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Minebea Intec

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Minebea Intec

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Rechtsform GmbH
Gründung 2014
Sitz Hamburg
Leitung Karl Sommer
Mitarbeiterzahl ca. 1000
Branche Wäge- und Inspektionstechnik
Website www.minebea-intec.com

Minebea Intec (früher Sartorius Intec) ist ein Anbieter von Produkten und Serviceleistungen in der industriellen Wäge- und Inspektionstechnologie. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Hamburg. Minebea Intec beschäftigt international rund 1000 Mitarbeiter an 19 Standorten mit eigenen Produktionsstätten sowie Vertriebs- und Serviceorganisationen. Durch etwa 200 Distributionspartner ist Minebea Intec in rund 65 Ländern tätig.<ref name=":0">Minebea Intec GmbH. In: directindustry.de. Abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Minebea Intec ist Teil der MinebeaMitsumi-Gruppe, eines Anbieters für Fertigungsteile, wie z. B. Kugellager oder Motoren, sowie elektronische Komponenten, wie z. B. Sensoren, Antennen und IoT-Lösungen.<ref>Aus Sartorius Intec wird Minebea Intec. In: Schüttgut Magazin. Abgerufen am 21. September 2016.(Arvchivlink September 2018)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Sartorius[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1870 eröffnete Florenz Sartorius die feinmechanische Werkstatt F. Sartorius in Göttingen. Der Erfolg des Unternehmens lag in erster Linie an der Produktion der neu entwickelten kurzarmigen Analysenwaage, die aus dem damals neuartigen Leichtmetall Aluminium gefertigt wurde. Die Analysenwaage setzte sich durch und erfreute sich auch im Ausland immer größerer Beliebtheit.<ref name=":1">Sartorius AG: Geschichte. Sartorius AG, abgerufen am 11. September 2018.</ref>

Der Betrieb F. Sartorius hatte mehr als 60 Angestellte, als im Jahr 1895 die 3000. Analysenwaage gefertigt wurde. Es folgte im Jahr 1911 der Bau der 10.000. Analysenwaage; die Waage mit der Nummer 100.000 wurde im Jahr 1958 gefertigt.<ref>From 1870 to Today In:sartorius.com (PDF 1,4 MB; englisch, Archivlink), abgerufen am 11. April 2026.</ref> Im Jahr 1970 baute die Firma Sartorius die ersten elektronischen Präzisions- und Analysenwaagen. Aufgrund der großen Nachfrage gründete das Unternehmen in den darauffolgenden Jahren zahlreiche Tochtergesellschaften im Ausland.<ref name=":2" />

Im Jahr 1997 entwickelte Sartorius die monolithische Wägezellentechnologie und erweiterte das industrielle Produktportfolio. Es folgte der Zukauf der Firmen Boekels im Jahr 1998 und GWT im Jahr 1999. Boekels war zu der Zeit Marktführer im Bereich Qualitätskontrolle, Prozess- und Metallsuchtechnik. Das Produktportfolio wurde im Jahr 2002 durch die Einführung der Industriewaagenserie Combics erweitert. Der Bereich Röntgeninspektionstechnologie kam im Jahr 2008 hinzu.<ref name=":1" />

Im Jahr 2014 wurde der Industriebereich „industrielle Wägetechnik“ von Sartorius zu Sartorius Intec umbenannt und an den japanischen Konzern Minebea Co., Ltd. verkauft.<ref name=":1" /> Es folgte eine Umfirmierung von Sartorius Intec zu Minebea Intec im Jahr 2016.<ref name="d-nb-254534">Viel mehr als nur ein Markenwechsel. In: food Technologie, d-nb.info. September 2016, abgerufen am 11. April 2026.</ref> Zu Beginn 2018 erfolgte die Gründung von Minebea Intec RUS.<ref name=":5" />

Boekels[Bearbeiten]

Im Jahr 1948 entwickelte die Firma Boekels aus Aachen unter der Leitung von Hans Boekels den weltweit ersten Metalldetektor. Die Technologie wurde in der Nachkriegszeit vermehrt in der Holz- und Kohleindustrie und zunächst zum Maschinenschutz eingesetzt, um Überreste von Bomben, Granaten und Munition zu finden. Die Fremdkörper wurden beispielsweise in Baumstämmen detektiert, um die Sägeblätter der Holzproduktion zu schützen. Metalldetektoren wurden auch auf Flüssen eingesetzt, um Kriegsüberreste unter Wasser zu detektieren. Mit der Zeit wurde die Metallsuchtechnologie zunehmend in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie und zum Schutz der Konsumenten eingesetzt. Die Firma Boekels war lange Zeit in vielen Bereichen der Metalldetektion der einzige Marktanbieter.<ref name=":3">Eva Lindner: 70 Jahre Metalldetektion bei Minebea Intec. Verfahrenstechnik, 6. August 2018, abgerufen am 5. September 2018. (Archivlink)</ref>

