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Selben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Selben
Stadt Delitzsch
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(689)&title=Selben 51° 30′ N, 12° 22′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(689) 51° 29′ 51″ N, 12° 21′ 54″ O
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Fläche: 3,33 km²
Einwohner: 689 (31. Jan. 2018) HW<ref name="DF">Ordnungs- und Gewerbeamt der Großen Kreisstadt Delitzsch</ref>
Bevölkerungsdichte: 207 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Eingemeindet nach: Döbernitz
Postleitzahl: 04509
Vorwahl: 034202
Datei:Übersichtskarte von Delitzsch und seinen Ortsteilen.png
Karte
Lage von Selben in Delitzsch

Selben ist ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Delitzsch im Landkreis Nordsachsen des Freistaates Sachsen. Der Ort wurde am 1. Januar 1994 nach Döbernitz eingemeindet und gehört mit diesem seit dem 1. März 2004 zu Delitzsch.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Selben liegt südöstlich von Delitzsch am Strengebach, einem Zufluss des Lobers.

Geschichte[Bearbeiten]

Selben gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Delitzsch.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.</ref> Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte.<ref>Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2024; abgerufen am 16. August 2025.</ref> Am 1. Juli 1950 wurde Zschepen eingemeindet.<ref>Zschepen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Im Zuge der Kreisreform in der DDR 1952 wurde Selben dem neu zugeschnittenen Kreis Delitzsch im Bezirk Leipzig zugeteilt, welcher 1994 im Landkreis Delitzsch aufging.

Am 1. Januar 1994 erfolgte der Zusammenschluss von Brodau, Döbernitz, Beerendorf und Selben zur Gemeinde Döbernitz.<ref>Selben im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Durch die Eingemeindung von Döbernitz in die Stadt Delitzsch sind Selben und Zschepen seit dem 1. März 2004 Ortsteile der Stadt Delitzsch.

Verkehr[Bearbeiten]

Westlich Orts verläuft die Bahnstrecke Bitterfeld–Leipzig. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Delitzsch.

Kultur und Religion[Bearbeiten]

Datei:Kirche-Selben.jpg
Kirche-Selben

Die Kirche von Selben ist ein spätgotischer Saalbau aus Feldsteinen aus dem 15. Jahrhundert. Sie verfügt über einen turmartigen Dachreiter und einen über 300 Jahre alten Kanzelaltar. Durch das Absinken des Grundwassers infolge der Braunkohleförderung entstanden Schäden am Gebäude, das deswegen in den 1980er Jahren gesperrt wurde. Ab 2006 fanden Sicherungsmaßnahmen statt. Der nach dem Ende der Kohleförderung wieder steigende Grundwasserspiegel verursachte aber ebenfalls Schäden, sodass das Gebäude 2019 erneut gesperrt wurde.<ref>Wo steht die Kirche des Jahres? In Glaube und Heimat vom 5. Mai 2024, S. 3.</ref>

Die Kirche von Zschepen stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Örtliche Vereine sind der SV Grün-Weiß Selben und der Carneval-Club Selben/Zschepen.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Selben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Schneider: Die Glocken von Werbelin und Buschenau – Verlorene und zu bewahrende Kirchen zwischen Leipzig und Delitzsch. Pro Leipzig, Leipzig 2010, ISBN 978-3-936508-53-6 (128 Seiten; mit Angaben zur Buschenaukirche bei Rackwitz und den Kirchen in Werbelin, Wolteritz, Brodau, Selben, Zschepen, Zschortau, Gerbisdorf sowie Kreuma).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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