Neppersreuth
Neppersreuth Gemeinde Kammerstein
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(155)&title=Neppersreuth 49° 17′ N, 10° 59′ O
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| Höhe: | 386–404 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 155 (31. Dez. 2021)<ref>Nahverkehrsplan Landkreis Roth. (PDF; 9,8 MB) Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 66, abgerufen am 25. September 2024.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91126 | |||||
| Vorwahl: | 09122 | |||||
Neppersreuth (fränkisch: Näbasch-raid<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 50. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „nębɘšràid“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kammerstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Neppersreuth liegt in der Gemarkung Günzersreuth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Das Dorf bildet mit dem nördlich gelegenen Kammerstein eine geschlossene Siedlung. Im Süden liegen das Lauchsenholz und der Spitalwald, im Südosten der Eichelgarten und im Nordosten das Waldgebiet Hölle. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kammerstein zur Kreisstraße RH 4 (0,5 km nördlich) und zur RH 4 (0,8 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Im Jahre 1340 wurde der Ort als „Niprestruͤte“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="E233">F. Eigler: Schwabach, S. 233.</ref> Der Ortsname hat als Bestimmungswort den Personennamen des Gründers Nīdbreht und als Grundwort -reuth, d. h. Zur Rodung des Nīdbreht.<ref>W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962), S. 312.</ref><ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 50 f.</ref> Im 13. Jahrhundert bestand der Ort wahrscheinlich aus 7 Ganzhöfen.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 246.</ref> Im burggräflichen Urbar des Amtes Schwabach von 1360 wurde der Ort als „Nepperszrewet“ erwähnt. Im Salbuch von 1410 wurden 2 Gütlein und 1 Seldengut angegeben. Der Eintrag für den Ort ist allerdings unvollständig. Im markgräflichen Salbuch des Amtes Schwabach von 1434 wurden für den Ort 7 Seldengüter angegeben. 1530 unterstanden dem Kastenamt Schwabach 4 Anwesen (2 Höfe, 2 Güter). 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Neppersreuth 5 Anwesen.<ref name="E233"/>
Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Neppersreuth 5 Anwesen (2 Ganzhöfe, 2 Köblergüter, 1 Leerhaus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Schwabach.<ref name="E390">F. Eigler: Schwabach, S. 390.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach.<ref name="E473"/> 1800 gab es im Ort weiterhin 5 Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 727.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Neppersreuth dem Steuerdistrikt Günzersreuth und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Günzersreuth zugeordnet. Am 1. Januar 1972 wurde Neppersreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kammerstein eingegliedert.<ref name="E473">F. Eigler: Schwabach, S. 473 f.</ref><ref>Kammerstein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. April 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Kammerstein) gepfarrt.<ref name="E390"/> Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Vitus (Veitsaurach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei St. Sebald (Schwabach) zuständig.<ref>Katholische Pfarrei St. Sebald, Schwabach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 28. Mai 2023.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Neppersreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 727 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 312.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks[Bearbeiten]
- Neppersreuth. In: kammerstein.de. Abgerufen am 18. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Neppersreuth in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Neppersreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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Albersreuth | Barthelmesaurach | Günzersreuth | Haag | Hasenmühle | Haubenhof | Kammerstein | Mildach | Neppersreuth | Oberreichenbach | Poppenreuth | Putzenreuth | Rudelsdorf | Schattenhof | Volkersgau | Waikersreuth
Wüstung: Chausseehaus bei Günzersreuth