Im Jahr 1969 entwickelte Boekels die erste dynamische Kontrollwaage.<ref name=":3" /> Im Jahr 1998 wurde die Firma Boekels von der Sartorius AG akquiriert.<ref name=":1" />

Philips[Bearbeiten]

Die Firma Philips Electronical Weighing<ref>Wägeverstärker PR 1591/00, /10 Gebrauchsanleitung. In: archive.org. 22. April 2021, abgerufen am 12. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Weight indicator PR 1612/02 - Bienfait. In: yumpu.com. 30. Oktober 2012, abgerufen am 12. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> gehörte zum im Mai 1891 in der niederländischen Stadt Eindhoven gegründeten Unternehmen Philips. Philips Electronical Weighing entwickelte und produzierte im Jahr 1947 die weltweit ersten Drahtdehnungsstreifen. 1950 wurde die erste industrielle Wägezelle entwickelt. Es folgte in den Jahren 1953–1956 eine Serie von elf verschiedenen industriellen Wägezellentypen.<ref name=":2" />

Im Jahr 1970 folgte das erste digitale Wäge- und Dosiersystem. 1972 wurde die Sparte „industrielle Wägetechnologie“ von Eindhoven, Niederlande, nach Hamburg, Deutschland, verlegt. 1982 entwickelte Philips Electronical Weighing dort die erste Industriewaage für den explosionsgefährdeten Bereich. Im Jahr 1999 wurde die Sparte „industrielle Wägetechnologie“ von Philips Electronical Weighing an die Firma Global Weighing Technologies GmbH (GWT), vormals Panta Electronics in Amersfoort,<ref>MVS Import: Namenswechsel bei Philips Wägetechnik. In: prozesstechnik.industrie.de. 1. Juni 1998, abgerufen am 12. April 2026.</ref> verkauft. GWT hatte etwa 400 Mitarbeiter.<ref name=":2">Panta Electronics takes over Philips Weighing. In: controleng.com. 1. Oktober 1998, abgerufen am 12. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kurz darauf, im Jahr 1999, akquirierte die Sartorius AG das Unternehmen GWT.

Produkte[Bearbeiten]

Das Produktportfolio von Minebea Intec beinhaltet unter anderem:<ref name=":5">Redaktion: Minebea Intec expandiert nach Russland. In: lebensmittelverarbeitung-online.de. 9. Februar 2018, abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Konzernstruktur[Bearbeiten]

Die Minebea Intec GmbH mit Hauptsitz in Hamburg unterhält folgende Tochterunternehmen (Stand Februar 2018):<ref>Nadine Safaee: Corporate Structure Minebea Intec. Abgerufen am 11. März 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

  • Minebea Intec Bovenden GmbH & Co. KG<ref>Minebea Intec Bovenden GmbH & Co. KG in Bovenden. In: think-ing.de. Abgerufen am 12. April 2026.</ref>
  • Minebea Intec Aachen GmbH & Co. KG<ref>Minebea Intec Aachen GmbH & Co. KG in Aachen. In: think-ing.de. Abgerufen am 12. April 2026.</ref>
  • Minebea Intec India Private Limited<ref>Minebea Intec India Private Limited. In: thecompanycheck.com. 17. Februar 2026, abgerufen am 12. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Minebea Intec Austria GmbH
  • Minebea Intec Switzerland AG
  • Minebea Intec Italy S.r.l.
  • Minebea Intec USA Inc.<ref>https://www.bizprofile.net/ny/albany/minebea-intec-usa-inc, abgerufen am 12. April 2026.</ref>
  • Minebea Intec Belgium BVBA
  • Minebea Intec UK Ltd.
  • Minebea Intec Netherlands B.V.
  • Minebea Intec Spain S.L.
  • Minebea Intec France
  • Minebea Intec Poland Sp. z.o.o
  • Minebea Intec RUS LLC<ref name=":5" />
  • Sartorius Industrial Weighing Equipment Co. Ltd.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />