studierte Philosophie und Geschichte am Dartmouth College und Betriebswirtschaft an der Harvard University. In seiner frühen Karriere arbeitete er bei der Investmentbank Drexel Burnham Lambert. Nachdem Drexel Insolvenz angekündigt hatte, gründeten Black, Joshua Harris und Marc Rowan 1990 das Unternehmen Apollo Global Management. Dieses Unternehmen ging 2011 an die Börse.<ref name=":0" /> Im Herbst 2025 verwaltete Apollo ein Vermögen von rund 785 Milliarden US-Dollar und Black besaß noch rund 7 % des Unternehmens.<ref>forbes.com, last updated Sep 9, 2025, 1:01am EDT.</ref>
Er saß laut einem Medienbericht vom 12. Juli 2012 im Aufsichtsrat des Metropolitan Museum of Art und in dem des Museum of Modern Art.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Munchs «Schrei» ging an Finanzmanager Leon Black ( vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive), Monopol Magazin für Kunst und Leben 12. Juli 2012</ref> Black ist Mitglied des Council on Foreign Relations.<ref>Council on Foreign Relations. Abgerufen am 20. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sein Privatvermögen betrug um das Jahr 2017 laut Forbes 15,5 Milliarden US-Dollar.<ref name=":0">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Profile: Leon Black.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung, abgerufen am 29. Januar 2018.</ref>
Kunstsammlung[Bearbeiten]
Die Pastellversion Der Schrei von 1895 des Malers Edvard Munch wurde am 2. Mai 2012 bei einer Auktion von Sotheby’s in New York für 119.922.500 US-Dollar an Leon Black versteigert.<ref>edvard munch the scream. Sothebys, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das war der bis dahin höchste bei einer Auktion erzielte Preis für ein Kunstwerk.<ref>New Yorker Milliardär soll Munchs "Schrei" ersteigert haben. In: spiegel.de. 12. Juli 2012, abgerufen am 12. Juli 2012.</ref>
Im Juni 2013 wurde bekannt, dass Leon Black nach einem Vier-Parteien-Bieterkrieg für 29 Millionen Pfund das 11 Zoll breite Werk Head of a Young Apostle von Raphael kaufte.<ref>New York billionaire Leon Black's bid to take £29m Raphael from UK. 20. Juni 2013, abgerufen am 11. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 22. Dezember 2015 wurde berichtet, dass Leon Black bei einer Auktion einen kompletten Satz des babylonischen Talmud von Daniel Bomberg für 9,3 Millionen US-Dollar gekauft hatte.<ref>Bomberg Babylonian Talmud Auctions for $9.3 Million. 22. Dezember 2015, abgerufen am 11. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Anschuldigung wegen sexuellem Missbrauch und Verbindung zu Jeffrey Epstein[Bearbeiten]
Im Oktober 2020 berichtete die New York Times, dass Black zwischen 2012 und 2017 mindestens 50 Millionen US-Dollar an Jeffrey Epstein, einen verurteilten Sexualstraftäter, überwiesen hatte. Einige der Überweisungen waren dabei so ungewöhnlich, dass sie von der Abteilung für Finanzkriminalität der Deutschen Bank, Epsteins Hausbank zu dieser Zeit, überprüft wurden. Die Einzelheiten der Dienstleistungen, die Epstein im Austausch dafür erbrachte, sind unklar. Black gab zu, dass er Epstein jährlich Millionen von Dollar für seine Arbeit gezahlt hat, merkte jedoch an, dass niemand, einschließlich der New York Times, behauptet hat, er habe sich an Fehlverhalten oder unangemessenem Verhalten beteiligt.<ref>The Billionaire Who Stood by Jeffrey Epstein. The New York Times, 12. Oktober 2020, abgerufen am 20. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Apollo Global Management beauftragte die Anwaltskanzlei Dechert LLP mit der Durchführung einer Überprüfung, um die Beziehungen von Black zu Epstein zu untersuchen.<ref>Billionaire Leon Black's relationship with Jeffrey Epstein will be reviewed by an outside law firm, following a NYT report about the pair's financial ties. Business Insider, 21. Oktober 2020, abgerufen am 20. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Januar 2021 kam durch die Überprüfung heraus, dass Black Epstein 158 Millionen US-Dollar gezahlt hatte. Mit Epsteins Strategien zur Steuervermeidung sparte Black mindestens 1,3 Milliarden Dollar an Steuern.