Putzenreuth
Putzenreuth Gemeinde Kammerstein
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(59)&title=Putzenreuth 49° 19′ N, 10° 57′ O
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| Höhe: | 377 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 59 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91126 | |||||
| Vorwahl: | 09122 | |||||
Putzenreuth (fränkisch: Budsaraid<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 57. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „búdsɒràid“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kammerstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Putzenreuth liegt in der Gemarkung Unterreichenbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Unmittelbar südlich des Dorfes fließt ein namenloser rechter Zufluss der Volkach. Jenseits des Baches liegt das Flurgebiet „Hut“, im Nordosten grenzt das Flurgebiet „Siebenmorgen“ an und 0,25 km nordwestlich liegt das „Leuzdorfer Holz“. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kottensdorf zur Staatsstraße 2239 (1,9 km nördlich), nach Volkersgau (0,8 km südlich), nach Prünst (2 km westlich) und zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1,2 km östlich), die nach Oberreichenbach (1 km östlich) bzw. mach Volkersgau verläuft (1,2 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
1313 wurde der Ort im Lehensverzeichnis des Ramung IV. von Kammerstein als „Putzenrewt“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="E245">F. Eigler: Schwabach, S. 245.</ref> Der Ortsname hat als Bestimmungswort den Personennamen des Gründers Puzzo und als Grundwort -reuth, d. h. „Zur Rodung des Puzzo“.<ref>W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962), S. 605.</ref><ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 57 f.</ref> Die Burggrafschaft Nürnberg hatte im Ort Ansprüche, in deren Nachfolge die Markgrafschaft Ansbach. Im markgräflichen Salbuch von 1434 wurden für „Puczenreuͤt“ 3 Güter angegeben. Im Salbuch von 1623 wurden neben diesen Gütern, 3 weitere Anwesen genannt, von denen zwei der Reichsstadt Nürnberg und eines der Frauentraut’schen Stiftung zu Schwabach unterstanden. 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Putzenreuth 3 Anwesen, von denen 1 Anwesen dem Kastenamt Schwabach, 1 Anwesen der Frauentraut’schen Stiftung und 1 Anwesen dem Reichen Almosen der Reichsstadt Nürnberg unterstanden.<ref name="E245"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Putzenreuth 5 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Schwabach. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Kastenamt Schwabach: 2 Halbhöfe, 1 Köblergut; Frauentraut’sche Stiftung: 1 Halbhof) und das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Halbhof).<ref name="E415">F. Eigler: Schwabach, S. 415.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach.<ref name="E486"/> 1802 gab es im Ort weiterhin 5 Anwesen, die den gleichen Grundherren unterstanden.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 405 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Putzenreuth dem Steuerdistrikt Unterreichenbach und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Unterreichenbach zugeordnet, die am 9. Juni 1960 in Volkersgau umbenannt wurde, nachdem Unterreichenbach nach Schwabach umgegliedert wurde. Am 1. Mai 1978 wurde Putzenreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kammerstein umgegliedert.<ref name="E486">F. Eigler: Schwabach, S. 486.</ref><ref>Kammerstein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. April 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Kammerstein) gepfarrt.<ref name="E415"/> Die Katholiken sind nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Katholische Pfarrei St. Sebald, Schwabach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 28. Mai 2023.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Puzenreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 405–406 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Buzenreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 678 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 605–606.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks[Bearbeiten]
- Putzenreuth. In: kammerstein.de. Abgerufen am 18. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Putzenreuth in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Putzenreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive />
Albersreuth | Barthelmesaurach | Günzersreuth | Haag | Hasenmühle | Haubenhof | Kammerstein | Mildach | Neppersreuth | Oberreichenbach | Poppenreuth | Putzenreuth | Rudelsdorf | Schattenhof | Volkersgau | Waikersreuth
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