Neuensaal
Neuensaal Gemeinde Kürten
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Neuensaal 51° 3′ N, 7° 14′ O
{{#coordinates:51,045512|7,230158|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Neuensaal | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Postleitzahl: | 51515 | |||||
Lage von Neuensaal in Kürten
| ||||||
Neuensaal ist ein Wohnplatz in der Gemeinde Kürten im Rheinisch-Bergischen Kreis.
Lage und Beschreibung[Bearbeiten]
Der Ort liegt an der Kreisstraße 36 in der Nähe von Altensaal, Schwarzeln, Krautweg und Hau.
Geschichte[Bearbeiten]
Ein Hof Saal bei Bechen wurde erstmals im Jahr 1443 als zo dem Sale urkundlich erwähnt, 1470 als Saell.<ref name="dittmaier">Heinrich Dittmaier: Siedlungsnamen und Siedlungsgeschichte des Bergischen Landes. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins. Band 74, Parallele Ausgabe als Veröffentlichung des Instituts für Geschichtliche Landeskunde der Rheinlande an der Universität Bonn. Schmidt, Neustadt a.d. Aisch 1956.</ref> Das Grundwort im Ortsnamen gehört entweder zu ahd. sal, as. seli oder zu ahd. selida, mhd. selde. Beide Wortstämme besitzen die Bedeutung „Wohnung“, „Haus“.<ref name="dittmaier" />
Der Ort lag an dem Heerweg Köln–Wipperfürth–Soest, einer bedeutenden mittelalterlichen Altfernstraße von Köln über Wipperfürth nach Soest. Die Trasse der alten Höhenstraße wird bis auf kleine Abweichungen noch heute von der Bundesstraße 506 genutzt.<ref>Herbert Nicke: Vergessene Wege: das historische Fernwegenetz zwischen Rhein, Weser, Hellweg und Westerwald, seine Schutzanlagen und Knotenpunkte. In: Land und Geschichte zwischen Berg, Wildenburg und Südwestfalen. Band 9. Galunder, Wiehl 2001, ISBN 3-931251-80-2, S. 85 f.</ref>
Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies aus dem Jahre 1715, Blatt Amt Steinbach, belegt, dass der Ort bereits 1715 als Ort mit mehreren Höfen bestand und (hier noch nicht getrennt von Altensaal aufgeführt) als Saal bezeichnet wurde. Aus der Charte des Herzogthums Berg 1789 von Carl Friedrich von Wiebeking geht hervor, dass Neuensaal zu dieser Zeit Teil der Honschaft Bechen im Kirchspiel Kürten im Landgericht Kürten war.<ref name="Fabricius2">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794. Bonn 1898.</ref>
Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Steinbach aufgelöst und Neuensaal wurde politisch der Mairie Kürten im Kanton Wipperfürth im Arrondissement Elberfeld zugeordnet.<ref>J. C. Dänzer: Décret impérial sur la circonscription territoriale du grand-duché de Berg… Kaiserliches Decret über die Eintheilung des Groszherzogthums Berg. 1808, urn:nbn:de:hbz:061:1-84858.</ref> 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Kürten im Kreis Wipperfürth. Neuensaal gehörte zu dieser Zeit zur Gemeinde Bechen.<ref name="kuerten" />
Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Neue Saal und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Neuensaal verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Neuensaal verzeichnet.
1822 lebten zwölf Menschen im als Haus kategorisierten und Neuensaal bezeichneten Ort.<ref>Alexander A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 3. Karl August Künnel, Halle 1822.</ref> Der 1845 laut der Uebersicht des Regierungs-Bezirks Cöln als Hof kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit drei Wohnhäuser. Zu dieser Zeit lebten 16 Einwohner im Ort, davon alle katholischen Bekenntnisses.<ref name="Uebersicht">Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]</ref> Die Gemeinde- und Gutbezirksstatistik der Rheinprovinz führt Neuensaal 1871 mit zwei Wohnhäusern und 21 Einwohnern auf.<ref>Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.</ref> Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland von 1888 werden zwei Wohnhäuser mit 18 Einwohnern angegeben.<ref name="Gemeindelexikon1888">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.</ref> 1895 hatte der Ort zwei Wohnhäuser und 16 Einwohner.<ref name="Gemeindelexikon18972">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.</ref> 1905 besaß der Ort zwei Wohnhäuser und 17 Einwohner und gehörte konfessionell zum katholischen Kirchspiel Bechen.<ref name="Gemeindelexikon1909">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.</ref>
1927 wurden die Bürgermeisterei Kürten in das Amt Kürten überführt. In der Weimarer Republik wurden 1929 die Ämter Kürten mit den Gemeinden Kürten und Bechen und Olpe mit den Gemeinden Olpe und Wipperfeld zum Amt Kürten zusammengelegt.<ref name="kuerten">Geschichte der Gemeinde Kürten</ref> Der Kreis Wipperfürth ging am 1. Oktober 1932 in den Rheinisch-Bergischen Kreis mit Sitz in Bergisch Gladbach auf.