<ref>What billionaire Leon Black got for paying Jeffrey Epstein $US158m. 26. Januar 2021, abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im März 2021 beschuldigte die Russin Guzel Ganieva in einer Reihe von Tweets Black, sie sei „jahrelang von [Black] sexuell belästigt und missbraucht worden [und schließlich] unter Druck gezwungen worden, eine Geheimhaltungsvereinbarung zu unterzeichnen“.<ref>Kate Duffy: Wall Street billionaire Leon Black denied sexual-harassment allegations made by a former model and said he paid her to keep the 'affair' quiet. Abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Leon Black Admits Paying Woman to Keep Affair Quiet, Denies It Led to Sudden Apollo Exit | Institutional Investor. Abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ganieva behauptete auch, Black habe ihr den 2019 verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorgestellt und versucht, sie zum Sex mit ihm zu zwingen. Black behauptete in Reaktion darauf, er habe mit Ganieva eine einvernehmliche Affäre gehabt und dass er von Ganieva erpresst worden sei.<ref>Leon Black Admits Paying Woman to Keep Affair Quiet, Denies It Led to Sudden Apollo Exit | Institutional Investor. Abgerufen am 4. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Black hatte Ganieva im Jahr 2015 9,5 Millionen US-Dollar für eine Schweigevereinbarung gezahlt.<ref>Jeffrey Epstein’s Russian Connection:. In: Досье. Abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ganievas Klage gegen Black wurde im Mai 2023 abgewiesen.<ref>Adam Klasfeld: Billionaire financier Leon Black beats rape lawsuit after prominent #MeToo firm withdraws from accuser's case. In: Law & Crime. 25. Mai 2023, abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Aufgrund der Vorwürfe bzgl. des Missbrauchs und der Beziehung zu Epstein trat Black am 22. März 2021 als CEO von Apollo Global Investments zurück.<ref>Kate Duffy: Wall Street billionaire Leon Black denied sexual-harassment allegations made by a former model and said he paid her to keep the 'affair' quiet. Abgerufen am 4. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Miriam Gottfried: Leon Black Steps Down as Apollo Chairman in Unexpected Move. 22. März 2021, abgerufen am 4. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Anwaltskanzlei, die Ganieva vertrat, vertrat auch eine weitere Klägerin, die Black beschuldigte, sie 2002 in Jeffrey Epsteins Villa in New York City vergewaltigt zu haben<ref>Miriam Gottfried, Mark Maremont: Leon Black Is Accused in Lawsuit of Rape at Home of Jeffrey Epstein. In: Wall Street Journal. 28. November 2022, ISSN 0099-9660 (wsj.com [abgerufen am 11. August 2025]).</ref> (die Klage wurde 2024 zurückgezogen).<ref>Dan Mangan: Woman drops lawsuit against Leon Black alleging rape at Jeffrey Epstein mansion. 20. Februar 2024, abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 25. Juli 2023 wurde eine weitere Klage gegen Black eingereicht, in der ihm vorgeworfen wurde, er habe 2002 in Epsteins Stadthaus in Manhattan eine 16-Jährige mit Autismus und Down-Syndrom vergewaltigt.<ref>Lawsuit alleges billionaire Leon Black raped autistic teen at Epstein's townhouse. 26. Juli 2023, abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Juni 2026 wurde Black erstmals vom Epstein-Untersuchungsausschuss des US-Kongresses befragt. Black brach die Befragung ab, als der Ausschuss Fragen zu seinen Schweigevereinbarungen mit Frauen stellte. Er bestritt, von Epsteins mutmaßlichen Verbrechen gewusst zu haben. Black reichte eine Klage gegen eine Vorladung vor den Ausschuss ein, der ihn am 3. September 2026 befragen wollte.<ref>orf.at: Fall Epstein: US-Milliardär Black verweigert Anhörung</ref><ref>bbc.com 3. September 2026: US billionaire Leon Black defies summons and sues Epstein panel </ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Black, Leon |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Unternehmer und Kunstsammler |
| GEBURTSDATUM | 31. Juli 1951 |