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Nicole Razavi

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Datei:2013-05-15 16 - Razavi, Nicole, MdL - LTBW - 4931.jpg
Nicole Razavi, 2013

Nicole Razavi (* 20. Mai 1965 in Hongkong) ist eine deutsche Politikerin (CDU) aus Baden-Württemberg. Sie ist seit 2006 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg. Seit 2026 ist sie baden-württembergische Verkehrsministerin. Zuvor war sie von 2021 bis 2026 baden-württembergische Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen.<ref name="lebenslauf"/>

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nicole Razavi besuchte in Ebersbach an der Fils das Gymnasium und legte dort ihr Abitur ab. Es folgte ein Studium der Anglistik, Politologie und Sportwissenschaft in Tübingen und Oxford. 1991 legte sie das erste und 1993 das zweite Staatsexamen ab.

Nach dem Studium arbeitete sie von 1993 bis 1995 als Assessorin und Studienrätin am Wirtschaftsgymnasium in Stuttgart-Feuerbach. Sie übernahm danach von 1995 bis 2001 die Leitung der Presse- und Marketingabteilung der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Von 2001 bis 2006 war sie persönliche Referentin von Stefan Mappus in dessen Funktion als Staatssekretär im Umweltministerium, Umweltminister und Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

Razavi ist katholischer Konfession.<ref>Landtag Baden Württemberg – Razavi. Abgerufen am 5. April 2021.</ref>

Politik[Bearbeiten]

Datei:Nicole Razavi Bad Mergentheim 2025 02.jpg
Nicole Razavi spricht zur Einweihung des neu gestalteten Gänsmarktareals in Bad Mergentheim, 2025.

Nicole Razavi war von 1997 bis 2019 Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Göppingen. Seit 2011 ist sie Mitglied im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg, deren stellvertretende Landesvorsitzende sie seit 2025 ist.

Seit dem 13. April 2006 sitzt Nicole Razavi im Landtag von Baden-Württemberg, in den sie über den Wahlkreis Geislingen bei den Landtagswahlen 2006, 2011, 2016, 2021 und 2026 gewählt wurde. Dort saß sie für ihre Fraktion als Mitglied im Petitionsausschuss und Innenausschuss. Außerdem war sie verkehrspolitische Sprecherin. Innerhalb der Fraktion war sie stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Innenpolitik. Sie gewann stets das Direktmandat ihres Wahlkreises.

Nicole Razavi ist Befürworterin von Stuttgart 21. Im Vorfeld der Volksabstimmung über das Projekt warf sie als verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Landesverkehrsminister Winfried Hermann vor, durch böswillige Unterstellungen und falsche Zahlen und Fakten Stuttgart 21 verhindern zu wollen.<ref>Kostenschub bei Stuttgart 21: Landesregierung zweifelt an Bahn-Berechnungen, Spiegel online vom 23. September 2011</ref> Kritiker, die die veranschlagten Kosten von 4,5 Milliarden Euro bezweifelten, bezichtigte sie der Lüge.<ref>Roland Muschel: Stuttgart 21: „Die Bahn hat bei der Umsetzung gravierende Fehler gemacht“. 25. Juni 2026, abgerufen am 27. Juni 2026.</ref> Statt ursprünglich 2019 soll der Tiefbahnhof nun frühestens 2031 in Betrieb genommen werden und Stuttgart 21 rund 14,5 Milliarden Euro kosten.<ref>Überblick zum Stand beim Bahnprojekt S2: noch später, noch teurer, noch verkorkster? In: swr.de. 26. Juni 2026, abgerufen am 27. Juni 2026.</ref>

Ab dem 12. Mai 2021 war sie im Kabinett Kretschmann III baden-württembergische Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen.<ref>Vier Jahre MLW. 12. Mai 2025, abgerufen am 23. Juni 2026.</ref> Seit dem 13. Mai 2026 ist sie Verkehrsministerin im Kabinett Özdemir.<ref>Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL. 13. Mai 2026, abgerufen am 23. Juni 2026.</ref> Sie ist zweite stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats der L-Bank.<ref>Organisation - Vorstand und Verwaltungsrat | L-Bank. Abgerufen am 23. Juni 2026.</ref>

Nebentätigkeiten[Bearbeiten]

Neben ihrer parteipolitischen Arbeit war sie von 2007 bis 2026 Präsidentin des Turngaus Staufen e. V.<ref name="lebenslauf">Nicole Razavi MdL. In: nicole-razavi.de. Abgerufen am 13. Mai 2026.</ref> Zudem war sie um 2016 stellvertretendes Mitglied des Verwaltungsrats der Kreissparkasse Göppingen und des Beirats des Alb-Elektrizitätswerks Geislingen-Steige eG.<ref name="Landtag">Personenbeschreibung der Landtagsabgeordneten Nicole Razavi. (PDF) Landtag Baden-Württemberg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. März 2016; abgerufen am 12. Mai 2016.</ref> Seit 2021 ist sie gewählte Vorsitzende des Kuratoriums der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, da die Mitgliedschaft satzungsgemäß aus dem baden-württembergischen Ministerium besetzt wird, das als Oberste Denkmalschutzbehörde fungiert.<ref>Satzung der Denkmalstiftung Baden-Württemberg – § 9 Zusammensetzung und Amtsdauer des Kuratoriums. In: denkmalstiftung-baden-wuerttemberg.de. Denkmalstiftung Baden-Württemberg, abgerufen am 16. Januar 2022.</ref><ref name="lebenslauf" /> Razavi ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.<ref>EUROPA-UNION Baden-Württemberg. Abgerufen am 13. Mai 2026.</ref>

Sie gehörte um 2016 dem Council (Beraterkreis) der Sweco GmbH in Bremen (früher Grontmij GmbH) an.<ref>Homepage Nicole Razavi, abgerufen am 22. Mai 2016 (inzwischen offline)</ref> Das Unternehmen ist ein Ingenieur-Dienstleister, der zu dieser Zeit auch an Stuttgart 21 beteiligt war.<ref>Neuer Filz bei Stuttgart 21? In: Kontext Wochenzeitung. 15. Januar 2014, abgerufen am 18. Mai 2016.</ref><ref>CDU-Abgeordnete Razavi berät Stuttgart-21-Dienstleister. In: NWZ Göppingen. 16. Januar 2014, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 12. Mai 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/www.swp.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Nicole Razavi – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

<references />

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Kabinett Özdemir

Ministerpräsident: Özdemir (Stellvertreter: Hagel)

Minister:
Bayaz (Finanzen) | Hagel (Inneres) | Hoffmeister-Kraut (Wirtschaft) | Oppelt (Justiz) | Jung (Kultus) | Gentges (Ländlicher Raum) | Hildenbrand (Soziales) | Walker (Umwelt)  | Razavi (Verkehr) | Olschowski (Wissenschaft) | Schopper (Landesentwicklung)

Staatssekretäre mit Stimmrecht in der Regierung:
Hoogvliet (Medienpolitik; Bevollmächtigter beim Bund) | Lorek (Justiz)

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Hermann Veit (1952–1960) | Eduard Leuze (1960–1966) | Hans-Otto Schwarz (1966–1972) | Rudolf Eberle (1972–1984) | Martin Herzog (1984–1989) | Hermann Schaufler (1989–1991) | Thomas Schäuble (1991–1992) | Hermann Schaufler (1992–1998) | Ulrich Müller (1998–2004) | Stefan Mappus (2004–2005) | Heribert Rech (2005–2010) | Tanja Gönner (2010–2011) | Winfried Hermann (2011–2026) | Nicole Razavi (seit 2026)

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