1975 entstand aufgrund des Köln-Gesetzes<ref>GV. NRW. 1974 S. 1072</ref> die heutige Gemeinde Kürten, zu der neben den Ämtern Kürten, Bechen und Olpe ein Teilgebiet der Stadt Bensberg mit Dürscheid und den umliegenden Gebieten kam.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references /> Vorlage:Klappleiste/Anfang
Ahlen | Ahlenbachermühle | Ahlendung | Altenbach | Altendahl | Altenhaus | Altensaal | Bech | Bechen | Biesenbach | Biesfeld | Bilstein | Blissenbacher Hof | Bölinghoven | Bornen | Bosbach | Breibach | Broch | Broich | Broich (bei Dorpe) | Broichhausen | Brücke | Büchel | Burgheim | Busch | Calenberg | Cleverhof | Dahl (bei Biesfeld) | Dahl (bei Olpe) | Delling | Dicke | Dhünnberg | Dörnchen | Dörpe | Dörrenbach | Dorpe | Dürscheid | Dürscheiderhütte | Durhaus | Eichen | Eichhof | Eisenkaul | Eiserwarr | Engeldorf | Enkeln | Erlenbusch | Esbach | Eulensiefen | Forsten | Forstenhöhe | Furth | Gerhardsberg | Grundermühle | Haasbach | Hachenberg | Haecken | Häcksbilstein | Häuschen | Hägen | Hähn | Hau (bei Bechen) | Hau (bei Biesfeld) | Hauserhof | Hechelkotten | Heid | Heidergansfeld | Heidschlade | Hembach | Herrenhöhe | Herrscherthal | Herweg | Höchsten | Hörnen | Holl | Hove | Holz | Hommermühle | Hülsensteeg | Hufe | Hungenbach | Hutsherweg | Jähhardt | Johannesberg | Junkermühle | Kaas | Kalkofen | Kalsbach | Katharinaglück | Keffermich | Keller | Kettenberg | Kirchenfeld | Kleinheide | Klief | Knappstockberg | Kochsfeld | Körschsiefen | Kohlgrube | Kotterhof | Kotzberg | Krautweg | Kuddenberg | Langenstück | Laudenberg | Lenninghausen | Lenzholz | Linde | Löhbusch | Löhfeld | Maiberg | Meiersberg | Meiswinkel | Meißwinkel | Miebach | Minzenbach | Mittelselbach | Morteln | Müllenberg | Nassenstein | Nelsbach | Niederkollenbach | Neuenhaus | Neuensaal | Neulinde | Oberberg | Oberbersten | Oberblissenbach | Oberbörsch | Oberclev | Oberduhr | Oberhausen | Oberkollenbach | Oberossenbach | Oberselbach (am Dürschbach) | Oberselbach (bei Olpe) | Oberstockberg | Oeldorf | Offermannsberg | Offermannsheide | Ohl | Olpe | Olperhof | Olpermühle | Petersberg | Pohl | Pütz | Richerzhagen | Rodenbach | Rodenberg | Röttgen | Rothe Furth | Schanze | Scheid | Schlünke | Schmitte (bei Kürten) | Schmitte (bei Olpe) | Schnappe | Schultheismühle | Schwarzeln | Siefen | Sonnenhöhe | Spitze | Steeg | Stegerheide | Steintor | Stiche | Strauch | Straßen | Sülze | Sürth | Tannenbaum | Unterbersten | Unterblissenbach | Unterbörsch | Unterduhr | Unterkalsbach | Unterossenbach | Unterselbach | Viersbach | Wachteln | Waldmühle | Weiden | Welpertsiefen | Weier | Weyermühle | Wehrkotten | Wiedenhof | Winterberg | Winterschladen | Wolfsorth
Wüstgefallene Ortsteile: Eiberg | Eulen | Haaswinkel | Heidmannsaul | Hohemühle | Kahlenberg | Kirschheide | Königsspitze | Manshausen | Oelsiefen | Plätzmühle | Pompelbusch | Siebelsmühle
